Kinderkram

Der Tag, an dem Maxi endlich ein Kindergartenkind anschrie

Villa Schaukelpferd-Klassiker


„Er scheint sich hier ganz wohl zu fühlen. Aber er spricht immer so leise. Wir verstehen ihn kaum, weil er nur flüstert.“ Den Satz hatte ich weiß Gott nicht zum ersten Mal gehört. Frau Neumeier, Maxis Erzieherin, sprach mich ein paar Wochen nach der Eingewöhnung auf meinen damals Dreijährigen an, genauso wie schon drei andere Kindergärtnerinnen und die Leitung zuvor. Alle mit dem gleichen Ergebnis: Maxi sei ein lieber, zurückhaltender Junge, der sich aber schwer mit anderen Kindern und noch schwerer mit der Verständigung täte. Im Gegensatz zu Zuhause.

Kinderkram

Knatschige Tage – Wenn die Kinder übermüdet sind

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An manchen Tagen würde ich auch gerne einmal wieder zum Trotzkind werden. Ich würde dann auf dem Fußboden aufstampfen, das Treppenhaus zusammenbrüllen oder mit den Türen knallen. Letzteres nehme ich mir ab und zu auch mal raus. An Tagen wie heute, wo ein Mini oder ein Maxi derart schlechte Laune verbreitet, dass man mit netten Worten nicht mehr dagegen ankommt, frage ich mich, ob es irgendwo ein Loch im Wohnzimmerboden gibt, in dem ich mich heimlich verstecken könnte.

Kinderkram

Geschwisterneid oder: „Ich will das auch haben!“

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Das Päckchen lag in der Ecke unter den Briefkästen. Einer der Nachbarn musste es freundlicherweise für uns angenommen und ins Treppenhaus neben die Haustür gestellt haben, damit es beim Nachhausekommen nicht zu übersehen war. Und das war es definitiv nicht. „Mamaaaaa? Für wen ist das Paket?“ Maxi entdeckte das bunt bemalte und mit niedlichen Aufklebern verzierte Päckchen als Erster und stieß einen verzückten Freudenschrei aus. „An Mini“ –so oder ähnlich- bestätigte das Adressfeld meine Vermutung. Immerhin stand der Geburtstag meines Jüngsten kurz vor der Tür und schriftliche Glückwünsche von Freunden und Verwandten aus Nah und Fern trudelten im Laufe der Woche bei uns ein. Bisher hatte ich sämtliche Post heimlich in Abwesenheit der Kinder annehmen können und just in diesem Moment wusste ich auch wieder, warum mir das lieber war.

Kinderkram

„Beeil dich bitte, wir müssen los!“ Der lange Weg mit Kindern nach Draußen

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Es soll ja Dinge geben, die verändern sich mit Kindern. Statt gähnender Langeweile am Sonntag gibt’s das Spaßprogramm des Sohnes ab Fünf Uhr morgens; Mama muss sich nicht mehr über jeden Fleck auf dem Sofa aufregen, immerhin ist sie es schon gewohnt, dass seit zwei Jahren immer mal wieder irgendeiner seine Schokoladenhände daran abschmiert, und dass in der Weihnachtszeit nur noch Rolf und seine Freunde den CD-Player regieren, das überhört man daran gewöhnt man sich auch mit der Zeit. Aber es gibt auch Dinge, mit denen ich mich immer noch nicht anfreunden kann. Vor allem deshalb, weil sie mindestens einmal täglich, wenn nicht sogar öfter stattfinden. Das nervenaufreibendste Szenario bei uns lautet derzeit: „Schuhe anziehen, es geht los!“

Kinderkram

Verleihung des Goldenen Schaukelpferds – So war unser Jahr 2015

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Das Jahr neigt sich rasant dem Ende zu und so, wie sicher ein Jeder für sich selbst Résumé zieht, werfe auch ich in meinem Mama Blog einen Blick zurück und gucke was war. Deswegen habe ich für Sie die schönsten und kuriosesten Momente –ähnlich wie bei großen Verleihungen- mit dem Goldenen Schaukelpferd gekürt. Sie finden also die Gewinner, die sich bei uns vor und hinter den Kulissen abgespielt haben. Auf, dass es im nächsten Jahr munter so weiter gehe…Ladies and gentlemen, and the golden Schaukelpferd goes to…

