Lebensfragen

Regretting Motherhood? Ja, ich bereue die Mutterrolle!

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Eines war von Anfang an klar: Ich wollte Mutter werden, um mit meinem Mann eine richtige Familie zu gründen. Ich wollte gut für meine Kinder sorgen und immer für sie da sein, wenn sie mich brauchen. Ich nahm bewusst die große Verantwortung in Kauf, die Kinder und deren Erziehung mit sich nachtragen. Ich wählte die Mutterrolle völlig überzeugt, auch in dem Bewusstsein, dass es ebenso fröhliche wie anstrengende und stressige Tage geben würde. Ich wollte Mutter werden, um meinem Leben mehr Sinn zu geben. Ich wollte nicht Mutter werden, um mein Leben als Mutter zu bereuen. Aber genau das ist passiert.

Regretting Motherhood. An diesem Thema kommt man derzeit nicht vorbei. Egal ob bei Twitter, Facebook, in den großen Tageszeitungen oder in Fernsehdokumentationen. Der Begriff „Regretting Motherhood“ (auf Deutsch: Die Mutterrolle bereuen) basiert auf einer israelischen Studie von Orna Donath, in der Mütter sich dazu bekannt haben, dass sie, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten, den Weg der Mutterschaft nicht noch einmal eingeschlagen würden. Sprich, sie bereuen es, Mutter geworden zu sein. Wie die meisten wissen, basiert auch mein Mama Blog zum großen Teil auf Motzbeiträgen und einem genervten Mutteralltag meinerseits. Der Hashtag #regrettingmotherhood sprang mir deswegen natürlich direkt ins Auge und nach langem Überlegen beschloss ich, das Ganze (und vor allem meine persönliche Meinung dazu) auch hier zum Thema zu machen.

Stell dir vor, es käme eine Zauberin bei dir vorbei, die dir anbieten würde, mit dem Wissen, das du heute hast, die Zeit bis vor der Geburt deiner Kinder zurück zu drehen und dir so ein kinderloses Leben zu ermöglichen. Würdest du einwilligen?

Regretting Motherhood? Ja, ich bereue die Mutterrolle!
Valentin, ein guter (kinderloser) Freund, saß mir gegenüber und hörte sich mein Leid an. Wie stressig der Alltag mit Mini und Maxi wäre, wie gerädert ich abends oft sei, unfähig, noch in den Unterlagen zu blättern, die ich für meine Ausbildung zur Heilpraktikerin so dringend durcharbeiten müsste, wie wenig Zeit mir überhaupt noch für mich selbst blieb und wie zermürbend es wäre, keine Dankbarkeit von den Kindern für das ganze Tun und Handeln zurück zu bekommen. „Ganz ehrlich“, sagte ich ihm schließlich, während ich darauf achtete, nicht zu laut neben der offenen Balkontür zu sprechen, damit bloß niemand da draußen etwas mitbekam, „wenn ich könnte, würde ich mich für ein Leben ohne Kinder entscheiden!“

„Ich bereue es, Mutter geworden zu sein.“ Diesen Satz spricht man nicht laut aus. Warum? Es klingt herzlos, kinderfeindlich und vor allem entgegen aller Erwartungen unserer Gesellschaft. Wer sich offen dazu bekennt, seine Mutterrolle ablegen zu wollen, riskiert Ablehnung, Kopfschütteln oder sogar Verachtung. Die Wenigsten geben sich die Mühe, zu verstehen, dass es diesen Frauen nicht darum geht, dass sie ihre Kinder hassen. Sie empfinden lediglich ihre Rolle als Mutter als Belastung. Wie ein Gefängnis, aus dem sie nicht entkommen können. Denn wer einmal Mutter geworden ist, der kann sich dieser Rolle nicht so schnell entziehen. Verantwortung für das eigene Kind hat man gesetzlich achtzehn Jahre lang, gefühlt bis zum Lebensende. Einmal Mama, immer Mama.

„Ich habe auch mal einen schlechten Tag, deswegen bereue ich doch nicht gleich, dass ich mein Kind bekommen habe!“ Ich glaube, das kennt jede Mutter, jeder Vater und da kommt wohl auch kein Elternteil dieser Welt dran vorbei: Der Nachwuchs quengelt, die Nerven liegen blank, jetzt bräuchte man dringend eine Auszeit und möchte das Kind einfach mal ein paar Stunden lang nicht um sich haben. Ein Zustand, der meiner Meinung nach völlig gesund und natürlich ist. Jeder sollte in diesem Fall dann auch eine Pause für sich nehmen, sofern er denn kann. Niemand sollte sich deswegen schämen oder schlecht fühlen (aber auch ich bin vor solchen Gefühlen nicht gefeit, wie du schon oft in meinem Mama Blog nachlesen konntest). Darum geht es in der Studie aber auch gar nicht. Bei Regretting Motherhood geht es um Mütter, die ihre Kinder in der Regel lieben, aber sich eben mit der Mutterrolle nicht anfreunden können.

Regretting Motherhood? Ja, ich bereue die Mutterrolle!
Und da geht es mir bisher genauso. Auch, wenn Maxi und ich nach der Geburt einen (nett ausgedrückt) schwierigen Start hatten und ich ihn aufgrund postpartaler Depressionen (die gesteigerte Form der Wochenbettdepression) eine Zeit lang nicht lieben konnte, bin ich inzwischen sehr froh, dass es meine Kinder gibt und dass es ihnen gut geht. Und dennoch wünsche ich mir mein Leben ohne Kinder zurück. Das ist keine Momentaufnahme, sondern ein Dauerzustand seit über drei Jahren Mutterdaseins.

Wie kann das sein, dass Frauen, die sich einst sehnlichst ein Kind gewünscht haben, heute den Schritt, Mutter geworden zu sein, bereuen? Ich glaube, ein großer Teil liegt auch in der gesellschaftlichen Entwicklung. Früher, bis vor wenigen Jahrzehnten, wuchsen die Familien unter einem Dach mit den Vorgenerationen und in enger Nachbarschaft zu den nächsten Familien auf. Die Kinder wurden nicht nur von der Mutter, sondern von Tanten, Onkels, Groß- und Urgroßeltern, Mägden und Ammen versorgt. Heute lebt jeder so abgegrenzt wie möglich zu seinen Mitmenschen, selbst im Mehrfamilienhaus kennt man seine Nachbarn nur vom Klingelschild.

In meinem Beitrag zum Hotel Mama plädiere ich deswegen ausdrücklich für ein hilfreiches, soziales Netz um die Mutter herum. Denn die Mütter von heute wollen anscheinend mehr als nur eine gute Mutter sein. Nicht mehr „nur“ Mutter, sondern Frau für Alles. Fahren den Sprössling zum Sport und Ballettunterricht, pauken nach der Schule gemeinsam Vokabeln, besuchen mit dem Säugling Krabbel- und Musiziergruppen, um ihm ja die beste Entwicklung zu gewähren. Klar, dass da die eigene Persönlichkeit, die Frau als solche die sie mal war, auf der Strecke bleibt.

Valentin wirkte ein wenig nachdenklich, als ich an jenem Nachmittag kurz nach Ostern mit ihm in meiner Wohnung saß und ihm von meinem Gefühlsleben berichtete. Er fiel nicht hintenüber von meinen Worten, vielleicht, weil er mich schon länger kennt und bereits den einen oder anderen resignierten Seufzer in Bezug auf mein Mamadasein schon einmal mitbekommen hatte. Gerne hätte ich mich noch länger mit ihm unterhalten. Aber leider wurde es Zeit für mich, die Kinder von meiner Mutter wieder abzuholen.

Fremdbestimmtheit. Das ist das Erste, was mir zu meinem derzeitigen Zustand als Mutter einfällt. Ich muss den gesamten Tag kinderfreundlich durchplanen und meine eigenen Interessen erst einmal zurückstellen. Kann nicht spontan ins Kino gehen, ohne den Babysitter zu engagieren, kann nicht meine Lieblingssoap im Fernsehen schauen, wenn Mini und Maxi lieber im Wald toben möchten. Nicht, dass ich nicht gerne etwas mit meinen Kindern unternehme! Aber es ist mir einfach zu viel Zeit am Tag, die ich fremdbestimmt bin.

Natürlich plane ich auch Zeit für mich selbst ein, in der ich etwas für mich mache, während die Kinder bei ihren Großeltern sind, aber selbst dann muss ich ständig auf die Uhr schauen, wann es Zeit ist, die Kinder wieder abzuholen. Und selbst die viele Zeit, die ich mir in der Woche für mich nehme, ist mir immer noch nicht genug. Mir würde es reichen, die Kinder zwei Stunden am Tag zu sehen. Aber das geht natürlich nicht. Nicht nur, weil wir in einer Zeit leben, in der die Großeltern der Kinder selbst noch einem Vollzeitjob nachgehen und weniger Hilfe anbieten können, als sie vielleicht gerne würden. Es ist auch nicht so, dass ich meine Kinder gerne 22 Stunden am Tag in fremde Hände geben würde. Zumindest nicht in der Realität. Gefühlt schon.

Regretting Motherhood? Ja, ich bereue die Mutterrolle!
Wehmütig schiele ich zu unseren kinderlosen Nachbarn hinüber, die spontan zum Sport fahren, wenn sie darauf Lust haben oder am Samstagabend ins Konzert gehen, weil sie sonntags ausschlafen können. Feiertag hieß früher: Entspannen. Machen, worauf man Lust hat und Freude daran haben. Heute mit Kindern bedeutet das: Halb Sieben werden die Kinder wach, der Spielplatz ist bereits um neun Uhr rappelvoll und beliebte Ausflugsziele für den Nachmittag auszuwählen bedeutet gleichzeitig, einer Horde anderer kreischender, brüllender und lärmender Kindern zu begegnen, wovon man zuhause eh schon die Nase voll hat. Nur um als Dankbarkeit dafür, dass man den Tag nicht gammelnd auf dem Sofa verbracht hat, noch Wutausbrüche, Hundekacke an den Schuhen und übermüdete, sprich quengelige Kinder zu ernten.

