Mama-Momente

5 Selbstverständlichkeiten, die ich als extrem empfindliche Mutter noch nie gemacht habe

Es gibt Dinge, die scheinen als Mutter so selbstverständlich zu sein, dass man über sie nicht nachdenkt. Man macht sie einfach. Was aber, wenn einem -trotz bester Absichten- die eigenen Empfindlichkeiten dabei im Weg stehen? Als hochsensibler Mutter begegne ich im Alltag mit meinen Kindern immer wieder solchen Hürden, die mich dann dazu verleiten, sie zu umschiffen und andere Wege zu finden, damit umzugehen. Hier ist meine Top 5!

1. Während der Autofahrt Kindermusik hören

Die Kinder kennen es nicht anders: Wenn sie bei mir mitfahren, müssen sie das hören, was Mama hören will. Meist ist das ruhige Jazz- und Chilloutmusik oder Radio. Ich habe noch nie Rolf Zuckowski & Co. das Zepter überlassen. Und auch Bibi Blocksberg, Leo Lausemaus und andere Hörspiele sind bei mir im Auto tabu.

Autofahren gehört für mich zu den wenigen Aktivitäten im Alltag mit Kind, bei denen ich noch (im wahrsten Sinne des Wortes) das Steuer in der Hand halte. DJ ist, wer fährt. Der Beifahrer darf mitbestimmen. Meine Kinder sitzen hinten. Und ich lasse mir weder von Rolf noch von Bibi ins Gesicht quaken, schon gar nicht im vollen Stadtverkehr oder beim Einparken, wenn ich mich konzentrieren muss.

Zuhause dürfen Mini und Maxi genug ihrer Musik und Geschichten hören. Passenderweise hat der Weihnachtsmann ihnen beim letzten Weihnachtsfest jeweils einen CD-Player fürs Kinderzimmer unter den Baum gelegt, sehr zur Freude der Brüder (und auch ihrer Eltern). Ansonsten gibt es auf den langen Autobahnfahrten Richtung Oma und Opa immer Hörspiele gegen die Langeweile. Ist ja auch Papas Auto. Mutti setzt sich derweil auf dem Beifahrersitz ihre Kopfhörer auf, reicht Snacks nach hinten und schreibt Blogtexte. So wie diesen hier.

2. Die Kinder mit auf die Toilette nehmen

Kennst du den Cartoon, auf dem ein Schaf mitten auf einer Wiese auf dem Klo sitzt, weit und breit ist niemand zu sehen, außer einer kleinen Schäfchenwolke, die vorbeizieht? Das Schaf blickt besorgt nach oben und in seiner Denkblase steht: „Ich kann nicht, wenn jemand guckt.“ Dieses Schaf repräsentiert mich zu hundert Prozent. Meine Blase kann noch so voll sein, es tut sich bei mir nichts, wenn ich nicht alleine im Stillen Örtchen bin. Genauso wenig, wenn ich weiß, dass jemand zuhören könnte. Läuft jemand vor der Klotür herum oder wartet gar darauf, dass ich fertig werde, passiert bei mir nichts, da kann ich noch so sehr „müssen“ müssen.

5 Selbstverständlichkeiten, die ich als extrem empfindliche Mutter noch nie gemacht habeGemeinsame Disco-Toilettenbesuche als Jugendliche mit der besten Freundin mussten ein ums andere Mal abgebrochen werden. Und auch auf Raststätten klappt es bei mir mit dem Blase-Entleeren nur, wenn ich alleine bin oder wenn zumindest irgendwo hörbar eine Klospülung, ein Wasserhahn oder ein Händetrockner betätigt wird (was Gott sei Dank häufig vorkommt, sonst wäre es für mich wohl schwierig, überhaupt unterwegs eine Pipipause einzulegen).

Den typischen Mutterwunsch „Wann kann ich endlich mal wieder alleine aufs Klo gehen?“ musste ich nie äußern.

Natürlich gilt dieses Toiletten-Hemmnis auch in Bezug auf meine eigenen Kinder. Aus dem Grund habe ich seit der Geburt nie ein Kind mit auf die Toilette genommen, wenn ich mal musste. Ich erinnere mich nur an eine einzige Situation auf einer Schiffsreise, in der ich unseren Mini im Tragetuch hatte und dringend noch einmal eine Toilette für mich aufsuchen musste. Da es zu kompliziert für mich war, den Sohnemann für die zwei Minuten herauszunehmen (und er noch zu klein war, um zu verstehen, wo er sich befand), betrachte ich es im Nachhinein als historisches Ereignis, dass er bei diesem Erlebnis dabei war.

