Gesellschaft

Vom überbewerteten Wunsch, unseren Kindern ein möglichst „heiles“ Leben zu ermöglichen

Die Angst, Fehler zu machen, ist wohl auf unterschiedliche Art und Weise in jeder Mutter verankert. Vor allem die heutige Generation Mütter kann sich zwar durch das Internet einer Vielzahl an Erziehungsratgebern, Expertenmeinungen und unterschiedlichster Weltanschauungen hinsichtlich der „besten“ Umgangsmethoden bedienen (Gewaltfreie Erziehung, Attachement Parenting oder Beziehungsorientierte Pädagogik: Es schien noch nie so leicht wie heute, das Kind auf die beste Art und Weise großzuziehen), doch gleichzeitig war es noch nie so kompliziert, diese Lehren im Mutteralltag umzusetzen.

Auf meine Nachfrage hinsichtlich ihrer größten Ängste in Bezug aufs Muttersein, nannten mir die Mitglieder des Pusteblumengartens, meiner Community für freiheitsliebende Mütter, die sich allesamt mit dem Muttersein schwertun, vor allem ihre Ängste hinsichtlich der Entwicklung ihrer Kinder und der späteren Beziehung zu ihnen.

Fühlt sich mein Kind nicht geliebt, so dass alle meine Bemühungen umsonst waren? Wendet es sich später sogar gänzlich von mir ab, wenn es weiß, dass ich nicht gerne Mutter war/bin? Sucht es gar die Schuld bei sich? Und vor allem: Ebne ich ihm automatisch und unwiederbringlich ein unglückliches Leben voller Depressionen?

Neben der Angst, dem Kind eine leidvolle Zukunft zu bahnen, begleitet uns auch oft die Hoffnung, dass wir dieses Unheil abwenden können, wenn wir nur ab sofort alles daransetzen, dem entgegenzuwirken.

Wir wollen eine „heile“ Welt erreichen. Dass unsere Kinder nicht denselben Schmerz fühlen, dieselben Ängste durchleben müssen wie wir, sondern ein genauso „normales“ Leben können wie die Kinder von glücklichen Müttern. Mithilfe von Ratgebern, Achtsamkeit und Therapiemöglichkeiten.

Und schon sitzen wir wieder in der Perfektionismus-Falle, herzlich willkommen, wenn auch du hineingetappt bist!

Gerade wir Mütter, die sich mit dem Muttersein schwertun und eh schon Angst haben, die Zukunft unserer Kinder zu versauen, indem wir ihnen nicht die Wunschmutter sind, die wir gerne wären, haben extreme Ansprüche an uns selbst. Allen voran eben jenen Anspruch, ab jetzt alles daran zu setzen, dass der Nachwuchs nicht noch mehr Schaden nimmt als eh schon. Wir machen Therapien, „arbeiten“ hart an uns selbst und stecken die Messlatte, etwas nachzuholen oder besser zu machen als früher, sehr hoch. Dabei entwickeln wir schnell einen Perfektionismus, der uns genau daran hindert, die dringend benötigte Leichtigkeit in den Mama-Alltag zu integrieren. Jeder nächste Schritt wird gut durchdacht, jedes (zu laut) gesagte Wort auf die Goldwaage gelegt („Jetzt konnte ich schon wieder nicht ruhig bleiben, obwohl Maxi meine emotionalen Ausbrüche nicht gebrauchen kann“).

Nicht, dass wir uns missverstehen: Ich bin ganz klar für jedwegige fachmännische Hilfe, in Form von Psychotherapie oder Familienunterstützung, wenn man alleine nicht weiterkommt und ich bin auch sehr für das Bestreben, zukünftig liebevoller, verständnisvoller und entspannter auf seine Kinder zu reagieren, vor allem, wenn dies in der jüngsten Vergangenheit nicht oft genug möglich war. Aber auch das kann zu einem überhöhten Selbstdruck und unrealistischen Zielen führen.

Jedes Mal, wenn wir scheitern, resignieren wir wieder oder sagen uns selbst, wie ungenügend wir doch sind.

„Ab heute werde ich ruhiger und gelassener reagieren und meine schlechte Stimmung nicht mehr an den Kindern auslassen“ ist ein häufig genannter und gut gemeinter Vorsatz, der in der Realität jedoch oft genug zum Scheitern führt.

