Im Dialog

„Ich mache mir Sorgen um deine Kinder!“

Heute möchte ich mal wieder auf Fragen bzw. Anmerkungen von Leserinnen eingehen. Da ich einen Blog für hochsensible, freiheitsliebende Mütter schreibe, ist es nur verständlich, dass auch kritische oder gar besorgte Stimmen von außen auf mich zukommen, die mich oder meinen Blog noch nicht lange genug kennen, was sehr einleuchtend ist, wer hat schon Zeit, alle bisherigen 344 (Wahnsinn, ich kann es selbst kaum glauben!) Beiträge durchzulesen oder die 1000 Fragen an meine Person? Und selbst alle zusammengefassten Gedanken würden wahrscheinlich immer noch Fragen offenlassen. Daher hier ein kleiner Versuch, mich und meine Situation noch ein bisschen genauer zu erklären. Manch einer könnte meinen, ich wolle mich damit rechtfertigen. Vielleicht ist der Impuls in mir sogar vorhanden. Der Grat zwischen Rechtfertigen und Erklären ist sehr schmal, vor allem bei so einem gesellschaftlichen Tabu-Thema wie „Regretting Motherhood“.

„Liebst du deine Kinder überhaupt?“

Ich gebe zu, es ist tatsächlich als Außenstehende(r) schwer zu verstehen, dass man auf der einen Seite Schwierigkeiten mit der Mutterrolle hat (sie im Extremfall vielleicht sogar bereut) und dennoch seine Kinder lieben kann. Ich gehe sogar so weit, dass man das nur nachempfinden (und dann gänzlich verstehen) kann, wenn man selbst in dieser verzwickten Situation steckt bzw. sie mal zeitweise durchgemacht hat. Ich selbst hätte früher zu kinderlosen Zeiten Mütter, die so negativ von der Mutterrolle sprechen, gleichzeitig aber betonen, dass sie ihre Kinder eben nicht bereuen, als verklärt abgestempelt. Als wollten sie sich und anderen etwas schönreden. Und doch gibt es diesen Unterschied, auch wenn er sehr schmalspurig ist und man wirklich genau hinschauen (besser noch -fühlen) muss.

„Entschuldige bitte, aber ich habe kein Verständnis für Mütter, die ihre Mutterrolle (und damit ihre natürliche Rolle des Lebens) bereuen.“

Eine Mutter, die ihre Mutterrolle bereut, ist keine Frau, die sich damit brüstet und nur auf Aufmerksamkeit aus ist. Diese Mütter sind absolut verzweifelt, weil sie sich ihr Leben mit Kindern gewünscht und vor allem ganz anders vorgestellt haben. Manchmal findet sich die Ursache, keinen (oder nur einen eingeschränkten) Zugang zur Mutterrolle zu haben in den Erfahrungen, die man selbst in der Kindheit gemacht hat.

Zum anderen wird die Rolle der Mutter aber auch dermaßen von der Gesellschaft glorifiziert, dass die Frauen viel zu hohe Ansprüche an sich selbst haben und meinen, in der Erziehung und der Bindung zu den Kindern alleine verantwortlich sein zu müssen und dann an einem unnötigen Perfektionismus scheitern. Manch Kinderlose traut sich nicht einmal, sich einzugestehen, dass sie einfach nur Frau sein will und vielleicht lieber eine andere „Rolle des Lebens“ (z.B. im Beruf) ausfüllen möchte. Männern wird der Wunsch nach einem kinderlosen Leben ganz selbstverständlich gestattet. Wenn sie dann Schwierigkeiten mit ihrer Vaterrolle haben, wird ihnen das auch (noch!) zugestanden. Als ob die Väterlichkeit weniger Wert für das seelische Gleichgewicht der Kinder hätte!

Ich finde es wichtig, den bereuenden Müttern ihre Gefühle zuzugestehen und ihnen vor allem viel Mitgefühl entgegenzubringen. Ausgrenzung und Verachtung bewirken keine Heilung, sondern eine nächste depressive Generation.

„Ich mache mir Sorgen um deine Kinder!“

„Deine Kinder tun mir echt leid!“

Ja, mir tun meine Kinder selbst auch leid. Obwohl ich sie selbst nicht bedaure, sondern nur die 24h-Mutterrolle, spüren sie ja dennoch keine absolute Leichtigkeit von ihrer Mama. Oft genug schwingt Anspannung oder Gereiztheit mit, auch, wenn diese nur sekundär mit ihrer Anwesenheit zu tun hat. Ich bin fest davon überzeugt, dass neben meiner Hochsensibilität und meinem introvertierten Temperament auch meine negativen Erfahrungen in der Kindheit nun mein Empfinden der Mutterrolle gegenüber prägen.

Aufgrund dessen tun mir nicht nur meine Kinder leid, sondern auch die Kinder meiner Eltern, die Kinder meiner Großeltern, usw. Was ich damit sagen will ist, dass oft ein Mehr-Generationen-Problem dahintersteckt, von dem viele (so wie ich) betroffen sind. Ablehnung oder Unsicherheiten der eigenen Eltern, (viel zu hohe) moralische Ansprüche der Kirche und Gesellschaft, und und und. Aber, und das finde ich ganz wichtig: Niemand hat Schuld; Erlebtes sowie innere Glaubenssätze werden oft ungewollt (manchmal sogar ungefiltert) weitergegeben!

