Gesellschaft

Rückzugsorte schaffen
Teil 2 der Serie „5 Strategien (+ 1 überlebenswichtige Regel) gegen Stress und Burnout, die dir als Mama während Corona helfen, bei dir selbst zu bleiben“

Premium-Blogbeitrag

Während meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau jobbte ich damals nebenbei in einem größeren Café, um mir noch Geld dazuzuverdienen. Es war im Jahr 2007, also vor dreizehn Jahren, als Mini und Maxi nicht mal in meiner Vorstellung existierten. Das Café war ein gut besuchter Hotspot am Ende der Fußgängerzone und in der Hauptsaison ließen unsere Arbeitszeiten keine Pausen zu. Ich erinnere mich an einen Nachmittag, als ich noch nicht lange als Kellnerin eingesetzt war und ich nach kürzester Zeit hektischen Treibens den Überblick über meine zugewiesenen Tische verloren hatte.

Gesellschaft

„Ich bin Mutter und kann mit Kindern nichts anfangen.“ Muss ich es denn?

Ich saß auf dem Beifahrersitz, die Hände in meinem Schoß jeweils zu Fäusten verkrampft, und ließ mich von meinem Mann durch die Dunkelheit jagen. 140 km/h zeigte der Tacho an, und doch brachte er mich keinen Zentimeter fort von Mini und Maxi, die auf der Rückbank irgendeinem Hörspiel auf ihrem Tablet lauschten und mir, im wahrsten Sinne des Wortes, im Nacken saßen. Aber genau das wollte ich: Weit weg von meinen Kindern sein, am liebsten gar keine Mutter mehr sein, keine Verantwortung, kein Aushalten, einfach nur Ich sein dürfen. Mein Mann hatte meinen Durchhänger schon bemerkt, denn er versuchte auffallend vehement, mich auf andere Gedanken zu bringen. Was genau passiert war, dass meine Stimmung so düster und depressiv war wie die Nachtschwärze, die uns umfing, möchtest du nun wissen?

Gesellschaft

In den Zustand von Sicherheit und Entspannung kommen
Teil 1 der Serie „5 Strategien (+ 1 überlebenswichtige Regel) gegen Stress und Burnout, die dir als Mama während Corona helfen, bei dir selbst zu bleiben“

Vor kurzem habe ich mir eine längere Auszeit genommen. Fernab von Heim und Verpflichtungen verbrachte ich sieben Tage alleine in einer Ferienwohnung auf Nordstrand, der Halbinsel im Norden Deutschlands, die von den Einheimischen liebevoll „Meine Insel an Land“ genannt wird (zumindest, wenn man dem gleichnamigen Werbeslogan auf Flyern und Prospekten Glauben schenken darf). Ich war also eine Woche alleine. Ohne Mann, ohne Kinder. Nur ich und mein unruhiger Geist, welcher sich von Tag zu Tag der Weite des Himmels und den monotonen Rupfgeräuschen der grasenden Schafe anglich. Kurz gesagt: Ich fuhr tiefenentspannt zurück und wuchs entsprechend weit über mich und meine Verhältnisse hinaus:

Ich reagierte verständnisvoll auf Kinder-Kinkerlitzchen, hörte interessiert den Geschichten meines Siebenjährigen zu, leierte von mir aus einen Spielenachmittag an und warf dabei auch nach dem dritten Wutanfall des Großen nicht entnervt das Handtuch.

Der Trubel zuhause konnte mir nichts anhaben. Zumindest in den ersten Tagen.

Gesellschaft

„Hast du als Mutter schon mal den Gedanken gehabt, abzuhauen? Die Familie zu verlassen?“

Ich lag in meinem Bett, starrte kraftlos die Decke über mir an und wünschte mir zum ich-weiß-nicht-wievielten-Male ich würde endlich erwachen. Aufwachen aus diesem Albtraum namens Muttersein, der mich jetzt schon seit Monaten festhielt in dieser grausamen Wirklichkeit, die unwirklicher nicht sein konnte. Unser Mini war Anfang des Jahres geboren und obwohl ich zu ihm gleich eine Bindung aufbauen konnte -im Gegensatz zu meinem Ältesten nach dessen Geburt-, drohte ich, in dem viel zu engen Korsett namens Mutterrolle zu ersticken.

