Mama-Momente

Babybecken statt Beautytempel


Wenn eine Frau dringend Entspannung benötigt, besucht sie ein SPA. Und was macht eine Mutter in diesem Fall, die Mann und Kinder nicht zuhause im Stich lassen will? Sie schnappt sich ein Kind und fährt ins nächstbeste Schwimmbad. Wie bitte? Das soll einer Wellness-Therme Konkurrenz machen? Noch dazu mit 2 1/2-jährigem Anhang?

Nunja, sicher, es ist etwas schöngeredet, aber dazu ist man in der Rolle als Mutter ja sowieso des Öfteren verpflichtet. Als mir eine Freundin vor ein paar Tagen unser gemeinsames Mutter-Kind-Treffen kurzfristig absagen musste, disponierte ich ebenso kurzfristig um und beschloss, den Nachmittag mit Maxi im Babybecken des naheliegenden Schwimmbads zu verbringen. Das Komplizierteste an Allem waren eigentlich die Absprachen vorher.

Als Kinderloser muss man ja bei einer Planänderung oft nicht das Telefonbuch rauf und runtertelefonieren. Heute Restaurant statt Kino? Okay, fahren wir los zum Chinesen! Fertig. Bei einer Mutter wie mir klingt das so: Schwimmbad? Ok, erstmal fragen, ob der Mann heute Termine hat und das Auto braucht. Hat bzw. braucht er nicht. Check. Gucken, wie die Mittagessenplanung für den Tag aussieht. Check. Dann die Omi fragen, ob sie Mini heute statt morgen nehmen kann. Kann sie, aber sie will den Nachmittag bei ihren eigenen Eltern verbringen. Rückruf, ob sie Mini mitnehmen darf. Darf sie. Noch ein letzter Uhrzeitenabgleich, wann wir Mini wo wieder abholen sollen und ob das die Schwimmbadaufenthaltsdauer verkürzen würde. Tut es nicht. Check. Und schon ist das Frühstück mit Abchecken verplant. Macht wacher als jede Tasse Kaffee!Babybecken statt Beautytempel

Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Der Parkplatz war zwar mindestens genauso rappelvoll wie jeder Quadratmeter im Nichtschwimmerbecken, nur den Weg zum Babybecken konnte oder wollte Niemand finden. Meine Befürchtungen, Maxi könnte sich erneut, wie damals beim Babyschwimmen, nicht für das Wasser begeistern, waren allesamt umsonst. Nun gut, vielleicht lag es auch daran, dass diesmal keine herabhängenden Kabel aus der Deckenwand vom eigentlichen Spielspaß ablenken konnten.

Zuerst vorsichtig, dann immer mutiger, stürzte sich mein kleiner Großer ins kühle Nass (kühl trifft es tatsächlich. Muckelig warm ist was anderes, aber immerhin war es kein Eiswasser wie damals mit Mini). Mama setzte sich daneben, teilte sich das Wasser lediglich mit ihrem Sohn und dem grünen Krokodil und genoss die stille Atmosphäre.Babybecken statt Beautytempel
Babybecken statt Beautytempel
Babybecken statt Beautytempel
Babybecken statt Beautytempel

Ganze 50 Minuten hatten wir das Babybecken für uns, danach kamen ein paar mehr oder weniger kleine Störenfriede Kinder, die für viel Action sorgten. Aber auch das tat unserem schönen Nachmittag keinen Abbruch. Es ist immer wieder nett, zum Zwangsbelauscher delegiert zu werden, bei Gesprächen, deren Inhalt man gar nicht hören will, aber immerhin bekommt man auch mal wieder Input von der Außenwelt und Einblicke in Andererleuts Erziehungsstil.

Nach Anderthalb Stunden verließen wir das Bad wieder. Mama entspannt und Maxi glücklich. Was will man mehr?Babybecken statt Beautytempel

3 Gedanken zu „Babybecken statt Beautytempel“

  1. Kristina sagt:

    Na das klingt wirklich nach einen gelungenen Tag! Schön, dass ihr so viel Spaß hattet!

  2. Mina sagt:

    Hallo!
    Hört sich wirklich nach einen entspannten Schwimmbadbesuch an. MiniHeld fängt sofort an zu heulen, sobald wir von den Kabinen in die Schwimmhalle kommen und ihm klar wird, dass ich ihn wirklich dort hin gebracht habe ;)
    Liebe Grüße
    aus dem HeldenNest

    1. Christine sagt:

      Liebe Mina,
      ich glaube, schon bald wird sich das Blatt drehen, auch wenn es momentan noch nicht danach aussieht. Maxi mochte früher weder Badewanne noch Babyschwimmen und heute will er am Liebsten den ganzen Tag am und mit Wasser spielen. Hab Geduld :)
      Liebe Grüße

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