„Hättest du dir nicht vorher überlegen können, was es heißt, Kinder zu haben?“

Diese Frage beantworte ich dir im gleichnamigen Blogbeitrag.

„Warum schreibst du denn so wenig über die schönen Alltags-Momente mit deinen Kindern? Ich habe das Gefühl, dass sie dir nur auf die Nerven gehen und es nichts Schönes zu berichten gibt.“

Das liegt hauptsächlich daran, dass die einzelnen, alltäglichen kleinen Momente, die ich mit den Kindern genieße, keinen eigenen Beitrag füllen würden. „Das entspannte Familien-Frühstück heute Morgen“ oder „Wie mich mein Sohn heute zum Lachen brachte“ wären ehrlich gesagt auch keine Artikel, die ich auf anderen Blogs anklicken würde (sorry, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden). Außerdem liegt der Fokus meines Blogs nun mal auf den eher schwierigen Situationen des Mama-Alltags, eben dort, wo Muttersein nicht immer einfach ist.

„Denkst du eigentlich auch mal an deine Kinder? Was sie durchmachen?“

Möglicherweise fällt es dir schwer, das zu glauben, aber ich denke ständig an meine Söhne und ihre Zukunft, weil ich (wie jede Mutter übrigens, egal ob sie die Mutterrolle bereut oder nicht) nur das Beste für die Kinder will. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, tun mir meine Söhne selbst leid, dass sie unter einer Mutter aufwachsen, die ihnen nicht den ganzen Tag mit mütterlicher Euphorie entgegenspringt, sondern sehr oft an ihre Grenzen kommt und auch nach sieben Jahren noch immer in die Mutterrolle hineinwachsen muss.

„Tust du eigentlich auch was gegen deine Situation oder willst du mit deinem Blog nur Mitleid erregen?“

Ich kann verstehen, wenn der Eindruck entsteht, ich würde in jedem meiner Beiträge nur über meine Situation schimpfen und nicht aktiv werden. Hier muss vielleicht differenziert werden:

Meine Gefühle sind da, an denen kann ich nicht arbeiten, zumindest kann ich keine Wut wegzaubern oder die Freude am Muttersein wie eine Lampe anknipsen. Was ich aber sehr wohl kann, ist, Wege einzuschlagen, um an mir, meiner derzeitigen Situation und meiner vergangenen Kindheitsgeschichte zu arbeiten, Strategien meiner Therapeutin umzusetzen und meinen Bedürfnissen nachzugehen. Dies ist absolut notwendig, um Zugang zu meinen eigenen Gefühlen zu bekommen und im nächsten Schritt auch mütterlich auf meine Kinder zugehen zu können. Das passiert allerdings nicht von heute auf morgen, das weiß jeder, der schon einmal eine Therapie gemacht hat. Es braucht seine Zeit, die eigene Kindheit aufzuarbeiten (und nebenbei noch im Hier und Jetzt zu funktionieren und immer wieder aktuelle Probleme zu lösen) und der Weg geht auch meist nicht geradlinig, sondern beinhaltet Rückschritte oder neue Wendungen.

„Ich mache mir Sorgen um deine Kinder!“Ich für mich persönlich kann nichts an meinen Gefühlen und Bedürfnissen ändern, aber ich kann sie akzeptieren und versuchen, mir trotzdem Liebe und Verständnis entgegenzubringen. Mir und meinen Kindern. Der Rest wird sich dann fügen.

Im Übrigen möchte ich kein Mitleid erregen, sondern wenn, dann Mitgefühl. Das bedeutet nicht, dass Jeder Verständnis für mich aufbringen soll. Mitgefühl kann sich auch in Form von Bedauern, trotz Unverständnis, äußern.

„Und dennoch mache ich mir Sorgen um deine Kinder! Was tust du für sie?“

Weil ich so empfindlich bin und ihnen in manchen Situationen nur einschränkend das geben kann, was ich ihnen eigentlich im größeren Ausmaß geben würde? Ich verstehe deinen ersten Impuls, der leicht über meinen Blog entsteht, meine Kinder könnten besonders leiden. Aber: Nur, weil ich auf meinem Blog hauptsächlich über mich und meine schweren Stunden berichte, heißt das noch lange nicht, dass zuhause und um sie herum nichts Wohlwollendes geschieht:

Bei uns im Haus lebt noch der sehr fürsorgliche Kinds-Vater, wir erfahren liebevolle Unterstützung von Freunden und Familie und die Kinder gehen in die auf ihre Bedürfnisse abgestimmten, besten Kindergärten. Für die neuen Kindergärten sind wir vor unserem Umzug für einen Tag die 300 km zu unserem neuen Wohnort gefahren, nur, um zu gucken, welche der Einrichtungen geeignet für unsere Söhne sind. Sowas erwähne ich sonst tatsächlich nicht in meinem Blog, eben, weil ich mich nicht rechtfertigen will und sie auch nicht Thema meines Blogs sind. Ich bin im alten Kindergarten für ein halbes Jahr (mit viel Unterstützung) für meinen Ältesten aus Liebe zu ihm den Weg der Eigenbetreuung gegangen, obwohl es für mich sehr schwer war. Aufgrund meiner postpartalen Depression nach der ersten Geburt lassen wir unseren Maxi in regelmäßigen Abständen psychologisch untersuchen (in der Hinsicht sind wir auch ständig im Austausch mit seinen ErzieherInnen) und ermöglichen ihm passende (auch privat finanzierte) Therapieangebote. Ich koche den beiden gesunde Mahlzeiten, unterstütze sie in ihren Interessen, lobe sie viel und gerne und tröste sie, wenn sie traurig sind.

