Lebensfragen

Hingabe statt Aufopferung

Eine Szene aus einem Familienalltag beim gemeinsamen Abendessen: Die Mutter hat liebevoll und mit einem Lächeln auf den Lippen den Tisch gedeckt, summt dabei leise eine ausgedachte Melodie und ruft die Kinder, während sie noch den hübsch arrangierten Teller mit Gemüsesticks aus dem Kühlschrank holt. Die Kinder stürmen zu ihren Plätzen, nehmen die getane Arbeit ihrer Mutter gar nicht wahr, stattdessen der beherzte Griff zu Paprikastreifen und Käsebrot und -huch!-, in aller Hektik wurde der Becher Kakao umgestoßen und verteilt sich nun über den halben Tisch. Die Mutter wird nicht laut und schimpft auch nicht, sondern eilt zur Spüle, um einen Lappen zum Aufwischen zu holen. Halb so schlimm, Mama hilft aus der Patsche! Alles abgewischt und alles ist wieder gut, das familiäre Beisammensein kann weitergehen!

Dieselbe Szene in einer anderen Familie:

Das Lächeln der Mutter ist spätestens aus dem Gesicht verschwunden, nachdem die Kinder keine Dankbarkeit für den aufwendig gedeckten Tisch geäußert haben. Immer muss sie alles alleine machen, die Kinder scheinen es auch für selbstverständlich zu halten, diese Privilegien genießen zu dürfen, vor allem heute, wo sie sogar das Lieblingsgemüse der Kinder hübsch arrangiert und Kakao bereitgestellt hat. Aber warte Freundchen, so nicht! Die erste Ermahnung erhält das Kind unmittelbar nach dem ungefragten Griff zur Paprika, es solle gefälligst warten bis gemeinsam angefangen wird. Die zweite Ermahnung, vorsichtig und langsam zu hantieren, geht in einen Aufschrei über, als die braune Flüssigkeit sich ihren Weg um das Geschirr schlängelt. Fluchend, schimpfend und das betreffende Kind anraunzend, es solle gefälligst einen Lappen aus der Küche holen, um die Sauerei wegzuputzen, und zwar bitte etwas schneller, es tropft gleich von der Tischkante!, bricht die Mutter wie so oft innerlich zusammen und fragt sich, wie sie nur auf die Idee kommen konnte, Kinder in die Welt setzen zu wollen*.

Du kannst dir sicher vorstellen, welche dieser beiden Mütter in meinem Alltag häufiger zugegen ist.

„Immer muss ich mich nach den Bedürfnissen der Kinder richten und meine eigenen zurückstecken!“ „Ich fühle mich wie der Sklave meiner Kinder!“ „Dieses ewige Hinterherräumen, Kochen und Putzen ist das Schlimmste an der Mutterrolle, denn es hört nie auf!“

Sätze wie diese höre ich oft von Blogleserinnen und Pusteblumengärtnerinnen meiner Mütter-Community. Und auch ich fühlte mich lange genug als Opfer meines Mutterdaseins.

Aufopfern, dieser Begriff trifft es wohl auf den Punkt.

Hingabe statt Aufopferung MutterseinImmer machen und machen und tun und machen. Kein Dank, keine Wertschätzung, kein Lob. Zumindest nicht von den Kindern, von denen man es gerne hören möchte, immerhin sind sie es, für die wir uns den Allerwertesten aufreißen!

Und selbst wenn so etwas wie Dankbarkeit kommt: Was macht es für einen Sinn, sich dermaßen in der Mutterrolle zu verlieren und den Kindern alles schön zu machen, so viel hinterher zu räumen oder extra nochmal zum Kindergarten zurückzufahren, um den vergessenen Sportbeutel abzuliefern? Würden sie dadurch nicht noch unselbstständiger?

Die Angst, meine Kinder könnten mal zu selbstgefälligen, bequemen Muttersöhnchen heranwachsen, war jedenfalls schon zu Beginn meines Mutterseins so groß, dass ich ihnen so wenig wie möglich abnahm.