Und selbst, wenn wir uns vornehmen, fortan auch noch schlechte Tage und miese Launen zuzulassen, wollen wir immer noch selbst das Maß bestimmen, wie oft diese schlechten Tage in unser Leben treten dürfen und wann die miese Laune wieder zu gehen hat. Das Maß an Selbstmitgefühl ist nämlich schnell voll, wenn wir ständig wider unsere selbsternannten Prinzipien handeln.

Vom überbewerteten Wunsch, unseren Kindern ein möglichst "heiles" Leben zu ermöglichen

Und dann wächst der Frust, steigt das Gefühl, keine gute Mutter zu sein und es sicher eh nie zu werden. Weil wir unser Bild einer guten Mutter mit dem einer möglichst ausgeglichenen Frau gleichsetzen, die auch noch im größten Stress mit den Kindern gelassen reagiert oder zumindest am Abend nicht heulend auf dem Sofa sitzt, zerfressen von Selbstvorwürfen und verfolgt vom schlechten Gewissen, weil sie statt eines Gute-Nacht-Kusses schon wieder nur zugeknallte Türen verteilt hat.

Was wir nicht vergessen dürfen: Vor allem Mütter, die heute noch selbst unter den unaufgearbeiteten Auswirkungen eines Bindungs- bzw. Entwicklungstraumas leiden, sind in der Regel Teil eines transgenerativen Traumas, das schon Generationen vor uns seinen Anfang nahm. Der Wunsch, dieses Schicksal nicht an unsere Kinder weiterzugeben ist verständlich, aber ein überaus hoher, wenn nicht nahezu unerreichbarer Anspruch.

Das Bedürfnis nach Heilung, sowohl bei uns als auch für unsere Kinder zeugt neben einem hohen Verantwortungsgefühl auch von der großen Bereitschaft, aktiv entgegen eingeprägter Verhaltensmuster und erzieherischen Dogmen aus unserer eigenen Kindheit zu handeln – ein Unterfangen, das schwerer umzusetzen ist, als mit ein paar neugewonnenen Lebensweisheiten, die man aus einem guten Ratgeber aufgeschnappt hat. Das weiß jeder, der schon mal probiert hat, alleine mithilfe von positiven Denkansätzen alteingesessene, negative Gedankenstrukturen zu ersetzen.

Traumata sitzen tief, genauso wie Glaubenssätze, die wir von unseren Eltern übernommen haben.

„Kinder wollen einen grundsätzlich ärgern“ kann genauso eine tief verankerte Überzeugung sein, wie „Man muss Babys schreien lassen“. Selbst, wenn wir inzwischen eine andere Meinung vertreten, so ist es unglaublich schwer, solche, von Generationen weitergegebenen, Meinungen auszutauschen und neue Muster zu integrieren.

Jede Mutter, die sich, wie ich, schon einmal vorgenommen hat „ab morgen nie wieder bei einer Meinungsverschiedenheit mit dem Kind emotional und laut zu reagieren“, weiß, dass es nicht bei dem einem Mal Vorsatz bleibt. Und das führt nicht nur zu einer großen Ernüchterung, sondern fällt oftmals auf das Gefühl, als Mutter ja eh versagt zu haben. Dabei spielen bei solch einer emotionalen Überreaktion neben eingefahrenen Mustern meist unaufgearbeitete Traumata eine Rolle, bei denen dann das Stammhirn übernimmt (bei dem es ums nackte Überleben geht, selbst wenn wir heute akut keiner Lebensgefahr mehr ausgesetzt sind), welches in dem Moment keine rationalen Entscheidungen zulässt.

Dies zu wissen macht es im ersten Moment leichter, führt aber auf Dauer oft zum gleichen Frust wie oben bereits beschrieben. Es ist einfach kein schönes Gefühl, aufgrund eigener, schmerzhafter Kindheitserfahrungen, nun genauso weiterzumachen, wie wir es selbst vielleicht erleben mussten und daran nicht von Heute auf Morgen etwas ändern zu können.

