Lebensfragen

Tabuthema: Eifersucht am eigenen Kind

Es gibt Themen, über die man eher ungern spricht. Auch nicht in Mama Blogs. Tabuthemen sind das. Gewalt in der Familie, Sex mit dem Partner trotz Kinder oder der Kampf gegen Fettpölsterchen und hängende Brüste nach der Stillzeit zum Beispiel.

Auch mir fällt es schwer, über die negativen Seiten des Mutterseins zu sprechen. Schließlich möchte man diese Seiten am Liebsten verdrängen. Nicht wahrhaben. Und vor allem nicht vor Anderen darüber reden. Aber da ich immer wieder an verschiedenen Stellen betone, dass dies ein Ort ist, an dem alles besprochen werden darf, möchte ich dir heute von etwas erzählen, womit ich vor ein paar Tagen wirklich zu kämpfen hatte. Es geht um Eifersucht.

Und zwar meine ich nicht die klassische Eifersucht, wenn der Partner eine andere Frau liebt. Nein, in diesem Fall geht es um die Eifersucht einer Freundin gegenüber. Letztens hatten wir spontan die Idee, uns zu treffen, weil sie für ein paar Tage in der Gegend war. Maxi war an dem Tag bei seiner Omi und meine Freundin, ich nenne sie mal Helena, besuchte mich zuhause. Sie hatte unseren Mini bisher noch nicht kennengelernt und ich war gespannt, wie Mini auf sie reagieren würde. Nach anfänglicher Scheu, wie ich es gewohnt bin, fasste er langsam Vertrauen und die Beiden freundeten sich an.

So weit, so gut. Wir aßen Kuchen und tranken Kaffee, plauderten über alte Zeiten und erfreuten uns am Beisammensein. Aber dann kam der Wendepunkt meinerseits. Bereits nach einer halben Stunde wollte Mini nur noch auf Helena’s Schoß, blieb da die ganze Zeit sitzen und als er müde wurde, kuschelte er sich eng an ihre Brust, sie strich ihm beruhigend über den Kopf und er fühlte sich sichtlich wohl. Die beiden gaben ein sehr harmonisches Bild ab. Zu harmonisch für mich. Man hätte sie für Mutter und Sohn halten können.

Ich fühlte einen Stich im Herz und die Eifersucht kroch langsam meinen Rücken hoch. Ich saß da, klammerte mich an meine Tasse Kaffe, während mein eigenes Kind und meine Freundin eine Einheit bildeten und so eine Intimität versprühten, dass ich mir schon wie ein störender Fremdkörper vorkam. In meiner eigenen Wohnung. Vor meinem eigenen Sohn. Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Ja, ich freute mich, dass Helena und mein Sohn sich gut verstanden, aber mit der Situation kam ich überhaupt nicht klar. Ich bin doch die Mama. Ich will meinen Sohn in den Schlaf schaukeln, ihn beruhigen und trösten. Wieso saß er jetzt bei einer für ihn wildfremden Person und nicht bei mir auf dem Schoß, wie er es sonst tat?

Ich muss gestehen, dass ich sehr eifersüchtig war. Und auch wütend auf meinen Sohn. Auch, wenn ich mich natürlich freuen könnte, dass Mini auch anderen Menschen vertraut und nicht so Mama-fixiert ist. Aber irgendwie hatte ich wohl gehofft, dass er Geborgenheit in erster Linie bei mir suchte. Das Ganze hinterließ erst einmal Spuren bei mir, auch wenn ich mich nach einiger Zeit wieder beruhigen konnte. Aber diesen kleinen Stich im Herz, den kann ich immer noch spüren, wenn ich daran denke, wie innig die Beiden da an meinem Kaffeetisch saßen.

Kennst du auch solche Gefühle deinem Kind gegenüber, für das du dich schämst? Die du vor der Öffentlichkeit nicht zugeben würdest? Oder hast du für so etwas gar kein Verständnis? Nimm dir eine Tasse Kaffee und setz dich zu mir! Ich würde mich sehr freuen, wenn du als Mutter mitdiskutierst, mir deine Meinung und persönlichen Erfahrungen mitteilst. Hier auf meinem Mama Blog ist Platz genug dafür.

27 Gedanken zu „Tabuthema: Eifersucht am eigenen Kind“

  1. Herzmutter sagt:

    Toll geschrieben… (ich schreibe übrigens sehr wohl über meine Speckröllchen :P) Aber zum Thema: kenne ich auch! Man kann es zwar als Kompliment sehen denn dieses Verhalten heißt: ich bin mir der Bindung zu meiner Mutter so sicher daß ich mich an andere Menschen herantraue… aber mir geht es genauso! Ich bin auch abgeschrieben wenn ein interessanter Mensch daherkommt. Mit meiner Mutter kuschelt meine Tochter zB viel intensiver als je mit mir… lässt sich von ihr trösten obwohl ich da bin… da bricht das Mutterherz :) Ich finds auch echt beschissen… aber was soll man gegen solche Gefühle machen? Großmütig lächeln??

