Lebensfragen

Ein weiteres Kind trotz Wochenbettdepression?

„Ich bin schwanger.“ Ich stand im Badezimmer, den Blick auf das Display des Schwangerschaftstests geheftet. Eine Überraschung war das für mich nicht. Die leise Ahnung begleitete mich schon eine ganze Weile. Eine Tür weiter warteten mein Mann und Maxi, denen ich gleich das Ergebnis präsentieren durfte. Der eine würde sich freuen, da war ich mir sicher, der andere höchstens unabsichtlich mit seinen winzigen Ärmchen rudern – schließlich war mein Erstgeborener gerade mal sechs Wochen alt und konnte noch keine Vorfreude auf ein zukünftiges Geschwisterchen aufbringen. Und ich? Konnte ich mich freuen? Immerhin beherrschten seit exakt ebendiesen sechs Wochen depressive Stimmungen mein Gemüt. Wochenbettdepressionen.

Mama-Momente

Mythos Babyorakel: Können Mütter das Geschlecht ihres Ungeborenen erahnen?

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Es gibt ja die dollsten Methoden, wie man in der Schwangerschaft angeblich herausfinden kann, ob man einen Jungen oder ein Mädchen erwartet – ganz ohne Ultraschallgerät versteht sich. Das fängt bei chinesischen Empfängniskalendern an und hört bei kuriosen Bauernregeln wieder auf („Wenn der Bauch spitz ist, wird’s ein Junge, ein runder Bauch deutet auf ein Mädchen hin“). Was all diese Tendenzen jedoch noch überlagert, ist die verbreitete Annahme, die werdende Mutter würde es schon wissen.

Gesellschaft

5 Lügen, die (werdende) Mütter nicht glauben dürfen

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1. Ein Kinderlachen macht allen Frust wieder wett.
2. Auch mit Baby kannst du dein altes Leben weiterleben.
3. Schlaf nachholen kannst du am Besten, wenn dein Baby schläft.
4. Gute Mütter lassen sich nicht stressen. Schon gar nicht von ihrem Wonneproppen.
5. Kinder können bei Lärm am Besten schlafen. Und im Auto sowieso.

Mama-Momente

5 Vorurteile zum Geburtsvorbereitungskurs

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So. Du bist nun also schwanger. Herzlichen Glückwunsch! Neben vielen anderen Fragen, die du dir in naher Zukunft stellen wirst (Wie nenne ich mein Kind? Werde ich bald auseinander gehen wie ein Hefekuchen? Und kann man Wehen mit Menstruationsbeschwerden vergleichen (nein, kannst du nicht!)?), kommt unweigerlich auch die Frage nach einem möglichen Geburtsvorbereitungskurs auf den Tisch. Will ich den überhaupt machen? Und wenn ja, bringt er überhaupt was für die Geburt? Eins kann ich dir auf jeden Fall versichern: Dein Baby wird auch ohne Kurs auf die Welt kommen. Garantiert! Es ist noch kein Kind im Mutterleib geblieben, nur weil die Mama die Atemübungen nicht vorbildlich nach Kursplan ausgeführt hat.

Lebensfragen

Das Kind braucht einen Namen

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Als ich gerade ein paar Wochen mit Maxi schwanger war und mein Mann mich vorsichtig fragte, ob ich denn schon eine Idee für einen Namen hätte, fiel er sichtlich hinten über, als ich ihm mit den Worten „Moment, ich hole mal die Liste“ antwortete. Wenn du jetzt Schnappatmung bekommst, bist du mit Sicherheit ein männlicher Mitleser. Alle Frauen werden mir jetzt ihrerseits die bereits vergilbte Liste unter die Nase halten.

Gesellschaft

Petition unterschreiben, trotz schlechter Erfahrung mit Hebamme?

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Nach aktuellem Stand gibt es bald keine freiberuflichen Hebammen mehr. Politiker und Versicherungen treiben einen ganzen Berufsstand nicht nur an den Rand der Verzweiflung, sondern gar an den Rand seiner Existenz. Im Internet kann Jeder eine virtuelle Unterschrift abgeben, um ein Zeichen zu setzen und auf die Wichtigkeit des Hebammen-Berufs aufmerksam zu machen. Aber was ist, wenn man während und nach der Schwangerschaft keine fürsorgliche Hebamme zur Unterstützung hatte? Wenn man in der Geburtshelferin nicht viel mehr sehen konnte, als eine Frau, die ihren Job mehr als lästige Pflicht, denn erfüllte Leidenschaft betrachtet? Soll man in diesem Fall auch unterschreiben?

Lebensfragen

Auch unter der Geburt die Contenance bewahren?

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„Also liebe Männer, Sie werden Ihre Frau bei der Geburt nicht wiedererkennen. Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass Sie während der Wehen angeschrien, aufs Übelste beschimpft oder sogar hinausgeworfen werden.“ An die Worte meiner Hebamme erinnere ich mich heute noch wie damals, als sie vor einer Gruppe von sechs Pärchen stand, die Hälfte der Anwesenden mit Kugelbauch, die andere Hälfte mit weit aufgerissenen Augen und Mündern, weil sie nicht glauben konnten, was die Geburtshelferin da sagte. Es war eine grausige Vorankündigung, der Ehekrach quasi schon vorprogrammiert.