Mama-Momente

5 Aktivitäten, die introvertierte hochsensible Mütter im Frühling machen sollten

Knospen an den Bäumen entfalten ihre Pracht, die ersten Blumen stecken im Garten ihre Köpfe aus der Erde, die Tage werden wieder länger und ein Hauch Leichtigkeit liegt in der Luft. Es ist unverkennbar: Der Frühling kommt! Und mit ihm zahlreiche Möglichkeiten, den Tagen wieder mehr Leben zu geben. Speziell für die Introvertierten unter uns hochsensiblen Müttern habe ich hier fünf Erlebnisse zusammengetragen, die wir uns diesen Frühling auf keinen Fall entgehen lassen sollten (aber natürlich dürfen die Extrovertierten auch mitmachen)!

Gesellschaft

Kontaktverzeichnis für hochsensible Mütter ist online!

Hochsensible Mütter haben es oft schwer im Mamaalltag. Sie sind schneller gestresst und überreizt und werden von Nicht-Hochsensiblen aufgrund ihrer niedrigen Belastungsgrenze oft nicht verstanden. Wie gut täte es da, sich einmal mit anderen, überempfindlichen Müttern, auszutauschen! Aber wo findet man diese hochsensiblen Mütter, die ja leider nicht mit einem Schild, auf dem „Achtung, hochsensibel!“ steht, durch die Straßen laufen?

Mama-Momente

Heilenden Ausgleich erfahren in der Natur

Ich wachte auf und spürte, dass etwas anders war als sonst. Meine Gedanken hatten sich verlangsamt, genauso wie meine Bewegungen. Von Außen nicht sichtbar, aber ich merkte deutlich den Unterschied. Ich fühlte mich sanft eingehüllt wie in einer Blase und dennoch gleichzeitig mit allem verbunden. Ein angenehmes Gefühl, keine Frage, und ich kuschelte mich noch einmal unter meine Decke, ließ mich noch einmal vom Schlaf einlullen. Dünnhäutig, das war das erste Wort, das mir dazu einfiel, aber diesmal nicht im Negativen.

Mama-Momente

5 Dinge, die ich am Muttersein so liebe

Früher als Kinderlose hatte ich die romantische Vorstellung von der Mutterrolle, das Leben mit Kindern sei eine einzige Aneinanderreihung von beglückenden Momenten. Damals konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass tägliche Wutanfälle, laut herumalbernde Kinder und das permanente Gefühl der Fremdbestimmtheit, ein Leben nur noch für den fordernden Nachwuchs zu führen, mein hochsensibles Wesen so dermaßen an seine Grenzen bringen würden, dass es mir oft genug schwer fällt, mein Leben als Mama zu genießen. Aber es gibt sie tatsächlich auch: Die Dinge am Mamasein, die ich so liebe!

Mama-Momente

Ein Winterspaziergang

Sachte flüstert der Wind in mein Ohr, streicht mir mit seiner unsichtbaren Hand sanft durchs Haar. Er erzählt von Orten, an denen er schon gewesen ist, von Menschen und Tieren, die er auf seinem Weg beobachtet hat. Ich lächle ihm zu, wohlwissend um diesen kostbaren Moment, den mir dieser kalte Wintermorgen schenkt.

Mama-Momente

5 Dinge, für die ich nach unserem Umzug dankbar bin

Unglaublich, aber wahr: Jetzt wohnen wir beinahe auf den Tag genau bereits drei Monate in unserer neuen Heimat! Obwohl es mir mindestens doppelt so lang vorkommt, so schnell, wie der neue Alltag an der Küste uns ins Leben zog. Wie ein Sog, dem wir uns alle Vier aber bedingungslos und entzückt hingaben. „Habt ihr euch denn inzwischen eingelebt?“ Diese Frage wird mir heute noch gestellt, von Freunden und Familie aus der 300-Kilometer-entfernten Heimat, dabei konnten wir schon an Tag eins nach unserem Umzug behaupten, angekommen zu sein. So richtig angekommen. Mit Kopf und Herz. Diese Frage erscheint mir also jedes Mal wie von einem anderen Stern, so abwegig wie die Nachfrage, ob denn auch Sand am Strand vorhanden sei.

Mama-Momente

Herzensheimat

Der Sand knirscht unter meinen Gummistiefeln, als ich an den leeren Strandkörben entlanglaufe. Die Sitzmöbel, die an warmen Sommertagen Besuchern von Nah und Fern Schutz vor der Sonne und einen Platz zum Ausruhen bieten, sehen nun selbst so aus, als ob sie Erholung benötigten und die kältere Jahreszeit zum Luftholen bräuchten. Auch ich atme tief durch, nicht nur, weil die nummerierten Körbe mich dazu animieren, weil die klare Seeluft mein Gesicht streift oder weil ich wieder mehr Zeit für mich neben dem Mamasein habe. Ich hole tief Luft, weil ich die Freiheit meiner Herzensheimat spüre.

Mama-Momente

„Ich war hochsensibel und wusste es nicht.“ Mein mühsames Leben als Kind und Jugendliche

Von meiner Hochsensibilität weiß ich erst, seit ich Mutter meines jüngsten Sohnes bin. Das ist, im Gegensatz zu meinem restlichen Leben, nur ein kleiner Bruchteil. In den vier Jahren konnte ich rückblickend viel verstehen, akzeptieren und mich selbst annehmen. Die Zeit davor glich allerdings mehr einem Spießroutenlauf, inklusive Steinen, die ich mir zusätzlich selbst in den Weg legte. Irgendwann konnte ich mich selbst nicht mehr lieben. Und meine Eltern taten sich auch nicht immer leicht mit meiner Sensitivität.

Lebensfragen

Im Gefängnis namens Muttersein dennoch ein selbstbestimmtes Leben führen

„Kinder! Kinder! Immer dreht sich alles nur um Kinder!“ Ich schimpfte lautstark vor mich hin und versetzte dem vergessenen Spielzeug vor meinen Füßen wütend einen Tritt. Der Tag war lang gewesen, Mini und Maxi nun endlich im Bett, aber in mir drin tobte noch immer ein Sturm. Eine Mischung aus Frust, Resignation und dem unbändigen Wunsch nach Freiheit. Die Fremdbestimmtheit, der ich Zeit meines Mamaseins ausgeliefert bin, sie brachte mich mal wieder an den Rand des Wahnsinns. Mama hier, Mama da, für die Christine in mir blieb einfach kein Raum. Und das sollte jetzt die nächsten Jahre, womöglich bis zum Auszug der beiden Jungs, so weitergehen? Sollte ich ganz im Nebel meiner Selbst verschwinden, völlig in den Hintergrund gedrängt von dieser Rolle, dieser Last, namens Mutter?

Mama-Momente

Zweiundzwanzig Tage bis zum Licht am Ende des Tunnels

Zweiundzwanzig. Das war sie nun also, die magische Zahl. Ich überprüfte das Ergebnis nochmal, nur um sicher zu gehen, aber es stimmte. Zweiundzwanzig Tage Selbstbetreuung, die noch vor mir lagen. Das waren weniger, als ich erwartet hatte, bevor ich den Kalender gezückt und jeden Wochentag von Montag bis Freitag bis zum Datum unseres Umzugs einzeln mit dem Finger nachgefahren war. Mittwoche ausgenommen, an denen betreut meine Mutter meinen Fünfjährigen. Zweiundzwanzig. Ich spürte das innere Lächeln, ein Flügelschlag von Leichtigkeit und das Gefühl, Licht am Ende meines persönlichen Tunnels zu sehen.