Gesellschaft

Hochsensibel, freiheitsliebend schwanger: So gelingt der Start ins Muttersein leichter

Die schönste Zeit, seit ich Mutter bin, erlebte ich während meiner ersten Schwangerschaft. Voller Vorfreude auf das Leben zu Dritt ahnte ich noch nicht, welch schwere Zeiten einmal auf mich zukommen würden. Damals wusste ich weder etwas von meiner Hochsensibilität noch von meinem starken Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Zeit für mich. Natürlich merkte ich, dass ich bereits als kinderlose Frau sehr sensibel reagierte und gerne viel Zeit alleine verbrachte, aber ich nahm naiverweise an, dass diese Empfindungen mit der Geburt des ersehnten Kindes ganz alleine wie von Zauberhand verschwinden würden. Als ob mit dem Kind automatisch ein dickeres Fell dazugeliefert würde und sich der Wunsch, jemals wieder etwas ohne den Nachwuchs machen zu wollen, in Luft auflöste.

Lebensfragen

Ist ab jetzt alles Friede, Freude, Eierkuchen?

Eine Mutter, die zuvor noch einen fast unhörbaren Seufzer des Unmuts hervorstieß, wenn das Wochenende nahte und nun mit einem Freudenschrei die Kinderzimmertüren aufreißt, um endlich zwei Tage am Stück mit ihren Kindern spielen zu können. Eine Mutter, die ohne Murren die Taschentuchfetzen aus Waschmaschine und nasser Wäsche befreit und dabei mit einem Lächeln auf den Lippen sagt: „So sind Kinder eben.“ Eine Mutter, die früher die Mutterrolle bereut hat und sich nun auf die Seite der zufrieden gurrenden Vollblutmamis geschlagen hat.

Lebensfragen

Im siebten Jahr Mamasein: Ich nehme die Mutterrolle an

„Es war einmal ein Vogel, der wünschte sich nichts sehnlicher als zwei Küken. Eines Tages fand er zwei Eier in seinem Nest. Nacheinander brütete er sie aus. Aber als die Küken geschlüpft waren, da legte sich ein Käfig über die kleine Vogelfamilie und mit ihm eine große Schwere. Wo vorher Gezwitscher und Vogelgesang vernehmbar war, herrschte nun Traurigkeit und Entsetzen. Der Vogel empfand plötzlich eine große Wehmut. Der Käfig hielt ihn gefangen und seine Freiheit schien dahin. Er rüttelte so fest er konnte an den Käfigstäben, kämpfte wie besessen, aber er fand keinen Ausweg, keine Tür, die ihm das Glück der Freiheit wiederbringen konnte.

Mama-Momente

5 Aktivitäten, die introvertierte hochsensible Mütter im Frühling machen sollten

Knospen an den Bäumen entfalten ihre Pracht, die ersten Blumen stecken im Garten ihre Köpfe aus der Erde, die Tage werden wieder länger und ein Hauch Leichtigkeit liegt in der Luft. Es ist unverkennbar: Der Frühling kommt! Und mit ihm zahlreiche Möglichkeiten, den Tagen wieder mehr Leben zu geben. Speziell für die Introvertierten unter uns hochsensiblen Müttern habe ich hier fünf Erlebnisse zusammengetragen, die wir uns diesen Frühling auf keinen Fall entgehen lassen sollten (aber natürlich dürfen die Extrovertierten auch mitmachen)!

Gesellschaft

Kontaktverzeichnis für hochsensible Mütter ist online!

Hochsensible Mütter haben es oft schwer im Mamaalltag. Sie sind schneller gestresst und überreizt und werden von Nicht-Hochsensiblen aufgrund ihrer niedrigen Belastungsgrenze oft nicht verstanden. Wie gut täte es da, sich einmal mit anderen, überempfindlichen Müttern, auszutauschen! Aber wo findet man diese hochsensiblen Mütter, die ja leider nicht mit einem Schild, auf dem „Achtung, hochsensibel!“ steht, durch die Straßen laufen?

