Mama-Momente

Die Straße der Freiheit

Die Wehmut traf mich wie ein Blitzschlag. Wahrscheinlich, weil mehrere Faktoren zusammenkamen, immerhin war es nicht die erste Autofahrt seit wir Kinder haben, weiß Gott nicht! Und dennoch, als wir die Autobahn entlangbrausten, vorbei an Raststätten, Maisfeldern und Lagerhallen, überkam sie mich wieder, die Sehnsucht nach alten Zeiten. Zeiten, in denen mein Mann und ich uns abends mit guter Musik ins Auto setzten und durch die schwach beleuchtete Gegend oder mithilfe von Straßenlaternen und bunten Neonröhren effektvoll in Szene gesetzte Großstädte kurvten. Die Straße war unser Symbol für Freiheit, ahnten wir doch damals noch nicht, wie schnell wir diese einmal verlassen würden.

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Veränderungen auf meinem Blog

Seit ich im September 2013 angefangen habe mit dem Bloggen, hat sich mein Blog immer wieder Veränderungen unterziehen müssen. Angefangen als „Villa Schaukelpferd“, einem Mama- und Babyblog mitten aus dem Leben, wurde mein Online-Tagebuch im Jahr 2016 zu „Pusteblumen für Mama“, dem Mama-Blog für hochsensible Mütter. Ich dachte damals, nun am Ziel angekommen zu sein, denn die Hochsensibilität ist nun mal mein Wesenszug und nimmt einen entsprechend großen Raum in meinem Alltag als Mutter ein. Und dennoch spürte ich in letzter Zeit, dass ich mich noch weiter spezialisieren muss, ja, mich unbewusst schon genau dorthin spezialisiert hatte.

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Die Kluft. Wenn eine Schlucht zwischen mir und meinen Kindern existiert

Jetzt ist sie wieder da. Die Kluft, der einzige Name, der diesen Zustand am ehesten beschreibt. Eine scheinbar unüberwindbare Schlucht zwischen zwei Welten. Auf der einen Seite stehen die Kinder, auf der anderes Seite stehe ich. Es sind die Momente, in denen meine Resignation über das Verständnis vor ihrer Andersartigkeit siegt. Die Andersartigkeit, damit meine ich den kindlichen Zustand. Eine Welt, mit der ich so oft überfordert bin, vielleicht liegt meine eigene Kindheit einfach schon zu lange zurück. Vielleicht hatte ich auch selbst zu wenig davon, so dass es mir immer wieder aufs Neue schwerfällt, mich in meine Kinder hinein zu fühlen.

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5 Aktivitäten, die introvertierte hochsensible Mütter im Frühling machen sollten

Knospen an den Bäumen entfalten ihre Pracht, die ersten Blumen stecken im Garten ihre Köpfe aus der Erde, die Tage werden wieder länger und ein Hauch Leichtigkeit liegt in der Luft. Es ist unverkennbar: Der Frühling kommt! Und mit ihm zahlreiche Möglichkeiten, den Tagen wieder mehr Leben zu geben. Speziell für die Introvertierten unter uns hochsensiblen Müttern habe ich hier fünf Erlebnisse zusammengetragen, die wir uns diesen Frühling auf keinen Fall entgehen lassen sollten (aber natürlich dürfen die Extrovertierten auch mitmachen)!

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Die gestutzten Flügel

Manchmal befürchte ich, dich verloren zu haben. Ich versuche oft, mir dein Gesicht in Erinnerung zu rufen. Orte, an denen du gewesen bist, nicht nur mit deinem Körper, sondern auch mit deinem Herzen. Kannst du dich noch an den grandiosen Sternenhimmel erinnern, unter dem du standest, mitten in der Nacht auf dem weiten Feldacker? Du fühltest dich so klein und gleichzeitig verbunden mit allem. Oder als du auf dem runden Geburtstag deines Großvaters die Sonate von Vivaldi auf deiner Geige zum Besten gegeben hast. Du hattest so lange das schwierige Stück geübt und beim letzten Bogenstrich unter tosendem Applaus gemerkt wie perfekt dein Vortrag war. Du hast gespürt, wie leicht das Leben sich anfühlen kann. Das scheint lange her.