Die Traumageschädigten Anteile in uns passen beispielsweise nicht zusammen mit den hohen Idealen einer bindungsorientierten Beziehung zum Kind, solange wir unsere eigene Bindungsunfähigkeit noch nicht aufgearbeitet haben. Der Wunsch, es „ganz anders“ zu machen als die narzisstischen und emotional verwahrlosten Eltern, kollidiert als frischgebackene Mutter ziemlich schnell mit der Realität, wenn die eigene Mutterliebe zum Kind unerwartet fehlt, blockiert ist oder wir urplötzlich eine nie gekannte Wut in uns spüren, die durch Schreien des Säuglings oder permanenten Schlafmangel hervorgerufen wird.

Vom überbewerteten Wunsch, unseren Kindern ein möglichst "heiles" Leben zu ermöglichen

Besonders schlimm wird es meiner Ansicht nach dann, wenn diese leidtragenden Mütter sich zusätzlich Schuldgefühle ohne Ende aufbürden und sich schämen, mit ihren Gefühlen irgendwo hin zu gehen.

Es ist schon wichtig, dass wir erkennen, dass unsere negativen Prägungen ungefiltert Auswirkungen auf die nächste Generation haben, solange wir unser Trauma nicht aufgearbeitet haben. Und es ist essentiell, dass wir uns der Aufgabe stellen, für unsere Heilung und die unserer Kinder zu sorgen, indem wir die wunden Punkte unserer Vergangenheit angehen.

ABER: Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir Mütter dieser Generation nicht alle Fehler unserer Vorfahren wiedergutmachen können und es auch nicht unsere Aufgabe ist, eine „heile“ Welt zu schaffen.

Ich plädiere stark dafür, dass wir -trotz aller Verantwortung!- nicht einem zu hohen Ideal nacheifern sollten, an dem wir nur scheitern können. Denn die daraus resultierenden Selbstzweifel und Schuldgefühle bringen Niemandem etwas, außer unnötigem Schmerz und Versagensgefühlen. Denken wir auch daran, was unsere Eltern schon alles versucht haben, besser zu machen. Manches war besser, anderes nicht. Und doch ist alles Ausdruck ihres Wohlwollens, ob es uns gefällt oder nicht.

Um all die weitervererbten Spuren älterer Generationen zu verändern, braucht es sicherlich einen längeren Atem als eine Lebensspanne.

Und nun? Ist also alles umsonst? Kann ich gleich die Flinte ins Korn werfen und mich (m)einer Depression hingeben?

Ich glaube das nicht. Ich bin fest davon überzeugt, dass echtes Mitgefühl (uns selbst, aber auch unseren Kindern gegenüber) Heilung und wahre Veränderung, vor allem in Hinblick auf Trauma-Aufarbeitung, bewirken kann. Selbst, wenn wir damit Vorwürfe, Depressionen oder Unglücke unserer Kinder nicht verhindern können (bzw. konnten).

Vielleicht ist ein perfektes Leben, im Sinne von glücklich und schmerzlos, aber auch gar nicht der Sinn unseres Daseins. Vielleicht kommt es vor allem darauf an, ein Leben zu führen, in dem wir Mitgefühl für uns selbst und unsere Kinder entwickeln, um auch größere Krisen (gemeinsam) durchzustehen.

Sich selbst Trost zukommen lassen, wenn es mal wieder mit dem Ruhigbleiben nicht klappt. Gütig reagieren, wenn der Sohn oder die Tochter schon wieder unachtsam das Glas Milch quer über den Tisch gefegt hat – es braucht viel Geduld und Achtsamkeit, um diese mütterlichen Qualitäten wieder vermehrt bei uns selbst zu integrieren. Mal klappt es, ein anderes Mal wieder nicht. Und das ist völlig okay! Weil jede dieser Zeitinvestitionen zählt, da wir durch unsere gute Absicht nicht nur uns und unseren Kindern, sondern auch noch den Kindern unserer Kindeskinder nachhaltig etwas Gutes tun.

Und wenn wir es in dieser Generation nicht erreichen, eine „heile“ Welt zu schaffen, so haben wir dennoch mit unseren Bemühungen einen wichtigen Grundstein gelegt, auf dem die nächsten Generationen aufbauen können.

Wie würde es sich anfühlen, wenn uns diese Ambitionen genügten?