Natürlich habe ich vor der Geburt meines ersten Kindes schon geahnt, dass es auch stressige Phasen gibt. Aber wirklich gewusst, was da auf mich zukommt, das habe ich nicht. Dass die anstrengenden Momente überwiegen und nur ab und zu ein Lichtblick in Form von friedlichen Momenten durchscheint. Dass Kleinkinder nicht würdigen können, was man für sie auf die Beine stellt. Dass man ständig vom inneren schlechten Gewissen verfolgt wird, als Mutter vielleicht nicht zu genügen. Und ich hätte damals im Traum nicht gedacht, wie sehr mir die alleinige Zeit für mich selbst fehlen würde.

Die meisten Mütter bereuen ihre Mutterschaft nicht. Im Gegenteil.

„Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen als Mutter zu sein. Ich bekomme Tränen der Gerührtheit in mein Auge, allein wenn ich sie an meiner Hand halten darf oder sie einfach nur beim Spielen beobachte. So ein wunderbares Wesen. Ich habe es geschaffen. Und ich darf es in ihrem Leben begleiten. Ich bin erfüllt.“ (Wiebke von Verflixter Alltag über ihr Leben mit ihrer Tochter)

„Jetzt ist mein Hobby mein Kind bzw. meine Kinder – und das Bloggen. Ich habe meine Ansprüche herunter geschraubt und bin mit dem zufrieden, was ich habe. […]Denn die Kinder werden so schnell groß und wahrscheinlich werde ich irgendwann wieder mehr Zeit haben, als mir lieb ist – und dann hab ich auch wieder Zeit für meine Hobbys.“ (Renate von Mamis-Blog)

Wie solche Mütter wie Wiebke und Renate von ihrem Muttersein schwärmen, das bewundere ich. Ich hatte ähnliche Vorstellungen vom Muttersein – vor der Geburt. Heute ist mein Leben durch Mini und Maxi komplett auf den Kopf gestellt worden, allerdings nicht so, wie ich es erwartet hatte. Ich finde in der Mutterrolle einfach (noch) nicht die Erfüllung, die ich mir erhofft hatte.

Oft genug zähle ich heimlich in Gedanken, wie viele Jahre es noch sind, bis die Jungs endlich selbstständig sind, ausziehen und ihr eigenes Leben führen werden. Manchmal plane ich schon unser Leben als Rentnerpaar, wenn mein Mann und ich endlich wieder frei und ungebunden von den Kindern sind und wieder Zeit für unser eigenes Leben haben. Das mache ich nur heimlich in meinem Kopf, denn in Träumen ist so etwas erlaubt. Kriegt ja Keiner mit.

Tja und simsalabim, da steht sie nun. Die fiktive Zauberin mit ihrem verlockenden Angebot. Und nun? Würde ich mich darauf einlassen, die Zeit noch einmal zurückzudrehen?
Ja! Heute würdest du ein eindeutiges „Ja!“ mit Ausrufezeichen von mir hören. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch einmal wählen könnte, würde ich mich mit Sicherheit gegen die Mutterschaft entscheiden. Ich würde mich nicht persönlich gegen meine Kinder entscheiden, denn die liebe ich. Logischerweise geht ja das eine leider nicht ohne das andere.

ABER: Ganz tief in mir drin (noch ein kleines Stückchen tiefer als der Wunsch, die Mutterrolle wieder abgeben zu können), weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war, Mutter zu werden. Es ist ein Gefühl, wie eine Intuition, die einen ab und an erkennen lässt, welches der richtige Weg für einen ist, die mir sagt, dass ich die Entscheidung für meine Kinder eines Tages nicht mehr bereuen werde. Dass ich eines Tages auch wie andere Mütter überzeugt da stehen werde und sage: „Die Mutterrolle ist das Beste was mir passieren konnte; ohne meine Kinder hätte mein Leben viel weniger Sinn!“ Es ist eine ganz kleine, zarte Knospe der Hoffnung, aber sie ist da. Und das ist für mich momentan alles, woran ich mich hänge, wenn ich mit dem Muttersein wieder hadere. Es wird besser. Irgendwann. Ganz bestimmt. Auch, wenn es vielleicht noch Jahre dauern mag.
Regretting Motherhood? Ja, ich bereue die Mutterrolle!

36 Gedanken zu „Regretting Motherhood? Ja, ich bereue die Mutterrolle!“

  1. Rosalie sagt:

    Einer der besten Posts zum Thema. Ich finde, es steht jeder Mutter zu so zu denken. Wer super glücklich ist, für den freut es mich. Seltsam fand ich nur, dass die Leute so auf die Gegenbewegung aufspringen. Als würde es ihnen etwas weg nehmen, wenn andere anderer Meinung sind.

    Den letzten Absatz kann ich zwar nachvollziehen, aber ich finde ihn schwierig. Es gibt so einiges im Leben, da denkt man sich ‚Wenn ich mal alt bin, dann lach ich drüber‘, obwohl oder weil es sich im Moment so schlimm anfühlt. Da ist nur ein Problem: Wer darauf wartet, dass es irgendwann in der Rückschau gut ist, der verpasst das Leben in gewisser Hinsicht. Und man kann ja nicht Jahre einfach wegwerfen. In dem Dilemma stecke ich auch öfter und genau das tut mir so weh. Man lebt ja jetzt und wenn’s jetzt schlecht ist, dann hilft die Aussicht auf vermutliche Besserung irgendwie nicht weiter. Eine Lösung dafür kenne ich nicht.
    In meinen Ohren klingt mein ‚durch meine Kinder hab ich so viel gelernt‘ immer auch nach Resignation oder Schönreden, obwohl es stimmt. Sie sind eine Bereicherung, aber sie kosten manchmal maßlos viel – nicht nur Geld. Und dann soll man ja auch immer noch eine gute Mutter sein und sie nicht anschreien und verständnisvoll sein und trösten und blablabla.

    Meine Mutter sagte früher öfter: Warte nur bis du Kinder hast. Ich wünsch dir nur das Beste und dass deine Kinder so sind wie du.
    Das war zwar fies, aber heute kann ich durchaus nachvollziehen, wie sie auf den Gedanken kam. Und heute fragt sie lachend, was sie denn tun könne für mich. Ich bin halt auch immernoch nur in einer Phase…

    1. Christine sagt:

      Liebe Rosalie,

      vielen Dank für deine Gedanken. Es stimmt schon, der hoffnungsvolle Blick in die Zukunft sollte nicht die Gegenwart überdecken, so dass man nicht im Jetzt lebt. Ich habe den letzten Absatz im Beitrag aber vor allem mit dem Gedanken geschrieben, dass ich mir die Zukunft ein wenig leichter erhoffe, weil ich meiner Meinung nach mit älteren Kindern/Jugendlichen mehr anfangen kann, ergo die Mutterrolle dann auch hoffentlich wieder mehr genieße, gerade auch in Hinblick auf die Selbstständigkeit der Kinder.
      Den Satz deiner Mutter kann ich total nachvollziehen. Ich habe ihn auch schon des Öfteren in stressigen Situationen vor mich hin gedacht…
      Liebe Grüße

  2. Marianne sagt:

    Hallo Christine,

    ich muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben und habe mir eigene Gedanken gemacht.
    Ersteinmal kann ich dich voll und ganz verstehen und finde es schrecklich das zu verurteilen.
    Ich habe mir oft gewünscht, kein Kind zu haben, keine Mutter zu sein. Und ich war davon sehr enttäuscht, wo er doch ein Wunschkind war.
    Auch bei mir war der Start mit meinem Sohn schwierig, auch wenn es nicht ganz so schlimm war, wie bei dir. Ich konnte ihn nicht von Anfang an lieben, habe ein paar Therapiestunden gehabt und mir Hilfe für den Haushalt geholt. Dazu habe ich, als er 3 Monate alt war, dafür gesorgt, dass ich endlich unter Leute komme und nicht ständig alleine mit ihm in der Wohnung hocke. Ich wurde immer sicherer mit ihm und merkte, dass ich vieles auch mit Baby schaffe, was ich mir vorher nie zugetraut hätte (Babyschwimmen, Ausflüge…). Dabei habe ich viele Kontakte zu anderen Müttern gefunden, mit denen ich mich ehrlich austauschen konnte, die genauso dachten wie ich, mich ermutigten und auf andere Gedanken brachten. Und im Gegenzug dazu konnte ich auch ermutigen etc. Und irgendwie, ganz unbemerkt, habe ich mich unsterblich in mein Kind verliebt…. weil ich vll gemerkt habe, dass mein Leben nicht unbedingt mit Kind aufhört. Er geht jetzt in die Krippe, ich habe mehr Zeit für mich. Und ich bemerke ein mir bisher unbekanntes Gefühl: ich vermisse ihn. wenn er nicht bei mir ist.
    Hätte ich aber damals gewusst, was für eine Lebensumstellung ein Kind bedeutet und, dass die eigenen Bedürfnisse, wie Schlaf, soooo stark in den Hintergrund treten müssen, hätte ich kein Kind bekommen.
    Aber: Würde ich jetzt kein Kind haben, würde ich todunglücklich sein, weil es ein Jahr gedauert hat bis ich schwanger wurde. Damals war ich deswegen schon am Boden zerstört.
    Trotzdem: Manchmal würde ich gerne aussteigen und in mein altes Leben zurück, aus diversen Gründen. Irgendwie merkt man wohl erst dann, wieviel Freiheit man hatte, wenn diese eingeschränkt wird. Aber vergangen, ist vergangen.
    Dennoch ist „Reue“ so ein hartes, negatives Wort. Für mich bedeutet Reue, dass ich einen Fehler begangen habe. Und mein Kind ist kein Fehler, denn er kann doch nichts dafür, dass ich Anfangs Probleme mit ihm hatte. Er wächst trotzdem wunderbar auf und entwickelt sich jetzt schon zu einer einzigartigen Persönlichkeit, die mich Staunen lässt.
    Ich würde also gerne dazu ermutigen, den negativ belasteten Begriff „Reue“, in einen positiveren Begriff zu tauschen. Ich nenne es tiefe „Sehnsucht“. Ich sehne mich nach meinem alten Leben zurück, weiß aber, dass das nicht geht, und schaue positiv nach vorne. Der jetzige Zustand hält keine Ewigkeit an.
    In diesem Sinne,
    LG Marianne