    Ganz schlimm fand ich als meine Tochter ein ganz kleiner Säugling war und alle mit ihr schmusen wollten. Ist mir schwergefallen, hab mich aber gezwungen :( Nach dem Motto „Die Großeltern / Schwägerin / usw muss das dürfen“. Einmal hat auch eine Bekannte das Kind nackt ausgezogen (vollgepieselt) und hat den Säugling an ihr Gesicht gedrückt. Das war mir dann echt zu bunt…

    Liebe Grüße, Janina

    1. Christine sagt:

      Liebe Janina,
      danke für deine lieben Worte. Schön, dass es auch noch andere Mütter gibt, denen es so geht!
      Zum Thema „Säugling schmusen“ habe ich mal einen Bericht geschrieben, du kannst ihn hier einsehen. Inzwischen ziehe ich die Grenzen sogar noch enger und würde auch engeren Verwandten nur noch so lange das Kind zum Schmusen geben, wie mein Gefühl das mitmacht. Jetzt mit einem Jahr kann Mini schließlich selbst bestimmen, zu wem er zum Kuscheln gehen will, aber auf ein Neugeborenes muss die Mutter eben Acht geben. Solange sie den engen Kontakt auch gutheißt, ist ja alles ok, aber wenn du schon mit Bauchschmerzen daneben sitzt und dir die Schmuserei deiner Bekannten mit deinem Kind zu viel wird, dann finde ich, ist es dein gutes Recht, dein Kind wieder an dich zu nehmen.

      Deine Artikel über deine Speckröllchen werde ich übrigens gleich mal lesen, das interessiert mich brennend ;-)

      Liebe Grüße
      Christine

  2. Kati sagt:

    …das kenne ich nur zu gut! Auch ich werd bei sowas gern mal eifersüchtig, sage es aber keinem, weil es einfach von vielen nicht verstanden und/oder akzeptiert wird.

    Toller Blog :)
    Viele Grüsse

    1. Christine sagt:

      Liebe Kati,
      ich finde es auch sehr schade, wenn solche Gefühle vor allem im engeren Familien- oder Freundeskreis nicht akzeptiert werden und man sich schon nicht mehr traut, darüber zu sprechen. Danke, dass du hier so offen warst!
      Liebe Grüße
      Christine

      1. Vani sagt:

        Hallo,

        ich möchte die andere Seite schildern. Wir wollen euch die Kinder nicht wegnehmen. Ich als Tante genieße jede Minute die ich die Kleine habe. Leider erlaubt die Mama nur hin und wieder besuche, weil das Kind täglich zum spielen kommen will. Von mir aus kein Problem. Ihre Mutter weiß das sie viel Spaß hat und gerne kommt. Sowas sind Machtspiele unter Erwachsenen. Sagt was ihr für euer Kind wollt denn die Familie kann es nicht wissen und ich persönlich finde das albern. Jeder weiß das die Eltern Nr.1 sind egal was Sie machen. Also zum wohl des Kindes schiebt eure Gefühle beiseite und denkt erst an das Wohl des Kindes bevor ihr euch von Eifersucht beherrschen lasst.

      2. Christine sagt:

        Liebe Vani,

        vielen Dank für deine Meinung als Tante! Ich verstehe deine Ansichten sehr gut und finde es schön, dass du zu deiner Nichte so ein herzliches Verhältnis hast, dass sie (zumindest von dir aus) täglich kommen könnte.
        Deine Worte (bzw. allgemein die Sichtweise der „anderen Seite“) treffen meine Kopfebene, so dass ich vom Verstand auch sagen würde: Alles klar, dann muss ich ja nicht einfersüchtig sein! Allerdings steckt die Eifersucht ja nicht im Kopf, sondern im Herz, im Gefühl. Und das mit dem „Gefühle beiseiteschieben“ empfinde ich als schwierigen Vorgang, da die Gefühle nun mal auftauchen. Kleines Beispiel: Wenn du eifersüchtig auf deinen Partner wärst, obwohl du vom Verstand weißt, dass er dir eigentlich treu ist, kannst du dein Gefühl trotzdem nicht einfach beiseite stellen.
        So ist das auch in diesem Fall.

        Du nennst es Machtspiel unter Erwachsenen, aber ich glaube nicht (nicht mal in deinem Fall), dass die Eifersucht der Mutter deiner Nichte etwas mit dir persönlich zu tun hat oder dass sie dich damit ärgern will.
        Aus meiner Erfahrung heraus hat dieses Gefühl in Bezug auf die eigenen Kinder viel mit sich selbst und seiner eigenen Liebesfähigkeit zu tun. Ich zum Beispiel war damals (zum Zeitpunkt des Artikels) vor allem enttäuscht und wütend, dass ich selbst meinem Sohn nicht so ungezwungen Liebe, Spaß und Zuneigung schenken konnte wie sie meine Freundin in dem Moment so wunderbar ausdrücken konnte. Ich fühlte mich unzulänglich, verkrampft und falsch und als schlechte Mutter und das drückte sich als Gefühl der Eifersucht aus.

        Vom Kopf her weiß jede Mutter, dass Niemand ihr Kind emotional wegnehmen kann und sie die Nummer Eins ist, aber es ist eben schmerzhaft, wenn man in solchen Momenten mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten und Ängsten konfrontiert wird.