Schuhe zubinden? Kannst du doch schon alleine! Mit dir in den Keller gehen, um die Marmelade zum Frühstück zu holen? Du brauchst doch keine Angst haben, du bist doch schon groß! Das Kuscheltier im Wohnzimmer vergessen? Nein, ich bringe es nicht mit zum Gute-Nacht-Sagen, hol es dir doch bitte selbst eben, sonst wirst du es immer vergessen!

Mit dieser Einstellung habe ich bis vor Kurzem die letzten neun Jahre meines Mutterseins verbracht. Immer am Rande der Gereiztheit, immer auf dem Sprung, gleich wieder die Augen verdrehen zu müssen, weil irgendwas von den Kindern vergessen wurde oder nicht alleine bewerkstelligt werden wollte.

Wie lange würde dieses Aufopfern noch dauern?

Glücklich war ich mit meiner Haltung nicht. Allerdings wusste ich auch nicht, wie ich sie ändern konnte. Auf jeden Fall war mir klar, dass ich mir selbst keinen Gefallen tat, die nächsten Jahre so weiterzuleben.

Natürlich wäre ich am liebsten entspannter, geduldiger und liebevoller im Umgang mit Mini und Maxi. Aber wie sollte das gehen, wenn sie sich nun mal wie Kinder benahmen?

Und ich versuchte, mich daran zu erinnern, wie meine Eltern mit mir früher umgegangen waren. Ich weiß zumindest, dass ich zu wenig der wohlwollenden Mütterlichkeit erfahren habe, weshalb es mir heute so schwerfällt, diese Eigenschaft in mir anzuzapfen und weiterzugeben.

Und doch fühlte ich mich zutiefst zu der ersten Mutter in meinem Beispiel hingezogen. Wenn ich so eine wohlwollende Atmosphäre doch damals als Kind öfter hätte erleben dürfen! Wenn ich so eine entspannte und selbstlose Mutter doch selbst sein könnte!

Hingabe statt Aufopferung MutterseinUnd mal angenommen, es gelänge mir: Wie würde ich es hinkriegen, die täglichen Mutterpflichten nicht als lästig zu empfinden, mich selbst nicht als Opfer meiner Umstände zu betrachten? Denn der Arbeitsaufwand würde ja alleine durch einen anderen Blickwinkel nicht weniger.

Ich glaube, der Unterschied heißt Hingabe.

Die Mutter aus dem ersten Beispiel agiert aus Hingabe.

Ihr ist es egal, ob sie Dank und Wertschätzung erhält, weil sie weiß, dass Kinder diese Werte erst vorgelebt bekommen müssen, um sie selbst empfinden zu können. Sie weiß, dass Kinder tollpatschig sind und ein umgeworfener Becher nicht das Ende der Welt bedeutet.

Hingabe hat etwas mit Beziehung zu tun. Die Mutter, die ihre Mutterpflichten aus Hingabe heraus erfüllt, möchte sich ihren Kindern verschenken, um eine wahre Beziehung zu ihnen zu pflegen und weiß um ihre weibliche Kraft, diese Liebe aufzubringen.

Wer seine Arbeit als ewige Aufopferung wahrnimmt, fühlt sich entmachtet, wertlos und als Fußabtreter der Familienkonstellation.

Aber Macht und Beziehung auf Augenhöhe schließen sich gegenseitig aus.

Damit will ich nicht sagen, dass Kinder und Eltern gleichberechtigt sein sollen. Im Gegenteil: Es ist toxisch, wenn Kinder Verantwortung an falscher Stelle übernehmen müssen oder Eltern ihre Rolle als ErzieherInnen nicht wahrnehmen.

Aber gefühlt ist es ein himmelweiter Unterschied, ob ich die Wohnung sauge, weil das zu meinen Aufgaben als Mutter gehört oder weil ich meinen Kindern ein sauberes Zuhause schenken möchte.

Hingabe und Aufopferung – zwei Wörter mit dem gleichen Ergebnis (nämlich in diesem Fall Arbeit), und dennoch vom Ansatz her so weit voneinander entfernt wie Licht und Schatten.

