Lebensfragen

Will man als Mama jede Sekunde mit seinem Kind verbringen?

Villa Schaukelpferd-Klassiker


„Ist das wahr, Christine? Möchte man nach der Geburt wirklich keine Sekunde mehr ohne sein Kind verbringen?“ Peng, da war sie wieder. Eine der vielen Fragen, die so selbstverständlich und häufig gestellt werden wie die Frage, ob Nutella mit oder ohne Butter auf dem Brot besser schmeckt. Eine Frage, die, wie mir schien, jede Mutter mit einem jauchzenden „Ja natürlich!“ beantworten und damit der fragenden Person ein beruhigendes Lächeln auf die Lippen zaubern würde. Jede Mutter außer mir, wie mir in diesem Moment wieder durch den Kopf ging.

Mama-Momente

Wann ist endlich wieder Montag?

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Kannst du dich noch daran erinnern, wie deine Wochenenden und Feiertage ohne Kinder aussahen? Um es dir leichter zu machen, gebe ich dir drei Antwortmöglichkeiten.
a) Na wie wohl? Ausschlafen bis 12h, Frühstück im Bett, danach auf die Couch zum Lesen/Fernsehen/Herumgammeln, um spätabends mit bestellter Pizza wieder ins Bett zu stolpern
b) Kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Feiertag? Ausschlafen? Herumgammeln? Was war das noch mal?
c) Eigentlich hat sich nichts verändert, außer, dass die Kinder dabei mitmachen.

Solltest du Antwort c) angekreuzt haben, kann ich dich nur beglückwünschen und neidvoll rüberschielen. Allen Anderen sei verraten, dass sie nicht alleine sind.

Lebensfragen

Regretting Motherhood? Ja, ich bereue die Mutterrolle!

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Eines war von Anfang an klar: Ich wollte Mutter werden, um mit meinem Mann eine richtige Familie zu gründen. Ich wollte gut für meine Kinder sorgen und immer für sie da sein, wenn sie mich brauchen. Ich nahm bewusst die große Verantwortung in Kauf, die Kinder und deren Erziehung mit sich nachtragen. Ich wählte die Mutterrolle völlig überzeugt, auch in dem Bewusstsein, dass es ebenso fröhliche wie anstrengende und stressige Tage geben würde. Ich wollte Mutter werden, um meinem Leben mehr Sinn zu geben. Ich wollte nicht Mutter werden, um mein Leben als Mutter zu bereuen. Aber genau das ist passiert.

Lebensfragen

Hotel Mama – immer geöffnet?

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Die Postkarte auf dem Foto kennst du bestimmt. Okay, diese Postkarte speziell vielleicht nicht, aber den Ausdruck vom Hotel Mama. Ein Spruch, der im Allgemeinen als Anerkennung für Mütter gedacht ist, die sich Tag und Nacht um ihre Kinder kümmern, ihnen auf Wunsch täglich Fischstäbchen zum Mittag braten, dreimal die Woche zum Ballett fahren und die Anlaufstelle für alle kleinen und größeren Kindersorgen sind. Im negativen Fall wird das Hotel Mama zu einem jahrelangen Dauerzustand, in dem Mütter ihren Kindern auch dann noch die Wäsche waschen, wenn diese bereits ausgezogen und längst Besitzer einer eigenen Waschmaschine sind. Solch eine Mutter werde ich allein aus Faulheit Protest heraus hoffentlich nicht werden.

Mama-Momente

Tage, an denen die Nerven blank liegen

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Das Schildchen vom Teebeutel, das in dem Moment abreißt, wenn das kochende Teewasser die Tasse berührt. Die vergessene Brille im Auto, mit dem der Mann bereits wieder unterwegs ist. Das lauwarme Fußbad, von dem man dachte, es sei schön heiß. Die Jeans, die man vergessen hat, vor besagtem Fußbad weit genug hochzukrempeln.

Lebensfragen

Ein Leben ohne Kinder unvorstellbar?

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„So nervig die Kinder manchmal auch sind; ein Leben ohne sie kann man sich ja doch nicht mehr vorstellen, oder?“ Meine Freundin Daniela und ich frühstückten in diesem völlig überfüllten netten Café und ich nahm gerade einen großen Schluck von meinem Milchkaffee, als sie mir diese Frage stellte. Eigentlich war es nicht mal eine ernst gemeinte Frage, mehr eine rhetorische Floskel, die ich schon von zig anderen Müttern zuvor gehört hatte, immer begleitet von diesem verträumten Gesichtsausdruck, der ihren Töchtern oder Söhnen galt.

Mama-Momente

Wenn Mama nicht mit ihren Kindern spielen mag

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Nur, damit kein falscher Eindruck entsteht: Meine beiden Söhne sind absolute Wunschkinder, auf die Erziehung habe ich mich schon während der Schwangerschaft gefreut und dass ich für jedes Kind drei Jahre Elternzeit einplante, war für mich so selbstverständlich wie die Tatsache, dass man sich als Frau auf Rastplatztoiletten nur hinhockt.

Mama-Momente

Biete Mama, suche Freiheit

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Es gibt Tage im Leben als Mutter, da möchte ich gerne das Handtuch werfen. Dann frage ich mich „Ist das etwa von meinem Leben übriggeblieben?“ Die (zumindest an Kinder) ungebundene Frau, die ich einmal war, werde ich nie wieder sein. Und wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, vermisst man die freien Zeiten ohne Babykotze auf dem Blazer. Gespräche mit dem Partner, die sich nicht nur um Windelinhalte und Kinderorganisation drehen. Spontane Einladungen zum Abendessen, denen man ebenso spontan zusagen kann, ohne aufwendig einen Babysitter auftreiben zu müssen.