        Dennoch bin ich ganz bei dir, dass es dann wichtig ist, diese Gefühle als die eigenen zu erkennen und dann auch bei sich zu lassen, um dann eine Lösung zu finden, wie das Kind trotzdem auf seine Kosten kommt. In deinem Fall eben, dass deine Nichte dich trotzdem besuchen darf. Eine offene Kommunikation kann ich nur unterstützen, dennoch würde ich an deiner Stelle versuchen, das Thema sensibel anzusprechen, eben weil schmerzhafte bzw. schamhafte Gefühle bei der Mutter mit im Spiel sein können. Gerade weil du sagst, dass die Mutter weiß, wieviel Spaß ihre Tochter bei dir hat. Möglicherweise ist genau das für sie so schwierig, weil sie gleichzeitig vielleicht merkt, dass ihr Kind zuhause nicht so einen Spaß hat und fühlt sich entsprechend als schlechte Mutter (muss nicht stimmen, kann aber). Vielleicht kannst du ihr auf jeden Fall (nochmal?) deutlich signalisieren, dass du gerne mit ihrer Tochter zusammen Zeit verbringst, aber auch mitteilst, dass du spürst, dass da so etwas wie eine Eifersucht oder ein Misstrauen im Raum steht. Vielleicht fragst du sie, wo evtl. Schwierigkeiten bei ihr auftauchen (z.B. wenn du ihre Tochter auf den Arm nimmst oder ihr Küsschen gibst oder was auch immer) und ihr zuliebe dann darauf verzichtest bzw. mit ihr diese Grenzen auslotest, so dass es für euch beide angenehm ist und zukünftig entspannter läuft! Ich wette, dann wird es mit der Zeit leichter und die Besuche vielleicht auch häufiger.

        Alles Liebe dir!

  3. ruhrpottzwerge sagt:

    Huhu.

    Ich kann deine Gefühle nachvollziehen, auch wenn ich sie in der Art nicht kenne. Bisher hatte ich nur wenige Male ein Eifersuchtsgefühl, als mein Sohn eine Zeit lang den Papa vorzog und mich mit unschönen Worten von sich wies “ Nein, Mama, du nicht. Lieber der Papa.“ Das tat mir ganz schön weh. Ich brauchte eine Weile, dieses Gefühl zu verarbeiten und zu analysieren. Im Nachhinein kann ich meinen Sohn verstehen. Es war zu der Zeit, als die kleine Schwester kam und viel gestillt wurde, sie bei uns oben schlief und er das Gefühl des Mama-Teilens noch gar nicht kannte. Nachts kam der Papa zum Trösten an sein Bett, nicht ich. Da ist es ganz klar, dass er sich eine andere feste Bezugsperson sucht, aus Eigenschutz.
    Mit der Freundin kann ich das nur so verstehen, dass dein Sohn vielleicht eure Vertrautheit spührt und weiß, die Mama mag die Frau sehr, also mag ich sie auch. Meine Kinder mögen unsere engen Freunde auch sehr. Besonders eine Freundin ohne eigene Kinder und ohne viel Bezug. Ich freue mich aber für die beiden, dass sie sich so gut arrangieren, so dass keiner zurückstecken muss, wenn wir uns treffen.
    Liebe Grüße
    Sabrina

    1. Christine sagt:

      Liebe Sabrina,
      danke für deine aufmunternden Worte und deinen ehrlichen Einblick in deine eigene Gefühlswelt. Das mit deinem Sohn und seinem Papa kann ich auch total nachvollziehen. In solchen Situationen finde ich es auch immer schwierig, innerlich gefasst und „cool und sachlich“ zu reagieren. Man braucht schon einen gewissen Abstand, um zu verstehen, was da gerade in den Kindern vor sich geht.
      Ganz liebe Grüße
      Christine

      1. AnniVia sagt:

        Toller text der mich gerade aufgebaut hat. Hatte gerade eben die situation mit ner alten schulkameradin die auch meine nachbarin ist. Ich hab sogar bitterlich geweint vor wut und eifersucht und schamgefühl… meine 15 monate alte mausi ist gestürzt bei ihr im garten und sie hat sich nur von ihr hochheben und trösten lassen… und das geht immer so. Sobald meine tochter und ich die haustüre hinter uns zu machen ist einfach jeder andere wichtiger als ich und ich bin abgeschrieben. Es ist so hart und schwer da noch nett zu allen zu sein und auch zu seinem kind noch so verständnisvoll zu sein. Man opfert all seine energie dem kind und macht und tut und ist am ende der kräfte und die tollen lorbeeren ernten fremde leute die sich für die umarmung und zuneigung nicht mal ein haar krümmen müssen. Wir kamen jetzt nach hause von dem besuch bei meiner bekannten und ich bin erstmal allein ins schlafzimmer um zuweinen… wollte auch mein kind erstmal nicht sehen weil ich einfach so enttäuscht war. Mein mann kam dann ins zimmer und fragte was los ist. Als ich es ihm erklärte kam einfach nur… sie ist ein baby die noch keine rücksicht auf die gefühle anderer nimmt. Zum einen hat er recht aber zum anderen hätt ich mir netter aufbauende worte von ihm gewünscht. Dein text hat mir jetzt gut getan zu lesen das ich nicht alleine so fühle

