Mama-Momente

5 Augustmomente, die mein Mutterherz höher schlagen lassen


Auch, wenn der August wettertechnisch gesehen dieses Jahr so was von nur knapp den Pokal „Sommermonat 2014“ verfehlt hat, gab es doch das ein oder andere Mal für mich Grund zum Jubeln.

Zum Beispiel tauschten wir unseren Schrottwagen geliebten Passat gegen einen Audi (an dieser Stelle kannst du ein Bild von mir einsetzen, wie ich begeistert jubelnd durchs Wohnzimmer galoppiere und über Stühle springe) aus. Das ist natürlich eine große Sache, aber eben etwas, das man nicht allzu oft erlebt. In meinem heutigen Beitrag möchte ich mich deshalb bewusst den kleinen, aber feinen Momenten des Alltags widmen. Die gibt es nämlich viel öfter, nur fällt es einem oft schwer, sie wahrzunehmen. Hier also meine Top 5 der Augustmomente, in denen meine Söhne mein Herz erweichen und mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern konnten:

1. Rehe streicheln am Wildgehege

Es war irgendein Nachmittag letzte Woche. Grau, diesig, unspektakulär. Nach langem Hin und Her, wo der tägliche Spaziergang mit den Kindern stattfinden könnte, entschied ich mich für einen längeren Waldweg, bei dem als Höhepunkt ein Wildgehege auf uns warten sollte. Mit Regenklamotten und gemischten Gefühlen, was denn Mini und Maxi von der langen Wanderung und den Rehen und Hirschen halten würden, stapften wir los. Doch meine Sorge war (wie so oft) völlig unbegründet. Der Weg allein schon voller Abenteuer (Pferde, Baumstämme, Traktoren) und viel kürzer als in meiner Erinnerung.

Die Rehe, die uns schon von Weitem gehört haben mussten, liefen nicht vor Schreck davon, sondern geradewegs auf uns zu. Während Mini sich die Sache lieber von Mamas Arm angucken mochte, ging Maxi nach kurzem Zögern auf den Zaun zu und streichelte die Rehe an ihrer Nase. Das Quietschen und Kichern meines ältesten Sohnes habe ich noch heute im Ohr. Ich hätte ja nie gedacht, dass man sich als Mutter so darüber freuen kann, wenn Kinder Tiere und Natur für sich entdecken. Nur die gesammelten Eicheln wollte Maxi dann doch lieber für sich behalten…5 Augustmomente, die mein Mutterherz höher schlagen lassen

2. Essen mit der kompletten Familie

Mein Mann wird sich sicher wundern, hier ausgerechnet eine Lobeshymne ans gemeinsame Mahlzeiten zu finden, statt einen Klagebericht über unappetitliche Tischmanieren in einem neuen Motzbeitrag (und ich verspreche, der wird noch folgen!). Die ersten Essversuche unseres Mini sind nämlich wirklich nicht unbedingt nachahmenswert (obwohl es Jemanden in der Familie gibt, der das trotzdem macht, ohne einen Namen zu nennen). Dennoch applaudiert die Mutter in mir über die Tatsache, dass wir seit ein paar Wochen alle Mahlzeiten gemeinsam einnehmen können, ohne, dass Mini seinen Extrabrei gekocht, das Möhrendurcheinander püriert oder gar die Milchflasche gemixt bekommen müsste. Alle an einem Esstisch ohne große Extrawürste. Und wenn sich zum „Piep, piep, piep, guten Appetit!“ Groß und Klein die Hände reichen, schmilzt mein Herz dahin.5 Augustmomente, die mein Mutterherz höher schlagen lassen

3. Zähneputzen mit Begeisterung

Ja wir befinden uns noch in einem Stadium, in dem sich im Badezimmer um den besten Platz auf dem neuen Tritthocker noch gekloppt wird. Wehe, das Zähneputzen muss aus irgendwelchen Gründen verschoben werden oder gar ausfallen. Dann brüllen Mini und Maxi die Wohnung zusammen. Was zum Glück nicht so oft vorkommt. Das Verschobenwerden meine ich, nicht das Brüllen. Und wenn sie dann erst einmal voller Vorfreude am Waschbeckenrand stehen und um ihre Zahnbürste bitten, muss auch Mama ran. Dann schrubben wir uns gegenseitig die Beißerchen (klar, die Kinder auch bei mir, wenn ich ihnen schon helfe), was für Alle meistens mit Zahnfleischbluten in Kicheranfällen endet.5 Augustmomente, die mein Mutterherz höher schlagen lassen

4. Erste Krankheit überlebt

„Überlebt“ ist natürlich übertrieben. Mini hatte auch nur einen Tag Fieber und Durchfall. 1 ½ Jahre hat der kleine Mann erfolgreich alle Krankheitserreger umschifft, die ihm über den Weg liefen, aber jetzt musste er doch vor einem kleinen Infekt kapitulieren. Rote Bäckchen, ein wimmerndes Kindchen auf dem Arm, Händchenhalten mehrmals die Nacht am Kinderbett – all das kannte ich bisher nur vom Hören-Sagen und jetzt darf ich mich nun also auch in die Reihe der Mütter stellen, die sich (neben zig anderen Situationen) auch in Krankheitsfällen Sorgen um ihre Kleinen machen. Nicht schön, wenn man mittendrin steckt, umso schöner, wenn Mama und Sohn es „überlebt“ haben.5 Augustmomente, die mein Mutterherz höher schlagen lassen

5. Abschiedswinken am Fenster

Ich hatte Maxi und meinen Mann schon an der Haustür verabschiedet und mir einen Kaffee gemacht, als es mich spontan doch noch mal zum Wohnzimmerfenster zog, unter dem gefühlte Kilometer drei Etagen tiefer unser Auto steht. Ich sah meinen Mann, wie er Maxi bereits in den Kindersitz gesetzt hatte und die Tür gerade zuschlug. Ich rechnete nicht damit, dass mich einer von Beiden sehen würde. Geschweige denn überhaupt hochgucken würde, so spät, wie ich mich ans Fenster gestellt hatte. Und plötzlich sah ich eine kleine Kinderhand winken. Maxi hatte mich doch noch gesehen! Lächelnd vor Rührung winkte ich eifrig zurück. Ein kurzer Moment, eine winzige Geste. Und doch erfüllte sie mein Herz. „Tschüss mein Kleiner, bis heute Abend! Mama hat dich lieb.“5 Augustmomente, die mein Mutterherz höher schlagen lassen

Ein Gedanke zu „5 Augustmomente, die mein Mutterherz höher schlagen lassen“

  1. kullerkind sagt:

    Wir sind hier auch gerade krank… das dritte mal in 14 Monaten… und es ist jedes Mal aufs neue schlimm. Ich kann mich daran nicht gewöhnen :/ Alles gute!

Was sagst du dazu? Schreibe einen Kommentar!

Dein Kommentar wurde nicht (oder nur unvollständig) freigeschaltet? Lies hier, warum!