3. Die Reste der Kinder essen

Früher, wenn wir als Kinder unseren Teller nicht leer aßen, gab es immer Jemanden, der sich dann erbarmte (manches Mal vielleicht sogar freute), sich unseren Teller schnappte (im schlimmsten Fall mitsamt Besteck, Gott bewahre!) und die Reste aufaß.

Ich kann das nicht. Ich ekle mich davor, nicht nur, wenn die Speise auf den Kindertellern nicht mehr im Original zu erkennen ist und ich mein eigenes Besteck benutzen dürfte. Ich tue es auch dann nicht. Genauso wenig mag ich am Eis meines Sohnes lecken, das er mir freundlicherweise zum Probeschlecken hinhält. Oder wenn ich mal seinen superleckeren Erdbeerlolli kosten soll. Oder wenn es unterwegs keinen Trinkbecher gibt und wir alle aus derselben Flasche trinken müssen.

Ich würde im Leben kein benutztes Kaugummi zu Ende kauen oder einen zur Hälfte abgenagten Apfel weiteressen.

5 Selbstverständlichkeiten, die ich als extrem empfindliche Mutter noch nie gemacht habeDas ist wie mit lautem Geschmatze zu Tisch, jenes zählt zu den Geräuschen, die mir die Nackenhaare aufstellen. Aus diesem Grund kann ich es ebenso wenig ertragen, wenn mein Mann neben mir auf dem Sofa alleine hörbar Chips futtert. Ich muss mich dann wegsetzen oder mitessen (in 99% der Fälle entscheide ich mich für letzteres).

Oder früher, als meine Kinder in dem Alter waren, in dem sie alles in den Mund nahmen, und am liebsten zu meinem Schlüsselbund griffen. Unzählige Mütter (auch meine eigene) versuchten mich davon zu überzeugen, wie schön das für Kleinkinder sei, die alltäglichen Gebrauchsgegenstände ihrer Eltern benutzen und erfühlen zu können. Es gehöre nun mal dazu, dass Kinder in dem Alter dies mit ihrem Mund tun. Meine Kinder kamen dennoch nicht in den Genuss.

4. Kissenschlacht im Elternbett veranstalten

So habe ich mir das Szenario vor der Geburt ausgemalt:

Ein verregneter Sonntagmorgen, die Kinder haben im Familienbett geschlafen, bzw. sind sie morgens ins Bett der Eltern hineingekrochen. Nun sind alle wach und munter und haben Lust auf eine ordentliche Kissenschlacht. Alle erfreuen sich an der ausgelassenen Stimmung und die Kinder erzählen später noch ihren Enkeln von diesem wöchentlichen Morgenritual.

Die Realität:

My home ist my castle. Mein Schlafzimmer ist mein Schloss, mein Hoheitsgebiet, meine zweite Haut in einem Wohnkörper, der an allen Ecken und Enden von Kindern regiert wird. Nach der Geburt meines Ältesten wurde dieser Raum zu meinem intimsten Rückzugsort und das ist er auch heute noch. Hier bin ich für mich, hier muss ich nicht Mutter sein, hier will ich auch nicht gestört werden, und schon gar nicht nachts. Die schlimmste Nacht des Jahres ist für mich Silvester, wenn zwei verängstigte Kinder bei uns im Bett schlafen wollen.

5 Selbstverständlichkeiten, die ich als extrem empfindliche Mutter noch nie gemacht habeDer Traum vom Familienbett war nach der Schwangerschaft ganz fix ausgeträumt, jedes Geschmatze aus dem nebenstehenden Stubenwagen hat mich schon verrückt gemacht, noch schlimmer war und ist unruhiges Gehampel in meinem Bett. Wenn die Kinder nachts zu uns kommen, weil sie Angst haben oder es ihnen nicht gut geht, müssen sie zu der Bettseite gehen, auf der mein Mann schläft. Ihm macht es weniger aus, wenn sein Schlaf unterbrochen wird. Eine Kissenschlacht hat noch nie bei uns stattgefunden, so sehr ich es den Kindern gegönnt hätte. Vielleicht kommt es irgendwann noch, wenn mein innerer Wachhund nicht mehr jedes Mal laut bellt, sondern nur noch leicht nervös mit dem Schwanz zuckt.