    1. Christine sagt:

      Liebe Marianne,

      vielen Dank für deinen Senf ;-)
      Es ist schön zu lesen, was für eine wunderbare Entwicklung eure Mutter-Sohn-Beziehung gemacht hat! Besonders angetan war ich, dass du Freundinnen und Bekannte in deinem Umfeld hattest, die deine Gefühle ernst genommen und sogar verstanden haben, weil es ihnen ähnlich ging. Ich habe bisher nur im Internet Mütter kennengelernt, die auch von schwierigen Phasen und den Wunsch nach Alleinsein berichten. Leider trauen viele sich das eher in der virtuellen Welt, als im realen Leben ehrlich auf ein „wie gehts?“ zu antworten, was ich aber auch nachvollziehen kann.
      Schön, dass du deinen Sohn inzwischen auch in deiner kinderlosen Freizeit vermissen kannst! Den Zustand wünsche ich mir auch noch für mich herbei…
      Sei lieb gegrüßt und danke für deine Offenheit!
      Christine

  3. SilkeAusL sagt:

    Seeehr schöner Beitrag, trifft alle Nägel auf die Köpfe zu diesem Thema. Ich habe selbst sehr viele Beiträge zu diesem Thema gelesen, aber dieser spricht genau die Punkte an, die ich dann auch jeweils gedacht habe.
    Besonders der Letzte; ich denke mir jeden Tag:“Irgendwann wird es besser.Eines Tages werde ich auch wieder mein eigenes Leben(wenigstens ein bisschen und weniger fremdbestimmt)führen dürfen.
    Aber dafür muss ich erstmal die nächste Hürde überstehen: eine Woche „Urlaub“ mit zwei Kleinkindern-alleine! 168 Stunden 100%tiges Muttersein ohne Hilfe, 0% Zeit für mich allein. War leider anders geplant, kann ich jetzt nicht mehr rückgängig machen(ohne extreme Blöße und Schwäche zu zeigen:“Guck dir die an, schafft’s nicht mal eine Woche alleine mit den Kindern zu verbringen. Andere sind IMMER alleine.Was soll XY denn sagen, bei ihr ist das immer so!“).
    Da kommt ja immer zu dem Druck, den man wegen des Bereuens schon immer spürt, noch der Druck dazu, man könnte als schlechte, schwache Mutter oder gar Versager angesehen werden.
    Also weiterhin: Augen zu und durch, jegliche Unterstützung von Aussen annehmen und immer darauf hoffen, daß man in zwanzig Jahren sagen kann:“Ich bereue nichts.“
    In diesem Sinne einen schönen Feiertag(den ich gerne mal ausgeschlafen hätte. ..)
    GRUß Silke

    1. Christine sagt:

      Liebe Silke,

      willkommen auf meinem Mama Blog!
      Ich habe tiefen Respekt vor dir (und allen anderen Müttern in deiner Lage), dass du dich eine Woche alleine um deine Kinder kümmerst! Das ist echt eine wahnsinnige Belastung, zumindest für Diejenigen, die auch mal zwischendurch Luft zum Atmen, sprich Zeit ohne Kinder brauchen.
      Ich hoffe, die Woche war (wird?) entgegen aller Befürchtungen im Nachhinein nicht so stressig.
      Gönn‘ dir danach auf jeden Fall eine Belohnung, schlaf mal aus und klopf‘ dir gehörig auf die Schultern!
      Ich danke dir sehr für deine ehrlichen Worte und dass du mich und die anderen Leser daran teilhaben lässt.
      Viele Grüße
      Christine

  4. Katja Schönefeld sagt:

    Huhu,

    in meinen letzten Beiträgen habe ich dir ja schon geschrieben, dass ich dich sehr sehr gut verstehen kann. Ich war selbst überrascht, welche Welle dieses Thema schlägt – denn ich dachte wirklich immer, dass jedem klar sein sollte, wie Eltern (manchmal) denken. Vor allem über gemeine Kommentare gegen Mütter und Väter die ihre Gedanken aussprechen, war ich echt geschockt. Doch die kommen meistens von Kinderlosen, Schwangeren oder Eltern, deren Kinder schon älter sind.

    Inzwischen geht es mir wie bereits erwähnt besser, aber als unser Kronsohn kleiner war, gab es Momente… nun ja, ich möchte das hier lieber nicht formulieren *lach* Aber ich kann dich/ euch verstehen und ich bin meinem Mann heute noch aus tiefstem Herzen dankbar, dass er mir das Kind so oft es ging abgenommen hat oder sich einfach mein Gemotze und Geheule angetan hat, ohne das Weite zu suchen. Wie es gewesen wäre, wenn ich alleinerziehend gewesen wäre, möchte ich mir lieber nicht ausmalen.

    Ich kann dir die Hoffnung geben, dass es besser wird und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du an einen Punkt kommst, an dem es dir besser geht damit.

    Liebe Grüße,
    Katja

    1. Christine sagt:

      Liebe Katja,

      auch dir danke ich von Herzen für deine Ehrlichkeit und die offenen Worte!
      Ja, manchmal denke ich mir auch „was würde ich nur ohne meinen Mann machen?“. Nicht, dass ich meine Gefühle damit kleinreden möchte à la „Stell dich nicht so an“, aber es relativiert doch das ein oder andere manches Mal.
      Ich freue mich sehr mit dir, dass es dir inzwischen besser geht und nehme deinen Hoffnungsschimmer, dass es besser wird, gerne an :)
      Viele Grüße

  5. Lilly sagt:

    Hallo,

    ich sehne mir auch sehr oft mein altes Leben zurück. Aufstehen wann man will, was für sich machen, etc.

    Ich liebe meine Tochter wahrlich über alles. Aber ich bin eine vollberufstätige Mama, da mein Mann leider schlecht verdient. Dafür musste ich mir auch schon Vorwürfe von sog. Super Mamas anhören. Ich musste für meine Familie soviel aufgeben (Pferd verkauft, kein eigenes Auto mehr, und und und) und komme damit auch nicht gut klar (hatte mir das einfacher vorgestellt bzw. dachte da gewöhnt man sich dran). Keine Zeit fürs eigene Hobby, Haushalt und Wäsche kann nur abends spät erledigt werden. Jeder Tag muss irgendwie geplant sein, damit es läuft. Mein Mann (arbeitet 75 %) macht zwar auch im Haushalt mit, allerdings immer nur so wie Männer das ebenso machen. Man hat selber Ansprüche an sich und dazu kommen noch die Erwartungen anderer. Und so ist man im Hamsterrad gefangen, mit kurzzeitigen Unterbrechungen . Die Frage ob ich nochmal ein Kind bekommen würde, stelle ich mir daher besser nicht. Damit kommt mein Gewissen nicht klar… daher

    Keep calm & carry on.

    Und dem Fünkchen Hoffnung klammere ich mich auch ganz fest.

    Vlg Manu

    1. Christine sagt:

      Liebe Manu,

      willkommen auf meinem Mama Blog!
      Dass du so viel aufgeben musstest für deine Familie, klingt sehr traurig, da du es allem Anschein nach ja nicht freiwillig gemacht hast. Das muss noch mal schlimmer sein, besonders, wenn dann noch Vorwürfe von allen Seiten kommen. Ich kenne auch diese Gedanken von früher „Da gewöhne ich mich schon dran“ bzw. „Vielleicht macht es mir ja gar nicht so viel aus“. Und dann die Erkenntnis, dass es eben doch nicht mal eben so locker vom Hocker geht und man sich an gewisse Dinge eben nicht gewöhnen kann.
      Toll, dass dein Mann dir auch im Haushalt hilft, aber ich musste schon sehr schmunzeln, wie du geschrieben hast „allerdings immer nur so wie Männer das so machen“. Ich glaube, da müssen wir Frauen einfach zurückstecken und akzeptieren, dass (manche) Männer nicht zum Putzen und Aufräumen geboren sind (oder auch früher alles von Mutti gemacht und nicht gezeigt bekommen haben). Vielleicht kannst du in dem Punkt etwas milder zu dir und deinem Mann sein und dich daran erfreuen, dass er überhaupt mit anpackt und er dir damit schon mal einen großen Teil abnimmt. Das sollten wir (Ehe-)Frauen uns generell viel öfter vor Augen halten.
      Ich glaube die hohen Ansprüche (an sich, seinen Partner, die Kinder,…) machen nämlich alles nur noch schlimmer, als es eh schon ist.
      Ich danke dir sehr für deine ehrlichen Worte und deinen Einblick in dein Familienleben.
      Sei lieb gegrüßt
      Christine

  6. Saskia sagt:

    Hallo Christine,

    ich bin eben zum ersten Mal zum Lesen hergekommen.
    Zum #regrettingmotherhood habe ich auf unserem Familienblog vor einer Weile auch bereits geschrieben.

