Über mich. Tausend Fragen Teil 2 (Frage 100-199)

1000 Fragen an mich selbst

Wer bin ich, Christine, eigentlich hinter meiner Mutterrolle? In Anlehnung an Johannas Experiment auf ihrer Seite Pinkepank notiere hier Teil 2 meiner Gedanken zu den 1000 Fragen aus der Zeitschrift „Flow“. Für dich, um mich ein bisschen näher kennenzulernen. Für mich, um nicht zu vergessen, dass es noch ein Ich hinter der kochenden, Sachen-hinterhertragenden, Ausflüge-organisierenden Mama gibt. Nachmachen ist absolut empfehlenswert! Vielleicht magst du mir per Mail von deinen Gedanken erzählen?

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen?

Wenn ja, ist es sicherlich unbeabsichtigt passiert. Ich bin ziemlich gewissenhaft, was das betrifft. Wie bitte? Über der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit fahren zählt auch zu Gesetzeswidrigkeiten? Okay, ich bin raus.

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?

Nicht alle, aber viele! So ist es wohl mit allen Sternzeichen…

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?

Grau und Rosa.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus?

Ja, wobei meine Prämisse „Weniger ist mehr“ lautet. Je weniger Input ich ausgesetzt war, desto entspannter bin ich.

104. Wie viele TV-Serien guckst du regelmäßig?

Nur eine: Sturm der Liebe (ARD). Natürlich abends über die Mediathek – nachmittags um Drei habe ich das letzte Mal vor sechs Jahren Ferngesehen.

105. In welchen Momenten wärst du am liebsten ein Kind?

Als Kind wollte ich immer erwachsen sein und auch heute hat sich daran nichts geändert. Meine Kindheit habe ich eher als anstrengend empfunden, deswegen gibt es keine Situation, die ich lieber als Kind erlebt hätte, denn als Erwachsene. Ich finde es jedoch wichtig, sich sein inneres Kind zu bewahren, ganz nach Erich Kästners Spruch: „Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch“. In Gegenwart meiner Söhne kommt es dann schon mal durch. Wenn wir mit dem Einkaufswagen über den Parkplatz zum Auto rasen, Purzelbäume im Garten machen oder im Auto unser Lieblingslied lauter drehen, als die Polizei erlaubt.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?

Für mich persönlich könnte ich das; ich weiß mich auch anders zu beschäftigen. Allerdings habe ich für meine Leserinnen die Verantwortung, E-Mails zu beantworten, Kommentare unter Beiträgen oder neue Profile im Kontaktverzeichnis für hochsensible Mütter freizuschalten. Aber wenn es sein müsste, ginge es natürlich auch eine Woche lang ohne. Manchmal gönne ich mir aber wenigstens einen ganzen Tag lang eine Pause vom Internet, vornehmlich am Wochenende; dann liegt das MacBook friedlich schlummernd im Regal und das Handy abends noch mit 90% Akkulaufzeit neben meinem Bett, wo ich es morgens liegen gelassen habe.

107. Wer kennt dich am besten?

Eindeutig mein Mann. Manchmal kennt er mich besser als ich mich selbst.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am wenigsten langweilig?

Aufräumen und Entrümpeln (es sei denn es geht um die Kinderzimmer). Ich lebe gerne in Ordnung und schmeiße liebend gerne Überflüssiges weg.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?

„Wer keine Erwartungen hat, kann nicht enttäuscht werden.“ An diesen Spruch versuche ich mich zu halten und mit jedem Mal klappt es besser. Allerdings merke ich gerade im Umgang mit meinen Kindern, wie hoch doch noch viele meiner Vorstellungen, eben Erwartungen, an die erhoffte Reife ihres Alters sind.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?

