Mama-Momente

5 Dinge, denen ich nach den Babyjahren keine Träne hinterherweinen werde

Villa Schaukelpferd-Klassiker


„Genieeeeeeß’ die ersten Jahre mit deinem Kind, sie kommen nie wieder zurück!“ Den Satz bekam ich noch während der ersten Schwangerschaft von einer Bekannten zu hören, wie so viele andere Neumamas ihn sicher auch mitgeteilt bekamen. Sicherlich, ein winziges Neugeborenes im Arm zu wiegen oder die ersten Gehversuche von Mama bis zur Sofakante gehören definitiv zu solchen Erlebnissen, die man sich am Besten irgendwo abspeichert, wo man sie auch in zehn oder zwanzig Jahren wieder findet, denn ist das Baby erst einmal groß, gehören solche Erlebnisse eher der Vergangenheit an (es sei denn, der pubertierende Sohn kann aufgrund eines erhöhten Alkoholspiegels gerade noch zwischen Mutter und Sofakante hertorkeln, ohne umzufallen, was bekanntlich bei keiner Mutter Tränen der Rührung hervorzaubern würde). Und dennoch gibt es sie: Momente mit dem Kleinkind, denen ich keinesfalls eine Träne hinterherweinen würde.

1. Schlaflose Nächte

Jawohl. Steht nicht aus Zufall an erster Stelle. Schlafmangel ist nicht ohne Grund in manchen Ländern noch eine gängige Foltermethode. Haben sich die bösen Jungs garantiert bei ihren Nachwuchs-schaukelnden Ehefrauen abgeguckt, denn wenn es etwas gibt, das eine Mutter wie mich in den Wahnsinn treibt, dann ist es Schlafentzug. Mini und Maxi haben als Säuglinge mehrere Monate lang jede Nacht zwei bis acht Mal nach der Milch verlangt, Bauchweh gehabt oder sonstige Albträume, die vertrieben werden wollten. Besonders die sensiblen Schlafstunden zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens mussten dafür herhalten. Aber welche Mutti kennt das nicht…

2. (Baby-)Geschrei

Welches tagsüber schon schwer zu ertragen ist und nachts unumgänglich zu Punkt Eins auf meiner Liste führt. Ja, ich wusste schon vor der Geburt, dass Kinder schreien. Dass sie es so oft und so laut und so lang anhaltend können, war mir nicht bewusst. Am Schlimmsten war für mich das ohnmächtige Gefühl, nicht helfen zu können. Wenn kein Herumtragen, kein Füttern, Wickeln oder sonst was das Geschrei von Mini und Maxi stoppen konnte, fühlte ich mich total unfähig in meiner Mutterrolle.
Heute können meine Kinder durchaus mitteilen, welche Bedürfnisse sie haben. Kreischen können sie aber leider immer noch. Oft. Laut. Lang anhaltend.

5 Dinge, denen ich nach den Babyjahren keine Träne hinterherweinen werde

3. Gematsche am Essenstisch

Ja, die einen betonen, wie wohltuend so eine Fußreflexzonenmassage am Frühstückstisch, dank der heruntergefallenen Brötchenkrümel, sein kann. Andere erfreuen sich, dass es ihr Nachwuchs überhaupt für zehn Sekunden am Tisch aushält. Meine Kinder sind Langsam-Esser. Unter einer Dreiviertelstunde brauchen sie sich erst gar nicht hinzusetzen. Während mein Mann und ich längst pappsatt dem Zucker in unserem Tee beim Zerbröseln zusehen, schmieren Mini und Maxi sich noch ein Brot nach dem Nächsten. Da bleibt auch noch gerne Aufstrich für den Teller übrig. Und fürs Gesicht. Und den Tisch. Und den Fußboden.

4. Kommunikationsschwierigkeiten

In den ersten Lebensmonaten oft ein Nervenraubendes Rätselraten (siehe Punkt 2), aber auch heute noch kann ich auf Konversationen à la „Mama, ist das eine Birne?“ oder auf Gegenfragen wie „Darf ich Kacka machen?“ auf meine Liebesbekundungen hin verzichten.

5 Dinge, denen ich nach den Babyjahren keine Träne hinterherweinen werde
5. Übergang von Windel zu Klo

Ich hatte Ihnen bereits von unserem (mehr als) feuchten Spaziergang während der ersten Versuche ohne Windel berichtet. Heute nahm der Ausflug ins Grüne noch einmal ganz andere Dimensionen an. „Mama, ich muss Kacka machen!“ Natürlich jetzt, hier, sofort, neben der Ponywiese und den spielenden Kindern mit ihren Eltern und Großeltern. Und- wie sollte es anders sein- zeigte der Blick in die heruntergelassene Hose nicht nur, dass das Werk schon verrichtet war, sondern wie der Kacke-Klops bereits munter das Hosenbein herunterkullerte.

Ein Blick in die Handtasche: Gott sei Dank Wechselwäsche dabei. Nur wo zum Teufel waren jetzt die Feuchttücher? Und warum hat man eigentlich nie Mülltüten dabei, wenn man welche braucht?
Muss ich noch mehr sagen? Ich bin froh, wenn die Jungs später ganz selbstverständlich alleine aufs Klo gehen und hinter sich die Tür absperren, statt der wartenden Mama alle Einzelheiten des Darminhalts aufzuzählen.

Und was sind deine 5 Dinge aus den ersten Babyjahren, denen du keine Träne hinterherweinst? Ich freue mich auf deine Horror-Momente! Bis dahin werde ich mal die Reste vom Abendessen unterm Tisch auflesen und schauen, ob der Vorrat an Feuchttüchern in sämtlichen Handtaschen noch für den nächsten Spaziergang reicht…

2 Gedanken zu „5 Dinge, denen ich nach den Babyjahren keine Träne hinterherweinen werde“

  1. MamaOTR sagt:

    Diese Liste kann ich voll unterschreiben! ich steck mit Copperfield bei den Punkten 3, 4 und 5 mittendrin. Puh!! Anstrengende Zeit. ich drück mich mal grad selber. ;-)
    LG
    Séverine

    1. Christine sagt:

      Können wir uns ja gegenseitig drücken… ;-)

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