      2. Christine sagt:

        Liebe AnniVia,

        fühl dich gedrückt aus der Ferne, wenn du magst! Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat, als ich damals in dieser Situation war und deshalb diesen Artikel verfasst habe – und ich fühle so sehr mit dir, weil ich mir vorstellen kann, wie schmerzhaft das für dich war! Vor allem, wenn es so oft passiert, dass das eigene Kind sich lieber woanders trösten lassen will oder verspielter oder kuscheliger bei „fremden“ Personen ist.
        Ich finde es gut, dass du dir selbst erlaubt hast zu weinen und dich damit zu betrauern, das ist auch sehr wichtig, dass du dich da ernst genommen hast und dir deinen Schmerz und deine Enttäuschung eingestanden hast.
        Und für’s nächste Mal wünsche ich dir, dass deine Tochter sich wieder ausgiebig von ihrer Mama trösten lassen möchte!!
        Glg Christine

  4. M. sagt:

    Hallöchen,
    zum einen vielen Dank für die ehrlichen Worte, es ist nicht immer einfach über eigene Gefühle zu sprechen, vorallem wenn sie negativ besetzt sind.

    Das Verhältnis zwischen Mutter und Kind kann in meinen Augen nicht ersetzt werden… (Das nur einmal vorweg) ..wer liebt einen bevor man sich kennenlernen konnte und wer liebt in der Regel so bedingungslos und beständig:
    Die eigenen Mutter.
    Zumindest wünsche ich das jedem, genauso wie es mir widerfahren ist im Leben :)

    Kuscheln oder jedwede andere Form von Zuneigung mit anderen Mitmenschen die das Kind gern haben (selbstverständlich nur wenn dieses Gefühl für das Kind auf Gegenseitigkeit beruht), nehmen einem doch das eigene Kind nicht weg. Ehrlich gesagt finde ich es dem Kind gegenüber nicht fair, solche Zuwendungen zu unterbinden auf Grund des eigenen Eifersuchtsgefühls. Man verwährt seinem Kind etwas aus Selbstzweifel oder Angst vor zu wenig oder geteilter Aufmerksamkeit? Wäre es nicht besser an sich zu arbeiten und sich vor Augen zu führen, dass diese Ängste eigentlich unberechtigt sind? Ich glaube das gehört zum Entwicklungsprozess dazu. Dass Kinder auch andere Menschen interessant finden können ohne das Mama für immer abgeschrieben ist? Das Mama sowieso immer Mama bleibt, egal wer da noch alles kommen möge. Und dass es schön ist, wenn andere Mitmenschen unseren Kindern echte Aufmerksamkeit und Zuneigung schenken und unsere Kinder damit sozial bestärken?

    Einen lieben Gruß an alle Mamas

    1. Christine sagt:

      Hallo M.,

      willkommen auf meinem Mama Blog!
      Da der Beitrag schon fast eineinhalb Jahre her ist, seit ich ihn veröffentlicht habe, kann ich heute, mit so viel Abstand zu meinen damaligen Gefühlen, erst einmal berichten, dass diese Eifersuchtsgefühle meinem Sohn gegenüber in der krassen Form nicht mehr auftreten. Ich weiß nicht, wie sehr du dich durch meinen Blog geklickt hast, aber aufgrund von postpartalen Depressionen hatte ich nach der ersten Geburt zu meinem Ältesten eine sehr instabile Mutter-Sohn-Beziehung. Die bedingungslose Liebe, die du beschrieben hast, konnte ich ihm lange Zeit nicht geben. Vielleicht war das mit ein Grund für meine Ängste, Unsicherheiten und Eifersuchtsgefühle, auch bei seinem Bruder Mini (um den es hier im Blogbeitrag ja geht).
      Ich gebe dir völlig Recht, dass man als Mutter an sich und seinen Problemen arbeiten sollte, anstatt dem Kind ein natürliches Verhalten (wie das, auf andere Menschen zuzugehen) zu unterbinden.
      Es freut mich, dass du dir die Zeit genommen hast, deine persönliche Meinung ehrlich zu sagen!
      Viele Grüße
      Christine

  5. Wormi sagt:

    Hallo,
    Leider mache ich das Thema Eifersucht auch gerade durch.. ich bin eifersüchtig wenn meine Tochter und mein Freund auf dem Sofa liegen und kuscheln.. Er ist der Papa und mehr als stolz aber trotzdem lässt es mich eifersüchtig werden..
    Seid die kleine da ist habe ich keinerlei Nähe mehr bekommen, was mich ziemlich belastet und traurig macht.. ich weiß einfach nicht wie ich das Thema ansprechen soll bei ihm.. kannst du mir einen Tipp geben? :(

    1. Christine sagt:

      Liebe Wormi,

      ich kann mir sehr gut vorstellen, wie sich das für dich anfühlen muss – zumal die Konstellation Tochter/Papa eh schon mehr Konfliktpotential birgt, als eine gleichgeschlechtliche Vater-Sohn-Beziehung.
      Ich finde es absolut richtig und wichtig, dass du deine Eifersucht ansprechen möchtest, vor allem, weil es über kurz oder lang auch deine eigene Beziehung zu deiner Tochter belasten wird. Auch in dem jungen Alter wird sie deine widersprüchlichen Gefühle (Liebe ihr gegenüber, aber auch Eifersucht) schließlich spüren.

      Aber natürlich leidet auch eure Paarbeziehung unter deiner Eifersucht, bzw. seiner fehlenden Nähe dir gegenüber. Denn dass dich das belastet, ist mehr als verständlich. Mich hätte so ein Verhalten auch schwer verletzt und mitgenommen.