Solltest du noch weitere Fragen haben, schau doch mal unter dem Schlagwort „Leserfragen“ nach; vielleicht werden sie dort beantwortet. Ansonsten schreib mir gerne!

31 Gedanken zu „„Ich mache mir Sorgen um deine Kinder!““

  1. Birgit sagt:

    Es ist schade, wie sich Mütter oft gegenseitig zerfleischen in Bezug auf Ansichten zur Kindererziehung, wie eine Mutter zu sein hat, was sie zu tun oder zu lassen hat oder sich im Kontest befinden „wer ist die beste Mutter im ganzen Land?“ Wir sind alle nur mittelmässige Mütter mit Ecken und Kanten so wie halt Menschen sind, die trotzdem versuchen, das Beste aus der Situation zu machen; dessen sollten wir uns einfach bewusst sein. Es sollte mehr Solidarität unter Müttern herrschen und mehr das Motto: Leben und leben lassen. Männer bekommen das irgendwie besser hin, wohl auch der Grund, warum ich mich mit Männern besser verstehe (?)

  2. Nicole sagt:

    Ich denke, dass gerade die Mütter, die man so als Vollblut-Mutti bezeichnet mit sehr vielen Ängsten zu kämpfen haben.Sei es gesellschaftlich oder auch eigene hohe Ansprüche. Ich denke mir dann immer: Das Problem hab ich nicht – ist doch auch schön!
    Bei meiner Tochter war es anfangs auch ganz schwer in die Mutterrolle reinzufinden Ich dachte oft, sie saugt mich förmlich aus mit der Aufmerksamkeit die sie braucht. Manchmal braucht es dann einen Befreiungsschlag und ich muss mein Ding machen. Mein Mann hat da auch sehr viel Verständnis und wir sind , Gott sei Dank , ein gutes Team.Aber ich glaube, das eine schliesst das andere ja nicht aus. Ich würde mich gerade wegen der sensiblen Art als sehr liebevoll bezeichnen und habe eigentlich bis zum jetzigen Zeitpunkt meine Grenzen akzeptieren gelernt. Ich würde sogar sagen, dass ich das Mutterstein viel mehr genießen kann als noch vor Jahren.Vielleicht hat es auch mit dem Alter zu tun….😁LG

    1. Christine sagt:

      Liebe Nicole,

      vielen Dank für dein Feedback – ich glaube es ist für viele Mütter unter uns sehr vielversprechend zu hören, dass es vor allem die ersten Jahre sind, die es so schwer machen, in die Mutterrolle hineinzufinden. Es freut mich jedenfalls sehr für dich, dass du das Muttersein inzwischen sehr viel mehr genießen kannst! Und schön, dass du nicht in die Perfektionismus-Falle getappt bist!
      Viele Grüße
      Christine

  3. Minna sagt:

    Ich feiere dich und deine Ehrlichkeit. Immer wieder lese ich hier für mich sehr gut Nachvollziehbares. Schön, dass du den Blog hier schreibst, reflektiert, ehrlich, auf den Punkt. Das ist eine Bereicherung. Danke.

    1. Christine sagt:

      Danke dir auch :)

  4. Calliope sagt:

    Erst einmal Respekt davor, dass du dich immer wieder mit diesen Fragen und Kommentaren auseinandersetzt. Damit bringst du allen verwunderten Menschen mit Fragen eine Wertschätzung entgegen, die ein wichtiger Ankerpunkt für den gegenseitigen Umgang sein sollten. Im besten Fall sind einige dieser eher angreifend wirkenden Fragen und Anmerkungen nur unglücklich formuliert, weil andere Menschen nicht so sensibel in ihrer Wortwahl sind. Sowas mitzudenken ist eine große Herausforderung, da man einen Augenblick seine eigene Betroffenheit erstmal beiseite legen muss. Ich bin in dieser Hinsicht sehr empfindlich und bewundere dich für deinen sachlichen Umgang damit.

    Darüber hinaus noch eine andere These: Mutterschaft ist auch für Mütter kräftezehrend, die ihre Rolle nicht bereuen. Wahrscheinlich meistern sie in der Summe ihren Alltag nicht besser oder schlechter als du – auch wenn eine große Spannweite entsteht. Der Unterschied ist allerdings, dass sie in der Rückschau Dinge anders erinnern und/oder gewichten. Im Extremfall sehen sie die gleichen Rahmenbedingungen durch eine völlig andere Brille. Von daher wäre ich etwas vorsichtig von deiner Wahrnehmung der Mutterschaft auf die Wahrnehmung deiner Jungs zu schließen. Natürlich merken Sie, wenn du genervt oder überlastet bist. Aber warum sollte das bei einer nicht-bereuenden Mutter anders sein. Auch sie ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die Supermutti aus den Hochglanzbroschüren.

