Mama-Momente

3 Tätigkeiten, die für andere Mütter selbstverständlich sind und an denen ich bislang gescheitert bin

In meinem Alltag als Mutter komme ich immer wieder mal an meine Grenzen. Das ist in erster Linie nichts Ungewöhnliches und wird mir sicher jede Mutter bestätigen, nicht nur jene, die unter dem Phänomen Regretting Motherhood leiden oder oft gestresst sind im Beisein ihrer Kinder.

Gelassen bleiben, wenn der Sohn den Kakao umgestoßen hat; die Nerven behalten, sobald der Geburtstagskuchen mehr schwarz als lecker aus dem Ofen kommt; keine Selbstzweifel entwickeln, wenn Oma und Opa den Erziehungsstil kritisieren – das sind typische Hürden im Leben einer Mutter, die es zu meistern (oder gekonnt zu umschiffen) gilt.

Heute möchte ich dir 3 Grenzen aufzeigen, an denen ich bislang gnadenlos gescheitert bin, weil die Messlatte für mich persönlich einfach zu hoch liegt und daher (zumindest im Moment) unüberwindbar scheint.

Gesellschaft

Erschöpft vom Muttersein und Angst vor traumatischen Auswirkungen: Was wir trotz unserer eigenen Defizite heilsames für unsere Kinder tun können

Premium-Blogbeitrag

„Mama, ich habe das Gefühl, dass du mich nicht liebhast. Immer schimpfst und meckerst du nur rum! Ich weiß, du sagst, dass du mich liebst, aber es fühlt sich nicht so an.“

Da war er, der gefürchtete Satz, bei dem ich quasi schon seit neun Jahren bangend darauf warte, dass er irgendwann mal ausgesprochen würde. Und ich wusste, dass er Recht hatte. Mein Ältester besitzt das Talent, die Dinge on Point auf den Tisch zu bringen, Gefühle und Stimmungen exakt erfassen und benennen zu können. Damals, vor neun Jahren, als er ein Baby war, konnte ich keine Liebe für ihn aufbringen. Mit Hilfe von Zeit, Therapien meinerseits und dem Wunsch, die Kluft zwischen uns zu überbrücken, gelang es mir nach und nach, die mütterliche Liebe für ihn wieder empfinden zu können.

Ein zartes Band, nicht stark genug, um Geschehenes ungeschehen zu machen, geschweige denn, um meinem Sohn das Urvertrauen nachzureichen, die Gewissheit, dass er bedingungslos geliebt wird.

Gesellschaft

„Glaubst du, du wirst später lieber Oma als du heute Mutter bist?“

„Habt ihr euch eigentlich schon mal die Frage gestellt, ob und inwiefern ihr eure Kinder mit ihren Kindern (also euren Enkeln) unterstützen werdet?“ Das wollte vor nicht allzu langer Zeit Marie* in meiner Community von den anderen Müttern wissen. Sie fühle sich zwar in der Mutterrolle nicht so wohl wie erhofft, wisse aber nunmal um die Belastung, derer Eltern ausgesetzt sind und wolle daher später ganz sicher als unterstützende Oma zur Verfügung stehen! Immerhin würde die Rund-um-die-Uhr-Verantwortung, die man als Mutter hat, wegfallen und da wären ein paar Stündchen hier und ein Wochenende dort für sie als Oma bestimmt gut machbar.

Von Pusteblumengärtnerin Marie inspiriert und aus Neugierde, wie es wohl den anderen hochsensiblen, freiheitsliebenden Müttern „da draußen“ in Bezug auf ihre -vielleicht irgendwann eintretende- Rolle als Oma so ginge, startete ich in meinem letzten Newsletter eine kleine Umfrage zu diesem Thema.

Insgesamt 47 Mütter nahmen sich die Zeit, ehrlich darauf zu antworten und ich danke an dieser Stelle jeder einzelnen von ihnen ganz herzlich! ♥

Gesellschaft

Rückzugsorte schaffen
Teil 2 der Serie „5 Strategien (+ 1 überlebenswichtige Regel) gegen Stress und Burnout, die dir als Mama während Corona helfen, bei dir selbst zu bleiben“

Premium-Blogbeitrag

(Dies ist Teil 2 meiner kleinen Reihe „5 Strategien (+ 1 überlebenswichtige Regel) gegen Stress und Burnout, die dir als Mama während Corona helfen, bei dir selbst zu bleiben“. Hier gehts zu Teil 1 und Teil 3)

Während meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau jobbte ich damals nebenbei in einem größeren Café, um mir noch Geld dazuzuverdienen. Es war im Jahr 2007, also vor dreizehn Jahren, als Mini und Maxi nicht mal in meiner Vorstellung existierten. Das Café war ein gut besuchter Hotspot am Ende der Fußgängerzone und in der Hauptsaison ließen unsere Arbeitszeiten keine Pausen zu. Ich erinnere mich an einen Nachmittag, als ich noch nicht lange als Kellnerin eingesetzt war und ich nach kürzester Zeit hektischen Treibens den Überblick über meine zugewiesenen Tische verloren hatte.