Mama-Momente

„Ich konnte dich nicht trösten.“ Wenn Muttergefühl nur schmerzhaft langsam an Stelle von alten Ängsten tritt

Geliebter Mini,

du konntest nicht schlafen, du hattest Angst vor den Figuren aus der Geschichte, die du vorhin gehört hattest. Ich habe deine Tür offengelassen und das Licht im Flur angeknipst, wie ich es immer mache, wenn du nicht einschlafen kannst.

Ich will mich meinem Feierabend und mir selbst zuwenden, um wieder Kraft zu finden. Ich spüre, es geht noch nicht. Etwas hindert mich sanft daran. Es ist ein Gefühl, das sich in letzter Zeit immer öfter seinen Weg zu mir bahnt und mir doch noch nicht so vertraut ist: Mitgefühl. Sorge um mein Kind, der Wunsch, noch einmal zu dir hochzugehen, nach dem Rechten zu sehen, obwohl ich nicht weiß, wie ich dir deine Ängste nehmen kann.

Früher wäre ich erschöpft auf dem Sofa geblieben, solange du dich nicht bemerkbar gemacht hättest. Heute bin ich noch einmal zu dir gegangen.

Du warst noch wach und genauso verängstigt wie vorher. Ich habe dir gut zugesprochen und noch dein liebstes Gute-Nacht-Lied gesungen.

Ganz ohne das Gefühl des inneren Getrieben-Seins, ganz ohne Ärger oder Groll, weil ich eigentlich Zeit für mich zum Krafttanken bräuchte.

"Ich konnte dich nicht trösten." Wenn Muttergefühl nur schmerzhaft langsam an Stelle von alten Ängsten trittEs verändert sich etwas in mir. Die zarte Blüte namens Muttergefühl öffnet sich langsam, fast unmerklich. In diesen Momenten spüre ich es. Und ich hoffe, du spürst es auch.

Du kamst nochmal runter. Ich bat deinen Papa, sich zum Einschlafen zu dir zu legen. Sicher tat euch beiden das für eure Papa-Sohn-Beziehung auch gut.

Dabei wäre ich so gerne an seiner statt gegangen.

Ich konnte es nicht, meine eigenen Ängste hielten mich auf dem Sofa fest. Legten sich lähmend wie eine schwere Katze auf meinen Schoß, drückten meinen Rücken ins Sofakissen und füllten meine Beine mit Blei.

Nur meine Augen konnten sich noch bewegen, folgten euch beiden nach, bis sich der schmerzhafte Kloß in meinem Hals bemerkbar machte.

Ich hätte gehen wollen. Ich hätte gehen müssen. Ich wäre dir heute Abend so gerne die Mutter an deiner Seite gewesen, die du gebraucht hättest. Dir Nähe spendend, eng an dich gekuschelt. Das zarte Band des Vertrauens nicht fallen lassen wollend.

An Tagen wie heute fällt es mir so schwer zu akzeptieren, dass alles seine Zeit dauert. Auch das Entwickeln und Ausleben von Muttergefühl.

Und am Ende meiner seelischen Erschöpfung hüllt mich doch noch ein tröstlicher Frieden ein. Sanft und leise. Die göttliche Zuversicht, dass alles gut wird. An dieser Hoffnung muss ich festhalten, um nicht aufzugeben.

Meine Tränen fließen für uns beide.

Ich liebe dich.

Und schicke dir in Gedanken mein Krafttier für die Nacht.

Deine Mama.

16 Gedanken zu „„Ich konnte dich nicht trösten.“ Wenn Muttergefühl nur schmerzhaft langsam an Stelle von alten Ängsten tritt“