    Danke für den Einblick in deinen Kopf, die Antworten auf die 1000 Fragen habe ich mir gleich für die nächste Zugfahrt gebookmarked.

    Liebe Grüße
    Calliope

    1. Christine sagt:

      Liebe Calliope,

      lieben Dank auch für deine wertschätzenden Worte!
      Guter und wichtiger Aspekt mit der kräftezehrenden Mutterschaft und der Sicht durch die andere Brille! Das war für mich nochmal hilfreich zu lesen.
      Dann wünsche ich eine spannende Zugfahrt ;-)

  5. Dani sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag! Ich finde mich in vielem wieder.
    Vielleicht könntest Du einmal etwas darüber schreiben, wie dein Mann mit der Situation umgeht? Ich persönlich habe es zeitweise sehr schwer, weil mein Mann meinen Umgang mit unseren Kindern nicht verstehen kann. Ich mache ihm da keinen Vorwurf, von seiner Warte aus ist es schwer zu verstehen. Aber sein Unverständnis macht mir die Sache manchmal doppelt schwer. Übrigens würde ich mich nicht als hochsensibel bezeichnen, eher aufgrund der Dauerbelastung chronisch dünnhäutig. Liebe Grüße!

    1. Christine sagt:

      Hallo liebe Dani,

      also mein Mann kann mein Verhalten bzw. meine Gefühle auch nicht immer verstehen. Sein Umgang mit den Kindern ist sicherlich unbeschwerter oder weniger vorbelastet. Allerdings gibt er mir immer Rückhalt und akzeptiert, dass es für mich öfter schwer ist. Mir hilft da seine Einstellung: „Ich verstehe dich nicht immer, aber ich unterstütze dich trotzdem.“ Und das lässt er mich auch immer spüren, weshalb es die Lage für mich nicht schwerer macht als eh schon. Er sieht ja auch, wie schwer ich mich mit mir selbst tue (bzw. früher getan habe) und immer versucht war und bin, an mir und der Situation zu arbeiten. Deswegen macht er mir nie Vorwürfe, sondern unterstützt mich vor allem dann, wenn ich mal wieder in ein Loch gefallen bin oder mich mit der Mutterrolle schwer tue. Er geht trotz allem mit den Kindern auf seine Art und Weise um und das ist gut so. Was uns auch hilft ist der „Eltern-Zusammenhalt“, den wir schon während der ersten Schwangerschaft besprochen (und seitdem verinnerlicht) haben: Immer als Eltern an einem Strang ziehen, damit die Kinder uns nicht gegenseitig ausspielen und wissen, dass bei Mama und Papa die gleichen Regeln gelten.

  6. Lili sagt:

    Mir tun deine Kinder nicht leid. Im Gegenteil. Ich bin mir sicher, dass du eine tolle Mutter bist, die immer ihr Wohl im Blick hat.
    Dass du darunter leidest, dass du dabei selbst als Frau und Mensch zu kurz kommst, ist für mich total nachvollziehbar.
    Ich finde es eher komisch, dass es heutzutage nicht ausreicht, seinen Mama-Job halbwegs solide zu erfüllen. Nein, man muss dabei auch noch von Glücksgefühlen geflutet werden, damit es seine Richtigkeit hat… Für mich ist es ein Zeichen von einem gesunden Selbst-Gefühl, wenn ein erwachsener Mensch sich NICHT erfolgreich einreden kann, Spielplatz, Basteln und klebrige Kinderhände hätten etwas mit Glück und Erfüllung zu tun.
    Solidarische Mama-Grüße! :-)
    Lili

    1. Christine sagt:

      Liebe Lili,

      danke für deine wertschätzenden Worte!
      Ich glaube auch, dass wir in einer Zeit der Extremen leben. Diese Höher-Schneller-Weiter-Mentalität erlaubt es uns kaum noch, auch das Mittelmaß zu leben. Negatives versuchen wir direkt umzuwandeln oder zu ignorieren, statt es anzunehmen. Im Umkehrschluss müssen wir uns zu jeder Zeit gut fühlen, am besten nicht gut, sondern besser oder fantastisch -so wie du es mit den durchfluteten Glücksgefühlen beschreibst- und scheitern dann irgendwann an diesen (viel zu hohen) Idealen.
      Liebe Grüße zurück!

  7. Birgit sagt:

    Liebe Christine,
    ich habe mich oft gefragt, woher kommt diese Wut der Mütter, die Deine Ansichten gar nicht verstehen können (so wie die von Linda und Marie) und stur davon ausgehen, dass Deine Kinder leiden und später zu seelischen Krüppeln werden, weil Du nicht ständig auf der Glückswolke daherschwebst. Und ich denke, in ihnen selbst gibt es auch diese dunklen Anteile, aber sie wollen sie nicht sehen und drängen sie weg. Wenn sie die Anteile an Anderen wiedererkennen, werden diese angegriffen und bekämpft. Von demher bist Du nur ein Spiegel ihres Unterbewusstseins und ihrer dunkeln Dämonen. Oder sie sehen in Dir ihre ablehnende Mutter von damals und bekämpfen dich deshalb. Sind alles nur Theorien.