An meinem idealen freien Tag hat auch mein Mann idealerweise frei. Ausschlafen, lange frühstücken, etwas Schönes unternehmen (an den Strand fahren oder ein Café besuchen), Zeit zum Faulenzen auf dem Sofa oder im Garten haben, Musik hören, bloggen, abends vor dem Fernseher noch ein Glas Rotwein trinken.

111. Bist du stolz auf dich?

Ja. Und das sollte Jeder immer mal wieder auf sich sein!

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?

Ich habe ein starkes fotografisches Gedächtnis und kann so meist auf das Navi verzichten, wenn ich den Weg schon mal gefahren bin. Außerdem kann ich Wasser ohne Trichter in schmale Trinkflaschen umfüllen. Allerdings finde ich beides sehr sinnvoll und denke, dass es generell keine nutzlosen Talente gibt. Irgendwofür ist alles gut!

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?

Sehr viel sogar; es zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Die 13. Klasse, die ich ein halbes Jahr vor den Prüfungen abgebrochen habe; meine begonnene Ausbildung zur Heilpraktikerin, der geplante Weg zur Orchestergeigerin,… Allerdings bereue ich das alles nicht. Im Gegenteil! Erst dadurch habe ich mich selbst noch näher kennengelernt und herausgefunden, was ich wirklich möchte. Diese Sachen habe ich dann auch durchgezogen.

114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol?

Ich trinke gerne ab und zu abends ein Glas Rotwein als Genussmittel. Als Jugendliche habe ich zum Feiern Alkohol getrunken, um in Partystimmung zu kommen. Heute kann ich sowohl auf die Party als auch den Kater danach verzichten.

115. Welche Sachen machen dich froh?

Der Mann, der nach einer Dienstreise gesund nach Hause kommt. Augenblicke mit den Kindern, in denen ich die Zeit vergesse. Der Löwenzahn am Straßenrand, der sich den Weg durch den harten Beton gebahnt hat. Ein einsamer Strandspaziergang. Musik. Und noch so viel mehr.

116. Hast du heute schon einmal nach den Wolken am Himmel geschaut?

Jetzt, während ich die Antwort niedertippe und dabei aus dem Fenster schaue.

117. Welches Wort sagst du zu häufig?

Heidewitzka.

118. Stehst du gerne im Mittelpunkt?

Nein, ich werde immer knallrot, wenn ich in großer Runde spreche und alle Augen auf mich gerichtet sind.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?

SMS und WhatsApp-Nachrichten zu beantworten.

120. Sind Menschen von Natur aus gut?

Immer! Ich glaube auch, dass der gute Kern nie ausgelöscht werden kann, höchstens überdeckt (das im Extremfall aber stark genug, um ihn nicht mehr zu entdecken).

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?

Die Liebe zu meinem Mann und meiner Familie steht über allem und trotzdem kann es passieren, dass ich z.B. ein Abendessen mit ihnen verpasse, weil ich einen beruflichen Termin habe. Dennoch kann ich die Frage nicht beantworten: Meine Arbeit sehe ich nicht getrennt von der Liebe, weil ich das tue, was ich liebe. Sie ändert also nur ihre Form, weil ich in dem Moment für andere Menschen da bin.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?

Für alles was war und alles was wird. Obwohl ich keine Vorzeige-Kindheit hatte und oftmals einen Mangel an Liebe und Wertschätzung meiner Person gegenüber erfahren habe: Ohne sie wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin, mit all meinen Interessen, Eigenheiten und Sehnsüchten.

123. Sagst du immer, was du denkst?

Auf meinem Blog ist das quasi mein Aushängeschild. Im realen Leben strebe ich auch Authentizität an, halte mich aber auch oft genug zurück. Man muss nicht zu allem seinen Senf geben. Will man von anderen ja auch nicht ungefragt.

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?

Nie. Abends gucke ich bewusst fern. Die Phasen, in denen der Fernseher nebenbei lief, gehen zurück in kinderlose Zeiten. Heute schalte ich das TV-Gerät nicht mal mehr an, wenn ich alleine bin. Die Zeit für mich nutze ich bewusster. Zum Beispiel zum Lesen, Meditieren, Musik hören oder bloggen.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?

