Mama-Momente

190 Ideen für deine Me-Time

Was machst du für dich, wenn du Zeit nur für dich alleine hast? Diese Frage stellte ich meinen Leserinnen in meinem letzten Rundbrief, mit dem Hintergrund, alle gesammelten Antworten zu einem großen Pool an Ideen für die nächste Me-Time, also die Zeit nur für dich alleine, auf „Pusteblumen für Mama“ zusammenzutragen und für alle hochsensiblen Mütter zugänglich zu machen. Damit wir gegenseitig von individuellen Ideen profitieren und daraus vielleicht etwas in unseren eigenen Alltag integrieren können. Mit der Flut an ausgefüllten Fragebögen, die daraufhin minütlich bei mir eintrafen, hatte ich wahrlich nicht gerechnet. So viele Frauen, die sich für meinen Blogbeitrag die wenige freie Zeit in ihrem Mama-Alltag nahmen, um mir von ihren persönlichen Auszeit-Highlights zu berichten – das berührte mich wirklich sehr! Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei jeder einzelnen Mutter bedanken. Allein das Lesen hat mich immer wieder zum Staunen, Lachen und in einzelnen Fällen auch zum Recherchieren von mir bis dato noch nie gehörten Aktivitäten gebracht!

Im Dialog

„Ich mache mir Sorgen um deine Kinder!“

Heute möchte ich mal wieder auf Fragen bzw. Anmerkungen von Leserinnen eingehen. Da ich einen Blog für hochsensible, freiheitsliebende Mütter schreibe, ist es nur verständlich, dass auch kritische oder gar besorgte Stimmen von außen auf mich zukommen, die mich oder meinen Blog noch nicht lange genug kennen, was sehr einleuchtend ist, wer hat schon Zeit, alle bisherigen 344 (Wahnsinn, ich kann es selbst kaum glauben!) Beiträge durchzulesen oder die 1000 Fragen an meine Person? Und selbst alle zusammengefassten Gedanken würden wahrscheinlich immer noch Fragen offenlassen. Daher hier ein kleiner Versuch, mich und meine Situation noch ein bisschen genauer zu erklären. Manch einer könnte meinen, ich wolle mich damit rechtfertigen. Vielleicht ist der Impuls in mir sogar vorhanden. Der Grat zwischen Rechtfertigen und Erklären ist sehr schmal, vor allem bei so einem gesellschaftlichen Tabu-Thema wie „Regretting Motherhood“.

Mama-Momente

5 Selbstverständlichkeiten, die ich als extrem empfindliche Mutter noch nie gemacht habe

Es gibt Dinge, die scheinen als Mutter so selbstverständlich zu sein, dass man über sie nicht nachdenkt. Man macht sie einfach. Was aber, wenn einem -trotz bester Absichten- die eigenen Empfindlichkeiten dabei im Weg stehen? Als hochsensibler Mutter begegne ich im Alltag mit meinen Kindern immer wieder solchen Hürden, die mich dann dazu verleiten, sie zu umschiffen und andere Wege zu finden, damit umzugehen. Hier ist meine Top 5!

Lebensfragen

Warum ich meine Kinder in sieben Jahren noch nie vermisst habe

Zwischen den Jahren hatten der Mann und ich überraschend Kinderfrei. Nachdem unser Jüngster schon länger für die Tage nach dem Weihnachtsfest bei meiner Mutter zum kleinen Urlaub eingeplant war, sagte nun auch noch kurzfristig meine Schwiegermutter zu, unseren Großen zur gleichen Zeit bei sich beherbergen zu können – ein Angebot, das wir nicht ausschlagen konnten. Vier Tage Kinderfrei, das hieß nicht nur vier Mal Ausschlafen und vier Tage keinen Spielplatz besuchen, es bedeutete auch ein lange nicht mehr gekanntes Ausmaß an Freiheit zu erleben. Und bereits im Vorfeld stellte ich mir die obligatorische Frage, ob ich meine Kinder diesmal vermissen würde. Es wäre für mich ein völlig neues Gefühl.