  1. Räubermama sagt:

    So wahr. Mir geht es ähnlich, ich kann langsam und immer öfter mich auf mein Kind einlassen, die Abende mit ihr allein, wenn Papa arbeitet, auch einmal genießen und nicht mit ihm tauschen (wir haben eine Bar zusammen, ich kann auch Dienst schieben bis 23 Uhr statt Kinderdienst). Es fällt mir oftmals wieder schwer, doch allein, dass es Tage gibt oder einzelne Stunden, in denen ich die Zeit genießen, annehmen und ohne Stress in der Brust durchleben kann, baut mich öfters auf. Nicht, dass es mich an den anderen Tagen nicht genauso wieder runterziehen würde.
    Laut meiner Therapeutin ist vor allem die fehlende Mutterfigur, die ich selbst vermisste, der Hauptgrund für die jetzigen Probleme im normalen Alltag. Ich hab und hatte eine Mutter, doch die hat unsere Erziehung eher wie einen Job erledigt, völlig ohne Emotionalität, bis auf das Anschreien und Schimpfen. So ähnlich war auch mein Start mit der Kleinen vor 2,5 Jahren. Seitdem arbeite ich auf und erlebe ähnliches wie du. Ich mag deinen Blog schon länger und schaue gern mal wieder vorbei um festzustellen, dass du einen ebenso schwierigen und aufregenden Weg gehst wie ich. Danke für deine Texte 🖤

    1. Christine sagt:

      Liebe Räubermama,

      ja, ich finde es immer wieder erstaunlich (und dann aber auch wieder total logisch!), dass wir erstmal solche Verhaltensweisen (gute, aber vor allem schlechte) ungefiltert von unseren Eltern übernehmen und weitergeben. Solange wir darin die Chance zur Aufarbeitung sehen und nicht mutlos in diesen Mustern stecken bleiben, haben unsere Kinder (und Enkel) hoffentlich später eine solide Grundlage für ihr eigenes Elternsein.
      Wie schön, dass du auf deinem eigenen, heilsamen Weg bist. Ich wünsche dir ganz viel Kraft weiterhin dafür und freue mich natürlich, wenn du ab und zu bei mir mitliest :)

      1. MaxMama sagt:

        Wunderschöner Text :) so hoffnungsvoll und so liebevoll an Mini geschrieben.
        Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende!
        Ich wünsche Dir, dass sich solche Momente häufen und Du dich vielleicht sogar eines Tages glücklich und zufrieden neben deinen Mini kuscheln kannst.

      2. Christine sagt:

        Ich danke dir von Herzen für deine tröstenden Worte ♥

  2. Mitleserin sagt:

    Liebe Christine, ich lese seit einiger Zeit bei dir still mit und mich hat dein Beitrag dazu bewegt, dir kurz zu schreiben.
    Seit einem Jahr bin ich auch Mama und mit den Gefühlen, über die du schreibst, beschäftigt.
    Du darfst zu Recht stolz auf dich sein! Das wollte ich dir einfach sagen.
    Denn du hast erkannt, was du tun kannst und es getan. Und auch erkannt, was nicht geht und es unterlassen.
    In anderen Worten: Die Grenze ist dir bewusst geworden- schmerzlich bewusst, aber bewusst. Und wer sagt, dass du diese Grenze nicht auch noch 0berschreiten kannst?
    Liebe Grüße und alles Gute für dich!

    1. Christine sagt:

      Ich danke dir von Herzen, liebe Mitleserin, und wünsche dir auch weiterhin alles Gute! ♥

  3. Laura sagt:

    Immer häufiger bemerke ich dass von dir Geschriebene. Es macht mir Angst. Liebe ich mein Kind nicht? Doch, das tu ich mit jeder Ader meines Körpers. Aber Wieso ist das so? Und wie geht das weg und das Mitgefühl und freudvolle Muttersein kommt? Oder braucht es einfach Zeit?
    Liebe Grüße und danke für diesen Text. Er hat mich sehr bewegt.

    1. Christine sagt:

      Liebe Laura,

      ich glaube die Liebe ist immer da, auch, wenn sie manchmal (oder öfter) verdeckt wird von Schmerz, Erwartungen oder eigenen Ängsten. Häufig finden wir die Ursache in unserer eigenen Vergangenheit, aber auch überhöhte Ansprüche und negative Glaubenssätze können unseren Zugang zu unseren mütterlichen Gefühlen blockieren.
      Ich glaube der Schlüssel liegt in der Akzeptanz der Dinge. Nichts erzwingen wollen, denn im inneren Kampf kann keine Veränderung entstehen. Ein liebevoller und mitfühlender Blick auf uns selbst kann uns dabei helfen. Dann hat die Angst nach und nach keinen Platz mehr. Und das braucht, wie du sagst, auch Zeit.

