Mama-Momente

Balkonarbeiten und selbstgebackener Sandkuchen

Heute war seit Langem mal wieder ein kompletter Mama-Mini-Maxi-Tag. Normalerweise verbringt Maxi seine Nachmittage entweder bei Oma und Opa oder wir beide fahren einkaufen. Und da heute Freitag ist, hätte ich eigentlich meinen freien Nachmittag, den ich ja üblicherweise bei meiner eigenen Mutter verbringe.

Doch die ist derzeit für ein paar Tage im Urlaub, also kamen meine beiden Kinder in den Genuss meiner Anwesenheit. Der Vormittag verlief noch völlig unspektakulär: Wäsche waschen, Wäsche bügeln, Mittagessen vorbereiten, Vormittagsschlaf der Kinder mit Lernen für meine Ausbildung verbringen, danach Mittagessen mit dem Papa, der in seiner Büropause gerne zuhause is(s)t.

Für den Nachmittag hatte ich mir dann etwas Schönes für Draußen ausgedacht. Der Balkon, der schon seit Wochen hätte Frühlingsfit gemacht werden sollen, wurde nun von insgesamt sechs Händen bearbeitet. Mama rupfte Unkraut, stutze Gewächse, entsorgte vergammelte Blumen (ja so was gibt es tatsächlich bei uns, bzw. jetzt zum Glück nicht mehr) und reinigte die Regenrinne. Maxi schnappte sich voller Begeisterung den Schrubber und fegte enthusiastisch über den Steinboden, während Mini es schaffte -fantasievoll wie ein Anderthalbjähriger so ist-, seine Füße in die volle Regenrinne zu stecken. Nachdem sieben Tüten Biomüll gefüllt waren, der Balkon ansehnlich hergerichtet und der Stopfen der Regenrinne auf die Terrasse der Nachbarn geworfen wurde, näherte sich der erste Programmpunkt auf meiner Tagesliste auch dem Ende zu.

Balkonarbeiten und selbstgebackener SandkuchenMini und Maxi wurden (aufgrund der vielen Entengrütze [aus unserem imaginären Ententeich] an ihren Klamotten) erstmal umgezogen, bevor es dann erneut nach Draußen ging. Diesmal aber vor die Haustür. Mit einer großen Tasche, vollgepackt mit Sandspielzeug, Gemüsesticks und reichlich Feuchttüchern, Mini im Tragetuch und Maxi an der Hand ging es dann los zu einem Naherholungsgebiet nicht weit von uns. Die Kinder kannten das Ziel nicht, aber selbst nach 45 Minuten Fußmarsch bergauf und bergab gab es kein Gequengel.

Trotzdem seufzten alle (inklusive meiner Bandscheiben) erleichtert auf, als am Horizont Rutsche, Schaukel und Sandkasten auftauchten. Innerhalb von zehn Minuten wurde es brechend voll, Jeder trat Jedem auf die Füße und ich fragte mich, aus welchen Löchern die anderen Familien plötzlich gekrochen kamen. Und so kam auch ich mal wieder seit Langem in den Genuss von lauten Kindern, kreischenden Kindern, lauten Müttern, kreischenden Müttern, Helikopter-Eltern und dem kompletten Gegenteil („Kein Wunder, wenn du jetzt heulst, ich hab dir gesagt, du sollst nicht so nah an dem schaukelnden Mädchen spielen!“).

Balkonarbeiten und selbstgebackener SandkuchenSo vergnügten Maxi, Mini und ich uns etwa eine Stunde beim Sandkuchen-Backen, Sandeimer-Auskippen und um-die-Rutsche-Laufen (die „größeren“ Spielgeräte sind unseren Jungs noch nicht ganz so geheuer, vielleicht lag es aber auch an dem Massenandrang). Pünktlich zur Abendbrotzeit kam dann glücklicherweise auch der Papa dazu, der die müdegelaufene Familie einfach ins Auto packte und nach Hause kutschierte.

Und jetzt sitze ich hier auf dem Sofa, gucke den Blaumeisen auf dem sauberen Balkon zu, schreibe den Baby-Blog-Eintrag und erinnere mich gerne noch einmal zurück an die schönen Stunden mit meinen ach so angenehmen Kindern.

Ein Gedanke zu „Balkonarbeiten und selbstgebackener Sandkuchen“

  1. Sabrina sagt:

    Hallo,

    also ich bin total begeistert von diesem blog. Ich habe mir mehrere Blogs bei Brigitte-Mom angesehen und war teilweise echt genervt von so wenig Übersicht und langweiligem „gebrabbel“. Aber diese Seite ist echt genial! Total übersichtlich und schnell zu greifen und dann diese spannenden gut lesbaren Texte. Nur zu empfehlen! Weiter so!

    Sabrina

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