Gesellschaft

Für den Kleinen noch eine Scheibe Wurst?


Früher, ja früher war alles besser. Na gut, alles natürlich nicht. Früher gab’s kein Internet, keine Billigflüge nach Mallorca und keinen IKEA. Dafür gab es an der Wursttheke immer eine Scheibe Wurst, wenn ich mit meiner Mutter einkaufen war. Und heute? Heute gibt es nicht nur die obligatorische Mortadella („Kinderwurst“, wie wir sie früher nannten). Heute gibt es für die Kinder auch noch Schokolade, Lollis und sonstigen Süßkram an der Fleischtheke.

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„Penis, Mama!“

Es geschah an einer vollen Kasse des örtlichen Supermarktes. Eine Mutter stand mit ihrem Einkaufswagen und zwei Töchtern in der Warteschlange, als die Jüngere, etwa 3 oder 4 Jahre alt, plötzlich laut und deutlich „Penis, Mama!“ sagte. Die Mutter murmelte leise etwas zustimmendes, aber das hielt die Tochter in keinster Weise davon ab, ihr Anliegen diesmal beinahe schreiend zu wiederholen.

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Gender Mainstreaming? Mir doch egal(ia)!

Stell dir bitte einmal folgende Szene vor: Ein befreundetes Pärchen erwartet sein erstes Kind. Endlich ist der Tag der Geburt gekommen und die freudige Nachricht macht ihre Runde. Aber du erfährst das Geschlecht nicht. Das Kind erhält von den Eltern einen geschlechtsneutralen Namen (ähnlich wie „Dickie“ bei Loriot) und niemals erfährt irgendwer (außer denen, die es mal nackt zu Gesicht bekommen), ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt, nur damit der neue Erdenbürger die Chance bekommt, möglichst wertfrei und offen die Welt zu erkunden. Wie fändest du diese Vorstellung?

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Mit Kindern im Aufzug und andere Katastrophen


Weißt du noch, wann du das letzte Mal auf einer Rolltreppe gestanden hast? Ja? Dann hast du entweder ein gutes Gedächtnis, (noch) keine Kinder oder die Kleinen sind inzwischen schon groß genug, selbstständig auf Besagter mitzufahren, auf ihr herumzuspringen oder während des Rollvorgangs die Stufen auf- und abzulaufen, sehr zum Leidwesen aller Mitreisenden. Um auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen: Nein ich weiß es nicht. Muss irgendwann vor zwei Jahren gewesen sein, als ich froh war, mit dickem Kugelbauch und schweren Beinen nicht die Stufen im verdreckten Treppenhaus eines großen Kaufhauses aufgrund einer defekten Rolltreppe benutzen zu müssen.

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Petition unterschreiben, trotz schlechter Erfahrung mit Hebamme?


Nach aktuellem Stand gibt es bald keine freiberuflichen Hebammen mehr. Politiker und Versicherungen treiben einen ganzen Berufsstand nicht nur an den Rand der Verzweiflung, sondern gar an den Rand seiner Existenz. Im Internet kann Jeder eine virtuelle Unterschrift abgeben, um ein Zeichen zu setzen und auf die Wichtigkeit des Hebammen-Berufs aufmerksam zu machen. Aber was ist, wenn man während und nach der Schwangerschaft keine fürsorgliche Hebamme zur Unterstützung hatte? Wenn man in der Geburtshelferin nicht viel mehr sehen konnte, als eine Frau, die ihren Job mehr als lästige Pflicht, denn erfüllte Leidenschaft betrachtet? Soll man in diesem Fall auch unterschreiben?

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Wenn Fremde meine Kinder anfassen: Wir sind doch kein Streichelzoo!

Spaziergänge mit unseren Kindern sind wie ein Überraschungsei – man weiß nie, was kommt. Das liegt zum Einen an unserem neugierigen Sohn Maxi (wie weit muss ich mein Bein in die Pfütze stecken, bis ich auf den Grund treffe?), zum Anderen an wildfremden Spaziergängern, die wie aus dem Nichts aufzutauchen scheinen und es nicht bei einem „Guten Tag“, nettem Lächeln und Vorbeigehen belassen können.