Mama-Momente

Von der (Un)Möglichkeit, das Baby überall mit hin zu nehmen

Villa Schaukelpferd-Klassiker

Wenn du gerade das erste Mal schwanger geworden bist oder die Kinderplanung noch nicht 100%ig konkret ist, lege ich dir diesen Beitrag im Mama Blog sehr ans Herz. Alle Anderen dürfen selbstverständlich noch einmal wehmütig und an manchen Stellen kopfnickend drüber lesen. Wenn man schwanger ist, ist man ja meistens mit sich und der Welt im Allgemeinen zufrieden. Man freut sich über den wachsenden Babybauch, möchte das „schwanger“-Gefühl am Liebsten nie wieder hergeben (die letzten Wochen mal ausgenommen) und freut sich wahnsinnig auf das neue Leben zu Dritt. Man malt sich die Zukunft mehr oder wenig rosig aus und fragt sich, wie man das langweilige Leben vor der Schwangerschaft überhaupt aushalten konnte.

Nach der Geburt wirst du im günstigsten Fall ein tolles, neues Leben, inklusive neuem Erdenbürger, der deinen Nachnamen trägt und neuem Körper, der (erstmal) nicht mehr in deine alte Jeans passen wird, bekommen. Dass Alles jetzt viel anstrengender wird als zuvor, glaubst du eh erst, wenn du damit konfrontiert wirst. Vom Hören-Sagen schlägt man solche Warnungen nämlich gerne mal in den Wind. Die geplante Rucksacktour nach Indien? Wofür gibt es Babytragetücher? Ein Kinoabend mit Freunden? Die Nummer des Babysitters ist längst gespeichert. Und das angesagte Konzert braucht man doch nicht ausfallen zu lassen, schließlich schlafen Neugeborene doch am Besten bei Krach!

Ich möchte dich vorwarnen (auch, wenn du meinen Rat gleich lächelnd in den Wind schlagen wirst). Mach so viel es geht noch vor der Geburt. Du wirst mit Kind nämlich schnell feststellen, dass die Hygienebedingungen auf einer Weltreise nicht immer die Besten sind, du den Film eh nicht genießen kannst, weil du ständig aufs Handy schielst, ob der Babysitter sich gemeldet hat, da du aufgrund deiner Mutter-Hormone zuhause nur das Schlimmste befürchtest, und dass manche Babies bei lauter Musik so gar nicht schlafen können (bei allen drei Beispielen habe ich übrigens darauf verzichtet, über deine vermutliche körperliche Verfassung zu berichten, das hätte sonst den Rahmen gesprengt).

Ich habe damals zum Glück dann doch das ein- oder andere Mal extra noch einmal Sachen gemacht, die mir Freude bereiten (und mit Babybauch auch möglich waren, eine Woche Reiterurlaub wäre eher ungünstig gewesen). Ein Besuch im Planetarium, ein Wellnesswochenende, ein letzter Urlaub zu Zweit mit meinem Mann. Aber was erzähle ich dir da? Natürlich geht das auch alles mit Baby. Du hast es ja eh schon gewusst.

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