Lebensfragen

Verantwortung und Kümmern als Preis fürs Muttersein zu hoch?

Ich betrat gut gelaunt das Esszimmer und wünschte meiner Familie einen guten Morgen, während diese bereits die Schulbrote für die große Pause schmierte. Alle antworteten fröhlich, bis auf meinen Mini. Der Siebenjährige saß wie so oft in letzter Zeit mit diesem Gesichtsausdruck am Tisch, der verriet, dass da jemand ganz schlechte Laune hatte. Klar war auch, es lag nicht an mir. Und trotzdem durfte ich jetzt als Mutter wieder versuchen, die Ursache zu klären, den unerwiderten Guten-Morgen-Gruß und -Kuss nicht persönlich zu nehmen und mich nebenbei nicht selbst von dieser Stimmung anstecken zu lassen. Und wie so oft wünschte ich mir, einfach mal nicht die verständnisvolle Mutter geben, mich nicht um diese Angelegenheit kümmern zu müssen, alle pädagogisch wertvollen Ansätze über Bord zu werfen und meinen Sohn gleich hinterher.

Gesellschaft

Vom überbewerteten Wunsch, unseren Kindern ein möglichst „heiles“ Leben zu ermöglichen

Die Angst, Fehler zu machen, ist wohl auf unterschiedliche Art und Weise in jeder Mutter verankert. Vor allem die heutige Generation Mütter kann sich zwar durch das Internet einer Vielzahl an Erziehungsratgebern, Expertenmeinungen und unterschiedlichster Weltanschauungen hinsichtlich der „besten“ Umgangsmethoden bedienen (Gewaltfreie Erziehung, Attachement Parenting oder Beziehungsorientierte Pädagogik: Es schien noch nie so leicht wie heute, das Kind auf die beste Art und Weise großzuziehen), doch gleichzeitig war es noch nie so kompliziert, diese Lehren im Mutteralltag umzusetzen.

Gesellschaft

Lieblingsmensch

Premium-Blogbeitrag

Kennst du den gleichnamigen Song von Namika? Wenn ich dir sage, dass mein Lieblingsmensch mein Mann ist, wirst du im ersten Moment vielleicht lächeln. Solange man kinderlos oder frisch verliebt ist, scheint es das natürlichste auf der Welt zu sein, den Partner als Lieblingsmenschen zu bezeichnen. Ich bin aber nicht kinderlos und auch nicht frisch verliebt. Ich bin seit fast acht Jahren verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Und nach wie vor ist mein Mann meine Nummer eins, nicht meine Kinder. Lächelst du immer noch verständnisvoll?

Lebensfragen

Ich bin keine witzige Mama. Und warum das ernste Folgen haben kann.

„Tina ist immer so lustig, Mama!“ Mein Großer schmierte gerade sein Frühstücksbrot und bei der Erinnerung an seine Tante leuchteten seine Augen. Sein jüngerer Bruder stimmte kauend mit ein: „Ja, die macht immer so witzige Sachen! Wann können wir da mal wieder hin?“

Lustig, witzig, immer. Drei Wörter, die meine beiden Erstklässler schon öfter im Zusammenhang mit besonders engagierten Menschen um sie herum erwähnt haben – aber mit Sicherheit nicht, wenn es um ihre Mutter geht. Denn ich albere nicht mit meinen Jungs herum und kann auch nicht über ihre Witze lachen, geschweige denn selbst welche auf ihrem Niveau reißen.

Lebensfragen

Vom Hobby zur Berufung: Mein neuer Job im Pusteblumengarten

Als ich das erste Mal darüber nachdachte, einen Blog zu gründen, befand ich mich in der wohl schwersten Krise meines Lebens. Mein Jüngster war gerade ein halbes Jahr alt und zu seinem Bruder hatte ich immer noch keine gesunde Mutter-Kind-Bindung aufbauen können. Mein Wunschleben als Mutter hatte sich als mein persönlicher Albtraum entpuppt, schwere Monate einer postpartalen Depression gepaart mit der täglich einhergehenden Sehnsucht, die Familie, und somit mein gefühltes Gefängnis, zu verlassen.