Kinderkram

Adventsbasteln mit zwei linken Händen: Mein Abenteuernachmittag im Kindergarten

Die Adventszeit ist Zeit des Friedens und der Besinnlichkeit – möchte man meinen. Das mag stimmen, allerdings gilt dies ohne Zweifel nicht für Familien, in denen Kleinkinder wie meine vorhanden sind. Frieden und Besinnlichkeit stehen jedenfalls nicht auf dem Wunschzettel meiner Söhne Mini und Maxi und auch sonst sind diese weihnachtlichen Vorboten hier im Haus noch nirgends aufgetaucht. Vielleicht liegt das daran, dass wir in der Vor-Weihnachtszeit kaum Zuhause sind. Letzte Woche erst lud der Kindergarten meines Jüngsten zum Adventsbasteln ein. Von einem „gemütlichen Beisammensein“ war die Rede und von einer „netten Plausch-Runde für die Eltern“. Mich beschlich bereits beim Eintragen meines Namens in die Teilnehmerliste eine ungute Vorahnung, als hätte ich soeben einen Vertrag mit dem Unheil unterzeichnet, aber blau machen war auch nicht drin. Sohn Mini freute sich wahnsinnig auf den Bastelnachmittag mit seiner Mutter, so dass mir das Herz aufging und sich alle Horrorszenarien in Luft auflösten.

Lebensfragen

Ich bin nicht die geborene Mutter

Ich glaube jede Frau, die Mutter werden will, tut dies vor allem, um ihrem Leben noch einen tieferen Sinn zu geben. Als Kinderlose fühlt man sich vielleicht unvollständig, die berufliche Erfüllung allein kann doch nicht Erfüllung genug sein, man denkt darüber nach, der Welt etwas zu hinterlassen, wenn man selbst irgendwann nicht mehr ist. Mein Mann und ich waren beide sehr glücklich miteinander und so sollte ein Kind, besser noch zwei, unser Leben nur noch bereichern. Ich hatte nur eine Sache unterschätzt: Man wird nicht automatisch als Mutter geboren. Jedenfalls nicht mit meiner Vorgeschichte.

Gesellschaft

Hochsensibel, freiheitsliebend schwanger: So gelingt der Start ins Muttersein leichter

Die schönste Zeit, seit ich Mutter bin, erlebte ich während meiner ersten Schwangerschaft. Voller Vorfreude auf das Leben zu Dritt ahnte ich noch nicht, welch schwere Zeiten einmal auf mich zukommen würden. Damals wusste ich weder etwas von meiner Hochsensibilität noch von meinem starken Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Zeit für mich. Natürlich merkte ich, dass ich bereits als kinderlose Frau sehr sensibel reagierte und gerne viel Zeit alleine verbrachte, aber ich nahm naiverweise an, dass diese Empfindungen mit der Geburt des ersehnten Kindes ganz alleine wie von Zauberhand verschwinden würden. Als ob mit dem Kind automatisch ein dickeres Fell dazugeliefert würde und sich der Wunsch, jemals wieder etwas ohne den Nachwuchs machen zu wollen, in Luft auflöste.

Lebensfragen

Das innere Kind

Das kleine Mädchen stand am Zaun, den Blick in meine Richtung gerichtet. Es wartete auf mich und ich erkannte es bereits von Weitem. Mit seiner roten Brille und den zwei Zöpfen, die an beiden Seiten des Kopfes keck nach Außen standen, erinnerte es mich sofort an mich früher. Natürlich tut es das, dachte ich bei mir selbst, während ich weiter auf den Zaun zuging, immerhin befand ich mich gerade auf einer inneren Reise zu mir selbst und begegnete gleich zum ersten Mal ganz bewusst meinem inneren Kind. Ein bisschen mulmig war mir schon zumute. Wie würde das kleine Mädchen auf meinen Besuch reagieren? Würde es sich freuen oder gar weglaufen, mich vielleicht sogar beschimpfen, weil ich mich so lange nicht um es gekümmert hatte? Ich atmete noch einmal tief durch und drückte dann entschlossen die Klinke des hölzernen Tores herunter, um meinem inneren Kind entgegen zu treten.

Lebensfragen

Eine Entschuldigung tut gar nicht weh – Wenn Eltern Sätze sagen, die sie nicht sagen wollten

„Wenn du jetzt nicht mit dem Theater aufhörst, verkaufe ich dich an wildfremde Leute!“ Bäm! Da war er, der gefürchtete Satz. Dieser oder ein anderer von der Art Sprüche, die ich meinen Kindern niemals entgegenschleudern wollte. So Hirnrissige Ankündigungen, die man nicht mal im allergrößten Frust aussprechen möchte, selbst wenn man nicht mehr weiterweiß. Die man eigentlich nicht mal denken sollte. Androhungen, die man gewiss nicht durchsetzen würde, die mir jetzt aber über die Lippen kamen, weil ich dem Herrn Sohnemann mitteilen wollte, dass nun das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Und jetzt hatte ich es verkackt.