Den Sand zwischen meinen Füßen, der Blick auf den Horizont gerichtet. In einem Rhythmus, den nur die Gezeiten kennen, spülen die Wellen Salzwasser in meine Richtung und ziehen sich anschließend wieder zurück. Hier am Meer bin ich ganz ich selbst. In Balance mit mir und meinem Leben. Es gibt keinen anderen Ort, der mir so einen Frieden bringt und mich gleichzeitig so stark fühlen lässt. Außer mein Mann.
Was bedeutet es für mich, in Balance zu sein? Wann bin ich es nicht?
Schlagwort: Postpartale Depression
Nach der Geburt meines Ältesten habe ich lange Zeit die Bindung zu ihm verloren, ich fühlte nur Wut statt Liebe. Ich möchte anderen Betroffenen mit Texten zu dem Thema Trost schenken und die Hoffnung, dass Gefühle sich ändern können. Auch, wenn es manchmal länger dauert, als wir uns das wünschen.
5 Sätze, die das Leben einer Mutter mit postpartalen Depressionen sofort verändern können
Trüb sind die Tage, seit das Kind da ist. Erdrückend die Stille, die im Haus herrscht. Wo früher Lachen und Leben die Hauptrolle gespielt haben, kriecht jetzt die Depression in alle Ecken. Nicht nur für die betroffenen Mütter ist die Welt nicht mehr in Ordnung, auch die Partner und Angehörigen wissen so langsam nicht mehr weiter, fühlen sich hilflos und erschöpft. Vielleicht sagen sie Sätze, die helfen sollen. Vielleicht machen sie es mit manchen aber auch noch schlimmer. Ich litt nach der ersten Geburt monatelang unter postpartalen Depressionen und werde hier auf die fünf beeinflussendsten Sätze eingehen, die man einer Betroffenen nur sagen kann.
Alles im Leben braucht seine Zeit
Eine Mutter, die ihrem zweijährigen Sohn zum Abschied einen warmherzigen Kuss auf die Stirn gibt. Ein Zweijähriger, der lachend in die ausgebreiteten Arme seiner Mutter läuft. Das sind für mich Glücksmomente, die in meinem Leben lange Zeit außer Reichweite schienen.
Nach zweieinhalb Jahren – Mein Kind ruft nach Mama
Mittwoch war für mich ein besonderer Tag. Nicht, weil es auf unserem Waldspaziergang in Strömen regnete und Maxi zehn Minuten den Bach zusammenschrie, weil sein Bruder unverschämterweise auch mal mit Schaufel und Eimer im Wasser spielen wollte, während Mama sich auf einem nassen Stein den Arsch Popo abfror. Nein, das ist nichts Besonderes, das passiert gerade beinahe täglich.