Gesellschaft

Hochsensibel, freiheitsliebend schwanger: So gelingt der Start ins Muttersein leichter

Die schönste Zeit, seit ich Mutter bin, erlebte ich während meiner ersten Schwangerschaft. Voller Vorfreude auf das Leben zu Dritt ahnte ich noch nicht, welch schwere Zeiten einmal auf mich zukommen würden. Damals wusste ich weder etwas von meiner Hochsensibilität noch von meinem starken Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Zeit für mich. Natürlich merkte ich, dass ich bereits als kinderlose Frau sehr sensibel reagierte und gerne viel Zeit alleine verbrachte, aber ich nahm naiverweise an, dass diese Empfindungen mit der Geburt des ersehnten Kindes ganz alleine wie von Zauberhand verschwinden würden. Als ob mit dem Kind automatisch ein dickeres Fell dazugeliefert würde und sich der Wunsch, jemals wieder etwas ohne den Nachwuchs machen zu wollen, in Luft auflöste.

Lebensfragen

Das innere Kind

Das kleine Mädchen stand am Zaun, den Blick in meine Richtung gerichtet. Es wartete auf mich und ich erkannte es bereits von Weitem. Mit seiner roten Brille und den zwei Zöpfen, die an beiden Seiten des Kopfes keck nach Außen standen, erinnerte es mich sofort an mich früher. Natürlich tut es das, dachte ich bei mir selbst, während ich weiter auf den Zaun zuging, immerhin befand ich mich gerade auf einer inneren Reise zu mir selbst und begegnete gleich zum ersten Mal ganz bewusst meinem inneren Kind. Ein bisschen mulmig war mir schon zumute. Wie würde das kleine Mädchen auf meinen Besuch reagieren? Würde es sich freuen oder gar weglaufen, mich vielleicht sogar beschimpfen, weil ich mich so lange nicht um es gekümmert hatte? Ich atmete noch einmal tief durch und drückte dann entschlossen die Klinke des hölzernen Tores herunter, um meinem inneren Kind entgegen zu treten.

Im Dialog

„Mir ist es ein großes Anliegen, Mamas an ihre innere Weisheit wieder zu erinnern.“ Interview mit Intuitionscoach Ulrike Gorissen

Ulrike Gorissen ist Mutter. Und sie ist hochsensibel. Wahrscheinlich die beste Ausgangsposition, um sich als Coach für hochsensible Mütter und solche, die sich in ihrer Mutterrolle gestresst und überfordert fühlen, selbstständig zu machen. Dass Ulrike Gorissen nebenbei noch unglaublich sympathisch rüberkommt, war für mich ein echter Wohlfühlfaktor bei der Verwirklichung dieses Interviews!

Gesellschaft

Drahtseilakt am Feiertag aus Sicht einer hochsensiblen Mutter

Manche Monate im Leben mit Kleinkindern sind da, um schnellstmöglich überwunden zu werden. Ich erinnere mich da an die ewig lange Zeit, als die Babys noch nicht durchgeschlafen haben (ergo wir auch nicht) oder die Wochen, in denen die Dreimonatskolik unseres Jüngsten uns auf Trab gehalten hat. Heute, sechs Jahre später, liegen die Jungs im Schnitt länger als wir im Bett (beneidenswert!) und haben so selten Bauchschmerzen wie unsere Zimmerpflanzen auf der Fensterbank überleben (also nur hin und wieder mal). Und dennoch gibt es auch heute noch Monate, die mir den Angstschweiß ins Gesicht treiben und zu meinem persönlichen Endgegner werden. Ich meine einen im Speziellen und das ist in diesem Jahr der Mai.