Aus meiner Vergangenheit fällt mir tatsächlich keiner ein, den ich nicht schon aufgearbeitet habe. Aktuell schmerzen mich die Momente, in denen ich die Mutterrolle bedauere, obwohl ich ahne, dass auch sie zu einem größeren Prozess zu mir gehören und ihre Berechtigung haben.

126. Was kaufst du für deine letzten zehn Euro?

Ein Stück Baumrinde bei Depot.

127. Verliebst du dich schnell?

Innerhalb von Sekunden. Jeden Morgen neu, wenn ich die Augen öffne und meinen Mann neben mir liegen sehe.

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?

An all das, was mir gerade so durch den Kopf geht. Viel kann es nicht sein, ich schlafe innerhalb von Minuten ein.

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?

Zu kinderlosen Zeiten war es ganz klar der Samstag. Heute ist es der Montag, den ich herbeisehne.

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?

Die ersten Jahre Muttersein besser als befürchtet über die Bühne gebracht zu haben.

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gerne einmal einen Tag verbringen?

Mit dem Dalai-Lama (plus Dolmetscher).

132. Warst du schon einmal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?

Als Teenie schwärmte ich für Lance von ´NSYNC. Mittlerweile weiß ich, dass wir eh nie eine Chance gehabt hätten. Er steht auf Männer.

133. Was ist dein Traumberuf?

Ich freue mich für die Menschen, die mit Delfinen zusammenarbeiten können. Eine Zeit lang wollte ich Meeresbiologin werden und in Kanada freilebende Delfine studieren. Dann kam mir die Idee, Logopädin zu werden und bei Dolphin Aid in Florida zu arbeiten. Und nun lebe ich an der deutschen Nordseeküste und habe immerhin noch die klitzekleine Chance, mal aus der Ferne einen Delfin sichten zu können. Besser als nix!

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?

Es kommt auf die Person an. Meinen Mann und meine Mutter kann ich inzwischen sehr schnell und direkt um Hilfe bitten. Alle, die mir nicht so nahe stehen, müssen leider Gedanken lesen können, was leider im schlimmsten Fall auf allen Seiten zu Frust führt und Niemandem hilft.

135. Was kannst du nicht wegwerfen?

Es gibt fast nichts, was ich nicht wegwerfen kann; im Gegenteil bin ich eine Meisterin im Entrümpeln. Vor allem kann ich Dinge, die ihren Zenit noch nicht überschritten haben, gut ersetzen, sehr zum Leidwesen meines Mannes.

136. Welche Seite im Internet besuchst du täglich?

Meine eigene. Ohne meinen Blog wäre ich viel seltener online.

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis?

Gratis ja, aber nicht umsonst.

138. Hast du schon mal was gestohlen?

Ja, aber ich habe es auch wieder zurückgegeben. Das reicht glaube ich nicht für eine Diebes-Karriere.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast?

Gerne etwas aufwendiges wie Gulasch oder Rouladen. Ich liebe es, andere zu bekochen!

140. In welchem Laden möchtest du gerne einmal eine Minute lang gratis einkaufen?

In einem Taschenladen mit sündhaft teuren Handtaschen. Da kann man in einer Minute nicht viel falsch machen.

141. In welche Länder möchtest du noch reisen?

Aktuell steht Dänemark hoch im Kurs. Ansonsten würde ich gerne einmal mit meinem Mann eine Rucksack-Tour durch Schottland machen. Ich muss nur noch meinen Mann davon überzeugen.

142. Welche übernatürliche Kraft hättest du gerne?

Ich würde gerne mit Geistwesen und Verstorbenen kommunizieren.

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?

Das kann ich hier nicht sagen. Sonst tut sich der Boden erneut auf.

