Lebensfragen

Im siebten Jahr Mamasein: Ich nehme die Mutterrolle an

„Es war einmal ein Vogel, der wünschte sich nichts sehnlicher als zwei Küken. Eines Tages fand er zwei Eier in seinem Nest. Nacheinander brütete er sie aus. Aber als die Küken geschlüpft waren, da legte sich ein Käfig über die kleine Vogelfamilie und mit ihm eine große Schwere. Wo vorher Gezwitscher und Vogelgesang vernehmbar war, herrschte nun Traurigkeit und Entsetzen. Der Vogel empfand plötzlich eine große Wehmut. Der Käfig hielt ihn gefangen und seine Freiheit schien dahin. Er rüttelte so fest er konnte an den Käfigstäben, kämpfte wie besessen, aber er fand keinen Ausweg, keine Tür, die ihm das Glück der Freiheit wiederbringen konnte.

Im Dialog

Mütter, die (anonym) über Regretting Motherhood sprechen möchten, für TV-Dokumentation gesucht!

In einem TV-Film mitwirken – wer hat nicht schon einmal davon geträumt? Egal ob Hauptrolle oder nur Statist am Rande: Wenn sich die Chance dazu ergäbe, würden die meisten von uns sicher laut „Hier!“ schreien. Aber was, wenn es um das eigene Schicksal geht, um Gefühle, die man sich selbst oftmals nur im stillen Kämmerlein traut, einzugestehen? Kristina Schippling, Autorin und Regisseurin, entdeckte vor ein paar Wochen meinen Blog und erzählte mir per Mail von ihrem neuesten Dokumentarfilmprojekt, in dem sie viele verschiedene Mütter zum Thema Regretting Motherhood portraitieren möchte. Mit diesem Blogbeitrag möchten Kristina und ich gemeinsam einen Aufruf starten, um noch mehr Mütter zu erreichen, die den Mut haben, sich anonym zu dem Thema zu äußern.

Mama-Momente

Die Straße der Freiheit

Die Wehmut traf mich wie ein Blitzschlag. Wahrscheinlich, weil mehrere Faktoren zusammenkamen, immerhin war es nicht die erste Autofahrt seit wir Kinder haben, weiß Gott nicht! Und dennoch, als wir die Autobahn entlangbrausten, vorbei an Raststätten, Maisfeldern und Lagerhallen, überkam sie mich wieder, die Sehnsucht nach alten Zeiten. Zeiten, in denen mein Mann und ich uns abends mit guter Musik ins Auto setzten und durch die schwach beleuchtete Gegend oder mithilfe von Straßenlaternen und bunten Neonröhren effektvoll in Szene gesetzte Großstädte kurvten. Die Straße war unser Symbol für Freiheit, ahnten wir doch damals noch nicht, wie schnell wir diese einmal verlassen würden.

Mama-Momente

Veränderungen auf meinem Blog

Seit ich im September 2013 angefangen habe mit dem Bloggen, hat sich mein Blog immer wieder Veränderungen unterziehen müssen. Angefangen als „Villa Schaukelpferd“, einem Mama- und Babyblog mitten aus dem Leben, wurde mein Online-Tagebuch im Jahr 2016 zu „Pusteblumen für Mama“, dem Mama-Blog für hochsensible Mütter. Ich dachte damals, nun am Ziel angekommen zu sein, denn die Hochsensibilität ist nun mal mein Wesenszug und nimmt einen entsprechend großen Raum in meinem Alltag als Mutter ein. Und dennoch spürte ich in letzter Zeit, dass ich mich noch weiter spezialisieren muss, ja, mich unbewusst schon genau dorthin spezialisiert hatte.