    Es gibt inzwischen diverse geschiedene Väter, die auf Grund des dadurch entstehenden Stresses sagen „Ich wünsche, ich hätte die Kinder nie bekommen.“ Irgendwie dürfen sie das ohne moralische Repressalien zu erwarten.
    Und dabei sind es nach wie vor doch meist wir Mütter, die mit der Fremdbestimmung leben müssen.

    Ich bereue es nicht, Kinder bekommen zu haben. Ich bin unglaublich gerne mit unseren Vieren zusammen. Es gab Phasen, in denen ich mich wirklich wie ein Zombie abends aus dem Kinderzimmer schleppte und Phasen solcher inhaltlichen Leere im Alltag, das ich echt beinahe durchgedreht wäre. Da habe ich die Mutterrolle verflucht.
    Auch heute denke ich, dass Einiges dringend verändert werden könnte und müsste.

    Die Aufgabe der Mutterschaft ist so intensiv, mit so viel Verantwortung beladen, mit so viel schlechtem Gewissen belegt und bei absolut keiner Bezahlung auch noch mit sehr wenig Anerkennung verknüpft.

    „Episoden gähnender Langeweile wechseln sich ab mit blankem Horror“ – diesen Spruch über den Krieg verwendet mein mann gern mal augenzwinkernd über das (Er-)Leben von Eltern ;-)

    Ich bin seid bald 13 Jahren Mutter und ich habe wunderbar tiefe und herrliche Momente erlebt. Ich spüre eine sehr tiefe Verbundenheit zu meinen Kindern und liebe ihre vielfältigen Persönlichkeiten. Ihre Gesellschaft weiß ich sehr zu schätzen.
    Zugleich könnte ich mit etwas werfen, wenn sie mal wieder überall ihren Kram liegen lassen, mir nicht zuhören oder mal wieder (indirekt) bestimmen, was ich wann tun kann.

    Mit der Fremdbestimmung habe ich auch nach dieser Zeitspanne noch riesige Probleme – ich glaube, darunter leide ich am meisten.

    Ganz liebe Grüße

    Saskia

    1. Christine sagt:

      Liebe Saskia,

      willkommen auf meinem Mama Blog – schön, dass du hergefunden hast!
      Einen wirklich schönen und berührenden Kommentar hast du mir da hinterlassen. Es freut mich sehr, dass du trotz Momenten des Ärgers oder der Fremdbestimmtheit, eine so tiefe Verbundenheit zu deinen Kindern spürst. Ich denke und hoffe, dass auch die 13 gemeinsamen Jahre eine große Rolle spielen. Für mich jedenfalls hoffe ich, dass es mit den Jahren leichter wird, wenn meine Jungs selbstständiger werden und die totale Abhängigkeit von uns Eltern langsam schwindet.
      Dass über Väter anders geurteilt wird, die ihre Vaterschaft bereuen, sehe ich ähnlich. Irgendwie scheint vor allem die Mutter die Buh-Frau zu sein, wenn sie nicht in dem Maß in der Mutterrolle aufgeht, wie die Gesellschaft es gerne hätte. Zum Glück gibt es genauso viele Papas, die in der Vaterrolle aufblühen.
      Auch der Punkt mit der nichtvorhandenen Bezahlung, den du ansprichst, würde ich so unterschreiben. Eine Mutter hat die Kinder im 24/h-„Job“ großzuziehen, aber wer dafür Geld verlangen würde, gilt gleich als Rabenmutter – schließlich ist es doch ein Herzensjob, die ursprüngliche Aufgabe der Frau oder was auch immer. Natürlich würde wohl Niemand seine Kinder des Geldes wegen aufziehen, aber die Honorierung der täglichen Belastung bleibt ja trotzdem in den meisten Fällen aus – auf welche Weise auch immer.
      Ich danke dir ganz herzlich für deine netten Worte!
      Christine

  7. Jessica sagt:

    Ich bin dankbar dafür, dass es außer mir noch solche Mütter gibt, die die Mutterrolle nicht immer einfach und befriedigend finden… Wir haben einen ganz lieben und süßen Sohn (erst 4 Monate alt) und ich habe mir letztendlich fast alles anders vorgestellt.
    Irgendwie sehe ich mich sehr oft überhaupt nicht raus…. Und so richtig verstehen kann ich meine nicht immer positiven Gefühle auch nicht. Ich liebe meinen Sohn über alles und trotzdem fehlt mir Unabhängigkeit und Freiheit. Oft beneide ich meinen Mann darum, dass er arbeiten geht…. Während ich zuhause sitze und Wäscheberge sammle, wasche, trockne und aufräume. Der Schlafmangel setzt mir sehr zu – das hätte ich so nicht erwartet und mich auch nie so eingeschätzt. Und über all dem schwebt ständig das Gefühl des Versagens, das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein, weil ich das alles nicht immer genießen kann.
    So gerne würde ich anders empfinden, so gerne hätte ich oft mein altes Leben zurück – und Tränen laufen mir bei diesen Gedanken über die Wangen, weil ich mich so undankbar und schlecht dabei fühle.
    Das Alleinsein unterm Tag ist oft unerträglich für mich. Ich bin eingesperrt und fühle nur Leere und Aussichtslosigkeit.

    1. Christine sagt:

      Liebe Jessica,

      erst einmal: Sei herzlich Willkommen auf meinem Mama Blog! Ich bin sehr gerührt von deinen offenen Worten. Manchmal hilft Aussprechen oder wenigstens Niederschreiben schon einmal, den ersten Schmerz heraus zu lassen. Diese ambivalenten Gefühle kenne ich noch zu gut. Plötzlich meint man, dem Mann ginge es viel besser, weil er wenigstens ins Büro flüchten kann, während man zuhause nur mit dem Kind und dessen Belangen (Wäsche, Wickeln, Füttern) zu tun hat. Die Freiheit und Unabhängigkeit rückt in weite Ferne und kein Ende scheint in Sicht. Vor allem nicht in den eigenen vier Wänden. Und wenn dann noch Schlafmangel dazu kommt (für mich war das das Schlimmste!), ist man mit den Nerven völlig am Ende.

      Ich wünsche dir so sehr, dass du viel Unterstützung findest – bei deinem Mann, Freunden/Familienmitgliedern, vielleicht einer Tagesmutter oder der KiTa, die dich entlasten und dir wenigstens einen kleinen Freiraum zurückgeben, den du so dringend zum Auftanken brauchst! Mein Tipp: Geh viel an die frische Luft, auch und gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit. Unter freiem Himmel kann einem zumindest keine Decke auf den Kopf fallen ;) Mir tut die Natur immer gut; und wenn es auch mal nur die befahrene Straße ist, neben der man den Kinderwagen vor sich her schiebt. Man fühlt sich dann nicht mehr ganz so eingesperrt.

      Ich wünsche dir, dass du dich nicht als schlechte Mutter fühlst, denn das bist du nicht!

      Fühle dich virtuell umarmt!
      Liebe Grüße
      Christine

  8. Mel sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    von meinen eigenen miesen Gefühlen gelenkt bin ich zu mr. Google geganen und bei euch gelandet. Beim lesen eurer Beiträge wurde mir ganz anders und ich musste weinen.
    Seit November 2016 bin ich Mama einer wunderschönen Tochter. Und da hört es dann im Moment auch schon für mich auf. Es war von Anfang an alles schwierig, ausser die Geburt. Die ging ruck zuck, aber alles was danach kam war und ist ein Kampf. Meine Tochter kam sehr leicht zur Welt. 2760g. Sie war nicht so kräftig wie andere Kinder und zudem auch noch gemütlich. Somit hatte ich von Anfang an Probleme mit dem stillen. Sie saugte einfach nicht an der Brust. Sie nahm in den ersten Tagen mehr ab als sie durfte und wir blieben länger im Krankenhaus. Resultat war, pumpen und Muttermilch mit der Flasche reichen. Und das wo ich mein tolles Wunschkind doch unbedingt stillen wollte. Zudem kam dann das sie ständige Koliken hat. Immernoch. Die ersten drei Monate sind jetzt um. Und fast nach jeder Mahlzeit hat sie bauchweh. Seit Januar stille ich mit Stillhut. Ich war wahnsinnig stolz das geschafft zu haben. Jedoch, mit der ersten Impfung und dem stillen das nächste Problem. Sie nimmt nicht zu. Wir waren auch mit ihr im Krankenhaus. Alles ok sagen die dort. Und ich denke mir, nichts ist ok. Wenn sie nicht schläft, dann weint sie, weil sie bauchweh hat, oder schluckauf, oder hunger, oder Luft im Bauch. Oder warum auch immer. Mit der Weile ist es mir auch egal. Sie weint eh immer. Ich spule mein Program ab und hoffe das irgendwas davon sie beruhigt und dabei denke ich: warum wolltest du nur Mutter werden? In diesen Momenten wünsche ich mir mein altes Leben mit Ehemann und Hund zurück. Ich wünsche mir sie wäre nicht da. Und dann, dann hasse ich mich für diesen Gedanken. Denn ich liebe sie. In den wenigen Momenten die sie mich anlächelt könnte ich vor liebe platzen und weinen und sie nur knuddeln und küssen. Und wenn sie dann wieder beginnt zu weinen beginnt der Kreislauf von vorn. Ich weiss nicht wie das noch werden soll. Ich hoffe aufs älter werden, zusammen spielen, kochen und basteln, aber dazu hat mir ein Beitrag nun auch diese Illusion geraubt. Und ich denke mir: warum ist es so scheisse ein Kind zu haben? Kommen da denn niemals auch schöne Zeiten?