      Jetzt weiß ich natürlich nicht, was für ein Typ Mensch dein Freund ist und auf welche Art und Weise du mit ihm über so ein schwieriges Thema sprechen könntest. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus hilft bei solchen Gesprächen mit Konfliktpotential, dass du bei dir und deinen Gefühlen bleibst. Also, dass du ihm schilderst, wie du dich seit der Geburt fühlst: „Mir fehlt deine Nähe“ oder „Ich fühle mich von dir nicht mehr so beachtet wie früher“ statt „Nie kümmerst du dich um mich!“ oder „Immer kuschelst du nur mit unserer Kleinen; ich bin dir doch längst egal!“ So wird er sich zu Recht in die Enge getrieben fühlen und im schlimmsten Fall abblocken.

      Zusätzlich würde ich auch auf den passenden Zeitpunkt achten, z.B. abends, wenn eure Kleine im Bett ist und ihr ungestört seid, vielleicht nach dem Essen bei Kerzenschein? Sicherlich hilft es dir und ihm, wenn du deinem Freund signalisierst, dass du ihn nicht an den Pranger stellen willst und ihn auch von sich reden lässt. Ihn nach seinen Gefühlen fragst und ob es einen Grund gibt, warum er dir keine Nähe mehr schenkt. Möglicherweise hat er ja auch Angst, dir „zu nahe“ zu kommen, weil er nicht weiß, wie es dir seit der Geburt geht, ob sich körperlich etwas verändert hat…? Ich denke, viele Männer sind nach der Geburt unsicher, trauen sich aber auch von sich aus nicht, ihre Frauen zu fragen.

      Ich wünsche dir sehr, dass ihr gut darüber reden könnt und sich das Thema Eifersucht ganz bald in Luft auflöst. Wenn nicht, würde ich euch auch ein (kostenfreies) Beratungsgespräch bei der Caritas oder einer anderen Familienberatung empfehlen, damit die Eifersucht nicht zum Dauerthema und zur ernsthaften Belastung zwischen euch Dreien wird!

      Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen und wünsche dir alles, alles Liebe ♡

      Viele Grüße
      Christine

  6. Miriam sagt:

    Hallo,
    Ja das kenne ich zu gut, allerdings meinem Mann gegenüber. Meine Tochter hängt so arg an ihm, ich bin immer nur die Böse, weil ich zu oft nein sage. Morgens das erste was sie Fragt wenn sie aufsteht, wo Papa ist. Wenn ich motze und was nicht erlaube weil t sie und will zu ihrem Papi, auch Papi darf sie nur ins Bett bringen.
    Im Moment geht unsere Zeit als Ehepaar damit drauf zu streiten weil er mehr erlaubt wie ich.
    Ich merke wie böse ich auf meinen Mann und meine Tochter bin, aber mehr auf meinen Mann.
    Was tut man gegen diese Eifersucht?
    Lg miri

    1. Christine sagt:

      Liebe Miriam,

      sei herzlich willkommen auf meinem Mama-Blog! Ich freue mich, dass du dich getraut hast, mir offen von deinen Gefühlen zu erzählen!

      Auch, wenn ich diese Eifersucht und Wut auf den Ehemann nicht aus meinem eigenen Gefühls-Repertoire nachempfinden kann, so kann ich mir dennoch vorstellen, wie ausgegrenzt du dich fühlen musst. Es ist sowohl für dich, aber auch für deine Tochter nicht leicht, wenn dein Mann ihr mehr durchgehen lässt, als du. Wenn das zu oft passiert (gewisse Ausnahmen sind ja normal und gibt es in jeder Familie und es gibt auch immer Phasen, in denen Mama oder Papa bevorzugt werden), leidet ihr früher oder später alle darunter und wie es den Anschein macht, tut es eurer Ehe ja schon absolut nicht gut!

      Wie gut könnt ihr denn darüber reden? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich erstens in friedvoller Atmosphäre leichter reden lässt (also nicht in der Situation, wenn alle Gemüter (vor allem deins) erhitzt sind oder eure Tochter anwesend ist) und zweitens, wenn du ihn nicht anklagst, sondern aus der Ich-Position erzählst. Also nicht: „Nie stellst du ihr Regeln auf“ oder „Immer bist du nur auf ihrer Seite“, sondern „Ich fühle mich momentan sehr vernachlässigt von dir“, „Ich fühle mich als Außenseiterin neben euch“ oder „Ich wünsche mir, dass wir als Eltern an einem Strang ziehen“.

      Gerade dieses „an einem Strang ziehen“ finde ich absolut wichtig in der Erziehung, damit eure Tochter euch gegenseitig nicht ausspielen kann.

      Ich möchte deinem Mann nicht unterstellen, dass er sich absichtlich so verhält, aber er scheint die Situation ja (unbewusst) gutzuheißen, dass er vor deiner Tochter nicht der Buh-Mann ist. Vielleicht könnt ihr in einem Gespräch herausfinden, warum das so ist? Vielleicht war ihm gar nicht bewusst, wie sich das Ganze für dich anfühlt? Oder hat er ganz andere erzieherischen Maßstäbe? Gibt es einen Grund, warum er nicht so streng ist?

