Manchmal geschehen Veränderungen so langsam, fast schon unmerklich, dass man erst mit großem Abstand bemerkt, wie gewaltig sie dennoch sind.
Ich erinnere mich an eine Begebenheit vor einigen Jahren, als mir eine Blogleserin die Härte rückmeldete, die in meinen Texten zu spüren war. Zu dieser Zeit fand ich meine Ausdrucksweise nur legitim. Der Schmerz des Bereuens, der Widerwille gegen mein Leben als Mutter, all mein Frust entlud sich in unzähligen Blogtexten und las sich wie bissige Verachtung gegenüber allem, was angeblich -und in meinen Augen damals zu Recht- schuld an meiner Misere war.