Mama-Momente

Weihnachtsmann, Osterhase & Co. Warum ich meine Kinder am liebsten aufklären würde

„Mama, dieses Jahr wünsche ich mir vom Weihnachtsmann eine Carrera-Bahn!“ Spätestens, als mein Sechsjähriger diesen Satz äußerte, wusste ich, dass nun auch mein Jüngster dem Kleinkindalter endgültig entwachsen und auf dem Weg dahin war, ein cooler Schuljunge zu werden. Wahrscheinlich hatte er auch schon heimlich geübt, wie man das Objekt seiner Begierde für den Wunschzettel buchstabiert, während ich noch fieberhaft überlegte, ob der Weihnachtsmann denn für so einen großen Wunsch noch Platz in seinem Sack hatte, immerhin war die Wahrscheinlichkeit groß, dass unser Ältester gleich mit seinen Ansprüchen nachziehen würde. Weihnachten ist das Fest des Kindes, wusste schon Loriot. Ja. Und dann macht es bumm und alle Tiere fallen um. Zumindest diejenigen mit dem Geld in der Tasche, die den Weihnachtsmann finanzieren und in keine enttäuschten Kinderaugen blicken möchten.

Mama-Momente

Tränen der Erinnerung

Auf den kleinen Gefühlsausbruch war ich gar nicht vorbereitet gewesen. Das letzte Mal des Stöberns in Erinnerungen war wohl schon zu lange her gewesen. Eigentlich wollte ich nur mal eben ein paar Fotos heraussuchen, nachdem ich beim Zubettbringen der Kinder auf die Idee gekommen war. Ich hatte in Minis Bett gesessen, gemeinsam hatten wir dem kleinen Bagger Ben aus der gleichnamigen Geschichte Gute Nacht gesagt und Minis Lieblingslied gesungen. Statt wie sonst anschließend herumzuhopsen, lag mein Jüngster nun immer noch ruhig auf meinem Schoß und ließ sich den Rücken kraulen. Es herrschte eine absolut friedliche Atmosphäre, die mich unweigerlich an unsere allererste gemeinsame Nacht nach seiner Geburt zurückdenken ließ. Die erste und einzige Nacht, in der ich es aushielt, mit einem meiner Kinder die Nacht gemeinsam im Bett zu liegen.

Mama-Momente

Lerche oder Eule? Als Mutter eigentlich piepegal.

Es gibt da einen Spruch, der besagt, dass man entweder Typ Lerche sei oder eher dem Typ einer Eule entspräche. Konkret ist damit das Schlafverhalten gemeint, ob man vom Naturell Frühaufsteher oder durch den Biorhythmus eher in den Abendstunden aktiv ist. Ich bin weiß Gott nicht das eine und auch ganz sicher nicht das andere. Der Online-Test auf Onmeda.de bescheinigt mir, eine „leichte bis moderate Lerche“ zu sein. Wenn ich wählen müsste, wäre ich immer noch am liebsten ein Buchfink, der laut NABU etwa zehn Minuten vor Sonnenaufgang, und damit immerhin als letzter Piepmatz ins Vogelkonzert mit einstimmt. Ansonsten müsste mein Vogeltyp noch erfunden werden: Einer, der sich nochmal umdreht im Nest und anschließend den Tag (inklusive Mittagsschläfchen) genießt, um abends wieder früh genug die Augen zu schließen. Aber seit ich Mutter bin, kann mir das ganze sowieso schnurzpiepsegal sein, denn seitdem ist mein Biorhythmus durcheinander. Die einzige Frage, die ich noch an den NABU habe: Bringen Küken ihre Eltern eigentlich auch aus ihrem natürlichen Takt? Wird die Lerche nach dem Schlüpfen ihrer Kinder zur Eule und umgekehrt?

Mama-Momente

5 Orte, an denen ich als Hochsensible zur Ruhe komme

Hochsensible Mütter, allen voran die Introvertierten, die ein starkes Bedürfnis nach Ruhepausen zwischen dem Babygeschrei und Kindergequake haben, benötigen vor allem Auszeiten, in denen sie ganz alleine für sich sein können. Natürlich sind auch inspirierende Gespräche mit der Freundin oder ein Abendessen mit dem Partner Momente, in denen die empfindliche Seele Kraft tanken kann. Aber so richtig zu sich selbst kommen und auch körperliche Ruhe finden, kann die Hochsensible nur, wenn sie ganz alleine ist. Denn ein Gegenüber strahlt immer auch eigene Stimmungen und Energien aus, welche die Hochsensible dann mitträgt und weiter aufwühlt, selbst, wenn es eine positive Begegnung ist.

