Gesellschaft

Lieblingsmensch

Premium-Blogbeitrag

Kennst du den gleichnamigen Song von Namika? Wenn ich dir sage, dass mein Lieblingsmensch mein Mann ist, wirst du im ersten Moment vielleicht lächeln. Solange man kinderlos oder frisch verliebt ist, scheint es das natürlichste auf der Welt zu sein, den Partner als Lieblingsmenschen zu bezeichnen. Ich bin aber nicht kinderlos und auch nicht frisch verliebt. Ich bin seit fast acht Jahren verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Und nach wie vor ist mein Mann meine Nummer eins, nicht meine Kinder. Lächelst du immer noch verständnisvoll?

Lebensfragen

Vom Hobby zur Berufung: Mein neuer Job im Pusteblumengarten

Als ich das erste Mal darüber nachdachte, einen Blog zu gründen, befand ich mich in der wohl schwersten Krise meines Lebens. Mein Jüngster war gerade ein halbes Jahr alt und zu seinem Bruder hatte ich immer noch keine gesunde Mutter-Kind-Bindung aufbauen können. Mein Wunschleben als Mutter hatte sich als mein persönlicher Albtraum entpuppt, schwere Monate einer postpartalen Depression gepaart mit der täglich einhergehenden Sehnsucht, die Familie, und somit mein gefühltes Gefängnis, zu verlassen.

Lebensfragen

Aushalten der Mutterrolle – Wie dieser Zustand den Kontakt zu mir und meinen Kindern verbaut

„Denkt bitte ans Händewaschen, wir haben doch gerade gegessen!“ Augenrollend rief ich meinen Kindern hinterher, während diese genauso augenrollend auf dem Treppenabsatz kehrt machten und noch einmal genervt nach unten polterten, um ihrer Pflicht im Badezimmer nachzugehen. Und einmal mehr wünschte ich mir die Knopfleiste aus Stefan Raabs „TV Total“-Sendung herbei, auf der man verschiedene Sätze speichern und im passenden Moment per Knopfdruck wieder freigeben konnte. Jede kleine Regel, egal, ob es sich ums Händewaschen nach dem Essen, um das Abtreten der dreckigen Schuhe auf der Fußmatte vor Betreten des Hauses oder um sonst was handelte, hätte einen Platz auf dem Speichermedium verdient. Denn ich war es leid, auch nach acht Jahren meines Mutterseins gefühlte hundert Mal am Tag immer und immer wieder die gleichen Regeln auszusprechen. Ich drückte den (bislang leider nur imaginär vorhandenen) dritten Button von links und meine beiden Jungs bekamen noch die nächste wertvolle Info zugerufen: „Und bitte die Seife nicht vergessen!“ Danach legte sich mein Zeigefinger auf den größten Knopf von allen und ich hörte erneut meine eigene Stimme, diesmal leiser und resigniert: „Wie lange muss ich das eigentlich noch aushalten?“

Lebensfragen

Von der Wichtigkeit des Inneren Erwachsenen für die Mutterrolle

Nachdem ich herausgefunden hatte, wie wichtig die Arbeit mit meinem inneren Kind für meine eigene Bedürfniserfüllung und somit für mehr Wohlbefinden ist, merkte ich gleichzeitig, dass da noch ein entscheidendes Element fehlte auf dem Weg meiner persönlichen Heilung von alten Wunden aus der Kindheit hin zu einer glückliche(re)n Frau, vor allem aber auch zu mir als Mutter. Diese Komponente ist ebenfalls ein innerer Teil von uns, wird in der Literatur und psychologischen Arbeit jedoch leider noch stark vernachlässigt: Es ist der innere Erwachsene (bzw. in unserem weiblichen Fall die innere Erwachsene). Aus meinem heutigen Verständnis heraus behaupte ich: Ohne die Entwicklung unserer inneren Erwachsenen können wir unseren leiblichen Kindern keine wahrhaftige Mutter sein!