Und ich stellte mir die Frage, was mich eigentlich daran hinderte, mein Kind auch mit neun Jahren noch in den dunklen Keller zu begleiten? Ihm das vergessene Kuscheltier einfach mitzubringen auf meinem Weg ins Kinderzimmer?

Es war wie immer meine Angst. Angst, ich könne in meiner Rolle als Mutter ausgenutzt werden, meine Kinder würden zu Weicheiern mutieren oder was auch immer.

Und ich dachte darüber nach, was ich mir als Kind in so einer Situation für eine Mutter gewünscht hätte. Eine, die gebetsmühlenartig immer wieder meine Eigenständigkeit herunterleiert und mein Pflichtbewusstsein hervorhebt oder eine, die mich liebevoll begleitet und mir meine Vergesslichkeit nicht übelnimmt?

Wieso fürchten wir uns so sehr davor, vor unseren Kindern das Gesicht oder ein Stück unserer Autorität zu verlieren?

Hingabe statt Aufopferung MutterseinWas wäre, wenn meine Kinder sich einfach geborgener und sicherer in meinem Beisein fühlten und nur deswegen mit mir gemeinsam in den bedrohlichen Keller möchten; nicht, weil ihnen alleine zu langweilig ist oder sie einen Handlanger brauchen?

Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass Kinder keine egoistischen und verwöhnten Erwachsenen werden, weil sie als Kind zu viel Liebe und Verständnis mitbekommen haben. Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall (wobei ich mit Liebe und Verständnis nicht meine, dass man Kindern jegliche Arbeit abnimmt und ihnen nichts zutraut)!

Kinder, die viel Mütterlichkeit erfahren haben, sind innerlich gesättigt. Sie fühlen sich geliebt und wertgeschätzt und sind deswegen stark genug, ein eigenständiges Leben zu führen. Weil ihre Grundbedürfnisse gestillt wurden, der Rucksack für die Lebensreise vollgepackt ist mit Sicherheit und (Selbst-)Vertrauen.

Aber wir brauchen diese Hingabe, um nicht müde zu werden, unseren Kindern diese Wertschätzung immer und immer wieder zukommen zu lassen!

Hingabe, ich mag dieses Wort, es beinhaltet Freude und Wollen, nicht Pflichtgefühl!

Auch, wenn ich zugeben muss, dass es mir schwerfällt, meine Alltagsangelegenheiten von nun an konsequent aus diesem Blickwinkel heraus zu tätigen!

Trotz meiner guten Vorsätze muss ich mir meine neue Einstellung mehrmals am Tag vor Augen halten.

Zu erkennen, dass die gewohnten Denk- und Verhaltensmuster so tief verankert sind, dass man nicht mal eben mit dem Finger schnippen und alles von Jetzt auf Gleich in einem anderen Licht betrachten und umsetzen kann, und dadurch schnell in alte Muster zurückfällt, ist mitunter kräftezehrend.

Es bedeutet auch, neue Glaubenssätze zulassen zu können, wie „Kümmern ist Ausdruck meiner Liebe“ oder „Ich gewinne an Lebensfreude, wenn ich mich meiner Arbeit mit Hingabe widme“.

Es ist mit neuen Denkmustern wohl wie bei einem Muskel, der erst trainiert werden muss. Das gelingt mir am besten, wenn ich mir immer wieder aufs Neue die Mutter aus dem ersten Beispiel vorstelle. Wie würde sie jetzt handeln?

Trotz der bewussten Anstrengung im Umdenken glaube ich, dass dies der richtige Weg ist. Für mich und für meine Söhne, die wir in unseren ersten Lebensjahren zu wenig Mütterlichkeit erfahren haben.

Und, mal ganz unter uns, sind wir doch mal ehrlich: Wann waren die heilsamsten Wege schon mal leicht und kurz?

Eben.

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Mein herzlicher Dank für die Bereitstellung der Bilder geht an Maddi Bazzocco, The Creative Exchange, Dane Deaner und Benjamin Manley (von oben nach unten).

