Kinderkram

5 Dinge, mit denen mich meine Kinder verblüffen

Villa Schaukelpferd-Klassiker

Es gibt so Dinge im Leben, die sind bei den meisten Kindern gleich. Die Lust auf Eis im Sommer, die Rangeleien mit dem Bruder um das begehrteste Spielzeug oder die Tatsache, dass es bei Oma und Opa viel schöner (weil meist weniger streng) als zuhause ist. Und dennoch überraschen meine Kinder auch mich manchmal noch mit Gewohnheiten, mit denen ich früher nie im Leben gerechnet hätte.

1. Sie mögen keine Pommes.

Ein Umstand, den ich in erster Linie unserer Ernährungsweise zuschreibe, denn die frittierten Kartoffelstückchen landen hier bei uns generell eher seltener auf dem Esstisch. Gerade in der Anfangszeit nach dem Brei legten wir Wert darauf, dass Mini und Maxi mit gesunden Mahlzeiten versorgt werden, um sie erst gar nicht zu einseitig zu ernähren. Als wir ihnen (und uns) den Spaß dann doch mal gönnen wollten, wurde das Mittagessen von unseren Kindern nach drei Pommesstücken und vor Ekel verzogenen Mündern vorzeitig als beendet erklärt. Auch als ein Besuch bei McDonalds aus organisatorischen Gründen einmal unumgänglich war, wurde die HappyMeal-Tüte mit den Worten „Ich mag das nicht. Papa, ich will Gemüse!“ direkt von unserem Maxi wieder verschlossen. Und so freuen mein Mann und ich uns inzwischen wie kleine Kinder zu Weihnachten, wenn unsere Söhne mal bei ihren Großeltern essen und wir uns auch mal wieder Pommes rot-weiß gönnen dürfen.

5 Dinge, mit denen mich meine Kinder verblüffen
2. Mini und Maxi sind gute Läufer und wollen bei jedem Wetter raus.

Ja, meine Kinder sind gerne in der Natur, wie wohl so viele andere Kinder auch. Spielplatz, Wald und Wasserlauf werden gerne und täglich eingefordert. Aber selbst heute Morgen, als das lang ersehnte Gewitter in der Hitzeperiode endlich Blitz und Donner über uns entlud und in der Nachbarstadt zwei Menschen vom Blitz getroffen wurden, zupfte mein Großer an meinem Ärmel und fragte, ob wir denn jetzt endlich rausgehen würden. Aufgrund von Starkregen und einem Getöse über unseren Köpfen, der Jeden mit gesundem Menschenverstand direkt unters Sofa katapultiert hätte, drang sein Anliegen schon akustisch kaum zu mir durch. Einmal Draußen, gibt es auch keinen Weg, der meinen Kindern zu lang wäre. Fünf Kilometer durch den Wald sind jedenfalls für unseren Zwei- und Dreijährigen kein Grund, anschließend mit Blasen an den Füßen erschöpft im Auto einzuschlafen. Das überlassen sie lieber Mama.

3. Sie können gut teilen.

Natürlich sind auch Mini und Maxi nicht vor Neid und Eifersucht auf den Bruder gefeit. Nichtsdestotrotz überraschen sie mich mit ihren jungen Jahren immer wieder, wenn sie freiwillig Spielzeuge tauschen oder wie selbstverständlich und ohne Gezanke dem Bruder von den Weingummis abgeben.

4. Mini und sein großer Bruder gucken nicht gerne Fernsehen.

Okay, wir haben es tatsächlich drei (bzw. bei Mini zwei) Jahre geschafft, den Fernseher komplett zu ignorieren (zumindest bis die Kinder im Bett sind). Der schwarze, flache Bildschirm auf dem Sideboard war für die Geschwisterkinder demnach bisher ein uninteressantes Gerät, mit dem sie nichts anfangen konnten. Lediglich zum Haareschneiden drückten wir mal auf die Fernbedienung und suchten stundenlang den Kinderkanal. Wir rechneten mit Begeisterungsstürmen und einem ewig täglichen Betteln, die Kiste wieder an zu machen. Aber weit gefehlt. Selbst beim Haareschneiden muss ich mich inzwischen beeilen, den Haarschnitt schnell hinzukriegen, weil das Interesse an den bunten Trickfiguren schnell verfliegt. „Mama, können wir jetzt wieder spielen?“ hängen sie mir dann flehend in den Ohren, so als hätte ich gerade von ihnen verlangt, mir beim Badezimmerputzen zu helfen. Die Kinder vor den Fernseher setzen, weil man mal seine Ruhe haben will, klappt also bei uns nicht. Ein Zustand, der mich schon ein bisschen stolz macht. