Über mich

Willkommen auf meinem Blog!

Mein Name ist Christine, ich bin 38 Jahre alt, Mutter von zwei Söhnen (10 und 9) und auf dem Weg zu mehr Mütterlichkeit.

Ich bin keine Therapeutin, keine Heilpraktikerin für Psychotherapie, keine studierte Psychologin. Ich bin nur eine Mutter, die bereits die gesamte Gefühlspalette ihren Kindern sowie ihrer Mutterrolle gegenüber durchlebt hat und nun all die Mütter begleitet, die ebenfalls unter ihren ambivalenten Gefühlen leiden.

Nicht wegen jahrelang studierter Bücher und Theorien, sondern aufgrund meiner eigenen durchlebten Erfahrungen bin ich hier auf meinem Blog und mit meiner geschützten Mütter-Community, dem Pusteblumengarten, für all die Mütter da, die sich in ihrer Mutterrolle eingeengt fühlen und sich dafür schämen. Mütter, die ihre Kinder lieben, aber Angst haben, ihnen keine gute Mutter zu sein, weil ihre Sehnsucht nach Ruhe, Alleinsein und Selbstbestimmtheit so groß ist.

Als ich vor über zehn Jahren das erste Mal Mutter wurde, fühlte sich die Mutterrolle an wie ein Käfig, in den ich eingesperrt war. Mutter zu sein nahm mir regelrecht die Luft zum Atmen.

„Warum bist du dann Mutter geworden?“

könntest du dich fragen. Ich will es dir sagen: Weil ich Mutter werden wollte. Weil ich glaubte, Kinder aufwachsen zu sehen, wäre die Erfüllung meines Lebens. Weil ich damals noch nichts von meiner Hochsensibilität wusste und auch nicht, wie sehr meine eigene Kindheit meine Bedürfnisse und Sehnsüchte beeinflussen würde. Dass ich selbst mit zu wenig Mütterlichkeit und Geborgenheit aufgewachsen bin (Stichwort Entwicklungstrauma), wurde mir erst bewusst, als ich schon lange zweifache Mutter war.

Mutter von zwei Kindern zu werden war mein großer Wunsch. Umso mehr brach meine Welt zusammen, als ich nach der ersten Geburt keinen emotionalen Zugang zu meinem Sohn hatte und zusätzlich das Muttersein als Gefängnis empfand. Trotzdem freuten wir uns, als Wunschkind Nummer Zwei sich auf den Weg machte. Irgendwann, so meine Hoffnung, würde sich alles zum Guten wenden und ich das Muttersein genießen können.

Um die Bindung zu meinem Ältesten zu festigen und einen Weg aus meiner hoffnungslosen Lage zu finden, suchte ich eine Psychologin auf. Ich verließ sie schnell wieder, nachdem sie mir riet, die Situation zu akzeptieren, dass ich wohl nie eine gute Beziehung zu meinem Sohn haben würde. Nein, das wollte ich auf keinen Fall akzeptieren! Kämpfen wollte ich, für mich und meinen Sohn! Irgendwo war die Liebe zu ihm vorhanden, das spürte ich. Immerhin waren wir beide während der Schwangerschaft wie eine Einheit gewesen, das ungeborene Kind gewünscht und geliebt.

Erst einige Zeit später bei einer anderen Therapeutin fand ich ganz langsam wieder den Weg zu mir und somit auch emotional Zugang zu meinem Erstgeborenen.

Und trotzdem ist das Muttersein keine Erfüllung für mich.

Ich bin nicht die geborene Mutter. Permanent Ansprechpartner, Organisator und Spielkamerad zu sein, erfüllt mich einfach nicht, obwohl ich das zu kinderlosen Zeiten hoffte. Von heute auf Morgen vierundzwanzig Stunden am Stück für ein kleines Wesen verantwortlich zu sein, gebunden an eine Rolle, die ich so manches Mal gerne abgelegt hätte, um meine eigenen Bedürfnisse nach Ruhe und Alleinsein erfüllen zu können, all das machte es mir von Anfang an schwer, die neue Rolle meines Lebens als pures Glück zu empfinden.

Nach über sieben Jahren Muttersein hörte ich endlich auf, gegen meine Gefühle anzukämpfen. Ich habe akzeptiert, dass ich eher Zeit für mich alleine bevorzuge, als das Zusammensein mit meinen Kindern.