    1. Christine sagt:

      Liebe Mel,

      fühle dich bitte (wenn du möchtest) erst einmal in den Arm genommen und gedrückt!
      Beim Lesen deiner Worte kann ich richtig spüren, was für eine Last du momentan trägst. Drum setz dich erst einmal zu mir in die Küche und nimm‘ dir einen Kakao und Schokokekse!

      Ich kann das so gut nachempfinden, wenn das Leben mit Kind nicht mal Ansatzweise der Realtität entspricht, die man sich vorher ausgemalt hatte. Der neue Alltag mit Kind ist eh schon kräftezehrend, aber was du da durchmachen musstest (und immer noch tust), geht einfach dermaßen an die Grenzen deiner Belastbarkeit! Hast du denn auch Zeiten nur für dich, in denen du einfach nur du sein kannst (und z.B. dein Mann die Kleine nimmt)?

      Ich kann deine verzweifelten und schmerzhaften Gedanken absolut nachvollziehen, so krass und gemein sie auch klingen. Aber du sagst ja selbst, du liebst deine Tochter über alles und platzt vor Glück, wenn sie dich anlächelt. Das ist wunderbar und deine Ressource zum Durchhalten von schwierigen Phasen. Und davon werden möglicherweise noch viele kommen.

      Ich wünsche dir sehr, dass die Koliken deiner Tochter (ähnlich wie bei unserem Mini damals) in wenigen Wochen verschwinden. Er hatte auch knapp über drei oder vier Monate diese Bauchschmerzen, aber danach ging es langsam besser.

      Und ja, du kannst so stolz auf dich sein! Dass du es geschafft hast, mit Stillhütchen zu stillen (die verflixten Scheißerchen, an denen meine Kinder und ich schier verzweifelt sind) und überhaupt, dass du all‘ das schaffst, was du täglich leistest. Die wahren Helden in unserem Leben sind für mich all die Mütter, die täglich aus Liebe zu ihren Kindern bis zu ihrer Belastungsgrenze und noch darüber hinaus gehen. Du bist eine davon!

      Gib nicht auf! Alles Liebe dir!
      Christine

      1. Mel sagt:

        Liebe Christine,

        damals habe ich dir leider nicht für deine lieben Worte gedankt. Mir war einfach alles zuviel, zu schwierig. Meine Kräfte waren am ende.
        Heute, 1 Jahr später muss ich sagen, es hat sich gegeben.
        Die Koliken verschwanden wie du sagtest. Ganz plötzlich, wie von Zauberhand.
        Ich bin mit meiner Tochter zusammen gewachsen. Mein Mann auch. Mit der Weile sind wir eine gut funktionierende, glückliche Familie!
        Ich möchte allen denen es so ging wie mir Mut machen.
        Es wird tatsächlich besser. Ich hätte es selbst nicht geglaubt. Aber es ist so.
        Natürlich hat man noch immer Tage an denen man mal auf dem Zahnfleisch geht. Aber diese kann man an einer Hand abzählen.
        Ich bin froh wie es sich alles entwickelt hat. Und ich bin froh ein Kind zu haben. Und ich hoffe alle, die durch die schwere Zeit gehen, haben später mal so ein erfülltes Leben wie sie es sich wünschen! Habt Kraft und haltet durch. Es kommen doch auch schöne Zeiten!
        Danke Christine für deine Worte damals. Sie waren sehr tröstlich und aufbauend für mich.

        Tolle Seite! Weiter so.

        Ganz Liebe Grüsse Mel

      2. Christine sagt:

        Liebe Mel,

        du musst dich nicht dafür entschuldigen – ich kann das so gut nachempfinden, wenn du nicht mal die Kraft zum Antworten hattest!
        Umso mehr freue ich mich jetzt, fast genau ein Jahr später, zu hören, dass es dir jetzt so viel besser geht! Das ist wirklich schön zu lesen, wie sich das Leben zu Dritt bei euch zum positiven gewandelt hat. Und auch, dass die Koliken bei deiner Tochter dann gänzlich verschwunden sind.
        Ganz lieben Dank, dass du uns daran teilhaben lässt und uns so viel Mut zusprichst!
        Alles Liebe dir weiterhin!
        Herzlichst, Christine

  9. Anika sagt:

    Hallo ihr Lieben.
    Ich bin so froh diese Seite gefunden zu haben. Auch ich bin oft am Ende und habe durch Google den Weg zu euch gefunden. Ich bin so froh und erleichtert, dass es auch anderen Müttern so geht. Ich dachte bis heute, dass ich mit solchen negativen Gedanken allein bin und jedesmal wenn ich so fühle steigen mir die Tränen in die Augen und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Auch als Ich die ganzen Kommentare gelesen habe stiegen mir die Tränen in die Augen und irgendwo bin Ich erleichtert endlich hier mal meine Gedanken und Gefühle niederzuschreiben. Ich kann und will nicht mehr. Wie sehr wünsche ich mir dann in diesen zeiten mein altes Leben zurück.
    Mein Sohn ist fast 11 Monate. Ich kann keinen Schritt von ihm weggehen ohne das er gleich losbrüllt, selbst aufs Klo nehme ich ihn mit weil ich dieses Geschreie nicht mehr ertrage. Ich trage ihn oft umher weil er auch oft keine Lust zum krabbeln hat. Mein rücken sagt dann auch jedes mal „Dankeschön“. Bei mir ist leider wenn überhaupt nur am Wochenende jemand da der ihn mir abnehmen kann weil der Vati von meinem Mann und seine Lebensgefährtin zwischen uns und ihrem Wohnort hin und herpendeln. Meine Eltern wohnen auch nicht hier. So bleibt mir nur der Onkel der ihn nehmen könnte wobei ich dann aber kein ruhiges Gewissen habe da er selbst keine Kinder hat und nicht wirklich weiß wie man mit kindern umgeht, also passt er nur im notfall auf meinen zwerg auf. Mein Mann geht von früh bis abends arbeiten sodass er dann am Abend auch keine große Hilfe ist und alles an mir hängen bleibt. Meist sind die Dinge die auf unserem Hof zu tun sind, auch am wochenende, dann wichtiger und ich sitze wieder allein mit meinem Sohn da. Dazu kommt noch jeden Tag der selbe ablauf. Ich bin nur noch Putzfrau, waschfrau, kochfrau, Nanny und „Hure“ (Sorry für den Ausdruck), jedenfalls fühle ich mich so. Ich fahre zwar auch zum babyschwimmen oder geh ab und zu mal mit der nachbarin spatzieren aber die erhoffte Abwechslung und Erfüllung bleibt aus.
    Ich liebe meinen Sohn auch abgöttisch und wenn er dann selbst zum kuscheln kommt und mich anlacht geht mir das Herz auf und ich könnte ihn nur abknutschen umso mehr erschreckt es mich wenn er solche schreiphasen hat wie ich auf solche hassgedanken ihm gegenüber komme. Zur Zeit schwankt es auch so sehr, dass ich selber nicht weiß was mit mir passiert und wie ich es abstellen kann. 1 Woche ist alles super und ich fühle mich richtig wohl in der mutterrolle und denke mir alles richtig gemacht und die nächste Woche dann genau anders herum mit hassgedanken ihm gegenüber und dem Wunsch die Zeit zurückzudrehen.
    Bald gehe ich wieder arbeiten und ich hoffe, dass dann alles besser wird wenn ich dann auch wieder Abwechslung habe und nicht den ganzen Tag mit kind zu Hause sitze. Trete auch eine neue stelle an da ich schon vor der Schwangerschaft so unzufrieden und gestresst nach Hause kam, dass es selbst mich anfing zu nerven. Auch habe ich un meiner elternzeit noch eine zusatzausbildung gemacht um meinem Traum als selbstständige Reittherapeutin ein Stück näher zu kommen. Ich hoffe, dass sich bald alles zum Guten wendet und ich keine Gedanken mehr an solche negativen Gefühle veschwenden muss.
    Liebe Grüße

    1. Christine sagt:

      Liebe Anika,

      wenn du magst, fühle dich einmal feste gedrückt! Das klingt nach einer sehr unglücklichen Situation, in der du dich gerade befindest. Die ersten Monate empfand ich auch als die anstrengendsten, weil das Kind nicht nur permanent deine Aufmerksamkeit einfordert, sondern auch noch auf solch kräftezehrende Art und Weise. Das Schreien war für mich auch mit das Schlimmste, vor allem, wenn es nach kurzer Zeit wieder anfängt und man vielleicht noch das Gefühl hat, dem Baby nicht helfen zu können (nicht mal als Mutter!). Da muss man schon dicke Nerven haben und ich hatte sie ehrlich gesagt null.

      Ich stelle es mir ganz auslaugend vor, wenn du schreibst, dass du auch kaum Hilfe von Außen bekommst. Und zusätzlich erfüllst du zuhause nur deine Pflichten und bist auf einmal nicht mehr die Frau, die du vor der Geburt warst.

      Kein Wunder, dass du dann auch Hassgefühle deinem Sohn gegenüber empfindest. Vor allem, wenn er so schreit und dich extrem an deine Grenzen bringt. Aber du schreibst auch, dass du ihn in guten Momenten von Herzen liebst – und ich glaube, dass du in Wirklichkeit gar nicht deinen Sohn hasst, sondern die Umstände, durch die dein Kind dich in deine jetzige Situation gebracht haben und die fehlende Zeit für dich alleine, dass du nicht mal alleine aufs KLo gehen und kein selbstbestimmtes Leben derzeit führen kannst.

