Gesellschaft

Warum hochsensible Mütter ein schlechtes Gewissen haben, sich Zeit für sich zu nehmen

Der Regen nieselte unablässig auf mich herab. Kein Mensch war zu sehen hier hinterm Deich. Die Bewohner der Campinganlage schienen noch zu schlafen um kurz nach Neun an diesem Samstagmorgen oder sie blieben bei dem Wetter lieber in ihren Zelten und fahrbaren Kleinstbehausungen. Ich war alleine unterwegs, während Mann und Kinder den Vormittag zuhause verbrachten. Nicht, weil es dort etwas Besonderes zu tun gab. Der Grund, warum ich etwas ohne den Rest meiner Familie unternahm, war schlicht und einfach jener, dass ich Zeit für mich alleine benötigte. Ich fühlte mich wie eine Rabenmutter.

Mama-Momente

Kurzurlaub oder: Vom Druck, entspannen zu müssen

Die Pendeluhr tickt rhythmisch. Tick tack, tick tack. Unablässig in ihrem eigenen, immer gleichwährenden Tempo zeigt sie lautstark und unermüdlich die Sekunden an. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ihr Ticken beruhigend oder nervös, beinahe hektisch auf mich wirkt. Ich sitze hier in der gemütlichen Ferienwohnung, weit weg von Zuhause und versuche, zu entspannen. Im Moment bin ich alles andere als ausgeglichen, aber das liegt bei weitem nicht an der Pendeluhr.

Lebensfragen

Sind hochsensible Frauen die schlechteren Mütter?

Wie schwer es hochsensiblen Frauen fällt, ihre sensible Seite zu akzeptieren und in ihren Alltag zu integrieren bemerke ich immer wieder, nicht zuletzt an mir selbst. Dafür müssen diese Frauen nicht mal Mutter sein, auch ohne den „Eltern“-Stempel kommen Hochsensible schnell an ihre Grenzen: Ein Zuviel an Geräuschen, Gerüchen oder Emotionen (die eigenen oder die der Anderen) und schon ist die Hochsensible überfordert. Wie viel belastender das Ganze im Leben als Mutter mit einem oder mehreren Kindern sein muss, vor allem, wenn diese selbst hochsensibel sind, können in dem Ausmaß sicher nur andere hochsensitive Mütter nachvollziehen.

Mama-Momente

Das letzte Mal… Sehnsucht nach kinderlosen Zeiten

Lauthals und wahrscheinlich mindestens genauso schief meine derzeitigen Lieblingssongs mitträllern – wann habe ich das eigentlich das letzte Mal gemacht? Ich bin allein, ich sitze in meinem Lieblingssessel, die quietschrosa Kopfhörer auf den Ohren und lausche den himmlischen Melodien, die mich weit wegtragen. Weg von meinen Sorgen, weg von meinem Alltag und vor allem weit weg von meiner Rolle als Mutter. Singen befreit Geist und Seele.

Mama-Momente

Still wie der See

Gerade habe ich das Ufer erreicht. Kalt ist es hier. Kein Mensch zu sehen, nur das Mädchen mit ihrem Hund dreht eine kleine Runde. Ansonsten sehe ich Niemanden. Grau in Grau spiegelt sich der Himmel auf der festen Eisschicht, die sich auf dem See gebildet hat. Die Anlegestelle, an der im Frühjahr wieder Segelboote vertäut werden, ist nun ein fester Bestandteil des Eises. Sie hält genauso Winterschlaf wie die lichten Bäume am Ufer, deren knorrigen Äste sich lediglich vom Wind hin- und herwiegen lassen.

Mama-Momente

Ein Teelöffel zum Sattwerden


Der Vergleich kam mir einfach durch den Kopf. Ich war müde, erschöpft und am Limit meiner Belastungsgrenze. Fünf freie Tage, an denen der Kindergarten geschlossen hatte. Teamtag, Wochenende, Brückentag, Feiertag. Fünf Tage, an denen ich mich um die Kinderbetreuung, bzw. die Organisation eines Babysitters kümmern musste. Zeit für mich? Rar gesät.

Lebensfragen

Zeit für einen Neuanfang

Die Sonne kitzelte auf unserer Nase und ihre Anwesenheit erwärmte unser Herz. Das hier würde kein Sommertag werden, der einen müde und träge von der Hitze auf die nächste Bank zusteuern lässt. Nein, es war Herbst, das verriet nicht nur die Luft, gleich einem erfrischenden Schluck Quellwasser. Es waren auch die gelb- und rotgeschmückten Blätter, die Bäume wie Waldboden vor uns säumten.

Mama-Momente

Ein Stück zurückgewonnene Freiheit

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Ich kam nach Hause und schaltete (dicht gefolgt von der Kaffeemaschine) als Erstes das Radio an. Pharrell Williams’ „Happy“ drang an mein Ohr und irgendwie hörte es sich heute noch ein wenig beschwingter und ausgelassener an. Kein Wunder, dies schien der perfekte Soundtrack für diesen besonderen Tag zu sein. Heute beginnt für mich und meinen Mini nämlich eine neue Ära:

Lebensfragen

Kinderfreie Auszeit – Rechnet sich das überhaupt?

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Eigentlich hatte ich meinen „Mamazeit-Auszeit-wie-wichtig-ist-das-überhaupt-und-so-weiter“-Beitrag im Rahmen der Blogparade von Severines Mama Blog „Mama-on-the-rocks“ ja am Wochenende schon geschrieben. Direkt per Express-Sendung noch vom Wellnesshotel aus als Blogbeitrag zu dir auf dein Smartphone herauf. Somit war dir quasi schon beim Anklicken des Artikels klar, welchen Standpunkt ich in Punkto Mütterauszeit-nehmen vertrete, wenn der Blogpost einhändig von der Hotelbar aus getippt wird, während sich die andere Hand an einem Caipirinha Cappuccino festklammert. Eigentlich war also alles gesagt. Eigentlich. Und dennoch beschäftigt mich das Thema heute, vierundzwanzig Stunden nach dem Pärchenurlaub immer noch. Und ich will dir auch sagen wieso.

Mama-Momente

Bitte nicht stören – Wie wichtig ist die kinderfreie Mamazeit?

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Dieser Mama Blogbeitrag kommt aus einer anderen Stadt. Übers Wochenende ausquartiert, verbringen mein Mann und ich gerade Zeit in einem schnuckeligen Wellnesshotel, das dazu einlädt, die Seele mal wieder baumeln zu lassen. Die Frage dabei ist, ob man das als Eltern überhaupt noch kann. Entspannen. Mal nichts tun. Freie Zeit genießen, ohne dabei ständig aufs Handy zu schielen, ob der Babysitter schon eine Horrornachricht (Fieber, Sturz vom Dreirad, Windpocken) auf der Mailbox hinterlassen hat.