Mama-Momente

5 Aktivitäten, die introvertierte hochsensible Mütter im Frühling machen sollten

Knospen an den Bäumen entfalten ihre Pracht, die ersten Blumen stecken im Garten ihre Köpfe aus der Erde, die Tage werden wieder länger und ein Hauch Leichtigkeit liegt in der Luft. Es ist unverkennbar: Der Frühling kommt! Und mit ihm zahlreiche Möglichkeiten, den Tagen wieder mehr Leben zu geben. Speziell für die Introvertierten unter uns hochsensiblen Müttern habe ich hier fünf Erlebnisse zusammengetragen, die wir uns diesen Frühling auf keinen Fall entgehen lassen sollten (aber natürlich dürfen die Extrovertierten auch mitmachen)!

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Die gestutzten Flügel

Manchmal befürchte ich, dich verloren zu haben. Ich versuche oft, mir dein Gesicht in Erinnerung zu rufen. Orte, an denen du gewesen bist, nicht nur mit deinem Körper, sondern auch mit deinem Herzen. Kannst du dich noch an den grandiosen Sternenhimmel erinnern, unter dem du standest, mitten in der Nacht auf dem weiten Feldacker? Du fühltest dich so klein und gleichzeitig verbunden mit allem. Oder als du auf dem runden Geburtstag deines Großvaters die Sonate von Vivaldi auf deiner Geige zum Besten gegeben hast. Du hattest so lange das schwierige Stück geübt und beim letzten Bogenstrich unter tosendem Applaus gemerkt wie perfekt dein Vortrag war. Du hast gespürt, wie leicht das Leben sich anfühlen kann. Das scheint lange her.

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Fremdbestimmt auch ohne Kinder

„… und Christine nimmt Pippa!“ Tina* hatte uns gerade die Pferde für den heutigen Tag eingeteilt und ich machte mich mit Halfter auf den Weg zur Koppel, um die schwarze Stute zum Anbindebalken zu bringen, wo ich sie dann putzen und bereit für den Reitunterricht machen würde. Irgendwas war heute anders, das hatte ich bereits nach dem Aufwachen gemerkt. Es war Tag Sieben und somit der vorletzte Morgen meines achttägigen Reitseminars, das ich hier, weit weg von Zuhause, gebucht hatte. Acht Tage alleine. Ohne Mann, ohne Kinder, ohne meinen gewohnten Alltag. Und heute, an Tag Sieben, sollte ich mit einem Gefühl konfrontiert werden, das ich die letzten Jahre nur in einem anderen Zusammenhang gewohnt gewesen war.

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Urlaub vom Mamasein

An dieser Stelle verabschiede ich mich in meinen sehnlichst erwarteten Mama-Urlaub. Eine Woche ohne Mann und Kinder, stattdessen bin ich ab Samstag umgeben von Stallgeruch und werde die Welt beinahe rund um die Uhr vom Rücken der Pferde aus beobachten. Da ich nicht weiß, wie gut das WLAN-Netz vor Ort ausgebaut ist, kann ich nicht versprechen, dass neue Kommentare zeitnah freigeschaltet werden.

Mama-Momente

Die stressigsten Tage? Tage, an denen mein Kind krank ist

„Vielleicht könnte Maxi die nächsten ein oder zwei Tage zuhause bleiben? Hier sind auch so viele Kinder krank, daheim geht es ihm bestimmt besser.“
Da war er, der gefürchtete Satz. Nachdem schon der gefürchtete Anruf kam. Wenn der Kindergarten vormittags durchklingelt, geht mein Puls automatisch hoch. Manchmal habe ich Glück und es handelt sich lediglich um den Termin für ein banales Elterngespräch oder das Kind hat die Sportsachen vergessen. Aber dem war heute nicht so.

Mama-Momente

Unstillbare Sehnsucht nach kinderfreien Zeiten

„Wenn ihr wollt, könnt ihr auch gerne ein paar Stündchen für euch haben, wir passen dann in der Zeit auf die Kinder auf!“ Als meine Schwiegermutter beim Abendbrot diesen Satz laut aussprach, ahnte sie wahrscheinlich nur ansatzweise, welche Fesseln sie damit bei mir sprengte. Kinderfrei. Zeit nur für meinen Mann und mich alleine. Die Türen meines inneren Gefängnisses wurden geöffnet, der Geruch von Freiheit lag schon in der Luft. Und doch war da noch etwas. Ein Gefühl, das mir im nächsten ungestörten Moment einen dicken Kloß im Hals bescherte und mir Tränen in die Augen stiegen ließ. Es war das Wissen um die Endlichkeit dieser kinderfreien Momente.

Mama-Momente

Heilenden Ausgleich erfahren in der Natur

Ich wachte auf und spürte, dass etwas anders war als sonst. Meine Gedanken hatten sich verlangsamt, genauso wie meine Bewegungen. Von Außen nicht sichtbar, aber ich merkte deutlich den Unterschied. Ich fühlte mich sanft eingehüllt wie in einer Blase und dennoch gleichzeitig mit allem verbunden. Ein angenehmes Gefühl, keine Frage, und ich kuschelte mich noch einmal unter meine Decke, ließ mich noch einmal vom Schlaf einlullen. Dünnhäutig, das war das erste Wort, das mir dazu einfiel, aber diesmal nicht im Negativen.

Mama-Momente

„Mensch, du bist aber auch empfindlich!“

Dass ausgerechnet mein Mann es war, von dem diese Worte stammten, ließ mich augenblicklich innehalten. Ausgerechnet der Mann, der ebenfalls hochsensibel und schnell überreizt ist, der um meine Hochsensitivität weiß und mir in so vielen Situationen bestärkend den Rücken freihält, kommentierte meine Reaktion nun als Überempfindlichkeit. Und das bereits zum zweiten Mal innerhalb der letzten zwei Wochen. Und ich musste mit einem Anflug von Wehmut erneut feststellen, dass es da einen kleinen Raum in mir gibt, zu dem mein Mann keinen Schlüssel besitzt. Der empfindlichste Raum meiner eigenen Hochsensibilität.

Mama-Momente

5 Dinge, die ich am Muttersein so liebe

Früher als Kinderlose hatte ich die romantische Vorstellung von der Mutterrolle, das Leben mit Kindern sei eine einzige Aneinanderreihung von beglückenden Momenten. Damals konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass tägliche Wutanfälle, laut herumalbernde Kinder und das permanente Gefühl der Fremdbestimmtheit, ein Leben nur noch für den fordernden Nachwuchs zu führen, mein hochsensibles Wesen so dermaßen an seine Grenzen bringen würden, dass es mir oft genug schwer fällt, mein Leben als Mama zu genießen. Aber es gibt sie tatsächlich auch: Die Dinge am Mamasein, die ich so liebe!

Mama-Momente

Ein Winterspaziergang

Sachte flüstert der Wind in mein Ohr, streicht mir mit seiner unsichtbaren Hand sanft durchs Haar. Er erzählt von Orten, an denen er schon gewesen ist, von Menschen und Tieren, die er auf seinem Weg beobachtet hat. Ich lächle ihm zu, wohlwissend um diesen kostbaren Moment, den mir dieser kalte Wintermorgen schenkt.