Mama-Momente

Weihnachten 2013 aus Mama’s Sicht


Heilig Abend

So. Jetzt ist das Jahr also wieder rum. Die Geschenke für Mann, Freunde, Verwandte und Kinder sind zum Glück endlich alle eingepackt, der Festtagsbraten ist gekauft, jetzt geht es ans Baum-Schmücken. Dafür nutze ich den Mittagsschlaf der Kinder, die sollen mit dem Weihnachtsbaum später überrascht werden. Bloß nicht, dass sie denken, ich hätte den Baum mit Kugeln und Schleifen verziert. Nein, das war das Christkind, das auch die Geschenke heimlich unter Besagten legt.

Aber erst muss ich schon mal den Nachtisch für morgen vorbereiten. Eine riesige Katastrophe erwartet mich, denn das Tiramisu ist so flüssig, dass es sich wie Suppe löffeln lässt. Wunderbar! Dann also Tiramisu zum Löffeln aus der Tasse. Not macht ja bekanntlich erfinderisch. So, jetzt aber schnell den Baum fertig schmücken. Die Kinder wollen nicht schlafen, also muss es noch schneller gehen. Und gleich wollen wir auch noch zum Spazieren in den Wald. Wie wird das erst, wenn die Kinder älter sind und wir auch noch die Kirche, Schlitten fahren und Weihnachtslieder-Singen in den Heilig Abend quetschen wollen? Egal, es bleibt keine Zeit zum Drüber Nachdenken, das kann ich nächstes Jahr immer noch.

So, wir sind wieder da, die Geschenke liegen unterm Baum, Rolf Zuckowski trällert „In der Weihnachtsbäckerei“, die Bescherung kann losgehen. Gott sei Dank sind die Kinder glücklich mit den neuen Duplo-Steinen. Maxi baut hohe Türme, mein Mann hilft tatkräftig mit und Mini steckt sich das neue Spielzeug zufrieden in den Mund. Endlich kann auch ich für ein paar Minuten entspannt neben meiner Familie auf dem Teppich verbringen. Noch schnell ein paar Fotos für die Nachwelt schießen, dann heißt es „Kinder ins Bett und ab in die Küche“. Die Gänsekeulen wollen noch gegessen werden.

1. Weihnachtsfeiertag

Ausschlafen ist mit Kindern in dem Alter noch nicht, also wird morgens um Sieben auf dem Teppich mit den neuen Bauklötzen gespielt. Ich verzichte auf den Nachmittagskaffee bei den lieben Verwandten und treffe lieber die letzten Vorbereitungen für abends. Gott sei Dank gönnt mir Mini noch eine halbe Stunde auf der Couch zu dösen. Dann stehen sie in der Tür, ein wenig gehetzt und doch voller Vorfreude und Erwartung: Meine liebsten und engsten Verwandten. Sie kommen von Fern und haben die Kinder lange nicht gesehen. Hoffentlich sind Mini und Maxi noch nicht zu müde für die Bescherung, nicht, dass die Familie enttäuscht ist, wenn die Kleinen die Begeisterung für das neue Müllauto heute nicht teilen können. Aber es geht alles gut. Jetzt die Kinder ins Bett bringen und vor den Augen der Gäste die festliche Tafel decken (früher ein No-Go, heute ein Umstand, den das Leben mit Kindern mit sich bringt). Ein wunderbarer Abend neigt sich dem Ende zu, jetzt schnell ins Bett, bald wachen Mini und Maxi wieder auf. Der morgige Tag wird eh noch mal anstrengend.

2. Weihnachtsfeiertag

Noch einmal wird geschmaust, beschenkt und gefeiert. Mit zwei müden und aufgedrehten Jungs eine Herausforderung für die Eltern, die doch auch nur besinnliche Weihnachten feiern wollen. Leider müssen wir früh gehen, es war doch grad so schön, aber schon müssen die Kinder ins Bett.

3. Weihnachtsfeiertag

Ja den 3. Weihnachtsfeiertag gibt es natürlich offiziell nicht. Aber für Eltern gibt es den schon. Die Kinder spielen friedlich mit ihren neuen Geschenken, der Mann hat frei und die Küche bleibt heute kalt. Nur Rolf Zuckowski und seine Freunde werden nicht müde, den Kindern etwas vorzusingen. Mit einem Glas Wein in der einen und selbstgebackenen Plätzchen von der Schwiegermutter in der anderen Hand, spüre ich auf einmal die weihnachtliche Stille. Die Ruhe, die jetzt endlich Platz gefunden hat, es sich bei uns gemütlich zu machen. Ja, jetzt ist wirklich Weihnachten!

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