      Auf jeden Fall würde ich dir nicht raten, deine Erziehung „weicher“ zu gestalten, nur, um auch von deiner Tochter wieder „gemocht“ zu werden. Kinder brauchen Regeln und Grenzen; ich denke, da machst du eh instinktiv schon viel richtig!

      Wenn dein Mann gar nicht einsichtig oder für ein Gespräch bereit ist, könntest du dich auch an eine Familienberatungsstelle wenden?

      Ich wünsche dir viel Kraft und dass sich eure Situation bald wieder entspannt!
      Berichte gerne mal, wie es bei euch weitergegangen ist!
      Alles Liebe
      Christine

  7. Katharina sagt:

    Hallo zusammen,
    Ich habe ein ähnliches Problem. Mein Sohn ist nun 15 Wochen alt. Eigentlich fing alles wunderbar an. Mein Freund und ich teilten uns die Aufgaben rund ums Baby. Es war vorher auch ok für mich, dass er sich so einbinden wollte. Nun kam nach einigen Wochen die Phase beim Baby, wo es den Blick fixierte und auch lächelte. Plötzlich bemerkten wir, dass er viel mehr auf meinen Freund reagiert und bei mir eher vorbei guckt und auch nicht mit lächeln reagiert. Es klingt vielleicht total absurd , aber meine Welt ist zusammengebrochen. Ich habe nie damit gerechnet dass ich als Mutter nicht die Hauptperson und das Augenmerk bin. Ich habe so viel gelesen von diesen Babys, die verliebt ihre Mama anschauen und beobachten, dass dadurch Bindung entsteht und dass man als Mama das ein und alles ist. Ich habe die Welt nicht verstanden und konnte meine Enttäuschung nicht verbergen. Habe viel geweint und angefangen diese Eifersucht zu verspüren meinem Freund gegenüber. Ich fühlte mich ausgeschlossen und auf eine gewisse Art verraten. Ich hab alles gemacht, Nächte durchgewacht, geschunkelt, gestillt, abgepumpt weil es nötig war, gekuschelt…
    Ich habe angefangen, meinen Sohn nicht mehr aus den Armen zu lassen damit er sich mehr an mich bindet. Natürlich gab es Streit mit meinem Freund. Die Situation hat sich im Laufe der Zeit verändert, mein Sohn lacht und schaut mich an, aber er weint und nörgelt auch oft bei mir. Sobald mein Freund auftaucht (und das tut er ziemlich oft, weil er viel zu Hause ist), wird immer gelacht und gestrahlt. Er folgt ihm mit Blicken auf Schritt und Tritt. Er platzt gefühlt auch dann immer herein wenn dad Baby gerade entspannt ist und “ sahnt“ den Moment ab, den ich vielleicht vorher aufgebaut habe. Und ich muss ehrlicherweise zugeben, dass mich das alles immer noch verletzt. Der Kopf sagt mir natürlich, dass diese Gefühle schlecht fürs Baby sind, schlecht für unsere Beziehung und schlecht für mich. Dass Babys noch nicht so differenzieren und jemanden bevorzugen, dass es Situationen sind und nicht ich als Person abgelehnt werde. Aber ich bekomme es nicht in meine Gefühle hinein. Ich würde am liebsten diese klassische Variante haben, in der mein Freund für 9h oder mehr aus dem Haus verschwindet und ich Zeit mit dem Baby allein hab. Er soll uns bersorgen und nicht meine Rolle übernehmen.
    Ich komme mir gleichzeitig aber auch so doof vor. ..Bin eigentlich ein halbwegs intelligenter Mensch aber das Thema überfordert mich zutiefst…
    K

    1. Martha sagt:

      Hallo Katharina, mir geht es ganz genauso wie dir! Aber ich habe mich gefragt womit das zusammen hängt, vielleicht haben unsere Söhne so einen guten Draht zu ihren Vätern weil Papas nun mal die besseren Spieler sind und weil wir als Mütter Ihnen so viel Sicherheit und Geborgeneit geben! Sicher gebundene Kinder gehen eher nach außen! Zudem Frage ich mich ob es nicht auch eher etwas mit uns zutun hat, mit unserem Selbstvertrauen das wir das so persönlich nehmen! Perspektivisch ist es auf jeden Fall nicht gut für die Beziehung zum Kind wenn die Mutter das gute Verhältnis missbilligt. Das Vertrauen zur Mutter wird geschädigt und die Mutter verliert die Bedürfnisse des Kindes aus den Augen weil es nur ihr Bedürfnis geht das dass Kind sie liebt. Und das finde ich schrecklich! Deswegen ist es unsere Aufgabe an unseren Selbstvertrauen zu arbeiten! Denn Kinder lieben und brauchen immer beide Eltern!

  8. Katharina sagt:

    Hallo Martha,
    da hast du wahrscheinlich recht. Ich würde auch gerne so eine unbeschwerte nicht alles hinterfragende Mama sein. Das würde uns allen besser tun. Aber mein Kopf ist mir da einfach im Weg und die Angst, etwas wichtiges zu übersehen wenn man icht genau hinschaut. Und das genaue hinschauen lässt mich dann Sachen sehen, die ich dann interpretieren kann. Meistens fällt die Interpretation eher gegen mich aus.
    Hast du schon einen Weg gefunden, an deinem Selbstbewustsein zu arbeiten? Gehst du zum Psychologen? Oder hast du eine Alternative?