5. Freunde meiner Kinder nach Hause einladen

Ich gebe zu, die Vorstellung alleine ist für mich beinahe so nervenaufreibend, wie einen Kindergeburtstag mit einer ganzen Horde Kinder zu organisieren: Einen Kindergartenfreund meiner Söhne für ein paar Stunden bei uns zu Hause zu beherbergen, ist für mich die extreme Erweiterung zur Beaufsichtigung meiner eigenen Kinder. Mini und Maxi genügen mir ehrlich gesagt als „Herumwusel-Faktor“. Fremde bzw. noch weitere Kinder in meinen eigenen Vier Wänden zu betreuen wäre noch eine Hausnummer stressiger. Interessanterweise war dies aber auch noch nie groß Thema bei meinen Söhnen, weshalb ich bislang um die Rolle der Gastmutter herumkam.

Nun müssen meine Kinder natürlich trotzdem nicht auf ihre Spielkameraden verzichten. Zum einen sehen sie diese fünf Tage die Woche im Kindergarten, zum anderen treffen sie die meisten von ihnen noch zusätzlich dienstags in der Turngruppe oder im Sommer nachmittags auf dem Spielplatz. Sie waren auch schon das eine oder andere Mal bei Freunden zu Besuch. Nur bei uns zuhause war eben noch kein Kind, vom Kindergeburtstag mal abgesehen.

Bald wird sich das ändern. Nicht erst im Sommer, wenn Mini und Maxi in die Schule kommen. Ich habe mit einer Kindergartenmutti schon ausgemacht, dass ihre Tochter Linda unseren Maxi demnächst gerne mal besuchen darf. Die beiden mögen sich so gerne und außerdem möchte ich für den Schulalltag schon mal üben, wenn es Standard wird, dass regelmäßig noch zwei Mitschüler am Abendbrottisch sitzen. Von Lindas Mama habe ich erfahren, dass die Sechsjährige selbst auch noch nie Kinderbesuch zuhause empfangen hat, geschweige denn bei anderen Freunden zuhause war. Man wächst ja an seinen Aufgaben. Und für eine ungeübte Mutti wie mich scheinen das genau die richtigen Voraussetzungen zu sein!

13 Gedanken zu „5 Selbstverständlichkeiten, die ich als extrem empfindliche Mutter noch nie gemacht habe“

  1. SilkeAusL sagt:

    Ah, gut, es geht nicht nur mir so mit diesem Kinderbesuch! Und da kann ich dann gleich noch eine Horrorstory erzählen, in der auch eine Toilette vor kommt. Denn meinen Kindern ist es total egal, wenn ich gerade auf Toilette sitze, GERADE dann ist was wichtiges oder es wird sich ganz furchtbar gestritten und geschlagen!
    So trug es sich zu, dass neben meinen beiden Kindern noch DREI weitere Mädchen hier herum wuselten und ich doch mal aufs Klo musste. Aus o.g.Gründen habe ich dann doch mal abgeschlossen. Ende vom Lied: die Große wackelt von außen an der Türklinke und die Tür verkantet sich. Da blieb mir nichts anderes übrig, als die Tür aufzutreten(sie geht gsd nach außen auf), da ich alleine in der Wohnung war.
    Ich drücke mich auch aus diesen Gründen schon seit Anfang Dezember vor dem Kindergeburtstag, weil ich einfach nicht weiß, wie ich es alleine schaffen soll!
    Jetzt wo die Große in der Schule ist, ist es bei uns nicht mehr geworden mit den Kids zu Hause, da die Betreuung bis um 16 Uhr geht und gerade jetzt im Winter ist danach auch quasi Feierabend.
    Und Familienbett gibt es hier bestimmt noch die nächsten 6 oder 7 Jahre, im Moment dann auch wieder mit hustendem Kind 😢(da freue ich mich heute Nacht schon drauf…).

    Ich hoffe auf eine ruhige Nacht
    Gruß Silke

    1. Christine sagt:

      Silke!! Ich habe deine wunderbaren Anekdoten schon vermisst! Herrlich mit der Toilettentür!! :-D
      Ich wünsche dir einen möglichst unfallfreien Kindergeburtstag, wenn das bei euch überhaupt möglich ist ;-)
      Ganz liebe Grüße!!