      Ich wünsche dir für deinen Weg alles Gute ♥
      Christine

  4. Birgit sagt:

    Hallo Christine,

    es ist nur ein Gefühl aber zwischen den Zeilen lese ich, dass Du unglaublich hart und mit ständiger Kritik mit Dir selbst ins Gericht gehst. Was grosse Schuldgefühle erzeugt und ein Gefühl von Unzulänglichkeit und ein Gefühl des Nie-nie-gut-genug-seins. Ich denke Du verlangst viel zuviel von Dir selbst als Mutter und verstehe nicht, was das mit „Muttergefühlen“ zu tun hat. Du tust Dein Bestes aber für Dich ist Dein Bestes nicht gut genug. Der innere Kritiker irgendwie übermächtig. Ich denke, Du solltest stolz auf Dich sein, dass Du den Tag mit Deinem Kind gut ausgehalten hast und ihm die beste Mutter warst, die Du sein konntest. Dafür kannst Du Dich auch abends zu Recht und ohne Schuldgefühle auf dem Sofa ausruhen und den Papa mal machen lassen. Du hast Dir das redlich verdient, Du solltest mit Dir selbst anders reden. Mehr so wie: „Ich bin stolz auf Dich Christine, wie Du diesen Tag heute wieder gut gewuppt hast auch wenn dich x oder y total genervt hat; auf jeden Fall viel besser als gestern. Jetzt ist Zeit für Ruhe und der Papa ist dran“. Wenn man als Mutter müde ist, dann muss man sich ausruhen und zurückziehen. Man kann erst wieder geben, wenn man mit Energie und Kraft aufgetankt ist. Diese Grenzen sollte man als Mutter erkennen und ziehen und verteidigen und sich keine Schuldgefühle machen / machen lassen. Sorry, ist etwas direkt mit der Holzhammer Methode aber ich bin Orion Sternensaat ;-)

    1. Christine sagt:

      Ich verstehe was du meinst, liebe Brigit.
      Tatsächlich ist es auch für mich schwierig, mir selbst zu jeder Zeit gut zuzureden. Vor allem in Momenten wie diesen, in denen ich vom Gefühl her mehr möchte, als ich derzeit kann. Der Artikel war ein Ausdruck meines Schmerzes, als ich meinem Kind keinen Trost schenken konnte, obwohl es ihn so nötig hatte. Das ist ja nicht das erste Mal, dass meine eigenen Ängste mich daran hindern. Für mich hat das in dem Moment dann nichts damit zu tun, dass mein Tag schon lang war und der Vater gerne mal übernehmen kann, das ist für mich in dem Moment zweitrangig, weil es bei mir nichts mit der Uhrzeit zu tun hat, das hätte mir auch zu einem Zeitpunkt passieren können, wenn meine Akkus noch aufgeladen gewesen wären. Ich möchte meine Kinder gerne trösten und beschützen, wenn sie mit ihren größten Ängsten zu mir kommen, egal wann. Und sie nicht auf halbem Weg zu mir stoppen, indem ich mit ausgestrecktem Zeigefinger auf meinen Mann zeige und sage: „Geh mal damit zu Papa, der übernimmt jetzt!“ Da möchte ich noch einen leichteren Zugang zu mir selbst finden, deshalb hat das für mich viel mit blockierten Muttergefühlen zu tun, wenn ich sie nicht aussenden/anwenden kann.