  9. Arun sagt:

    Hey…

    Ich lese mich hier gerade durch, weil ich ein ähnliches Problem habe… eine etwas längere Geschichte. Ich bin Alleinerziehende. Bin Tag u Nacht gefordert von meinem 22 Monate altem Sohn. Regelmäßig treffen wir nun eine Bekannte. Sie ist super mit den Kindern. Für meinen Sohn wohl auch. Es fing vor Wochen an, dass er einen Mega innigen Kontakt aufgebaute . „Mama nein“ … auf einmal wollte er nicht, dass ich dabei bin, wollte nicht mehr mit mir spielen. Redet, obwohl er noch so klein ist, so oft von der Bekannten u ihrm Sohn. Mir bricht es das Herz , jedes Mal ein bisschen weil ich denke zu wissen warum er Sie so mag… und ich denke das ich an so vielen Stellen fehlerhaft bin u keine gute Mutter. Am Ende des Tages fühle ich mich wirklich schlecht weil ich innerlich den Tag durch gehe u mir denke an welchen Stellen ich etwas falsch gemacht habe u das sie es super gemacht hätte. Ich stille meinen Sohn noch. Neulich hat mein Sohn dann auch noch ihre Brust untersucht u ich dacht, wenn er jetzt bei ihr stillen will (das wollte er glaub ich) weiß ich gar nicht wie ich mich fühlen soll. Stillen, dass intimste zwischen mir u ihm. Ich habe noch nie gehört, dass ein Kind das macht. Ich merke, dass ich kaum normalen Kontakt haben kann zu Ihnen u den Kontakt am liebsten abbrechen würde aber dann denke ich “wegen meiner Eifersucht “? Es quält mich allerdings sehr… dieses Gefühl falsch zu sein… dieser krasse Vergleich ständig u die Angst, dass mein Sohn nach einem Treffen nicht mehr mit mir mit möchte…. ich weiß nicht mehr was ich tun soll…

    Wäre toll jemand könnte mir mal was dazu sagen…

    1. Christine sagt:

      Liebe Arun,

      deine Gefühle kann ich beim Nachlesen sehr gut nachvollziehen! Gerade das Thema Stillen wäre für mich auch das Symbol der tiefsten Intimität zwischen Mutter und Kind. Wie wäre es denn, wenn du deine Bekannte einmal offen auf deine zwiespältigen Gefühle ansprichst (zweispältig in dem Sinne, dass dir an eurer Frauen-Bekanntschaft viel liegt und du dich auch gut von ihr unterstützt fühlst, aber eben diese neue, enge Beziehung zwischen ihr und deinem Sohn an deine Grenzen stößt)?
      Ehrlich gesagt wäre mein Impuls (wenn ich deine Bekannte wäre und ein fremdes Kind meine Brust untersucht), das Kind liebevoll, aber bestimmt, von meiner Brust zu „schieben“. Also mir als (fremde) Frau wäre das auch zu nah! Vielleicht ist ihr das gar nicht bewusst, was das Ganze in dir auslöst und dass dir die enge, vertraute Bindung eigentlich gar nicht recht ist und kann das viel besser einordnen, wenn du sie mal darauf ansprichst?
      Wenn sie dann Unverständnis zeigt, kannst du ja immer noch darüber nachdenken, dich ein wenig von ihr zu distanzieren…

      Eines möchte ich dir auf jeden Fall noch mitgeben: Du bist eine tolle Mutter und eine ganz starke noch dazu, weil du alles alleine wuppst! Da unterlaufen einem auch mal „Fehler“ (die ich jedoch nicht als solche bewerten würde), wie sie aber jeder anderen Mutter auch wiederfahren.

      Ich wünsche dir alles, alles Liebe und hoffe mit dir, dass du bald nicht mehr so eifersüchtig zu sein brauchst <3

  10. Dana sagt:

    Unsere Kinder sind viele Jahre aus dem Säuglingsalter heraus aber ich war immer sehr froh, wenn sie als Baby bei anderen geweint haben und zu mir wollten… :-)
    Mit meinem Mann hatte ich das Problem nie, da war es völlig okay für mich, wenn sie lieber zu ihm als zu mir wollten (kam aber nicht so oft vor) bzw. hat es mir sogar geholfen, einfach mal nicht zuständig sein zu müssen.
    Liebe Grüße
    Dana

    1. Christine sagt:

      Liebe Dana,

      vielen Dank für deine Offenheit bzgl. dieses heiklen Themas. Ich bin sehr froh, dass wir diese Phase schon lange hinter uns haben :)
      Schön, dass du bei deinem Mann gelassener fühlen konntest und es dann auch als Entlastung empfunden hast!
      Alles Liebe dir!
      Christine

  11. Louisa sagt:

    Hallo,

    Ich habe auch solche Momente in denen ich eifersüchtig bin , aber nicht auf mein Kind sondern eher auf die Person auf die mein Kind so angetan reagiert. Was bedeutet das eigentlich, wenn mein Kind gerne zu anderen geht ? Wie kann ich damit umgehen ? Ich habe ein sehr enges Verhältnis mit meiner Tochter und eine sehr starke Bindung, aber in solchen Momenten bin ich unendlich traurig und verstört. LG