  2. Nina sagt:

    Unglaublich. Exakt all diese Dinge tu ich aus exakt den gleichen Gründen auch nicht:)

    1. Christine sagt:

      Das ist wirklich unglaublich, dass es dir ganz genauso geht!! :)

  3. Ilona sagt:

    Liebe Christine,
    ist das nicht normal? :=) So schön Deine Schilderung zu lesen – ich kann alles unterschreiben.
    Zum Thema Autofahrt bzw. Musik haben bei uns beide Kinder Kopfhörer bekommen, so dass jeder Musik und Hörbücher hören kann, ohne dass die anderen in Mitleidenschaft gezogen werden (selbst zuhause). Zu Weihnachten habe ich jetzt noch einen Kopfhörer zur Lärmunterdrückung und/oder zum Musikhören geschenkt bekommen – herrlich.
    Kinder auf die Toilette geht gar nicht. Das ist doch der einzige Ort, wo es möglich ist, sich ungestört zurückzuziehen. Sozusagen für die kurze Auszeit zwischendurch. Als Du beschrieben hast, wie es Dir geht mit angefangenen Äpfeln oder dem Eis hat es mich schaurig geschüttelt. Mir ging es schon so, als die Jungs klein waren – Schnuller abschlecken, Milchflasche versuchen etc. grauenhaft, geht gar nicht – zumal es ja auch aus zahnärztlicher Sicht nicht getan werden sollte (zumindest mein Zahnarzt hat mir stark ins Gewissen geredet, nichts abzuschlecken etc., der Hinweis kam gerade richtig). Und die Kinder im Bett, das ist tatsächlich so eine Sache. Leider lässt es sich nicht immer vermeiden – im schlimmsten Fall wandere ich dann einfach aufs Sofa aus. Und natürlich schläft der Papa auf der Türseite. Am schönsten fand ich den Punkt mit dem Kinder einladen. Da habe ich tatsächlich immer wieder ein schlechtes Gewissen und finde es unglaublich entspannend, es bei Dir zu lesen. Noch mehr Kinder im Haus gibt es bei uns nur wenn der Papa da ist und ich nicht die Verantwortung habe. Ja, wir lieben empfindlichen Mamas… Da tut es gut zu lesen, dass es anderen genauso geht. Danke Dir an dieser Stelle einmal wieder für Deine Schilderungen aus dem Leben!

  4. Dresden Mutti sagt:

    Ein sehr interessanter Artikel, in dem ich mich ehrlich gesagt nicht selbst wiederfinde, aber gerade das macht ja solche Beiträge spannend. Danke für den Einblick in deine persönliche Welt :-). Bei uns wuseln immer sehr viele Kinder durch die Wohnung (wir wohnen in einer Großstadt und haben schon alleine in unserem Haus 14 Kinder wohnen) und ich esse mit Vorliebe die Reste auf. Das mit der Toilette hat mich irritiert, aber dann fiel mir ein, dass unsere Bonner Toilette außerhalb der Wohnung lag und eine Etage drunter – ich hätte für einen alleinigen Toilettengang Baby und Kleinkind alleine in der Wohnung lassen müssen. Also klar, dass es bei mir nicht ging. Herzliche Grüße aus Dresden

  5. Jasmin sagt:

    Liebe Christine,

    als (eher) stille Mitleserin und (noch) Nicht-Mutter, muss ich diesmal was schreiben, weil ich mich in deinen Artikeln immer wieder finde (auch ohne Kind). Vor allem über die Geräuschempfindlichkeit musste ich so lachen, aber nicht, weil ich es so komisch finde, sondern weil ich ganz genauso bin. Meine gesamte Familie hält mich für verrückt und überempfindlich und seltsam, aber ich halte vor allem Schmatzgeräusche, lautes Kaugummi kaufen, Chips und Popcornessen neben mir (was mir schon so manchen Kino-Besuch vermiest hat und ich seitdem immer Ohrenstöpsel mithabe :-)) überhaupt nicht aus. Abbeissen von einer rohen Karotte neben mir und dann kauen? Geht überhaupt nicht. Ich muss mich wegsetzen. Manchmal ärgere ich mich selbst, wie ich mich anstelle, aber ich kann nicht anders, es nervt mich einfach so sehr.