Mama-Momente

Heilenden Ausgleich erfahren in der Natur

Ich wachte auf und spürte, dass etwas anders war als sonst. Meine Gedanken hatten sich verlangsamt, genauso wie meine Bewegungen. Von Außen nicht sichtbar, aber ich merkte deutlich den Unterschied. Ich fühlte mich sanft eingehüllt wie in einer Blase und dennoch gleichzeitig mit allem verbunden. Ein angenehmes Gefühl, keine Frage, und ich kuschelte mich noch einmal unter meine Decke, ließ mich noch einmal vom Schlaf einlullen. Dünnhäutig, das war das erste Wort, das mir dazu einfiel, aber diesmal nicht im Negativen.

Mama-Momente

5 Dinge, die ich am Muttersein so liebe

Früher als Kinderlose hatte ich die romantische Vorstellung von der Mutterrolle, das Leben mit Kindern sei eine einzige Aneinanderreihung von beglückenden Momenten. Damals konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass tägliche Wutanfälle, laut herumalbernde Kinder und das permanente Gefühl der Fremdbestimmtheit, ein Leben nur noch für den fordernden Nachwuchs zu führen, mein hochsensibles Wesen so dermaßen an seine Grenzen bringen würden, dass es mir oft genug schwer fällt, mein Leben als Mama zu genießen. Aber es gibt sie tatsächlich auch: Die Dinge am Mamasein, die ich so liebe!

Mama-Momente

5 Dinge, für die ich nach unserem Umzug dankbar bin

Unglaublich, aber wahr: Jetzt wohnen wir beinahe auf den Tag genau bereits drei Monate in unserer neuen Heimat! Obwohl es mir mindestens doppelt so lang vorkommt, so schnell, wie der neue Alltag an der Küste uns ins Leben zog. Wie ein Sog, dem wir uns alle Vier aber bedingungslos und entzückt hingaben. „Habt ihr euch denn inzwischen eingelebt?“ Diese Frage wird mir heute noch gestellt, von Freunden und Familie aus der 300-Kilometer-entfernten Heimat, dabei konnten wir schon an Tag eins nach unserem Umzug behaupten, angekommen zu sein. So richtig angekommen. Mit Kopf und Herz. Diese Frage erscheint mir also jedes Mal wie von einem anderen Stern, so abwegig wie die Nachfrage, ob denn auch Sand am Strand vorhanden sei.

Mama-Momente

„Ich war hochsensibel und wusste es nicht.“ Mein mühsames Leben als Kind und Jugendliche

Von meiner Hochsensibilität weiß ich erst, seit ich Mutter meines jüngsten Sohnes bin. Das ist, im Gegensatz zu meinem restlichen Leben, nur ein kleiner Bruchteil. In den vier Jahren konnte ich rückblickend viel verstehen, akzeptieren und mich selbst annehmen. Die Zeit davor glich allerdings mehr einem Spießroutenlauf, inklusive Steinen, die ich mir zusätzlich selbst in den Weg legte. Irgendwann konnte ich mich selbst nicht mehr lieben. Und meine Eltern taten sich auch nicht immer leicht mit meiner Sensitivität.

Lebensfragen

Im Gefängnis namens Muttersein dennoch ein selbstbestimmtes Leben führen

„Kinder! Kinder! Immer dreht sich alles nur um Kinder!“ Ich schimpfte lautstark vor mich hin und versetzte dem vergessenen Spielzeug vor meinen Füßen wütend einen Tritt. Der Tag war lang gewesen, Mini und Maxi nun endlich im Bett, aber in mir drin tobte noch immer ein Sturm. Eine Mischung aus Frust, Resignation und dem unbändigen Wunsch nach Freiheit. Die Fremdbestimmtheit, der ich Zeit meines Mamaseins ausgeliefert bin, sie brachte mich mal wieder an den Rand des Wahnsinns. Mama hier, Mama da, für die Christine in mir blieb einfach kein Raum. Und das sollte jetzt die nächsten Jahre, womöglich bis zum Auszug der beiden Jungs, so weitergehen? Sollte ich ganz im Nebel meiner Selbst verschwinden, völlig in den Hintergrund gedrängt von dieser Rolle, dieser Last, namens Mutter?