Mama-Momente

5 Aktivitäten, die introvertierte hochsensible Mütter im Frühling machen sollten

Knospen an den Bäumen entfalten ihre Pracht, die ersten Blumen stecken im Garten ihre Köpfe aus der Erde, die Tage werden wieder länger und ein Hauch Leichtigkeit liegt in der Luft. Es ist unverkennbar: Der Frühling kommt! Und mit ihm zahlreiche Möglichkeiten, den Tagen wieder mehr Leben zu geben. Speziell für die Introvertierten unter uns hochsensiblen Müttern habe ich hier fünf Erlebnisse zusammengetragen, die wir uns diesen Frühling auf keinen Fall entgehen lassen sollten (aber natürlich dürfen die Extrovertierten auch mitmachen)!

Lebensfragen

Rückzug nach Innen durch Schweigen

Manchmal, da ruft sie förmlich nach mir: Stille, Hüterin von Wahrheit und Weisheit. Wenn der Trubel im Außen zu wild, die Welt da Draußen zu laut wird, dann sehne ich mich nach Rückzug, Ruhe und Geborgenheit. Ich glaube es ist kein Zufall, dass viele Hochsensible eine unstillbare Sehnsucht nach dieser Art der Ruhe verspüren. Die Hektik des Alltags, der Lärm einer Welt, in der es nur höher, schneller und weiter gibt, überfordert das überempfindliche Gemüt.

Gesellschaft

Warum Mütter, die ihre Mutterrolle bereuen, in unserer Gesellschaft die Arschkarte gezogen haben

Wenn du eine Mutter bist, die ihr Muttersein nicht als das große Glück empfindet, hast du in unserer Gesellschaft die Arschkarte gezogen. Oh, entschuldige bitte, jetzt habe ich mich auch noch einer unfeinen Ausdrucksweise bedient, also, wenn man es so nennen will, habe ich zweimal unangemessen agiert: Zum einen bedaure ich es oft genug, Mutter zu sein und zum anderen werfe ich jetzt auch noch mit unschönen Begriffen um mich. Nun, die Arschkarte nehme ich zurück, für meine Gefühle entschuldige ich mich nicht. Und auch nicht dafür, immer und immer wieder darüber zu bloggen, wenn ich von dem Kleinkindgehampel um mich herum mal wieder die Nase voll habe.

Mama-Momente

Heilenden Ausgleich erfahren in der Natur

Ich wachte auf und spürte, dass etwas anders war als sonst. Meine Gedanken hatten sich verlangsamt, genauso wie meine Bewegungen. Von Außen nicht sichtbar, aber ich merkte deutlich den Unterschied. Ich fühlte mich sanft eingehüllt wie in einer Blase und dennoch gleichzeitig mit allem verbunden. Ein angenehmes Gefühl, keine Frage, und ich kuschelte mich noch einmal unter meine Decke, ließ mich noch einmal vom Schlaf einlullen. Dünnhäutig, das war das erste Wort, das mir dazu einfiel, aber diesmal nicht im Negativen.

Lebensfragen

„Hättest du dir nicht vorher überlegen können, was es heißt, Kinder zu haben?“

Es ist wohl die am häufigsten gestellte Frage von Kritikern und ich muss gestehen: Wenn ich zum ersten Mal meinen eigenen Blog betreten würde mit all den Beiträgen zum Thema „Regretting Motherhood“ und denen mit dem Schlagwort „Mamafrust“ gekennzeichneten Postings, ich würde sicherlich verwundert, wenn nicht gar entsetzt die gleiche Frage stellen. Ja, warum bitte schön verfasse ich denn am laufenden Meter Texte, in denen es sich immer und immer wieder um den stressigen, nervigen und energiezehrenden Alltag als hochsensible Mutter dreht? Warum habe ich denn überhaupt Kinder in die Welt gesetzt? Weiß doch Jeder, dass Muttersein nicht nur Glück pur bedeutet, sondern auch mit einer gehörigen Portion Stress bestückt ist! Nimm dir einen heißen Kakao und ein paar von den Vanillekeksen (die auf dem Backblech sind noch warm!) aus meiner Küche und mache es dir bequem: Ich will dir gerne eine Antwort auf deine Fragen geben.