144. Welches Lied macht dir immer gute Laune?

The Pointer Sisters: Jump (For My Love)

145. Wie flexibel bist du?

Je weniger es um meine persönlichen Werte und Glaubenssätze geht, desto flexibler bin ich. Ich habe gelernt, dass Flexibilität gerade in größeren Dimensionen ein wichtiger Faktor ist, um Dinge, Situationen oder Personen loslassen zu können, auch, wenn es anfangs vielleicht ein schmerzhafter Schritt ist.

146. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du wirklich gern magst?

Ich habe mal eine Zeitlang Goudabrote mit Ketchup gegessen. Das würde ich heute nicht mehr tun. Ansonsten geht Leberwurst auf Rosinenbrot immer!

147. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?

Warten. Klingt einfach, ist es aber nicht immer gewesen. Nach soundsovielen Warteschlangen im Leben kommt irgendwann der Punkt, an dem man feststellt, dass es mit innerer Unruhe und Wutanfällen auch nicht schneller geht. Es bringt dich nur aus der Mitte. Seither erfreue ich mich an den paar Minuten Pause, die das Leben mir in Warteschlangen schenkt. Es sei denn, meine Kinder sind mit dabei.

148. Wo siehst du besser aus: Im Spiegel oder auf Fotos?

Meistens im Spiegel, da kann ich mir meine Gesichtszüge besser zurechtrücken.

149. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder für mehr Sport?

Weder noch. Ich esse was und soviel ich will und treibe keinen Sport. Tut mir leid, die Gene…

150. Führst du oft Selbstgespräche?

Andauernd in meinem Kopf. Es ist sehr lustig da drin.

151. Wofür warst du gern berühmt?

Ich war das Mädchen, das in der Grundschule beim augenärztlichen Sehtest die schwarze, dicke Brille (die, mit der man die Fliege in 3D auf dem Bild sehen konnte) kaputtgemacht hat.

152. Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden?

Solange ich es persönlich nehme fühle ich mich, als sei ich nicht gut genug gewesen. Je mehr du erkennst, dass Ablehnung eher mit den Interessen deines Gegenüber zu tun hast, desto weniger berührt es dich.

153. Wen würdest du gern besser kennenlernen?

Meinen Vater.

154. Duftest du immer gut?

Das will ich hoffen! Allerdings trage ich nur zu besonderen Anlässen Parfum, ich mag nicht die ganze Zeit von einer Duftwolke umgeben sein.

155. Wie viele Bücher liest du pro Jahr?

Das kann ich pauschal nicht sagen. Mal eins, mal keins, mal dreiviertel. Das letzte Jahr über habe ich bestimmt über dreißig Stück ausgeliehen, da hatte ich einen richtigen Lauf.

156. Googelst du dich selbst?

Nein wozu? Ich weiß ja wohl am besten wer ich bin.

157. Welches historische Ereignis hättest du gerne mit eigenen Augen gesehen?

Es gibt nicht DAS Ereignis, bei dem ich gerne dabei gewesen wäre, allerdings hätte ich gerne den Malern von Wand- und Deckenmalereien in Kirchen und Kathedralen wie der Sixtinischen Kapelle über die Schulter geschaut. Vielleicht hätte ich gerne den Passagieren auf der Titanic zugewunken, als das Schiff zur Jungfernfahrt aufbrach. Und ich wäre zum Eröffnungskonzert der Carnegie Hall in New York gegangen.

158. Könntest du mit deinen Freundinnen zusammenwohnen?

Nein. Ein WG-Leben ist und war noch nie eine Option für mich. Egal, wie nett die Mädels wären.

159. Sprichst du mit Gegenständen?

„Hallo lieber Sessel, darf ich auf dir Platz nehmen?“ Ähm, nein, tue ich nicht.

160. Was ist dein größtes Defizit?

Ich wusste gar nicht, dass mir was fehlt.