8 Gedanken zu „Vom überbewerteten Wunsch, unseren Kindern ein möglichst „heiles“ Leben zu ermöglichen“

  1. Antonia sagt:

    Liebe Christine,

    mal wieder ein aeusserst inspirierender Artikel…ich denke das auch oft, „Herrjeminee, jetzt uebertreibe mal nicht mit deinen Anspruechen an dich selbst“ und gleichzeitig ueberwache ich jede meiner Aeusserungen gegenueber meinem Kind…finde mich auch viel zu kontrolliert und will ja nur „einfach natuerlich“ sein, genau deswegen, wegen der Kontrolliertheit.
    Und das ist alles kein Zufall, dass das bei uns so ein grosses Thema ist, in unserer Zeit. Einige Soziologen, besonders Foucault glaube ich, sagt ja auch, dass in unserer Gesellschaft heutzutage im Gegensatz zu frueher die Kontrolle internalisiert wurde, das heisst, frueher wurde die Kontrolle von aussen ausgeuebt, vom Staat, von den Vorgesetzten, auch vom Familieboberhaupt!, wenn man mal an die strenge Erziehung mit Schlaegen usw. von frueher denkt, und heute ist eben jede und jeder ihr und sein eigener Kontrolleur und Selbst-Optimierer. Und das macht es eben auch so schwer! Und staendig fuehlt man und frau sich schuldig und will es immer besser machen und kann es nicht, weil man ja nicht umsonst so geworden ist, wie man ist, wie du ja auch so schoen schreibst, dass wir alle Generationen in uns tragen…
    Ich finde auch, da hilft nur mehr Empathie uns selbst gegenueber. Da sehe ich meine ganzen kleinen Filmchen und Aengste und Manipulationen, und dann ist es eben so, ich bin so, und ‚tschuldigung, im Grossen und Ganzen wachsen unsere Kinderin in ganz wunderbaren Umstaenden auf! Sicher und behuetet, wahrscheinlich eher zu behuetet, gewaltfrei im Zweifel, was ja noch eine oder zwei Generationn vor uns ganz anders war…also, alles supi und ich habe ja auch mal gelesen, dass das Kind seine Eltrn sowieso liebt, es kann gar nicht anders, fuer die Kleinen sind wir die idealen Eltern!
    Das beruhigt doch, oder?
    Ich sende dir und allen Lesenden mitfuehlende Gruesse,
    Antonia

    1. Christine sagt:

      Liebe Antonia,
      ganz herzlichen Dank auch dir für deine Anschauungen! Da bin ich ganz bei dir, dass unsere Kinder eh schon ziemlich behütet aufwachsen, mit allen Möglichkeiten und wahrscheinlich so frei und ungezwungen wie nie zuvor. Wahrscheinlich ist dieses „freie“ Leben auch mit ein Grund, warum wir überhaupt so viel Zeit haben, uns darum so viele Gedanken zu machen. Früher hat man sich damit einfach nicht oder weniger auseinandergesetzt.

      Herzliche Grüße
      Christine

      Übrigens noch zum Thema Pusteblumengarten: Hattest du meine Mail(s) bekommen? Vielleicht sind sie sonst in deinem Spam-Ordner gelandet? Falls du noch Interesse hast, melde dich einfach per Mail (mail@pusteblumen-fuer-mama.de) bei mir!

  2. Carola sagt:

    Liebe Christine,

    Ich glaube das ist seit langer Zeit der beste und treffendste Artikel, den ich gelesen habe. Und ich habe mich zu 100% wiedergefunden.

    Ich finde auch, bei der Flut von Ratgebern und Büchern zum Thema „Erziehung ohne Schimpfen“ werden wir jungen Mamas immer mehr verunsichert. Natürlich bin auch ich für die meist möglich liebevolle Erziehung, die irgend möglich ist. Aber trotzdem glaube ich fest, dass wir uns mit unserem Leben und wenn man so will mit unserem Schicksal arrangieren sollten. Wir sind was wir sind, haben erlebt was wir erlebt haben, haben Schwächen und Stärken. Und diese geben wir an unsere Kinder weiter. Und zum Glück sind wir nicht die einzigen, die unsere Kinder prägen – da gibt es den Papa, die Großeltern, die beste Freundin und auch deren Familie, Kindergartenerzieher, Vorbilder aus dem Fernsehen, Lehrer und etliche mehr.