    Ich denke, Du stellst Dich Deinen Dämonen und reflektierst Dich und das ist gut so! Für Dich und Deine Kinder!

    1. Christine sagt:

      Liebe Birgit,

      deine Theorien mit den gespiegelten eigenen Anteilen stimmen auch mit meinen Erfahrungen und so manchen psychologischen Erkenntnissen überein. Und ich gebe dir Recht, ich denke auch, dass es heutzutage schon ein „Muss“ geworden ist, überall und ständig glücklich sein zu müssen. Unsere Gesellschaft hält das Mittelmaß kaum noch aus, geschweige denn negative Episoden.

    2. Anne sagt:

      Hier gibts irgendwie immer nur schwarz und weiß.

      Wer sagt denn, dass die Frauen, die sich hier kritisch melden, sich selbst für perfekt und immer glücklich halten???
      Das habe ich aus keinem der kritischen Beiträge herausgelesen. Das zeigt meiner Meinung nach, dass ihr zw den Zeilen lest, was ihr lesen wollt. Und das ist bei euch nur schwarz oder weiß.

      Nur weil die Kritikerinnen diese krassen Ansichten hier nicht teilen – Ich übrigens auch nicht! – heißt es doch nicht, dass sie sich selbst perfekt sehen.

      Und es geht doch nicht um unterschdl Ansichten, sondern um kleine Menschen dabei, die abgelehnt werden. Und das nicht nur mal nen kurzen Moment am Tag, wenn jeder Mama mal die Nerven reißen, sondern dauerhaft!

      Ich bspw bin – wie alle Kritikerinnen sicher auch – ganz normal, nicht auf Wolke 7 schwebend oder auf ne tolle Außendarstellung aus.
      Aber das unterstellt ihr alle den Mamas, die hier kritisch schreiben, sofort. Seltsam!

      1. Birgit sagt:

        Du hast es nicht verstanden. Es wird die gesellschaftliche überzogene „heilige-Kuh“ der MUTTERROLLE mit den überfrachteten Ansprüchen abgelehnt und NICHT die Kinder. Und Ja, es ist erlaubt zu denken, dass man sich die Mutterolle in dieser überfrachteten Form im nächsten Leben vielleicht nicht mehr antun würde (die Vaterrolle oder Onkelrolle in ihrer heutigen Form schon); ganz einfach. Und sorry, ich denke überhaupt nicht, dass Christines Kinder leiden…; im Gegenteil, ich denke sie ist eine sehr liebevolle, einfühlsame und reflektierte Mutter und ihre Kinder profitieren von ihrer Hochsensibilität.

    3. SiFi sagt:

      Woher die Wut kommt???
      Klar, dann muss ja der, der wütend ist, eigene Probleme haben! (Ironie aus.)

      Ich bin auch wütend, wenn ich hier mitlese. Wütend, weil die Kinder so ohnmächtig sind, aber leider in so eine Familie hineingeboren werden.

      Alle, die hier schreiben, dass sie auch so denken, sind Meister der Verdrängung!!
      Klar, die anderen haben eigentlich die Probleme, nicht ihr!

  8. Katharina sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel und die mutigen, respektvollen und ehrlichen Antworten! Ich finde, man hört aus jeder Frage so viel Negatives und auch ein Stück Bitterkeit heraus und es war für mich wunderschön zu lesen, wie einfühlsam du damit umgegangen bist. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich unter meinen vielen nicht-hochsensiblen Mütter-Freundinnen auch welche habe, die offen darüber sprechen, wo sie an ihre Grenzen kommen und wie sie sich schlecht fühlen, wenn sie an ihren oder den gesellschaftlichen Ansprüchen für ein gutes Muttersein scheitern.
    Zu dem Vorwurf: „Deine Kinder tun mir leid!“ Kann ich nur sagen, dass ich immer wieder feststelle, wie wichtig Aspekte für Kinder sind, die gerade hochsenible Eltern besonders gut umsetzen können: Empathie, die Begeisterung für Schönes, Details und Kleinigkeiten, die Wertschätzung der Umwelt, die Tendenz, sich viele Gedanken darüber zu machen, was andere brauchen, intensivere Beschäftigung mit gesunder Ernährung, ein besseres Gefühl dafür, wann Lautstärke für Kinder zu laut ist, (in meinem Fall: eine Abneigung gegen schnell blinkendes und penetrante Geräusche machendes Spielzeug, was definitif auch für kleine Kinder nicht entwicklungsförderlich ist)… Ich merke zB dass es ein großer Vorteil ist, wenn man selbst viele Ruhephasen braucht, weil man dann als Mutter auch nicht versucht ist, seinem Baby/Kleinkind bestimmte Schlafenszeiten aufzuzwingen (oder die Länge des Schlafes zu bestimmen), sondern dem Kind so viel Schlaf zugestehen kann, wie es braucht – erst neulich sagte mir eine Erzieherin, dass es für Kinder sehr schlecht ist, wenn man sie oft aufweckt und sie nicht ihren Rhythmus haben dürfen.
    Und nicht zuletzt glaube ich, dass es für unsere Gesellschaft immer wichtiger wird, dass sie sich weiterentwickelt zu einer empathievollen Gesellschaft und dass unsere Kinder zu Menschen werden, die mit anderen einfühlsam umgehen können!

