Mama-Momente

Frau im Spiegel

Premium-Blogbeitrag

Ich kann dich sehen.

Aus dem Spiegel heraus blickst du mich an und ich kann auf den Grund deiner Seele sehen. Das Muttersein hat dich müde gemacht. Der Glanz in deinen Augen ist verschwunden, du selbst hast dich tief in dein Innerstes zurückgezogen.

Mama-Momente

Elli, die Pusteblumen-Katze

Die erste Anschaffung für meine neue Arbeit als Begleiterin von Frauen, die sich mit dem Muttersein schwertun, war eine Katze. Das mag etwas ungewöhnlich klingen, denkt man in der Regel erstmal an Möbel, Bücher, vielleicht ein teures Notebook oder im besten Fall eine Massageliege. Bei mir war es eine vierbeinige Mitarbeiterin.

Mama-Momente

Demut und Dankbarkeit für das was ist

Meine eigenen Schatten integrieren lernen. In meinem Traumhaus mitten im Wald leben dürfen. Meinen Eltern vergeben können für alles, was war. Tiefere Freundschaften pflegen, als jemals zuvor in meinem Leben. In einer TV-Dokumentation mitwirken.

Mich an Routinen gewöhnen müssen. Momente für mich viel mehr als früher genießen. Über Kindermund lachen. Mich selbst beweinen können. Echte Liebe leben lernen.

Mama-Momente

„Ich konnte dich nicht trösten.“ Wenn Muttergefühl nur schmerzhaft langsam an Stelle von alten Ängsten tritt

Geliebter Mini,

du konntest nicht schlafen, du hattest Angst vor den Figuren aus der Geschichte, die du vorhin gehört hattest. Ich habe deine Tür offengelassen und das Licht im Flur angeknipst, wie ich es immer mache, wenn du nicht einschlafen kannst.

Ich will mich meinem Feierabend und mir selbst zuwenden, um wieder Kraft zu finden. Ich spüre, es geht noch nicht. Etwas hindert mich sanft daran. Es ist ein Gefühl, das sich in letzter Zeit immer öfter seinen Weg zu mir bahnt und mir doch noch nicht so vertraut ist: Mitgefühl. Sorge um mein Kind, der Wunsch, noch einmal zu dir hochzugehen, nach dem Rechten zu sehen, obwohl ich nicht weiß, wie ich dir deine Ängste nehmen kann.

Mama-Momente

Weihnachtsmann, Osterhase & Co. Warum ich meine Kinder am liebsten aufklären würde

„Mama, dieses Jahr wünsche ich mir vom Weihnachtsmann eine Carrera-Bahn!“ Spätestens, als mein Sechsjähriger diesen Satz äußerte, wusste ich, dass nun auch mein Jüngster dem Kleinkindalter endgültig entwachsen und auf dem Weg dahin war, ein cooler Schuljunge zu werden. Wahrscheinlich hatte er auch schon heimlich geübt, wie man das Objekt seiner Begierde für den Wunschzettel buchstabiert, während ich noch fieberhaft überlegte, ob der Weihnachtsmann denn für so einen großen Wunsch noch Platz in seinem Sack hatte, immerhin war die Wahrscheinlichkeit groß, dass unser Ältester gleich mit seinen Ansprüchen nachziehen würde. Weihnachten ist das Fest des Kindes, wusste schon Loriot. Ja. Und dann macht es bumm und alle Tiere fallen um. Zumindest diejenigen mit dem Geld in der Tasche, die den Weihnachtsmann finanzieren und in keine enttäuschten Kinderaugen blicken möchten.