6 Gedanken zu „Hingabe statt Aufopferung“

  1. Vanessa sagt:

    Hallo,
    das ist langsam unheimlich, du greifst so oft immer genau die Themen auf, die mich momentan beschäftigen….gruselig ;0).
    Ich denke im Moment oft, warum reagiere ich immer so gereizt und übertrieben und andere Mamas bleiben so ruhig (zumindest vor anderen). Warum schimpfe ich so viel mit meinem Kind, auch bei Sachen, wo es nicht in dem Maße nötig wäre und andere nicht? Warum empfinde ich es als eine Last, Mama zu sein und nicht als ein Privileg (zumindest überwiegt die Last oft mehr) und andere nicht? Auch die Momente/Situationen, die du beschrieben hast sind, die, welche mich oft triggern (wobei es bei uns mit dem „alleine in den Keller gehen“ genau umgekehrt ist. Wir haben unseren Sohn immer alles geholt oder sind mit, jetzt hat es aber langsam ein Ende, weil es einfach Bequemlichkeit wurde bei ihm, wir keine Lust mehr haben und er alt genug ist langsam). Die Antwort, warum ich so empfinde wie ich eben empfinde hast du mir aber gerade geliefert. Danke dafür. Ich versuche mir auch die „hingebungsvolle“ Mutter jetzt mal öfter ins Gedächtnis zu rufen….. .

    1. Birgit sagt:

      Also die Mutter Nr. 1 halte ich für unrealistisch und kitschig, genau wie das Kindergesicht auf den Zwiebackpackungenvon damals, rotbäckig und immer gut gelaunt…..Jeder weiss, es ist verlogen. Ich finde eine Mutter die schimpft und die Kinder dazu anhält, die Sauerei selbständig wieder wegzumachen besser als eine, die lächelnd alle Respektlosigkeiten ihrer Kinder „mit Hingabe“ erträgt ohne zu murren. Denn sie lehrt ihre Kinder Respekt und Sorgfalt. Die Kinder zu Selbständigkeit und Furchtlosigkeit, Ehrfurcht vor dem Leben zu erziehen ist wichtiger als die quietschrosa „Familienharmonie“…..Ich persönlich hätte als Kind lieber Mutter Nr.2 als Mutter Nr.1 gehabt, denn mit Mutter Nr. 1 wäre ich nämlich ein narzisstisches Menschlein geworden, das Keiner ausstehen/ertragen kann.

      1. Romy sagt:

        Gut gesagt! Kann ich nur zustimmen!

  2. Birgit sagt:

    „Macht und Beziehung auf „Augenhöhe“ schliessen sich gegenseitig aus“: Eltern haben naturbedingt einfach „Macht“ über die Kinder. Das ist ganz normal und die Eltern sollten sich dieser Machtposition auch bewusst sein und sich von den Kindern nicht vom „Chefsessel“ schubsen lassen. Wieviele Familien habe ich bereits beobachtet, in denen die Kinder wie Könige thronen, die Eltern, entthront und machtlos, hetzen und machen und tun alles, was ihre Könige, die Kinder, verlangen, kochen mehrere Mahlzeiten weil es den kleinen „Tyrannen“ nicht schmeckt etc.. Wie krank ist ein solches System! Normal, ist, wenn die Eltern die Chefs/Rudelführer sind und die Kinder richten sich nach Ihnen. Das man sich dabei trotzdem mit Respekt und Nachsicht begegnen kann, schliesst sich nicht aus. Aber auf „Augenhöhe“ würde ich meine Kinder nicht haben wollen. Denn es gibt einfach dieses natürliche Machtgefälle und die Kinder gieren durch ihr Verhalten geradezu nach einem starken Rudelanführer. Wenn sie den nicht bekommen, dann ist Aufstand vorprogrammiert. Ich denke von diesem unrealistischen „auf Augenhöhe mit den Kindern“ entsteht sehr viel Leid und Krankes in Familien. Kinder wollen keine Eltern „auf Augenhöhe“. Sie möchten angeleitet, geführt, respektiert und beschützt werden. Was dieses komische „auf Augenhöhe“ bedeuten soll, keine Ahnung, aber für mich nicht erstrebenswert.