    1. Christine sagt:

      Liebe Katharina,

      vielen lieben Dank für deine ganzen wertvollen Gedanken! Schön, dass du vor allem die positiven Aspekten der Hochsensibilität nochmal in den Vordergrund stellst, denn irgendwie sind wir ja meistens so gepolt, zuerst auf die Nachteile zu gucken. Toll, dass du so gute Erfahrungen machst und auch gut auf dich und deine Ruhephasen achtest!

  9. Carmen sagt:

    Liebe Christine. Ich liebe deinen Blog, weil er mir so sehr aus der Seele spricht. Ich habe beim Lesen oft Tränen in den Augen. Ich dachte wirklich lange Zeit, ich wäre die einzige Mutter auf diesem Planeten, die so empfindet.
    Mein Sohn ist jetzt zwei, und ich kämpfe immer noch jeden Tag mit mir. Ich liebe ihn wirklich über alles, er war ein absolutes Wunschkind. Mein Mann und ich wollten immer zwei Kinder haben – ich sogar vier! Jetzt, in der Realität angekommen, kann ich mir das beim besten Willen nicht mehr vorstellen (im Gegenteil, könnte ich die Zeit zurück drehen, ich würde das „Familienleben“ sofort wieder gegen meine Freiheit zurück tauschen). Das tut mir sehr leid für unseren Sohn, weil das bedeutet für ihn, dass er deswegen als Einzelkind aufwachsen muss und nie die Erfahrung von einem Geschwister machen kann.

    Liebe Christine, woher hast du damals die Kraft und den Mut genommen, dich nach dem ersten Kind für ein weiteres zu entscheiden?

    1. Birgit sagt:

      Liebe Carmen,

      ich sehe immer mehr, dass wir als Gesellschaft und als Mütter es mit unserem Nachwuchs total übertreiben und zuviel von allem machen, zuviel Aufmerksamkeit, zuviel Geduld, zuviel Geld, zuviel Nerven, zuviele Gedanken, zuviele Prinzen und Prinzesschen etc.. Unsere Ansprüche an uns selbst und an das „glückliche Familienleben“ sind viel viel viel zu hoch. Wir sollten aufhören, die Mutterrolle deart hochzuhalten und auch diese unrealistische Familienidylle und die Ansprüche, die immer weiter in den Himmel steigen, zu hinterfragen. Wenn es wieder einfacher, freier, mit weniger Erwartungshaltung und weniger „gefängnismässig“ wäre für Mütter, dann würden sich wieder viel mehr Frauen und Mütter für mehrere Kinder entscheiden so wie z.B. in FRankreich! Ich persönlich finde es mit 2 Kindern viel lustiger als mit 1 obwohl mich die im Gesamtpaket mitkommende Mutterrolle und die erdrückende Verantwortung und Schuldmacherei mich tierisch nervt….

      viele Grüße,
      Birgit

  10. Carmen sagt:

    Liebe Birgit. Jetzt musste ich tatsächlich schmunzeln. Das was du beschreibst, ist bei mir definitiv nicht der Fall. Es gibt hier absolut kein „Zuviel“ an Aufmerksamkeit, Geduld und Nerven. Im Gegenteil. Diese höchst kostbaren, weil sehr knappen Ressourcen für mich muss ich mir oft regelrecht abpressen und dann sehr gut einteilen, damit mein Kind kein „Zuwenig“ davon erhält (und deswegen hoffentlich keinen psychischen Schaden, wegen emotionaler Vernachlässigung oder so…).
    Viele Grüße

    1. Christine sagt:

      Hallo liebe Carmen,

      vielen Dank für deine ehrlichen Worte und dass du sie mit uns teilst! Ich kann dich sehr gut verstehen, auch, was die knappen Ressourcen angeht, wirklich gut beschrieben. Ich mache immer mehr die Erfahrung, dass mir diese Ressourcen besser zur Verfügung stehen, je mehr ich die Mutterrolle annehmen kann. Wenn ich also nicht gerade selbst die Bedürftige bin. Die Arbeit mit meinem inneren Kind (und auch die Stabilisierung meines erwachsenen Ichs!) hilft mir dabei.