Seit dieser Erkenntnis kann ich auch die Mutterrolle besser annehmen. Nicht weil Jemand gesagt hat, ich solle doch endlich das Muttersein genießen. Sondern, weil ich mir eingestehen konnte, dass ich es oft genug nicht genießen kann. Ich weiß, dass der Schlüssel zu mehr Mütterlichkeit in mir selbst liegt, verdeckt unter verletzten Anteilen.

Ich habe verstanden, dass Veränderung nur stattfinden kann, wenn man die jetzigen Tatsachen annimmt. Man muss sie nicht gutheißen, aber akzeptieren. Heute ahne ich, dass meine erste Psychologin mir genau das vermitteln wollte, als sie mir riet, meine emotional instabile Beziehung zu meinem Sohn zu akzeptieren.

Es war ein langer Weg von der Geburt meines Erstgeborenen bis hin zur Annahme meiner Mutterrolle. Und dennoch ist mein Wohlfühlen als Mutter kein statischer Zustand. Durch die Trauma-Arbeit, bzw. die Beschäftigung mit meiner eigenen Kindheits-Geschichte, habe ich begriffen, dass es Gründe dafür gibt, wenn meine Muttergefühle manchmal blockiert sind oder ich das Muttersein wie einen Dauereinsatz bei der Feuerwehr empfinde.

So manches Mal fragte ich mich schon: Lohnt sich das Ganze überhaupt, wenn sich die Vergangenheit eh nicht ändern lässt?

Heute, nach über zehn Jahren Muttersein weiß ich, dass der lange Weg sich lohnt!

Es passieren so viele positive Entwicklungen bei meinen Söhnen und innerhalb unserer Mutter-Sohn-Beziehung, die ohne kontinuierliches Dranbleiben und mitfühlenden Blick (auch auf mich selbst!) sicherlich nicht möglich gewesen wären!

Und ich glaube, Mitgefühl für uns selbst aufzubringen, ist das beste, was wir unseren Kindern vorleben können. Ob wir nun traumatisiert, hochsensibel oder einfach „nur“ Mutter sind.

Warum es diesen Blog gibt

Auf meinem Blog schreibe ich für all die Frauen, die Schwierigkeiten mit ihrem Muttersein haben.

Mamasein ist kein Wettbewerb. Jede Mutter hat andere Vorstellungen, Vorlieben, Emotionen und ihre individuelle Biographie.

Und dennoch eint uns alle, dass wir unsere Kinder gut aufwachsen sehen wollen, auf dass sie zu glücklichen Menschen heranwachsen (Klicke hier, wenn du dir dennoch Sorgen um meine Kinder machst).

Mit meinem Blog möchte ich anderen Müttern Mut machen, die in einer ähnlichen Situation stecken und denken, sie wären verkehrt. Veränderung kann nur stattfinden, wenn wir uns genauso akzeptieren, wie wir sind: Mit all unseren Schwächen, Gefühlen und Bedürfnissen, wo auch immer sie herkommen mögen. Niemand hat Schuld daran, alles hat seinen Grund und seine Daseinsberechtigung.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Mütter, die, warum auch immer, nicht in ihrem Muttersein aufgehen, sich keine Maske aufsetzen müssen, weil sie sich für ihre Gefühle schämen. Ich wünsche mir, dass unsere Gesellschaft diese Mütter nicht verurteilt und diskriminiert, sondern akzeptiert und wohlwollend unterstützt.

Ich glaube, wir haben noch einen langen Weg vor uns.

Liebe Christine! Deine Arbeit ist von unbezahlbarem Wert! Von Herzen ein grosses Dankeschön an dich! Ich werde weiter mit dir durch deinen Blog verbunden sein. Ich wünsche es dir und allen, die mit dir verbunden sind, dass wir an den Kern unserer Erschütterungen heran kommen dürfen und dadurch wieder neues, gesundes Leben in uns hinein fliessen kann.

– Stephanie, Blogleserin

Was ich für dich tun kann:

Mit meiner Mütter-Community, dem Pusteblumengarten, möchte ich betroffenen Müttern einen virtuellen Raum bieten, mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen, ohne für ihre Gefühle und Gedanken verurteilt zu werden. Auch auf meiner Kontaktpinnwand für Mütter findest du viele Frauen ganz in deiner Nähe, die mit dem Gefühl von Regretting Motherhood leben müssen oder unter postpartalen Depressionen litten. In meinem Newsletter, der Pusteblumenpost, erhältst du viele Ideen für deine nächste Me-Time und Impulse zur Selbstreflexion.

Hast du noch Fragen zu meiner Person? Hier beantworte ich dir gleich 1000 Stück davon!