Lebensfragen

10 Jahre Mutter sein mit Regretting Motherhood – Wie geht es mir heute?

Premium-Blogbeitrag

Bald ist es soweit und ich werde zehn Jahre Mutter sein. Angefangen hatte alles mit einer schweren postpartalen Depression und dem Wunsch, mein kinderloses Leben zurückzubekommen.

Kein schöner Start ins Muttersein, wenn Regretting Motherhood die Basis darstellt, obwohl ich mir (wie die meisten, die unter dem Phänomen leiden), so sehr gewünscht hatte, Mutter zu werden.

Nun sitze ich hier und verfasse nach 8 Jahren Bloggerdasein den sage und schreibe 400. (!!) Blogbeitrag (unglaublich, ich kann es selbst kaum greifen). Alleine daran erkenne ich, wie groß mein Bedürfnis war und ist, über dieses Lebensthema namens Muttersein zu schreiben. Meine Beiträge sind Ausdruck all meiner Gefühle, die ich dazu besitze.

Hand aufs Herz: Wie geht es mir nach fast genauso langer Zeit des Zusammenseins mit den Kindern, der Zeit der Aufarbeitung, der Therapiemaßnahmen und Selbstbesinnung? Wie ist es, wenn der Babystress wegfällt und die Kinder älter werden?

Würde ich heute immer noch die Mutterrolle bereuen, so wie ich es im April 2015, bei meinem ersten offiziellen Statement dazu, klarstellte?

Fangen wir mit der Frage nach Regretting Motherhood an, also, ob ich die Mutterrolle heute noch bereue, denn die lässt sich noch am leichtesten beantworten: Nein, ich bereue die Mutterrolle nicht mehr. Ich sehe es nicht mehr als den Fehler meines Lebens, Kinder bekommen zu haben. Was ich nämlich in all den letzten neun Jahren vor allem mitgenommen habe, ist Erfahrung.

Es ist zwar nicht die Erfahrung, die ich mir primär erhofft hatte, nämlich, dass ich mein Muttersein nach der Baby- und Kleinkindzeit weitestgehend genießen würde, weil ich gemerkt habe, wie leicht und wundervoll mir auf einmal alles von der Hand geht.

Nein.

Es ist die Erfahrung, mich selbst und, rückblickend meine eigene Kindheit, viel besser zu verstehen und damit auch grundlegend aufarbeiten zu können. Dies ist für mich das größte Geschenk, das ich mit dem Muttersein mitbekommen habe und welches ich damit auch meinen Kindern weiterreichen kann, weil ich alles dafür tue, um zu verhindern, dass ich ihnen meine eigenen Traumatisierungen ungefiltert weitergebe (auch, wenn ich weiß, dass es unmöglich ist, es 100%ig zu verhindern).

Ich kenne nun meine Bedürfnisse, meine Grenzen und meine triggernden Punkte (also die seelischen Wunden, bei deren Berührung ich auch heute noch sofort emotional reagiere) und weiß, wie wichtig in dem Zusammenhang Selbstfürsorge ist (z.B. auch mal Nein sagen oder mir oft Zeit für mich einräumen), um mich nicht zu überfordern.

Ich glaube, so eine Möglichkeit der Selbstreflexion bekommt man in seiner vollen Wucht nur als Elternteil mit auf den Weg und ist die beste Gelegenheit (mehr noch: Chance!), um sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Auch, wenn es ein überaus harter und anstrengender Weg für mich war, diesen Punkt des Nicht-Bereuens zu erreichen und ich ihn auch nicht noch einmal gehen wollte, aber (im Unterschied zu meinem ersten Beitrag zu Regretting Motherhood) als absolut notwendig für meine persönliche Entwicklung sehe und darum die Zeit nicht noch einmal zurückdrehen wollen würde!

Und dennoch gibt es etwas Gravierendes, das mir das Muttersein immer noch so schwer macht.

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