      Deine Trauer, dass ihr mit euren Erfahrungen nun doch nicht mehr vier Kinder wollt, sondern es bei einem bleiben soll, schmerzt sicher sehr, weil du es dir ja jahrelang anders gewünscht (und vielleicht bis ins Detail ausgemalt) hast. Vielleicht hilft dir hier eine krasse bildhafte Gegendarstellung, wie überfordert du mit Vieren wärst (hast du sicher schon gemacht ;-)), aber eben auch, wie dein jetziges Kind dann darunter leiden würde. Sicherlich mehr, als durch das Fehlen von Geschwistern. Obwohl ich diesen Wunsch nach Spielkameraden absolut nachvollziehen kann!! Hoffentlich findet dein Sohn im Kindergarten oder in der Nachbarschaft gut Anschluss. Ich kenne übrigens einige glückliche Menschen, die Einzelkinder waren ;-)

      Deine Frage nach meinem zweiten Kind ist absolut gerechtfertigt! Ich habe darüber mal einen eigenen Artikel geschrieben. Darin wird vor allem meine postpartale Depression aufgegriffen, aber es vermischt sich natürlich sehr stark mit Regretting Motherhood, bzw. der übermäßigen Überforderung als Mutter. Damals habe ich das noch nicht so differenziert. Vielleicht hilft der Text dir weiter? Ansonsten darfst du mich auch gerne mal per Mail kontaktieren, wenn dir danach ist!

      Sei herzlich gegrüßt
      Christine

  11. Ulrike sagt:

    Ich verstehe nicht warum alle Kritiker/innen die Kirche nicht einfach mal im Dorf lassen können. Noch in der Generation meiner Eltern war es voellig normal und gesellschaftlich akzeptiert dass man Kinder die „nicht hören wollen“ geschlagen und weggesperrt hat und nach allem was wir wissen ist auch heutzutage keineswegs sichergestellt dass alle Kinder in Deutschland bei ihren Eltern satt, sauber und sicher aufwachsen. Also warum muss man sich ueber einen Blog aufregen in der eine Mutter hart daran arbeitet seelisch gesund zu bleiben während an keiner Stelle koerperliche oder seelische Gewalt oder Vernachlaessigung gegenüber den Kindern auftaucht? Veränderungen brauchen Zeit, das ist ja wohl eine Binsenweisheit und nur wenn drüber gesprochen wird kann sich überhaupt etwas verändern.

  12. Sabrina sagt:

    Ich finde es auch gut und lobenswert, dass Christine an sich arbeitet und auch dass sie ihren Sohn zum Psychologen schickt.

    Ich wurde als Kind auch oft geschlagen und habe Angst, dass meine Komplexe sich auf meine Kinder auswirken.

    Hab ich richtig gelesen, dass dein Großer Autist ist (in einem älteren Beitrag)?
    Magst du darüber mal mehr erzählen, Christine?

    1. Christine sagt:

      Liebe Sabrina,

      tatsächlich wurde im Sommer 2017 diese Verdachtsdiagnose gestellt, aber mit Fragezeichen dahinter, weil er nicht alle Kriterien erfüllte (den ausführlichen Bericht findest du hier). Derzeit wird diese Diagnose im SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum) überprüft.

      Es tut mir leid zu hören, dass du als Kind oft Gewalt erlebt hast und wünsche dir sehr, dass du Strategien gefunden hast, mit deinen Kindern anders umzugehen, wenn sie dich triggern.

      Alles Liebe dir!
      Christine

      1. Sabrina sagt:

        Liebe Christine,
        danke, der Artikel rührt mich sehr.
        Toll wie reflektiert und ehrlich du bist.
        Ich fände es toll, wenn du ergänzend zu dem Artikel (von 2017) einen aktuellen Artikel zum Stand über deinen Maxi schreibst.
        Alles Gute an Euch!

      2. Christine sagt:

        Liebe Sabrina,

        danke für deinen Denkanstoß! Eigentlich hatte ich vorgehabt, in dem Autismus-Artikel nur eine kurze Ergänzung zu notieren, sobald die neue Diagnose steht, weil ich nicht wusste, ob es meine Leserinnen großartig interessiert. Aber ich kann auch gerne einen eigenen Beitrag daraus machen. Allerdings würde ich ihn dann erst schreiben, wenn wir ein offizielles Ergebnis haben, damit die Sache „runder“ ist. Das kann aber noch bis Ostern dauern, weil noch Untersuchungen ausstehen. Ich gebe dir dann auch gerne per Mail nochmal Bescheid sobald er online ist.
        Liebe Grüße!

  13. Birgit sagt:

    Jetzt noch einmal zum Thema der totalen „Nähe zu Kindern“, die ja so hoch gelobt wird und als „Muss“ angesehen wird; ich verstehe das als Helicoptering. Hier eine Doku, die beschreibt, dass zuviel Nähe und zuviel Aufmerksamkeit/Kontrolle für Kinder auch ein Fluch sein kann.
    Dessen sollte man sich auch mal bewusst werden.

    Und hier ein super Vortrag von Robert Betz, der bestätigt, dass es das ALLERBESTE für die Kinder ist, wenn die Mutter sich selbst liebt, sich nicht aufopert, auf ihre eigenen Bedürfnisse achtet und ein glückliches Leben lebt, auch wenn das bedeutet, dass man vom vorherrschenden Mutterbild abweicht. Denn eine Mutter die sich selbst aufopfert und dabei unglücklich wird, ist eine grosse Belastung für die Kinder und die Familie. D.h. jede Mutter muss ihren eigenen Weg finden, als Mutter und Frau glücklich zu leben. Auch wenn das heisst, dass z.B. der Mann die Kinder aufzieht und sie geht Vollzeit arbeiten. Oder wenn sie weiterhin ihren Hobbies nachgeht, die sie auch vor den Kindern hatte, auch wenn das heisst dass Kinder fremdbetreut werden müssen. Unter all diesem leiden Kinder weniger als unter einer leidenden Mutter….