Im Dialog

Premiere vom Mütterfrühstück: So war es und so geht es weiter

Kann ein Treffen unter Frauen, die sich mit dem gemeinsamen Nenner, oft Schwierigkeiten mit der eigenen Mutterrolle zu haben, zusammenfinden, lustig sein? Passt das überhaupt zusammen: Regretting Motherhood und Spaß? Oder kullern da eher Tränen der Verzweiflung in den O-Saft, nachdem sich alle reihum über ihren anstrengenden Nachwuchs ausgelassen haben? Ich kann die Frage nun beantworten, denn heute fand das erste Mütterfrühstück von Pusteblumen für Mama statt.

Lebensfragen

Hochsensibilität und fehlende Mutterliebe als Folge von Entwicklungstrauma? Mein persönlicher Weg zu mehr Muttergefühl

Ich schließe die Augen und stehe an einem einsamen Strandabschnitt. Vor mir die endlose Weite zwischen Himmel und Ozean, weicher Sand befindet sich unter meinen Füßen. Ich breite die Arme zur Seite aus, spüre, wie der Wind sie leicht nach hinten drückt. Ein tiefer Atemzug und ich fühle mich frei. So frei wie seit langem nicht mehr. Das Leben hat mir einen tiefen Blick in meine eigene Seele geschenkt und mir die Augen für eine Wahrheit geöffnet, die nur ich zu verstehen vermag. Denn es ist mein Leben. Meine Geschichte. Meine Vergangenheit.

Lebensfragen

Wie es sich anfühlt, wenn Mama ihr Kind nach der Geburt nicht lieben kann

Du bist wach, aber eigentlich hoffst du, dass du schläfst. Dass alles nur ein Traum ist, ein wahrhaft schlimmer Albtraum. Du bist nun Mutter. Der Zustand, den du dir so herbeigesehnt hast. Was du nicht wolltest ist die Kälte, die dein Herz nun umgibt. Du siehst dieses Kind vor dir liegen, dein eigen Fleisch und Blut. Aber es fühlt sich nicht so an. Das Kind ist dir fremd, so fremd.

Lebensfragen

„Genieße die Zeit, solange die Kinder noch klein sind!“ Was, wenn das nicht einfach geht?

Die letzten zwei Wochen der Sommerferien waren für mich der absolute Katastrophenzustand. Nachdem ich die ersten vier Wochen tatsächlich als Herrin meiner Lage mit zwei Kindern von morgens bis abends um mich herum über die Bühne gebracht hatte (frag mich nicht, wie ich das hinbekommen habe!), schwanden nun von Heute auf Morgen meine Kräfte. Der Umzug hatte uns viel abverlangt, der Mann musste wieder arbeiten und die Kindergarten- bzw. inzwischen Schulferien der Kinder taten ihresgleichen dazu. Nun war ich am absoluten Nullpunkt angekommen. Mama-Burnout. Mein Körper signalisierte mir mit Übelkeit und stechenden Schmerzen in Bauch und Rücken, dass es Zeit für mehr Ruhepausen war und in meiner Not kontaktierte ich schon wieder Mutter und Schwiegermutter, obwohl beide uns erst zwei Tage zuvor ein verlängertes, kinderfreies Wochenende ermöglicht hatten. Gott sei Dank nahmen sie mir nochmal für ein paar Tage die Kinder ab. Ein größeres Geschenk hätten sie mir in dem Moment nicht machen können. Und dann erreichte mich von irgendwo aus dem Hinterstübchen wieder dieser Satz: „Genieße die Zeit, solange die Kinder noch klein sind – sie werden so schnell groß!“

Im Dialog

Was bedeutet für dich Regretting Motherhood? Mein persönliches Interview für MitOhneMaske

Was bedeutet für dich “Regretting Motherhood”? Redest du in deiner Familie offen über deine Gefühle und Probleme und falls ja, wie reagiert dein Umfeld? Wie gehst du damit um, wenn Menschen sagen, dass du es ja selbst gewählt hast, Mutter zu sein und dich nun nicht beschweren sollst? Diese und zehn weitere Fragen über mich und zum Thema „Mutterrolle bereuen“ beantworte ich dem Team von „MitOhneMaske“.