      Ich danke dir trotzdem für deine Erinnerungen, was ich schon alles geschafft bekomme. Tatsächlich kann ich mir das Gott sei Dank schon oft genug sagen, aber in diesem Moment überwog einfach der Schmerz. Und ich finde, der darf auch sein (ohne dich kritisieren zu wollen!)! Ein positiver Ansatz ist richtig und wichtig, dass wir nicht nur auf das gucken was noch nicht gut läuft (denn dann kommen wir ganz schnell wieder in einen Perfektionismus, wo wir ja auch nicht (wieder) hinwollen). Und dennoch dürfen wir auch den Schmerz zulassen und den momentanen Zustand betrauern (bedauern wäre in dem Fall auch ein passendes Wort, denn es trifft wieder mein Blogthema). Ich glaube das ist auch sehr essentiell, um als erstes an unser Gefühl heranzukommen. Um zu merken: Ich fühle mich schlecht damit und möchte es ändern. Damit ich meinen Mann nicht immer an den Stellen vorschieben muss, an denen ich mich nicht mit meinen Gefühlen auseinandersetzen möchte (auch, wenn ich natürlich grundsätzlich nicht alles im Alltag alleine stemmen muss). Das war jetzt etwas tiefgehender, ich hoffe du verstehst was ich meine?

  5. Birgit sagt:

    Ja, das kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Auch ich wünschte mir manchmal, ich wäre eine andere Mutter mit mehr „Muttergefühlen“ und mehr für meine Kinder da, aber ehrlich gesagt immer seltener. Ich denke, das kommt mit der Selbstannahme und dem Selbstmitleid, Selbstliebe und der Freundschaft mit sich selbst. Du hast ja in Dir selbst auch ein kleines Mädchen, das Du ständig forderst und kritisierst und das ganz verschüchtert in der Ecke sitzt weil es sich nie gut genug fühlt, nie die Super Duper Mutter die Du Dir wünschst. Kein Wunder, kann es nicht mehr lachen und fühlt sich schlecht. Diesem Mädchen muss man auch eine gute Mutter sein; nachsichtig und liebend, verzeihend. Wenn ein Super Duper Papa da ist (wie in Deinem Fall), dann muss die Mutter auch weniger Supermami-mässig sein und die Kinder wachsen trotzdem glücklich und gesund auf. Hier ein sehr guter Ratgeber, wie man den inneren Kritiker abstellen kann und weniger Schuldgefühle, Selbstzerfleischung erfahren muss.
    Ich will Dich nicht kritisieren, nur wegführen von diesem „Ich bin zuwenig“, „Ich bin nicht richtig so wie ich bin“, „Ich hätte, ich sollte, ich müsste“, „Wenn ich so und so bin, erst dann bin ich richtig“. Ich denke, Du bist ein tolle Mutter und machst Dein Bestes für Deine Kinder und es fehlt ihnen an gar nichts. Ein Kind muss auch lernen allein Strategien zu entwickeln, um mit der Angst umgehen zu können. Zuviel Betuddelung und Kümmern kann auch kontraproduktiv sein.

    1. Christine sagt:

      Also ich glaube es gibt nochmal einen Unterschied zwischen Bedauern einer Situation und Selbstzerfleischung (bzw. verurteilende Selbstkritik). Deiner Aussage, dass es meinen Kindern an nichts fehlt, kann ich insofern nicht zustimmen, da ich heute noch die Auswirkungen davon spüre, dass sie in den ersten Lebensjahren nicht genug bedingungslose (Mutter-)Liebe erfahren haben. Und da möchte ich eben gerne noch offener werden und (auch, wenn die Wortwahl etwas irreführend und negativ klingt) „an mir arbeiten“. In meinem beschriebenen Fall wäre es nicht gut gewesen, meinen Sohn alleine mit seinen Ängsten zu lassen. Das hat für mich nichts von zu viel Betüddelung zu tun, sondern von ihm das Gefühl zu geben, nicht alleine dadurch zu müssen (weil er eben früher schon oft alleine Ängste durchstehen musste und daraus nie lernen konnte, zukünftig sicher alleine durch Ängste zu gehen, eben weil er vorher nicht die sichere Begleitung hatte. Sonst hätte er das an jenem Abend vielleicht schon ohne uns Eltern geschafft).

      P.S. Was mich an deinem verlinkten Buchtipp negativ berührt ist der Ansatz, seinen inneren Kritiker „zähmen und bezwingen“ zu sollen. Ich empfinde das als eine weitere Art des inneren Kampfes und kontraproduktiv bei der Selbstannahme. Ich würde eher freundschaftlich mit dem inneren Kritiker umgehen wollen. Distanz zu ihm aufbauen: Ja – Ihn bekämpfen wollen: Nein. Aber vielleicht ist das auch Typsache.