161. Bist du ein Hundetyp oder ein Katzentyp?

Mal davon abgesehen, dass ich beide gerne mag, bin ich trotzdem eher ein Katzentyp. Solange sie nicht an meiner Tapete kratzen und nachts laut vor meinem Schlafzimmer miauen. Ich mag das verschmuste und dennoch distanzierte Wesen einer Katze.

162. Wie zeigst du, dass du jemanden nett findest?

Lächeln, im Gespräch interessiert nachfragen. Manchmal sage ich es der Person auch direkt ins Gesicht, dass ich sie mag.

163. Isst du eher, weil du Hunger oder Appetit hast?

Eindeutig, weil ich Hunger habe. Meistens ist der Punkt schon überschritten. Man erkennt es dann an meiner Laune.

164. Tanzt du manchmal vor dem Spiegel?

Das wäre mir tatsächlich vor meinem eigenen Spiegelbild zu peinlich.

165. In welcher Hinsicht bist du anders als andere Menschen?

Ich interessiere mich in vielem für Dinge, für die sich Gleichaltrige nicht besonders interessieren. Ich fühle mich tatsächlich oft wie eine alte Seele in einem jungen Körper.

166. Welchen Jugendfilm würdest du Kindern empfehlen?

Ocean Girl. Ich habe die Serie geliebt.

167. Bleibst du bei Partys bis zum Schluss?

In der Regel fangen Partys an, wenn ich ins Bett gehe.

168. Welchen Song hast du in letzter Zeit am liebsten gehört?

Talamanca: One Day

169. Bereitest du dich auf bestimmte Telefongespräche vor?

Wenn ich nicht gerade mit meiner Mutter oder meiner Schwester telefoniere, bereite ich mich auf alle Telefongespräche vor. Ich telefoniere nicht gerne.

170. Wann hast du zuletzt vor jemand anderem geweint?

Letztes Wochenende, vor meinem Mann. Nach dem emotional-berührenden Film.

171. Mit wem verbringst du am liebsten einen freien Tag?

Mit meinem Mann. Es sei denn, ich plane eine Pilgertour. Dann wähle ich meine Mutter.

172. Was war der beste Rat, den du je bekommen hast?

Vertraue deinem Herz, es kennt die Antwort.
Dicht gefolgt von: Schau hin, bevor du über die Straße gehst.

173. Was fällt dir ein, wenn du an Sommer denkst?

Sonne. Hitze. T-Shirt-Wetter. Kaputte Klimaanlagen in öffentlichen Verkehrsmitteln.

174. Wie duftet dein Lieblingsparfum?

Nach Rose, Patschuli, Orangenblüte und Vanille. Es ist „Miss Dior“ von Christian Dior.

175. Welche Kritik hat dich am stärksten getroffen?

Als Mutter, die zugibt, ihre Mutterrolle zeitweise zu bereuen, trifft mich vor allem Kritik der Art, ich würde meine Kinder nicht lieben. Ich denke das ist ein Grund, warum betroffene Mütter nicht offen über Regretting Motherhood sprechen möchten.

176. Wie findest du dein Aussehen?

Ich finde mich hübsch und möchte nichts an mir ändern.

177. Gehst du mit dir selbst freundlich um?

Immer. Ich finde nichts schlimmer, als sich selbst du beschimpfen, denn dann kannst du auch nicht wertschätzend auf andere zugehen. Letztens am Parkscheinautomat hat sich eine Frau neben mir plötzlich lautstark mit „Ich bin aber auch eine blöde Kuh!“ geäußert, weil sie irgendetwas falsch eingetippt hatte. Ich war ganz erschrocken und hätte sie am liebsten in den Arm genommen, um ihr zu sagen, dass sie sich nicht so beschimpfen sollte. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ bedeutet für mich, den zweiten Teil des Satzes nicht zu vernachlässigen.

