Gesellschaft

Hochsensibel, freiheitsliebend schwanger: So gelingt der Start ins Muttersein leichter

Die schönste Zeit, seit ich Mutter bin, erlebte ich während meiner ersten Schwangerschaft. Voller Vorfreude auf das Leben zu Dritt ahnte ich noch nicht, welch schwere Zeiten einmal auf mich zukommen würden. Damals wusste ich weder etwas von meiner Hochsensibilität noch von meinem starken Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Zeit für mich. Natürlich merkte ich, dass ich bereits als kinderlose Frau sehr sensibel reagierte und gerne viel Zeit alleine verbrachte, aber ich nahm naiverweise an, dass diese Empfindungen mit der Geburt des ersehnten Kindes ganz alleine wie von Zauberhand verschwinden würden. Als ob mit dem Kind automatisch ein dickeres Fell dazugeliefert würde und sich der Wunsch, jemals wieder etwas ohne den Nachwuchs machen zu wollen, in Luft auflöste.

Mama-Momente

Sarah Elisabeth

Den Namen meiner Tochter trug ich schon lange in mir. Länger noch, als den Namen des Jungen, der zuerst seinen Platz auf dieser Welt einnehmen würde. Sarah mit biblischem Hintergrund, der Zweitname Elisabeth war meiner verstorbenen Oma gewidmet. Sarah Elisabeth hatte bereits einen festen Platz in meinem Herzen und es war nur eine Frage der Zeit, wann sie auch einen sichtbaren Platz unter meinem Herzen einnehmen würde. Es war im Jahr 2011, als ich schwanger wurde, aber schon schnell, noch vor dem entscheidenden Ultraschall, fühlte ich, dass mein Erstgeborenes ein Junge werden würde. Sarah Elisabeth wartete derweil noch in himmlischen Sphären auf ihre Niederkunft.

Im Dialog

Wie verläuft eine Psychotherapie für Mütter mit Gefühlschaos rund ums Wochenbett? Katharina aus Graz im Interview

Als ich nach der Geburt meines ersten Sohnes in ein tiefes Loch fiel, wusste ich nicht, wieso. Der Baby-Blues, der typische Heultag aufgrund hormoneller Veränderungen, hielt nun schon seit Wochen an, ich fühlte nur Leere und mich keinesfalls bereit für die Mutterrolle. Meine Hebamme speiste mich ab mit den Worten „Das wird schon wieder!“ und mein Frauenarzt war nicht der Typ Mensch, dem ich von meiner geheimsten Gefühlswelt, meiner Ablehnung gegenüber meines Kindes, erzählen wollte. Postpartale Depressionen sind leider immer noch ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Und wenn eine junge Mutter daran erkrankt, benötigt sie dringend fachliche Hilfe und die Gewissheit, dass sie nicht alleine damit ist.

Lebensfragen

Ein weiteres Kind trotz Wochenbettdepression?

„Ich bin schwanger.“ Ich stand im Badezimmer, den Blick auf das Display des Schwangerschaftstests geheftet. Eine Überraschung war das für mich nicht. Die leise Ahnung begleitete mich schon eine ganze Weile. Eine Tür weiter warteten mein Mann und Maxi, denen ich gleich das Ergebnis präsentieren durfte. Der eine würde sich freuen, da war ich mir sicher, der andere höchstens unabsichtlich mit seinen winzigen Ärmchen rudern – schließlich war mein Erstgeborener gerade mal sechs Wochen alt und konnte noch keine Vorfreude auf ein zukünftiges Geschwisterchen aufbringen. Und ich? Konnte ich mich freuen? Immerhin beherrschten seit exakt ebendiesen sechs Wochen depressive Stimmungen mein Gemüt. Wochenbettdepressionen.

Mama-Momente

Mythos Babyorakel: Können Mütter das Geschlecht ihres Ungeborenen erahnen?

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Es gibt ja die dollsten Methoden, wie man in der Schwangerschaft angeblich herausfinden kann, ob man einen Jungen oder ein Mädchen erwartet – ganz ohne Ultraschallgerät versteht sich. Das fängt bei chinesischen Empfängniskalendern an und hört bei kuriosen Bauernregeln wieder auf („Wenn der Bauch spitz ist, wird’s ein Junge, ein runder Bauch deutet auf ein Mädchen hin“). Was all diese Tendenzen jedoch noch überlagert, ist die verbreitete Annahme, die werdende Mutter würde es schon wissen.

Gesellschaft

5 Lügen, die (werdende) Mütter nicht glauben dürfen

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1. Ein Kinderlachen macht allen Frust wieder wett.
2. Auch mit Baby kannst du dein altes Leben weiterleben.
3. Schlaf nachholen kannst du am Besten, wenn dein Baby schläft.
4. Gute Mütter lassen sich nicht stressen. Schon gar nicht von ihrem Wonneproppen.
5. Kinder können bei Lärm am Besten schlafen. Und im Auto sowieso.

Mama-Momente

5 Vorurteile zum Geburtsvorbereitungskurs

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So. Du bist nun also schwanger. Herzlichen Glückwunsch! Neben vielen anderen Fragen, die du dir in naher Zukunft stellen wirst (Wie nenne ich mein Kind? Werde ich bald auseinander gehen wie ein Hefekuchen? Und kann man Wehen mit Menstruationsbeschwerden vergleichen (nein, kannst du nicht!)?), kommt unweigerlich auch die Frage nach einem möglichen Geburtsvorbereitungskurs auf den Tisch. Will ich den überhaupt machen? Und wenn ja, bringt er überhaupt was für die Geburt? Eins kann ich dir auf jeden Fall versichern: Dein Baby wird auch ohne Kurs auf die Welt kommen. Garantiert! Es ist noch kein Kind im Mutterleib geblieben, nur weil die Mama die Atemübungen nicht vorbildlich nach Kursplan ausgeführt hat.