Kinderkram

Adventskalender für die Allerkleinsten

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Im Laufe meines Lebens hatte ich schon viele Adventskalender gesehen. Genauer gesagt immer aus der Position heraus, sie täglich öffnen und mich dem Zauber der Überraschung hingeben zu dürfen, der mich im Inneren erwartete. Damals war ich ein junges Mädchen, das von seiner Mutter jedes Jahr am ersten Dezember ein (meist selbstgebasteltes) Exemplar überreicht bekam. Nun stand ich auf der anderen Seite –die der Erwachsenen- und befand mich in der schwierigen Situation, anderen –nämlich meinen Kindern- diesen Zauber zu ermöglichen.

Eine schöne, wenngleich heikle Aufgabe. Päckchen öffnen und sich an den Geschenken erfreuen wurde dieses Mal schließlich nicht von mir erwartet. Stattdessen war meine Kreativität gefragt, vierundzwanzig Mal vier Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Und das bei zwei Söhnen, die gerade mal zwei und drei Jahre alt waren und den Sinn eines Adventskalenders nicht mal im Ansatz verstehen konnten. Nun ja, Geschenke aufreißen hatten sie schon mehrfach geübt; in der Hinsicht konnte schon mal nix schief gehen. Mehr Sorgen machte ich mir schon über interessante Kalenderinhalte; schließlich wollte ich meinen Kindern in ihren jungen Jahren nicht die gesamte Adventszeit über täglich Süßkram und Schokolade bescheren. Ein alternativer Adventskalender für wenig Geld musste also her!

Kinderkram

„Stefanie hat mir den Rüssel abgerissen!“

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Jeden Tag erleben Menschen die schlimmsten Katastrophen, die man sich vorstellen kann. Sie flüchten aus ihrem Heimatland, weil dort nur Krieg und Gewalt herrschen. Sterben während eines Autounfalls oder an Krebs, werden in der Schule gemobbt oder aufgrund ihrer homosexuellen Neigung bespuckt. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man aus den Medien nicht von irgendwelchen Grausamkeiten erfährt. Und doch ist das alles nichts gegen das, was mir täglich an Problemen unter die Nase gerieben wird.

Kinderkram

5 Dinge, mit denen mich meine Kinder verblüffen

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Es gibt so Dinge im Leben, die sind bei den meisten Kindern gleich. Die Lust auf Eis im Sommer, die Rangeleien mit dem Bruder um das begehrteste Spielzeug oder die Tatsache, dass es bei Oma und Opa viel schöner (weil meist weniger streng) als zuhause ist. Und dennoch überraschen meine Kinder auch mich manchmal noch mit Gewohnheiten, mit denen ich früher nie im Leben gerechnet hätte.

Kinderkram

Guten Morgen Rumpelstilzchen!

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„Du schreibst nicht über irgendein Nerv-Thema. Kein Gemotze, kein Gejammer. Heute schreibst du über irgendetwas Banales. Der letzte Elternabend, der schöne Waldspaziergang mit den Kinder gestern oder irgendwas anderes. So viel depressive und wütende Stimmung hält doch keiner aus. Nicht, dass man später die wenigen Blogbeiträge über friedliche Momente mit der Lupe auf deinem Mama Blog suchen muss!“ Glaub‘ mir, ich habe es mir wirklich vorgenommen! Ich wollte dich verschonen, ich wollte meine Nerven schonen. Ich stand heute Morgen mit dem Gefühl auf, einen durchweg positiven Text zu formulieren. Kaum war das Frühstück beendet, als klar war: Mein Plan geht nicht auf. Schon wieder nicht. Wer oder was mich daran gehindert hat? Rumpelstilzchen höchstpersönlich! Aber der Reihe nach.