Mama-Momente

Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt also. Den hatte sich mein Mann schon in der letzten Silvesternacht für den zwölften aller Monate gewünscht. Ich dachte an die fünf Buden und elf Glühweinstände in der Nachbarschaft und verkniff mir ein „Ist das ernsthaft ein Grund für unseren kinderfreien Tag im Monat?“ bis der Mann den entscheidenden Satz hinterher schob: „Natürlich suchen wir uns einen Schönen aus!“ So willigte ich – meinem Mann zuprostend- ein und dachte erstmal neun Monate lang nicht weiter über das Thema Weihnachtsmarkt nach. Bis zu dem Tag im Oktober, als ich in einer meiner Lieblingszeitschriften den Ausgehtipp des Monats erblickte: Der schönste Weihnachtsmarkt der Region, unbedingt hingehenswert, weil nostalgisch und mit Schloss und überhaupt. Schnell mal die dringend erneuerbar gehörte Website aufgerufen, um mir einen kleinen Überblick zu verschaffen, stand für mich schnell fest: Die Adresse müssen wir uns notieren! Also machten wir für diesen Freitag den Babysitter mit Übernachtungsservice für die Jungs klar und machten uns auf in Richtung Unbekannt.

Weihnachtsmärkte verbinde ich seit jeher mit folgenden Begriffen: Kalt, überfüllt, zu viele Fressbuden auf zu wenig Quadratmetern. Erst letzte Woche waren wir mit Freunden und unseren Kindern auf einem großen Weihnachtsmarkt, der fast alle drei Kriterien (und leider vor allem Punkt 2) erfüllte. Schön gelegen in einer historischen Altstadt, leider gekoppelt mit Verkaufsoffenem Sonntag und daher so voll, dass man eine Nummer hätte ziehen müssen, um mal am Stand seiner Wahl zu stöbern. Glücklicherweise hatten wir unsere Buggys dabei, so dass wir uns den Weg durch die Gassen freischieben konnten. Richtig zum Durchatmen kamen wir aber erst nachher wieder im Auto, als Jeder immerhin einen eigenen Quadratmeter für sich beanspruchen durfte. Meine Lust auf den geplanten Ausflug zum Weihnachtsmarkt in der Knüste hielt sich in Grenzen, immerhin würden wir uns ohne Kinder quetschen und uns am Glühweinstand die Enge schöntrinken können.

Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt
Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt
Und dann kamen wir am Freitagabend zur besten Ausgehzeit an – und Niemand war da. Na gut, Niemand stimmt natürlich nicht. Aber es gab weder Gequetsche noch Geschiebe durch die Massen. Selbst die Verkäufer an den Buden vertrieben sich die Zeit mit Glühweintrinken, Freunde-Anrufen oder Nebenbudenbesitzer-Anquatschen. Kein endloses Warten auf den Glühwein, kein Gedränge am Wurststand, keine wild leuchtenden Verkaufsbuden mit singenden Weihnachtsmännern aus Plastik. Dafür besinnliche Weihnachtsmusik aus den Lautsprechern, ein perfekt in Szene gesetztes Wasserschloss und überall Sitzmöglichkeiten an knisternden Lagerfeuern. Wir waren am Ziel unserer Träume! Ich kann Ihnen nur vorschwärmen von dieser traumhaften Atmosphäre, von den tausenden Lichtern (in jedem (!) Burgfenster stand eine leuchtende Kerze und überall standen brennende Fackeln) und der Liebe zum Detail! So einen schönen Weihnachtsmarkt habe ich wirklich noch nie gesehen! Dafür lohnte es sich sogar Eintritt zu bezahlen und den halben Weg vorher im Stau gestanden zu haben.
Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt
Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt

Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt
Mein Mann bestand auf seine Bratwurst, ich gönnte mir einen frisch geräucherten Lachs und gemeinsam tranken wir Glühwein am Lagerfeuer mit Blick in den klaren Sternenhimmel. Wir blieben über zwei Stunden (auch eine Premiere für meine bislang besuchten Weihnachtsmärkte), aßen frische Maronen und sahen bei der Zubereitung einer echten Feuerzangenbowle zu.Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt

Ich gebe dem kinderlosen Pärchentag im Dezember volle 5 von 5 Sternen. Diesen Abend werde ich so schnell nämlich nicht vergessen. Es war wie im Märchen (oder vielleicht war es ja sogar eins…).Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt

3 Gedanken zu „Im Dezember besuchten wir den schönsten Weihnachtsmarkt“

  1. Steffi sagt:

    Hallo Christine,

    Welcher tolle Weihnachtsmarkt war das denn? Ich gehe nämlich auch überhaupt nicht gerne auf diese überfüllten Weihnachtsmärkte und wäre für einen guten Tipp dankbar.

    Viele Grüße
    Steffi

      1. Steffi sagt:

        Hallo Christine,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort!
        Das ist ja praktisch, da ich auch aus NRW komme :-)

        Viele Grüße
        Steffi

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