  6. Mitleserin sagt:

    Liebe Christine, ich möchte dir nochmal schreiben, weil dein Blog für mich zu einer Art Anker geworden ist in den letzten Monaten. Ich verstehe, was du sagen willst, wenn du einerseits das Bedauern über die Vergangenheit hervorhebst und andererseits die Hoffnung für die Zukunft nicht aufgeben willst. Dass das ein Kampf ist- auch mit Vorwürfen an sich selbst- merke ich auch stark. Immer wieder kommt der Wunsch hoch, dass ich nach der Geburt meines Sohnes so vieles anders hätte machen müssen. Denn ich sehe, dass die Bindung gelitten hat, er fremdelt zum Beispiel nicht, schaut oft an mir vorbei, als würde er spüren, dass ich ihn nicht bedingungslos aushalten kann. Ich schwanke zwischen dem Wunsch nach mehr Fürsorge und meiner emotionalen Überforderung ständig hin und her. An schlechten Tagen denke ich, dass ich es nicht anders verdient habe. Ich weiß aber auch: Es ist so nicht wahr. Auch wenn es nicht toll war, habe ich doch in vielen Situationen mein Bestes getan. Ich denke, das trifft auch auf dich zu. Es war dein Bestes und wenn es nicht mehr gab, war mehr nicht möglich. Zwischen deinen Zeilen lese ich so viel Liebe für deine Kinder heraus, das meine ich ernst. Ich finde deine Leistung beachtlich. Eine Depression sucht man sich nicht aus und du hast auch so vieles richtig gemacht.
    Alles Liebe für euch

    1. Birgit sagt:

      Liebe Mitleserin, ich will Dich nicht angreifen. Aber kann es sein, dass Du Deinen eigenen Ängste und Zweifel auf Dein Kind projizierst indem Du behauptest, weil es nicht fremdelt, dass Eure Beziehung/Bindung schlecht ist? Sei froh, dass Dein Kind nicht fremdelt und ziemlich stark im Leben zu sein scheint. Meine Kinder haben furchtbar gefremdelt und an mir geklebt und ich empfand das gar nicht schön sondern eher erdrückend. Ich hätte gerne so ein Kind wie Deines gehabt, dass mutig und stark im Leben steht und sich furchtlos dem Leben stellt. Vielleicht ist alles gar nicht so negativ und schlimm, wie Du es aus Deiner Warte aus siehst. Vielleicht empfindet Dein Kind es ganz anders? Nur so Gedanken….

  7. Mitleserin sagt:

    Hallo Birgit, ich glaube, da mache ich mir schon berechtigte Gedanken. Fremdeln scheint nach Forschungsmeinung ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt zu sein und ich kann zwar verstehen, dass dich das Fremdeln deiner Kinder gestört hat, aber momentan würde ich mir das so sehr wünschen, dass mein Kind mir genau das Verhalten zeigt, einfach weil ich mir Sorgen mache, dass durch meine Depression nicht genug Vertrauen bei meinem Sohn entstanden ist und er nicht weiß, dass er zu uns gehört. Ich bin deswegen sehr besorgt und freue mich kein bisschen. Und solche Aussagen beruhigen mich überhaupt nicht. Im Gegenteil.
    Viele Grüße

    1. Mitleserin sagt:

      Hallo Birgit, ich möchte mich noch einmal kurz melden. Du hast es gut gemeint und ich habe dich ganz schön abgebügelt mit meinem Beitrag. Das tut mir leid!
      Ich merke wieder einmal, dass diese negativen Gedanken der Depression süchtig machen können und Positives dann von mir nicht mehr adäquat gewertet wird, sondern ich es sogar als Angriff verstehe, so nach dem Motto: Andere haben leicht reden.
      In leichteren Momenten erkenne ich den Irrtum in meinem Denken.
      Deshalb entschuldige bitte meine unsensible Reaktion!

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