Mama-Momente

Die Kluft. Wenn eine Schlucht zwischen mir und meinen Kindern existiert

Jetzt ist sie wieder da. Die Kluft, der einzige Name, der diesen Zustand am ehesten beschreibt. Eine scheinbar unüberwindbare Schlucht zwischen zwei Welten. Auf der einen Seite stehen die Kinder, auf der anderes Seite stehe ich. Es sind die Momente, in denen meine Resignation über das Verständnis vor ihrer Andersartigkeit siegt. Die Andersartigkeit, damit meine ich den kindlichen Zustand. Eine Welt, mit der ich so oft überfordert bin, vielleicht liegt meine eigene Kindheit einfach schon zu lange zurück. Vielleicht hatte ich auch selbst zu wenig davon, so dass es mir immer wieder aufs Neue schwerfällt, mich in meine Kinder hinein zu fühlen.

Gesellschaft

Drahtseilakt am Feiertag aus Sicht einer hochsensiblen Mutter

Manche Monate im Leben mit Kleinkindern sind da, um schnellstmöglich überwunden zu werden. Ich erinnere mich da an die ewig lange Zeit, als die Babys noch nicht durchgeschlafen haben (ergo wir auch nicht) oder die Wochen, in denen die Dreimonatskolik unseres Jüngsten uns auf Trab gehalten hat. Heute, sechs Jahre später, liegen die Jungs im Schnitt länger als wir im Bett (beneidenswert!) und haben so selten Bauchschmerzen wie unsere Zimmerpflanzen auf der Fensterbank überleben (also nur hin und wieder mal). Und dennoch gibt es auch heute noch Monate, die mir den Angstschweiß ins Gesicht treiben und zu meinem persönlichen Endgegner werden. Ich meine einen im Speziellen und das ist in diesem Jahr der Mai.

Kinderkram

Wohnen hier überhaupt Kinder?

In der Tat, eine berechtigte Frage. Nein, sie wurde mir noch nicht gestellt. Außer natürlich schon ganz oft von meiner inneren Stimme, vornehmlich als schlechtes Gewissen verkleidet. Und dennoch grenzt es förmlich an ein Wunder, dass mich noch kein Besucher irritiert auf die fehlenden Hinweise zweier vorhandener Kinder aufmerksam gemacht hat. Vielleicht liegt es daran, dass wir selten Besuch bekommen, außer von unseren Eltern oder ein paar polnischen Handwerkern, die in dem Altbau mal wieder etwas reparieren müssen. Handwerker fragen nicht nach nicht-vorhandenem Spielzeug. Und unsere Eltern halten sich vielleicht diskret zurück. Dennoch: Sollte man beim Betreten eines Hauses, in dem auch kleine Kinder leben, nicht augenblicklich über ein paar Legosteine und Spielzeugfiguren stolpern?

Mama-Momente

5 Aktivitäten, die introvertierte hochsensible Mütter im Frühling machen sollten

Knospen an den Bäumen entfalten ihre Pracht, die ersten Blumen stecken im Garten ihre Köpfe aus der Erde, die Tage werden wieder länger und ein Hauch Leichtigkeit liegt in der Luft. Es ist unverkennbar: Der Frühling kommt! Und mit ihm zahlreiche Möglichkeiten, den Tagen wieder mehr Leben zu geben. Speziell für die Introvertierten unter uns hochsensiblen Müttern habe ich hier fünf Erlebnisse zusammengetragen, die wir uns diesen Frühling auf keinen Fall entgehen lassen sollten (aber natürlich dürfen die Extrovertierten auch mitmachen)!

Gesellschaft

Kontaktverzeichnis für hochsensible Mütter ist online!

Hochsensible Mütter haben es oft schwer im Mamaalltag. Sie sind schneller gestresst und überreizt und werden von Nicht-Hochsensiblen aufgrund ihrer niedrigen Belastungsgrenze oft nicht verstanden. Wie gut täte es da, sich einmal mit anderen, überempfindlichen Müttern, auszutauschen! Aber wo findet man diese hochsensiblen Mütter, die ja leider nicht mit einem Schild, auf dem „Achtung, hochsensibel!“ steht, durch die Straßen laufen?