      Ich freue mich für dich, dass beruflich bald schöne Veränderungen auf dich zukommen. Unzufriedenheit am Arbeitsplatz sind ja nochmal zusätzliche Stressfaktoren! Allerdings möchte ich dir noch meine Erfahrung mitgeben, ohne dich zu entmutigen, dass die Zeit un äußere Veränderungen alleine meist keinen Wechsel bringen, was die Gefühle deinem Sohn gegenüber betreffen. Ein innerer Wandel bzw. eine bewusste Auseinandersetzung mit deinen Gefühlen wird sicherlich genauso von Nöten sein wie Optimierungen der äußeren Umstände. Vielleicht hilft ein klärendes Gespräch mit deinem Mann, in dem du ihn um mehr Unterstützung im Alltag und bzgl. deines Sohnes bittest, und dass du ihm sagst, was dir als Frau, als Partnerin in eurer Ehe fehlt? Gibt es die Möglichkeit, eine Hilfskraft für euren Hof zu organisieren? Du brauchst auf jeden Fall mehr Zeit für dich!!

      Aber das Wichtigste von allem: Setze dich nicht unter Druck! Es gibt sie nunmal, diese Tage, an denen dir als Mama alles zu viel ist und du auch mal alles hinwerfen willst – ich glaube das macht jede Mutter (mindestens) einmal durch! Und ja, mit der Zeit wird es besser! Heute bereue ich meine Mutterrolle nicht mehr, aber selbst nach 5 Jahren fühle ich mich an vielen Tagen noch so fremdbestimmt, dass ich auch mal die Nerven verlieren und mich schon auf den Tag freue, an dem die Kinder ausziehen ;-)

      Du bist eine starke Frau und eine gute Mutter!
      Ich wünsche dir viel, viel Kraft (auch für deinen Traumjob als Reittherapeutin (ich beneide dich!!)) und alles Liebe!

      Danke, dass du so mutig warst, uns so offen deine Geschichte zu erzählen!
      Christine

  10. Irina sagt:

    Hallihallo!
    Gerade erst habe ich die Seite entdeckt und bin erleichtert, dass auch Beiträge von 2017 dabei sind ;)
    Ich kann das alles so nachempfinden. Mein Sohn wurde im Februar dieses Jahres geboren und seitdem ist mein Leben ein Kampf. Schwierige Geburt, postpartale Depressionen/Schlafentzugsdepressionen, Kreislaufprobleme, 2. OP (Rektusdiastase, Nabelbruch). Heute ist wieder ein Tag, wo ich es nicht fassen kann, wie sehr ich den Schritt, Mutter zu werden, bereue. Das Schlimmste ist der Hass auf all die glücklichen Mütter; auch meine beste Freundin ist leider dabei. Sie versteht mich, leidet auch, aber niemand – so habe ich das Gefühl – versteht mich WIRKLICH. Sie verstehen die Tiefe dieses Gefühls, das so abgründig sein kann, nicht. Klar, es gibt Momente, da fühle ich Glück, da sehe ich den Kleinen an und bin stolz, so was Hübsches auf die Welt gebracht zu haben. Aber die meiste Zeit bin ich überfordert, gelangweilt, überreizt. Mir fehlt meine Arbeit so sehr, dass ich schreien könnte. Ich beneide meinen Mann so sehr, der jeden Tag aufstehen und in die Arbeit gehen darf. Er unterstützt mich, wo er nur kann, aber am liebsten würde ich morgens gehen und spätabends wieder heimkommen, um dem Mamajob zu entfliehen.

    Ja, ich weiß, viele ‚Ichs‘ sind hier in den Sätzen zu lesen. Aber ich kann nicht anders, ich fühle so. Ich wollte nie wirklich Kinder, aber im Nachhinein denke ich auch, dass wir uns irgendwie aus einem Gefühl heraus, später kinderlos zu sein und es zu bereuen, zum Weglassen der Verhütung entschlossen haben. Ich dachte immer, ich könnte nur sehr schwer Kinder bekommen aus verschiedenen Gründen, zackbumm, erster Schuss ein Treffer.
    Die Schwangerschaft empfand ich als anstrengend und nervtötend, mein Körper ist seither kaputt. Ich war immer gertenschlank und muskulös, ohne viel tun zu müssen. Mein Bauch ist völlig kaputt trotz OP, nun werde ich mich nochmal unter das Messer legen (dieses Mal freiwillig), um das alles korrigieren zu lassen. Ich war seit über einem Jahr nicht mehr shoppen, warum auch? Alles, was ich gerne angezogen habe, sieht einfach nur scheiße aus mit einer Kugel vorne dran, die man einfach nicht wegtrainieren kann.

    Apropos wegtrainieren: Tja, wann denn auch noch? Abends bin ich so fertig, dass ich meist um 9 schon schlafe.
    Ich hatte mal ein Leben, wir hatten eine glückliche und stabile Beziehung über 9 Jahre, wir gingen auf Konzerte, fuhren in den Urlaub. Ich frage mich, warum ich mir das alles vorher nicht besser überlegt habe, obwohl ich sonst so überreflektiert bin. Was hat mich da geritten? Ich denke, es war die Angst, dass alle um mich herum Kinder kriegen, glücklich werden, und ich dann dasteh und bereue, es nicht mal versucht zu haben… Sprich, der gesellschaftliche Druck war enorm.

    Ja, ich bereue es so sehr, Mutter zu sein. Klar liebe ich meinen Sohn. Aber ich liebe mich auch. Ich liebte vor allem mein Leben, meinen Job. Vielleicht habe ich es zu wenig geschätzt vorher. Und nun was….? Warten, ob alles besser wird?
    Ich bezweifle es. Was soll denn besser werden? Wenn man die Beiträge hier liest, dann weiß man genau, dass nichts besser wird. Er ist jetzt knapp über 8 Monate, die grausamen Kinderspielplatz-Nachmittage kommen erst noch.

    Manchmal weiß ich nicht mehr weiter.

    1. Christine sagt:

      Liebe Irina,

      ich danke dir sehr für deine Offenheit und entschuldige mich im gleichen Atemzug dafür, dass meine Antwort so spät kommt!
      Diese Gedanken, dass einen Niemand WIRKLICH versteht, die kenne ich nur zu gut. Obwohl ich inzwischen über den Blog so viele tolle, verständnisvolle und selbst betroffene Mütter kennengelernt habe, bleibt doch immer noch das Gefühl zurück, in diesen Momenten alleine mit diesen Gefühlen zu sein und dass man der einzige Mensch auf der Welt ist, der so fühlt. Deswegen wird es dir vielleicht nicht helfen, wenn ich dir sage, dass du nicht alleine bist, aber ich sage es dir trotzdem :)

      Ich war früher auch oft wütend auf meinen Mann, dass er sich einfach so morgens rausschleichen konnte mit der „Ausrede“ Arbeit, auch wenn ich natürlich gesehen habe, wie sehr er selbst gelitten hat. Er wäre sicherlich gerne 24h an meiner Seite zuhause geblieben und hätte mir alles abgenommen, aber es musste natürlich Geld verdient werden und aus mehreren Gründen war es (und ist es immer noch!) logisch, dass er arbeitet und nicht ich die Hauptverdienerin bin. Trotzdem dieses Gefühl, im Stich gelassen zu werden, die Rolle der Versorgerin und die Verantwortung für das Kind (hauptsächlich) alleine tragen zu müssen und sein ganzes altes Leben freiwillig unfreiwillig aufzugeben – das ist mehr, als man manchmal fassen kann. Aber wehe, Jemand von Außen kriegt mit, wie man daran zerbricht, schließlich haben wir uns das Leben als Mutter ja ausgesucht, nicht wahr?

      Letztens habe ich einen Satz von einer älteren Mutter gehört: Es wird nicht besser, sondern anders.

      Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass dieses „anders“ sich für dich auch gut anfühlen wird, in welchen Punkten auch immer. Ob wir den Eitel Sonnenschein jemals so umfangreich erleben werden, wie die Mütter, die ihre Mutterrolle noch nie bereut haben, bezweifle ich inzwischen. Auch ich habe immer noch viele, viele Tage, an denen ich meine Rolle als Mutter nur schwer akzeptieren kann. Aber (um im Bild zu bleiben): Die Sonnenstrahlen nehmen zu! Und ich glaube, dass es unsere Aufgabe ist, vor allem uns selbst viel Liebe zu schenken! Wenn wir das schaffen, ist auch unserer Familie sehr viel geholfen.

      Ich danke dir von Herzen für deine Ehrlichkeit!
      Alles Liebe dir
      Christine

  11. Motte sagt:

    Liebe Christine,

    ich bin soooo erleichtert, diesen Blog gefunden zu haben!

    Mein Sohn ist zweieinhalb Jahre alt und sehr anstrengend. Egal, in welcher Phase er bis jetzt war (es ist ja alles nur eine Phase, nicht wahr? ;-)), es war immer unglaublich anstregend und kraftraubend. Mein Sohn neigt zu sehr schlimmen Wutausbrüchen, und ich erwische mich immer öfter dabei, wie ich selbst immer wütender werde, wenn er nicht so „funktioniert“, wie ich es gerne hätte. Ich bin selbst so aufbrausend und ungeduldig, wie ich es gar nicht von mir kenne! Nachher schäme ich mich, wenn ich in sein tränenverschmiertes Gesichtchen gucke, ich schäme mich in Grund und Boden! Aber ich wünsche mir so oft, einfach nur noch weit weg zu sein.