    Vielen Dank für deinen Artikel. Hiervon sollte es vielmehr geben als sämtliche Ratgeber zum Thema „Tu dies nicht“, „tu das nicht“, „Die 10 größten Fehler bei der Kindererziehung“… Es gibt nichts besseres als Verständnis und positive Bestärkung.

    1. Christine sagt:

      Liebe Carola,

      freut mich sehr, dass dich mein Artikel so angesprochen hat. Und du hast recht: Wir sind eben auch nicht die Einzigen, die unsere Kinder prägen. Das sollte uns ein Stück weit mehr entlasten und uns den Druck nehmen, alles in der Hand haben und steuern zu wollen.

      Ganz herzliche Grüße
      Christine

  3. Birdie sagt:

    Liebe Christine, bei den abschließenden Worten war ich richtig gerührt. Das ist ein wundervoller Gedanke; dass wir mit unserem Bemühen den Grundstein dafür legen, dass die nachfolgenden Generationen es (noch) besser machen können. Ich glaube auch, wir alle haben unser Päckchen zu tragen, das wir aus unserer Kindheit mitbekommen haben. Jede/r einzelne, ob nun mit offenkundiger Traumatisierung oder nur in Form eines „normalen“ Päckchens. Selbst ziemlich liebevolle Eltern, die ihr Bestes versucht haben, hinterlassen mit gewissen Verhaltensweisen (verborgene) Spuren bei ihren Kindern, an denen diese zu knabbern haben können. Deshalb kann auch ich, die sich zu letzterer Gruppe zählt, deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Ich glaube, was zählt ist wirklich, dass wir unser Bestes tun, uns um unsere Kinder bemühen und zugleich die Selbstfürsorge nicht vergessen. Es ist immer wieder eine Herausforderung, aber mit einem positiven Gedanken dahinter (ich trage meinen Teil dazu bei, so gut ich kann, dass meine Kinder es wiederum besser machen können als ich) fühlt es sich liebevoll an, für unsere Kinder und auch für uns selbst.

    1. Christine sagt:

      Das hast du auch sehr schön geschrieben, liebe Birdie ♥

  4. Vanessa sagt:

    Hallo zusammen,
    ich glaube sogar, dass so Mütter wie wir in der Hinsicht vielleicht sogar bessere Mütter sind als die Anderen, eben weil wir uns selbst viel hinterfragen, selbstkritisch sehen und uns vielleicht mehr Mühe mit den Kindern geben als es „normalerweise“ der Fall ist….?
    Aber ihr habt alle Recht, das habe ich jetzt auch bei mir selbst nach über einem Jahr Familienhilfe endlich hinbekommen, wenn man die Ansprüche an sich selbst runterschraubt, sich auch zugesteht auch schlechte Tage zu habe und für sich klare Grenzen setzt (und diese auch einhält, was oft das Schwierigere ist), dann geht es einem besser und wenn es uns Muttis gut geht/besser geht, hilft das den Kindern/der ganzen Familie.
    Die Erkenntnis ist da, an manchen Tagen klappt die Umsetzung sehr gut, an anderen nicht. Wir arbeiten an uns und das zählt!

    Grüße

    1. Christine sagt:

      Liebe Vanessa,

      ich finde es schwierig, davon zu reden, dass wir die „besseren“ Mütter sind, „nur“, weil wir so viel hinterfragen und selbstkritisch sind. Ich weiß was du meinst und will dich gar nicht angreifen, aber ich möchte auch nicht diejenigen Mütter herabsetzen, die (noch) nicht an diesem Punkt angelangt sind. Auch diese Mütter tun ihr bestes, selbst, wenn sie unserereins anfeinden. Jede(r) hat sein Päckchen zu tragen und manchmal ist es sehr schwer, die Augen dafür zu öffnen, vor allem, wenn es um uns selbst und unseren Schmerz geht, den wir so erfolgreich zu verdrängen versuchen.

      Wie du schon genau richtig sagst: Wir arbeiten an uns und das zählt :)

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