    1. Christine sagt:

      Liebe Louisa,

      vielleicht hilft es dir, die erste Frage an dich selbst zu richten: Was macht es mit DIR, wenn dein Kind gerne auf andere zugeht? Oft weckt das Verhalten unserer Kinder ein Gefühl/eine Erinnerung an eine damalige Situation aus unserer eigenen Kindheit, möglicherweise aber auch auf etwas, das dir selbst verwehrt wurde: Vielleicht die Verbundheit und Vertrautheit zwischen Bezugsperson und Kind (die du zwischen deiner Tochter und der jeweiligen Person erlebst und die dich möglicherweise daran erinnert, dass sie dir damals nicht gegeben war). Oder es liegt eine Angst dahinter, deine Tochter loszulassen? Manchen Müttern macht der Gedanke Angst, ihr Kind als Individuum zu erleben und nicht mehr als Teil von sich selbst.
      Geb dir die Zeit und den Raum, hinter deine Traurigkeit und Verstörtheit zu blicken und dich zu fragen „Was steckt dahinter?“ Ein Schmerz? Eine Angst? Vielleicht bringt dich das für dich selbst weiter, so dass du die Gefühle bei dir belassen und sozusagen „abkoppeln“ kannst – wenn auch vielleicht nicht sofort.
      Damit umgehen lernen könnte bedeuten, gnädig und voller Mitgefühl mit dir selbst zu sein. Dich nicht für diese Gedanken und Gefühle zu verurteilen. Und gleichzeitig versuchen, dich in deine Tochter hineinzufühlen: Wie geht es ihr im Kontakt mit der anderen Person (anscheinend gut!)? Kann ich ihr diese Freude trotzdem gönnen, obwohl ich verstört reagiere? Was hätte mir damals als Kind in einer ähnlichen Situation geholfen, wie meine Mutter (trotz ihrer Trauer und Verstörtheit) damit umgeht?

      Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!

  12. Axel sagt:

    hey,
    Interessant dass das doch häufiger vorkommt als ich dachte. Ich hab jetzt auch bei meiner frau bereits das zweite mal feststellen müssen, dass sie mir gegenüber ganz ekelhaft wird wenn unsere kleine mit 3 Monaten bei mir ganz laut lacht. Das macht sie bei meiner frau und bei meinen Schwiegereltern nicht. Ich spiele mit ihr viel und ich denke dass dadurch dass ich sie weniger sehe, es eine grosse Abwechslung ist für die kleine und freut sich arg. Das macht mich natürlich sehr glücklich, da ich immer angst habe dass sie mich irgendwann nicht mehr mag wenn ich den ganzen tag bei der arbeit bin. Das hab ich auch meiner frau erzählt. Jetzt merke ich dass sie scheinbar eifersüchtig darauf ist, dass die kleine bei mir immer so lachen kann. Was auch ganz schlimm ist neuerdings. Solange ich im gleichen raum wie die beiden bin, schaut sie mir überall hinterher und lässt sich dadurch vom stillen abbringen. Das stresst meine frau und ich will das nicht. Ich würde das sehr gut verstehen da sie den ganzen tag bei der kleinen ist und für sie da ist. Ich werd mit ihr mal darüber sprechen, dass ich kein Konkurrenzkampf möchte und sie verstehe. Ich zumindest sag ihr das oft dass ich die kleine gern mehr sehen würde. Denn sie macht wahnsinnig grosse sprünge und ich bekomm vieles auf der arbeit nicht mit. Aber ich denke das legt sich alles irgendwann. Die mutter kind Beziehung in den ersten wochen ist schon etwas besonderes und ehrlich gesagt kann ich da jede frau verstehen, wenn da Eifersucht kommt. Ich denke dass ist ein prozess wo alle mal durchgehen. Vlt ist es wichtig für diesen zu durchleben. Ich wünsch euch das beste

  13. Maren sagt:

    Zwei Dinge dazu:

    1. Du hast ausgestrahlt, dass du deiner Freundin vertraust, das hat dein Sohn aufgeschnappt als „hier ist ein sicherer Ort“. Mama ist der Kompass, ob eine Person „richtig“ ist. Du hast Mini selbst mit deinem Vertrauen diesen Kuschelort empfohlen. Das ist gut und richtig so. Abgesehen davon haben Kinder auch selbst einen tiefen Instinkt für Sicherheit.

    2. Inwiefern ist es bei dir für ihn nicht sicher? Bist du mamchmal überfordert, genervt, aufbrausend, abweisend…? Das ist für eine Mutter (rund um die Uhr) logisch, während es bei der Freundin (kurze Zeit) ausschließlich sicher ist.

    Fazit:
    Es braucht ein Dorf um ein Kind aufzuziehen: Nutze deine Freundin, damit du entlastet und stabil Sicherheit gebend bist. So kannst du dafür sorgen, dass du entspannter bist, weniger schlechte Momente hast bzw. er sie nicht abkriegt. Dann wird Mini, wenn er die Wahl hat, seine sichere Mami vorziehen. Deine Freundin ist ein Teil deines Dorfes und ein Geschenk, das, richtig genutzt, dazu führt, dass du viele gute Kuschelsrunden mit Mini haben wirst.

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