    Ich arbeite halbtags, und ich fürchte mich jedesmal davor, ihn am frühen Nachmittag wieder von der Tagesmutter abholen zu „müssen“. :-( Das kann es doch bitte nicht sein, denke ich mir dann jedesmal!

    Ich komme aus einer Familie, wo es wirklich absolut normal ist, dass Mütter sich für ihre Kinder aufopfern und dafür auf jedes bisschen Spaß im Leben verzichten. Meine Mutter hat es mir selbst immer vorgelebt: Das Kind kommt zuerst, dann kommt eine ganze Weile gar nichts, und dann kommst du. Ich selbst aber MÖCHTE gar nicht so sein, weil es mich zutieftst unglücklich macht, nicht auch auf MEINE Gefühle zu achten und MEIN DING zu machen. Ich bin auch nur ein Mensch und möchte beachtet werden, ich ertrage es nicht, 24 Stunden am Tag nur das zu machen, was mein Kind glücklich macht.

    Ich danke dir für deine offenen und ehrlichen Worte, und ich werde hier fleißig weiterlesen. Es KANN nur besser werden! :-)

    Liebe Grüße
    Motte

    1. Christine sagt:

      Liebe Motte,

      es freut mich auch sehr, dass du meinen Blog gefunden hast :) Sei herzlich willkommen und fühle dich bitte einmal in den Arm genommen!
      Ja, dieses aufbrausende und ungeduldige von mir selbst in solchen Momenten, kannte ich früher auch nicht von mir. Kinderlos empfand ich mich eher als ruhig und geduldig. Es kann einen ganz schön erschrecken, nicht?

      Was ich auch spannend finde, ist, dass es dir „trotz“ der Überfürsorge deiner eigenen Mutter heute so geht und du diese Aufopferung nicht einfach weitergibst. Vielleicht hast du (unbewusst) als Kind auch schon gespürt, dass es deiner Mutter im tiefsten Herzen mit dieser Haltung nicht gut ging? Konntest du mit ihr schon einmal offen darüber sprechen? Ich empfinde deine Achtung dir selbst und deinen Gefühlen gegenüber jedenfalls als sehr gesund. Wie war das mit dem Flugzeugvergleich? Erst muss man sich selbst die Sauerstoffmaske überziehen, bevor man anderen helfen kann. Genauso empfinde ich es auch in der Kinderbetreuung. Erst, wenn es der Mutter gut geht, geht es auch dem Kind gut. Auch, wenn das manchmal bedeutet, dass Mama mehr Auszeiten vom Kind benötigt und Jemand anderes sich in der Zeit liebevoll um das Kleine kümmert.

      Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis diese Aufopferungshaltung in unserer Gesellschaft von der gesunden Selbstfürsorge völlig abgelöst wird und auch gefühlsmäßig als gesund und richtig empfunden wird.

      Ich danke dir von Herzen für deinen Kommentar und wünsche dir alles, alles Liebe ♥
      Christine

    2. Nina sagt:

      Hallo Motte!

      So wahr, deine Worte! Ich wundere mich oft, wie andere Mütter ein Kind nach dem anderen bekommen und darin auch noch die Erfüllung sehen. Für mich ist jeder Tag, den ich einigermaßen überstehe, schon ein Wunder. Wie sehr sehne ich mich nach all den ruhigen – ja langweiligen! – Sonntagen, an denen mein Mann und ich tun und lassen konnten, was wir wollten. Ich ertappe mich so oft dabei, wie ich mich auf halb 8 freue, damit der Kleine endlich ins Bett gebracht werden kann. Und dann aber empfinde ich oft noch eine leise Panik, dass die Nächte wieder schlimm werden könnten, er wieder aufwacht und brüllt und mir das allerletzte Bisschen Kraft rauben…..
      Bald kann ich wieder arbeiten gehen und mein Mann hat Elternzeit. Und ich habe mir fest vorgenommen: Dann bin ich dran, und ich werde heimkommen und mich erstmal ausruhen, schließlich war ich ja in der Arbeit.
      Nie nie nie wieder würde ich ein zweites Kind bekommen und mich noch einmal so einsperren lassen. Es soll anders werden? Okay, bitte schnell….

  12. Katja sagt:

    Hallo Mütter,

    es tut unglaublich gut, eure Beiträge zu lesen. Ihr habt genau die Emotionen in Worte gefasst, die sich seit der Geburt unseres Sohnes diffus durch mein Leben ziehen.
    Die Sehnsucht nach dem Leben davor. Kleinigkeiten, ein Buch, ein ruhiger Moment. Nicht mit einem halb eingecremten Bein schnell in die Hose hüpfen, weil Sohnemann ausgerechnet jetzt wie am Spieß brüllt. Nur noch funktionelle Kleidung tragen. Sich kaum noch als Frau schön fühlen. In der Öffentlichkeit nur noch als Mutter wahrgenommen zu werden. Nicht mehr spontan vor die Tür gehen zu können, weil Buggy, Windeln, Milch, Feuchttücher etc. eingepackt werden müssen und man an diesem Punkt schon gar keine Lust mehr hat, rauszugehen. Angst vor den Nächten haben, weil sie garantiert wieder keine Erholung bringen. Kein Paar mehr sein, nur noch Mama und Papa…

    Sohnemann ist ein freundliches Kerlchen, aber unglaublich fordernd und kräftezehrend. Das wusste ich vorher. Was ich nicht wusste, ist, dass ich so schlecht damit umgehen kann.
    Ich bin nur noch gereizt, jede Minute für mich allein ist ein organisatorischer Riesenakt.

    Meine „Erholung“ ist mein Vollzeitjob. Ohne diesen wäre ich durchgedreht. Der erste „Urlaub“ verdient seinen Namen nicht.

    Ich hoffe, der Kleine wird schnell groß.

    1. Christine sagt:

      Liebe Katja,

      ganz lieben Dank, dass du uns so an deiner Gefühlswelt hast teilhaben lassen! Genau diese „Kleinigkeiten“, von denen du gesprochen hast, sind es, die die Lust am Mamasein so erschweren. Viele Dinge schleichen sich auch so ein, wie der Punkt „Kein Paar mehr sein, nur noch Mama und Papa“, den du angesprochen hast. Letztens meinte mein Mann, wir sollten mal wieder mehr über uns und unsere Angelegenheiten reden, nicht nur über die Kinder, wenn wir dann mal Zeit zu Zweit verbringen. Das ist mir z.B. gar nicht aufgefallen, dass es sich in diese Richtung entwickelt hat und es gehört schon eine große Portion Aufmerksamkeit dazu, das zu erkennen oder aber sich auch generell wieder Zeit zu Zweit einzuräumen. Sonst ist die Gefahr groß, dass man nur noch funktioniert – sowohl als Mama, als auch als Eltern.
      Ich freue mich sehr für dich, dass du deinen Vollzeitjob als Erholung betrachten kannst und wünsche dir, dass bald wieder Zeiten kommen, in denen du gelassener reagieren und dir leichter Zeit für dich einräumen kannst.

      Alles Liebe dir! Den Wunsch, dass dein Kleiner schnell groß wird, empfinde ich zu 100% nach.
      Christine

    2. Nina sagt:

      Unglaublich Katja, wie sehr du den Nagel auf den Kopf triffst mit ALL deinen Worten… Mir geht es 1:1 so. Mein Job war meine Rettung vor der endgültigen Postnatal-Depressions-Hölle. Und jetzt noch muss ich mich unglaublich am Riemen reißen, um nicht jede Stunde mindestens ein Mal zu schimpfen und mir zu denken: Why? Warum hab ich das getan?
      Und dann all die „weisen“ Worte von Freunden: Naja, da musst jetzt durch, du kannst ja nichts mehr ändern…. Zum Schreien. Danke dafür, dass du deine Gefühle hier teilst. We’re not alone!

  13. Lea sagt:

    Danke für diesen Text. Fühle mich so sehr verstanden. Ich wünschte, es gäbe ein richtiges happy end…aber wenn ich die Kommentare hier lese wird es wohl nur anders anstrengend und eigentlich nicht besser :-/ habe oft das Gefühl meine „guten Jahre“ zu verschwenden. Denn wenn meine Tochter aus dem Haus ist, bin ich alt!