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Fremdbestimmt auch ohne Kinder

„… und Christine nimmt Pippa!“ Tina* hatte uns gerade die Pferde für den heutigen Tag eingeteilt und ich machte mich mit Halfter auf den Weg zur Koppel, um die schwarze Stute zum Anbindebalken zu bringen, wo ich sie dann putzen und bereit für den Reitunterricht machen würde. Irgendwas war heute anders, das hatte ich bereits nach dem Aufwachen gemerkt. Es war Tag Sieben und somit der vorletzte Morgen meines achttägigen Reitseminars, das ich hier, weit weg von Zuhause, gebucht hatte. Acht Tage alleine. Ohne Mann, ohne Kinder, ohne meinen gewohnten Alltag. Und heute, an Tag Sieben, sollte ich mit einem Gefühl konfrontiert werden, das ich die letzten Jahre nur in einem anderen Zusammenhang gewohnt gewesen war.

Mama-Momente

Urlaub vom Mamasein

An dieser Stelle verabschiede ich mich in meinen sehnlichst erwarteten Mama-Urlaub. Eine Woche ohne Mann und Kinder, stattdessen bin ich ab Samstag umgeben von Stallgeruch und werde die Welt beinahe rund um die Uhr vom Rücken der Pferde aus beobachten. Da ich nicht weiß, wie gut das WLAN-Netz vor Ort ausgebaut ist, kann ich nicht versprechen, dass neue Kommentare zeitnah freigeschaltet werden.

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Die stressigsten Tage? Tage, an denen mein Kind krank ist

„Vielleicht könnte Maxi die nächsten ein oder zwei Tage zuhause bleiben? Hier sind auch so viele Kinder krank, daheim geht es ihm bestimmt besser.“
Da war er, der gefürchtete Satz. Nachdem schon der gefürchtete Anruf kam. Wenn der Kindergarten vormittags durchklingelt, geht mein Puls automatisch hoch. Manchmal habe ich Glück und es handelt sich lediglich um den Termin für ein banales Elterngespräch oder das Kind hat die Sportsachen vergessen. Aber dem war heute nicht so.

Mama-Momente

Unstillbare Sehnsucht nach kinderfreien Zeiten

„Wenn ihr wollt, könnt ihr auch gerne ein paar Stündchen für euch haben, wir passen dann in der Zeit auf die Kinder auf!“ Als meine Schwiegermutter beim Abendbrot diesen Satz laut aussprach, ahnte sie wahrscheinlich nur ansatzweise, welche Fesseln sie damit bei mir sprengte. Kinderfrei. Zeit nur für meinen Mann und mich alleine. Die Türen meines inneren Gefängnisses wurden geöffnet, der Geruch von Freiheit lag schon in der Luft. Und doch war da noch etwas. Ein Gefühl, das mir im nächsten ungestörten Moment einen dicken Kloß im Hals bescherte und mir Tränen in die Augen stiegen ließ. Es war das Wissen um die Endlichkeit dieser kinderfreien Momente.

Mama-Momente

Heilenden Ausgleich erfahren in der Natur

Ich wachte auf und spürte, dass etwas anders war als sonst. Meine Gedanken hatten sich verlangsamt, genauso wie meine Bewegungen. Von Außen nicht sichtbar, aber ich merkte deutlich den Unterschied. Ich fühlte mich sanft eingehüllt wie in einer Blase und dennoch gleichzeitig mit allem verbunden. Ein angenehmes Gefühl, keine Frage, und ich kuschelte mich noch einmal unter meine Decke, ließ mich noch einmal vom Schlaf einlullen. Dünnhäutig, das war das erste Wort, das mir dazu einfiel, aber diesmal nicht im Negativen.