  3. Ornella sagt:

    Hmm ich finde dass Mutterbild/ Frauenbild was du in dem Text ( vorallem Beispiel nr. 1 beschreibst) sehr klischeehaft und problematisch. Ich wollte dir meine Gedanken dazu immer schonmal mitteilen, denn ich schätze deine Arbeit sehr und sie haben mir schon einige Denkanstöße gegeben. Ich bin Eine Mutter von zwei Kindern ( 9 und 4) , arbeite nebenbei 30‘h ( mein Mann 60 als selbständiger) ohne viel Hilfe von Eltern oder Schwiegereltern. Leider stoße ich oft an meine Grenzen und empfinde die Mutterrolle als Pflicht und nkxjt als Privileg. Warum ? Mittlerweile ist die Antwort für mich ganz einfach : Überforderung. Denn dieses Gefühl kam erst mit Kind nr 2 und der gefühlten dreifachbelastung. Diese starke Überlastung beruht darauf , dass Ich wie sehr viele andere Mütter den Hauptteil der Arbeit übernehmen müssen neben der Erwerbsarbeit. Für mich ist die Antwort daher nicht nur die ständige Arbeit an sich selbst, sondern das Bild der aufopfernden Mutter die summend kocht und wischt nicht weiter hochzuhalten. Wieso nimmt diese Rolle in deinem Beispiel nicht der Vater ein ? Ich denke diese Bilder sind gesellschaftlich gesehen schwierig weil sie das Bild der glücklichen Hausfrau und Mutter hochhalten. Zudem glaube ich tatsächlich, dass es sehr wichtig ist für Kinder schon früh Selbständigkeit und Verantwortung zu übernehmen. Wenn man sich andere Kulturen anschaut ist dies dort viel selbstverständlicher und führt dazu dass Mütter im Ergebnis deutlich weniger belastet sind (- dadurch mehr Freude an der Mutterrolle empfinden können). Und leider kenne ich einige Beispiele in meinem
    Umfeld von erwachsenen Menschen, die sehr Wenig zu Hause machen mussten und im Erwachsenenalter mit dem Thema Haushalt etc. Nun immer Noch große Schwierigkeiten hatten. Wie zb mich – mir wurde als Kind in der Hinsicht ganz viel abgenommen und mir fiel und fällt es sehr schwer. Als Gegenbeispiel habe ich Freundinnen, die bereits als Kinder viel im Haushalt mithelfen mussten und denen das nun leicht von der Hand geht. Von daher war meine theorie immer eine ganz andere: umso früher man sich daran gewöhnt, umso leichter wird es später. So wie das ja mit eig allem
    Im Leben ist. Aber ich bin mit dir auf einer Linie, dass viel liebe und Empathie dabei nie fehlen sollte. Aber nur liebe und Empathie reicht eben auch nicht aus.

    1. Bianca sagt:

      Hallo Christine,

      ich lese noch nicht so lange mit bei dir mit aber ein paar Artikel schon. Auch ein paar vom Anfang.
      Heute muss ich einfach was dazu schreiben denn ich finde die Entwicklung, deine beständige Arbeit an deiner Sicht beeindruckend. Deine Worte in diesem Artikel wirken auf mich weich und sanft.
      Ich denke auch, dass die Mutter im ersten Beispiel ein unerreichbares Ideal ist aber es ist auch wahrscheinlich eher so gewählt um den Unterschied zum Verhalten der 2.Mutter deutlich zu machen. Es geht da ja um bestimmte Arten auf Situationen zu reagieren.
      Wenn du dir wirklich wünschst, anders zu reagieren (nicht anders zu sein!), dann freue ich mich mit dir dass du schon so viel geschafft hast. Es geht doch darum, dass du dir wünschst, mit der Situation als Mutter nicht nur zu hadern sondern die Zeit, die ja auch einfach Lebenszeit ist, bestmöglich, -was eben möglich ist -zu nutzen. So habe ich dich verstanden. Und da finde ich deine Reflektionen nützlich.
      Und ja, ich denke es ist viel Arbeit, du leistest viel Arbeit und ich wünsche dir viele Momente voller Hingabe und Leichtigkeit.

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