    1. Christine sagt:

      Liebe Birgit,

      lieben Dank für deine Links und die Mühe, die du dir machst, um evtl. Kritikerinnen hier zu überzeugen und die hochsensiblen, freiheitsliebenden Mütter zu unterstützen, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten, auch, wenn das bedeutet, vom vorherrschenden Mutterbild abzuweichen.

      Zum Thema „Nähe zu Kindern“ kann ich die sorgenvollen Stimmen nachvollziehen, da mir (persönlich) oft die Nähe meiner Kinder zu viel ist und nach Außen möglicherweise die Angst um eine zu starke Distanziertheit bzw. Vernachlässigung herrscht. Von demher bin ich nicht sicher, ob diese „Kritikerinnen“ das krasse Gegenteil, das Modell der totalen Nähe zu Kindern, wie du es beschreibst, befürworten. Das habe ich jetzt nicht unbedingt herausgelesen. Allerdings pflichte ich dir in dem Punkt bei, dass Kindern (und auch den Eltern!) vor allem (wie so oft) das gesunde Mittelmaß gut tut!

  14. Nicole sagt:

    Hallo zusammen,
    ja, vor allem machen wir uns wohl zu sehr einen Kopf darüber.Ich glaube, wenn man die Kids fragt, sind die doch im allgemeinen sehr zufrieden mit ihren Eltern. Wir reden auch offen über vieles (altersgerecht)z.B. dass ich sie sehr lieb habe, auch wenn ich oft genervt reagiere, oder jetzt nicht grade alle Bedürfnisse zufrieden stellen kann.Sie verstehen mehr als man vielleicht denkt.😉

  15. Dorkas sagt:

    Hallo alle miteinander,

    deine Ehrlichkeit liebe Christine hat mich von Anfang an inspiriert mir selbst gegenüber auch ehrlich zu sein. Um gleich bei der Ehrlichkeit zu bleiben, vor meinen Kindern, war ich genau der gleichen Ansicht wie der von den Kritikern. „Soll man doch überhaupt keine Kinder bekommen, wenn man sich nicht mit seinen Kindern beschäftigen will.“ Heute tut es mir leid, das ich früher so dachte. Schande über mein Haupt. Vielleicht, weil ich vor meinen Kindern Pädagogin war und immer gern mit Kindern zu tun hatte. Jetzt habe ich selbst Kinder und kann die meisten Artikel nachvollziehen.
    Im Gegenteil ich bin gar nicht die Mutter die dachte, dass ich wäre. Für manche mag ich sogar richtig hart sein. Ich bin nur eine mittelmäßige Mutter und das tut richtig gut. Anfangs war ich genau diese Helikopter Mutter, weil ich bei jeden Spielplatzbesuch dachte, was denken die anderen Mütter sonst, wenn ich nur auf der Bank sitze und lese. Ich habe lange gebraucht um zu erkennen, dass mir das gar nicht entsprach.
    Viele Dingen richten sich genau nach mir ab und das ist das, was viele so hart empfinden. Mein Haus, meine Regeln. Und wenn ich das schreibe, weiß ich das kann nur hart klingen, aber auch nur, weil ich nicht immer als Rechtfertigung den anderen und mir, immer als Zusatz sagen muss, dass ich meine Kinder liebe. Und im übrigen es wäre jetzt echt toll, wenn sich ein Kritiker zu Wort meldet. 1. Ich liebe es zu disktutieren, Meinungsaustausch von ganz gegenseitiger Ansicht 2. Ich könnte sogar etwas lernen und was dazulernen ist immer toll

    Nicht jede Kritik muss von anderen böse gegen einen gerichtet sein, doch was ich leider doch hier sehe, ist, dass die Kritiker nicht verstehen, dass das ein spezieller Blog ist, indem beschrieben wird, dass man sich mit einigen Dingen schwer tut und versucht, die Mitte für sich und die Kinder zu finden.
    Ich persönlich brauche keinen Blog, wo alle auf Wolke 7 schweben, das erlebe ich persönlich zu Hause mit meinen Kindern auch und darüber muss ich mich nicht beweihräuchern, das was ich brauche sind Blogs wie diesen, wo man auch mal sagen darf, „manches ist scheiße und punkt“.
    Warum sollte ich stundenlang darüber schreiben, wie toll es mit meinen Kindern ist, die Zeit wo es toll ist, genieße ich zu Hause mit meinem Partner und habe gar nicht die Zeit Blogs zu suchen von der Glückseligkeit mit Kindern. Aber in den Zeiten wo es mir nicht gut mit den Kindern, suche ich genau diesen Blog, der mir wieder zeigt, wie absurd es ist „perfekt“ sein zu wollen.
    Ich bin mittlerweile gerne mittelmäßig, aber auch nur weil ich mir professionelle Hilfe gesucht habe und unterstützt werde.
    In diesem Sinne „Leben und leben lassen“ : )

    aja apropos meine kleine Tochter sitzt neben mir mit meinem Handy und schaut Kinderlieder, sorry das musste noch sein ; )

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