Mama-Momente

Warum mich am Kindergeburtstag im Indoor-Spielplatz die Mütter mehr stressten als die Kinder

Am Wochenende fand die Geburtstagsparty meines Ältesten statt. „Oh prima“, wirst du jetzt vielleicht denken und dir vor Vorfreude auf einen Beitrag rund mein Gemotze über anstrengende Kinder und Gewusel um meine Beine herum die Hände reiben. Oder aber du verdrehst die Augen, aus denselben Gründen. In beiden Fällen kann ich dir versichern, dass es diesmal nicht die Kleinsten waren, die mir den Anlass gaben, den virtuellen Stift zu zücken und das Erlebte niederzuschreiben. Aber der Reihe nach.

Mama-Momente

190 Ideen für deine Me-Time

Was machst du für dich, wenn du Zeit nur für dich alleine hast? Diese Frage stellte ich meinen Leserinnen in meinem letzten Rundbrief, mit dem Hintergrund, alle gesammelten Antworten zu einem großen Pool an Ideen für die nächste Me-Time, also die Zeit nur für dich alleine, auf „Pusteblumen für Mama“ zusammenzutragen und für alle hochsensiblen Mütter zugänglich zu machen. Damit wir gegenseitig von individuellen Ideen profitieren und daraus vielleicht etwas in unseren eigenen Alltag integrieren können. Mit der Flut an ausgefüllten Fragebögen, die daraufhin minütlich bei mir eintrafen, hatte ich wahrlich nicht gerechnet. So viele Frauen, die sich für meinen Blogbeitrag die wenige freie Zeit in ihrem Mama-Alltag nahmen, um mir von ihren persönlichen Auszeit-Highlights zu berichten – das berührte mich wirklich sehr! Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei jeder einzelnen Mutter bedanken. Allein das Lesen hat mich immer wieder zum Staunen, Lachen und in einzelnen Fällen auch zum Recherchieren von mir bis dato noch nie gehörten Aktivitäten gebracht!

Mama-Momente

5 Selbstverständlichkeiten, die ich als extrem empfindliche Mutter noch nie gemacht habe

Es gibt Dinge, die scheinen als Mutter so selbstverständlich zu sein, dass man über sie nicht nachdenkt. Man macht sie einfach. Was aber, wenn einem -trotz bester Absichten- die eigenen Empfindlichkeiten dabei im Weg stehen? Als hochsensibler Mutter begegne ich im Alltag mit meinen Kindern immer wieder solchen Hürden, die mich dann dazu verleiten, sie zu umschiffen und andere Wege zu finden, damit umzugehen. Hier ist meine Top 5!

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Adventsbasteln mit zwei linken Händen: Mein Abenteuernachmittag im Kindergarten

Die Adventszeit ist Zeit des Friedens und der Besinnlichkeit – möchte man meinen. Das mag stimmen, allerdings gilt dies ohne Zweifel nicht für Familien, in denen Kleinkinder wie meine vorhanden sind. Frieden und Besinnlichkeit stehen jedenfalls nicht auf dem Wunschzettel meiner Söhne Mini und Maxi und auch sonst sind diese weihnachtlichen Vorboten hier im Haus noch nirgends aufgetaucht. Vielleicht liegt das daran, dass wir in der Vor-Weihnachtszeit kaum Zuhause sind. Letzte Woche erst lud der Kindergarten meines Jüngsten zum Adventsbasteln ein. Von einem „gemütlichen Beisammensein“ war die Rede und von einer „netten Plausch-Runde für die Eltern“. Mich beschlich bereits beim Eintragen meines Namens in die Teilnehmerliste eine ungute Vorahnung, als hätte ich soeben einen Vertrag mit dem Unheil unterzeichnet, aber blau machen war auch nicht drin. Sohn Mini freute sich wahnsinnig auf den Bastelnachmittag mit seiner Mutter, so dass mir das Herz aufging und sich alle Horrorszenarien in Luft auflösten.

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Die Straße der Freiheit

Die Wehmut traf mich wie ein Blitzschlag. Wahrscheinlich, weil mehrere Faktoren zusammenkamen, immerhin war es nicht die erste Autofahrt seit wir Kinder haben, weiß Gott nicht! Und dennoch, als wir die Autobahn entlangbrausten, vorbei an Raststätten, Maisfeldern und Lagerhallen, überkam sie mich wieder, die Sehnsucht nach alten Zeiten. Zeiten, in denen mein Mann und ich uns abends mit guter Musik ins Auto setzten und durch die schwach beleuchtete Gegend oder mithilfe von Straßenlaternen und bunten Neonröhren effektvoll in Szene gesetzte Großstädte kurvten. Die Straße war unser Symbol für Freiheit, ahnten wir doch damals noch nicht, wie schnell wir diese einmal verlassen würden.