178. Würdest du dich einer Schönheitsoperation unterziehen?

Nein. Ich möchte beim faszinierenden und natürlichen Prozess des Älterwerdens meines Körpers live und im Originalzustand dabei sein.

179. Welchen Film hast du mindestens fünf Mal gesehen?

Der Pferdeflüsterer. Cloud Atlas. 72 Stunden. Titanic. 96 Hours. Music of the heart.

180. Füllst du gern Tests aus?

Ab und an schon. Vor allem, wenn ich am Ende noch erfahre, welcher Märchenfigur ich ähnlich bin oder wie unterirdisch mein IQ ist.

181. Würdest du gern in eine frühere Zeit zurückversetzt werden?

Nein. Ich lebe gerne jetzt.

182. Wie egozentrisch bist du?

Angeblich soll es tatsächlich noch andere Menschen da Draußen geben.

183. Wie entspannst du dich am liebsten?

Alleine in meinem Lesesessel, mit guter Musik auf den Ohren und einer Zeitschrift in der Hand.

184. Fühlst du dich manchmal ausgeschlossen?

Zumindest bin ich nicht der Gruppenmensch, mit dem alle Welt kommuniziert. Manchmal fühle ich mich tatsächlich wie ein einsamer Wolf, der unbemerkt umherstreift und das Geschehen von außen betrachtet.

185. Worüber grübelst du häufig?

Über mein Muttersein.

186. Wie siehst du die Zukunft?

Sehr turbulent, aber mit einem guten Ausgang. Sowohl im Kleinen (mein eigenes Leben) als auch im Großen (die Welt).

187. Wann bist du deinem Partner zuerst aufgefallen?

Das müsstest du ihn wohl selbst fragen. Es muss aber in unserer Kindheit gewesen sein.

188. Welchem Familienmitglied ähnelst du am meisten?

Meinem Vater.

189. Wie verbringst du am liebsten deinen Abend?

Wieder in meinem Sessel. Entweder lesend oder bloggend. Anschließend schauen mein Mann und ich noch gemeinsam fern oder spielen etwas zusammen.

190. Wie unabhängig bist du in deinem Leben?

Seit ich Kinder habe gefühlt gar nicht mehr.

191. Ergreifst du häufig die Initiative?

Im Familienleben meistens. Es gibt mir das Gefühl von Kontrolle behalten und Selbstbestimmtheit.

192. An welches Haustier hast du gute Erinnerungen?

An mein Meerschweinchen und meine erste Katze.

193. Hast du genug finanzielle Ressourcen?

Es wird immer Leute geben, die mehr haben, aber mir genügt es.

194. Willst du für immer dort wohnen bleiben, wo du nun wohnst?

Ich denke, dieses Haus in dieser Stadt ist noch nicht die Endstation. Aber an der Nordsee werde ich definitiv bleiben!

195. Reagierst du empfindlich auf Kritik?

Manchmal nimmt mich Kritik noch tagelang mit, ein anderes Mal berührt sie mich kaum.

196. Hast du Angst vor Jemandem, den du kennst?

Nein.

197. Nimmst du dir oft Zeit für dich selbst?

So oft es geht! Und das ist manchmal noch zu wenig für mich.

198. Worüber hast du dich zuletzt kaputtgelacht?

Über eine Szene in „Sturm der Liebe“. Die Serie bringt mich oft zum Lachen.

199. Glaubst du alles, was du denkst?

Spannende Frage. Ich vertraue meiner Intuition und meinen Glaubenssätzen, allerdings gilt es auch aufzupassen, ob manches nicht übernommene Denkweisen und Glaubenssätze meiner Eltern aus meiner Kindheit sind, die ich schleichend übernommen habe. Da gilt es zu differenzieren. Außerdem finde ich es wichtig, verschiedene Positionen einzunehmen und zu verstehen. So denke ich teilweise auch Widersprüchliches und halte trotzdem beides für richtig.

(Zu Teil 3 geht es auf der nächsten Seite)