  14. Julia sagt:

    Hallo zusammen,
    Christine, die den ersten Beitrag geschrieben hat, spricht mir aus der Seele … so wie viele andere Mütter mit ihren Beiträgen auch. Vielen Dank dafür, ich bin nicht allein.
    Unsere Tochter, jetzt knappe 20 Monate, war ein absolutes Wunschkind. 1 Jahr nach der Hochzeit (und 11 Jahre, nachdem wir ein Paar wurden), war sie dann unterwegs. Wir waren überglücklich, die Vorfreude stieg von Tag zu Tag. Bei der Geburt entkamen wir um Haaresbreite einem Kaiserschnitt (Saugglockengeburt); deswegen wurde sie mir nach 1 Minute weggenommen und zur Sicherheit zur Ärztin gebracht. Gottseidank alles in Ordnung. Während ich genäht wurde, war sie bei meinem Mann: sprich das Bonding hatte sie bei ihm. Davon bin ich überzeugt.
    Anfangs wollte sie stündlich an die Brust, ich dachte nur: Das wars jetzt? Nun bin ich an die Couch gefesselt. Langsam kam der Alltag mit Baby. Ich war fertig: die unzähligen Besuche, die schmerzenden Brüste, die Nächte, die Achterbahnfahrt der Hormone, … Hatte ich mir das so vorgestellt? Eigentlich nicht. Habe ich nur gedacht, nicht gesagt. Bis zu ihrem 1. Geburtstag kam ich gut klar mit dem daheim sein und Kind, sie war pflegeleicht, fröhlich, lieb, freundlich, schlief nach 7 Monaten durch, wo ich dann auch endlich abstillte. Mit der Zeit kam das Gefühl des Eingesperrt seins auf, ich suchte mir einen kleinen Job, um etwas rauszukommen. Mein Wunsch, wieder arbeiten gehen zu dürfen/können, verstärkte sich. Am Anfang kehrte ich meine Gedanken unter den Tisch, das Buch von Sarah Fischer zeigte mir, dass es anderen Müttern ähnlich ging. Dann vertraute ich mich meinem Mann an (der nach wie vor eine super Bindung zu ihr hat), weil auch immer immer öfter die Frage von Außenstehenden aufkam, wann denn das 2. Kind nun käme. Also es wurde vorausgesetzt, DASS noch eins kommen würde!!!! Das ärgerte mich. Mein Mann hätte noch einen Kinderwunsch, ich muss ehrlich sagen, ich zur Zeit gar keinen. Ich freue mich aufs Arbeiten, dass die Kleine jeden Tag selbstständiger wird und ich ev wieder etwas Freiheit zurückgewinne (meine Tochter zB zu vermissen, wenn ich sie einen Vormittag nicht sehe….). Ich vermisse auch mein selbstbestimmtes früheres, unabhängiges Leben und es gibt Tage, an denen ich die Mutterschaft bereue. Ich liebe meine Tochter über alles!!!!! Und ich liebe meinen Mann, den ich nicht geheiratet habe, nur um einen Ring am Finger tragen zu können. Und ich vermisse auch uns als Paar. Deshalb ist der Kinderwunsch erstmals auf Eis gelegt. Oft denk ich mir: wenn die Kleine wirklich Einzelkind bleibt, wird sie es mir mal vorwerfen? Wird sie sich einsam fühlen? Leid sehen, bei anderen, die Geschwister haben? Macht mir mein Mann mal Vorwürfe? (Von den dämlichen Einzelkindern-Klischees rede ich gar nicht.)
    Oder wenn ein 2. käme: wie geht es ihr dann damit? Werden sie sich verstehen? Es ist ein ewiges Hin und Her. Ich selbst habe eine Schwester und möchte sie heute nicht missen, aber ich hab damals sehr darunter gelitten, eine Schwester bekommen zu haben und musste immer die Vernünftige sein, was von unseren Eltern nicht in Ordnung war. Es hatte alles sicher Einfluss auf meine spätere Person.
    Manchmal mach ich mir Vorwürfe und fühl mich schlecht, weil ich so fühle und denke. Du bist so undankbar, sag ich dann zu mir.
    Aber ich denk mir, ein Kind zu bekommen zu wollen, muss von Herzen kommen. Ich bewundere alle Frauen, die kurz nach dem 1. Kind wissen, dass sie sicher noch ein zweites wollen. Oft frag ich mich, warum bin ich nicht so? Ja weil jeder anders ist. Aber ich bin auch der Meinung, dass mir meine Tochter schon sehr viel auch gelernt hat. Deshalb glaub ich, dass ich von Herzen bei ihr den Kinderwunsch hatte.

    Liebe Christine, darf ich dich fragen, warum du dich dann noch für ein zweites Kind entschieden hast?
    Gibt es hier auch andere Mamis, die ähnlich erlebt/entschieden haben?

    Ich freu mich über eure Antworten,
    Alles Liebe, Julia

    1. Christine sagt:

      Liebe Julia,

      vielen lieben Dank für deine Offenheit, dass du uns so nah an deiner Geschichte teilhaben lässt!
      Ja, die ganzen Fragen „was wäre wenn“, die kenne ich, wenn auch aus anderen Bereichen, weil ein zweites Kind bei uns keiner großen Überlegung bedarf, es war einfach schon lange unser Herzenswunsch gewesen, zwei Kinder zu bekommen. Vielleicht auch ein Stück weit, damit die Geschwister später jemanden zum Spielen haben und ich nicht in allen Angelegenheiten Fixpunkt und Ansprechpartner Nummer Eins bin. Hätte es nicht so schnell mit der zweiten Schwangerschaft geklappt, hätte ich es mir möglicherweise nochmal anders überlegt. Aber das ist im Nachhinein alles spekulativ. Ich habe es übrigens niemals bereut, zwei Kinder bekommen zu haben!
      Auf jeden Fall kann ich dich nur in deiner Meinung unterstützen, dass ein zweites Kind von (deinem) Herzen kommen muss! Mach es bloß nicht, wenn du nur das Gefühl hast, dass dein Umfeld dann ruhiggestellt ist. Nachher fragen sie genauso selbstverständlich nach Kind Nummer drei? ;-)
      Deine Überlegung in Hinblick auf deine eigene Geschichte und dein Verhältnis zu deiner Schwester kann ich nachvollziehen, weil ich es ähnlich erlebt habe wie du. Wir hatten uns früher auch täglich in den Haaren, aber trotzdem war ich auch froh (und bin es heute mehr denn je), dass wir uns gegenseitig hatten und heute so ein intensives und vertrautes Verhältnis zueinander haben.
      Manche Frauen sagen auch, sie spüren instinktiv, wenn sie reif für ein weiteres Kind sind, bzw. spüren andere (dazu zähle ich mich auch), wenn sie das Gefühl haben, dass die Familie komplett ist.
      Ich wünsche dir jedenfalls eine gute Entscheidung (eine „richtige“ oder „falsche“ gibt es eh nicht) und dir alles, alles Liebe weiterhin, egal, wie es für dich weitergeht <3
      Herzliche Grüße
      Christine

  15. Katja sagt:

    Hallo liebe Mütter, liebe Christine

    ich hatte bereits einen Motzartikel hier hinterlassen und möchte an dieser Stelle mal was Aufbauendes hinterlassen.

    Sohnemann ist mittlerweile elf Monate alt und so langsam beruhigt sich die Lage an der Babyfront. Ich habe gelernt, einiges gelassener zu sehen.
    Ich möchte den Müttern Mut machen, die noch sehr mit ihrer Rolle hadern.
    Seid mutig, spannt eure Männer und den Rest der Familie ordentlich ein. Es passiert nichts schlimmes, wenn der Zwerg mal einen Abend, eine Nacht oder einen kompletten Tag nicht an Mamas Arsch klebt. (Sorry für die Ausdrucksweise)
    Nehmt euch Schlupflöcher, sobald sie sich ergeben.
    Geht wieder arbeiten, wenn ihr Lust drauf habt! Kein schlechtes Gewissen, den Zwergen geht es gut in/bei Krippe/Kita/Tagesmutter.
    Wir haben uns eine Babysitterin geleistet (15-jährige aus dem benachbarten Wohngebiet), die einmal pro Woche fest kommt, Abendessen und zu-Bett-bringen inklusive. Die erwarteten Komplikationen sind ausgeblieben! Endlich wieder einen Abend im Lokal, wo ich keine Flecken auf der Hose habe, in RUHE essen kann und man sich am Tisch normal unterhalten kann. Ein Traum!

    Ein gesundes Maß an Egoismus (für Mama) entspannt irgendwie alles.

    Habt kein schlechtes Gewissen, traut euch.

    Liebe Grüße aus einem Café in Griechenland, wo ich ALLEIN meinen Kaffee schlürfe

    Katja

    PS: Papa bespaßt den Zwerg, keine Ahnung, was sie treiben… geht ich mich im Moment nix an…

    1. Julia sagt:

      Hallo Katja.
      Du hast sowas von Recht (mit deinem Urlaub und mit deinem Bericht)! Da wir uns gerade ein Eigenheim gekauft haben und ich erst wieder ab Herbst verdiene, ist heuer kein Urlaub angesagt. Aber der Ausblick auf die eigenen vier Wände ist auch wunderschön und wir freuen uns schon sehr. Sonst hätte ich mich auch in den Süden vertschüst, mit Freundin oder allein (ich bin auch gern mal allein und weiß viel mit mir allein anzufangen.) Aber vielleicht nächstes Jahr … ;)
      Ja mit 11 Monaten ist es auch bei meiner Tochter wieder ruhiger geworden, allerdings gibt sie seit Februar (mit ca 16 Monate) wieder Vollgas. Aber ich liebe meinen kleinen Wildfang von Herzen. :)
      Ja, da hab ich wohl etwas länger gebraucht, dass man auch als Mama egoistisch sein darf; sollte noch ein zweites kommen, würde ich viiieeeles anders machen … schon arm, die Erstgeborenen als Versuchskaninchen … ich gehör übrigens auch dazu !

      Ich wünsche dir einen schönen Urlaub!
      Alles Liebe, Julia

  16. Claudia sagt:

    Vielen Dank für deine Worte! Es ist so als hättest du mir eins zu eins aus dem Herzen geschrieben! Meine beiden sind 4,5 und 3 Jahre alt und du beschreibst zu 100 % meine Gefühle! Vor allem das mit der Rente, da werde ich immer belächelt „ist doch noch so lange hin“ aber wenn ich nicht wüsste, dass diese Zeit für mich irgendwann wirklich kommen wird… Ich würde vollends verzweifeln…
    Ich danke dir!

  17. Julena Roth sagt:

    Wie geht es dir aktuell mit deiner Rolle?
    Liebe Grüße
    Julena

    1. Christine sagt:

      Liebe Julena,

      danke deiner Nachfrage. In diesem Sommer hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, die Mutterrolle akzeptieren zu können. Warum das trotzdem (noch) nicht Glück pur für mich bedeutet, kannst du hier nachlesen.

      Viele Grüße
      Christine

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