Lebensfragen

Mein Brief an Mütter mit Wochenbettdepression

Liebe traurige Seele,

meine Zeilen gehen an dich, wenn du seit der Geburt deines Kindes keine Freude mehr empfindest. Du hattest dir das Mamasein ganz anders vorgestellt, eigentlich solltest du doch jetzt glücklich sein, oder? Warum fühlt es sich dann so leer an? Du bist erschöpft, von was genau weißt du manchmal gar nicht so recht.

Mama-Momente

„Mini, was ist nur los mit dir?“ Mamas verzweifelter Brief

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Mein lieber Mini,

seit ein paar Tagen finde ich dich nicht mehr. Natürlich wohnst du noch bei uns, und doch lebst du irgendwo anders. Wie in einer Traumblase, eine Welt, die nur du sehen kannst. Wenn man dich anspricht, reagierst du kaum und dein so typisch fröhliches Lachen weicht so häufig einem traurigen Gesicht. Was ist passiert? Wo ist mein lebensfroher Junge nur hin? Du wirkst nicht krank; hast keine Temperatur, isst ganz normal und klagst nicht über Schmerzen. Du gehst nicht mehr gerne in den Fuchsbau, obwohl dort in der KiTa dein bester Freund täglich auf dich wartet. Nicht mal mehr zu Oma und Opa magst du gehen, eigentlich willst du am Liebsten gar nirgendwo mehr hingehen. Nur in deine Traumwelt, in die deine Seele so häufig wandert.

Mama-Momente

Wenn Mama ungerecht wird – ein offener Brief

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Lieber Mini, lieber Maxi,

ein Genörgel zu viel, ein Krach zu laut, ein Gekreische zu lang. Und mitten im Chaos eine Mutter, die nervlich eh schon angeschlagen ist. Vielleicht hat sie zu schlecht geschlafen, vielleicht trägt sie noch Altlasten vom Vortag mit sich herum, vielleicht nervt sie der Dauerregen vorm Fenster mitten im August. Oder es kommt alles zusammen. Ich weiß es nicht. Dann macht sie aus jeder Mücke einen Elefanten, legt alles auf die Goldwaage und hat die dünnsten Nerven, die man als Mama nur haben kann. Es sind Tage wie heute, die mir die Tränen in meine Augen steigen lassen. Denn ihr kriegt meine Laune ab.