    Alles Liebe,
    Jasmin

  6. Birgit sagt:

    Liebe Christine, oh ja, wie Recht Du hast! Kann ich nur bestätigen und halte diese Dinge genauso. Es ist gut für die Kinder, wenn sie lernen, sich an Erwachsene anzupassen und nicht umgekehrt die Erwachsenen lernen, sich permanent an ihre nervigen Kinder anzupassen. Von demher finde ich es gut, wenn Kinder lernen, dass Erwachsene eben im Auto Erwachsenenmusik hören und sie sich hinten ruhig zu verhalten haben, denn sonst drehen die Eltern sofort um und fahren wieder nach Hause (z.B. auf dem Weg zu einem Fam.ausflug) und dass dies ganz normal ist. Dass es einen Raum im Haus /Whg. gibt, der Tabu ist und in dem die Kinder nix verloren haben, weil da die Eltern ein „Lieespaar“ sind. Sollte eigentlich ganz normal sein – früher war es das. Genauso sollte es normal sein, dass man Mama nicht nervt, wenn diese auf dem WC sitzt, denn umgekehrt hassen es die Kleinen ja auch wenn man die stundenlange Stuhlgangsitzung unsanft unterbricht. Gleiches Recht für Alle! Und wenn die Kinder sich nicht daran halten, dann gibt es eben abends keine Geschichte oder TV Konsum wird eingeschränkt etc.
    Da werde ich jetzt immer besser, meine Kinder an mich anzupassen und nicht umgekehrt ich mich an sie. Dinge, die ich hasse, werden unterbunden bzw. geahndet und Dinge, die ich mag, werden ausgebaut und forciert. So einfach ist das.
    Und am Schluss werden dann aus diesen Kreaturen liebevolle, empathische rücksichtsvolle Wesen. Unglaublich – aber wahr! Kann es gerade selbst an meinem Grossen sehen :-)
    Deshalb lass Dir bitte nicht einreden, dass Du „egoistisch“ seist, wenn Du Dich so verhälst als Mutter. Die Gesellschaft hat komplett das gesunde Mass verloren, wie man mit Kindern umgehen sollte. Jetzt ist alles ins Gegenteil umgeschlagen: Verwöhnung, in Watte packen und Eltern die sich permanent an ihre Kinder anpassen und sich von diesen steuern lassen ist jetzt das gesellschaftliche Motto. Davon kann ich mich nur mit Grauen abwenden.

    1. Magdalena sagt:

      Jeder Mensch ist gleichwertig und egal wie klein/gross/alt/jung ein Mensch ist so verdient jeder das gleiche Maß an Respekt. Man kann keine Kinder erziehen, nur anleiten. Und das geht nur mit gegenseitigen Verständnis und Kompromissen. Klar sind die Eltern der „Chef“, aber es muss ja nicht gleich wie im Militärlager zugehen.

      1. Birgit sagt:

        Militärlager? Witzig, wenn Du es so nennen willst. Bei mir funktionierts. Und beide Kinder sind nett, ruecksichtsvoll, empathisch und haben eine hohe Frustrationstoleranz.

  7. Linda sagt:

    Oh man, du kommst auf Nähe ja gar nicht klar. Hoffentlich ist das nicht schon an deine Kinder weitergegeben.

    1. Christine sagt:

      Ja, tatsächlich habe ich Schwierigkeiten in Punkto Nähe zu meinen Kindern zulassen.
      Ich frage mich dennoch, was die Absicht deiner Aussage ist.
      Ist es eine reine, sachliche Feststellung, quasi eine Zusammenfassung meiner Schwäche?
      Oder ist es eine Bewertung, eine Anklage, weil ich nicht perfekt funktioniere, wie ein Mensch, eine Mutter in deinen Augen zu denken/fühlen/handeln hat?
      Oder aber ist es echtes Mitgefühl? Wenn das der Fall ist, nehme ich es gerne an, so wie sicher jede Mutter in einer ähnlichen Situation wie meiner gerne mehr Mitgefühl und Verständnis seitens der Gesellschaft und anderer Mütter hätte.
      In jedem anderen Fall möchte ich dir den gutgemeinten Rat geben, beim nächsten Mal, wenn du irgendwen im Internet an den Pranger stellen möchtest, zuerst einmal kurz an deine eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten zu denken und dich dann zu fragen, ob du es gutheißen würdest, wenn jemand Fremdes darauf herumhackt, ohne dich und deine Situation in ihrer Ganzheit zu kennen.

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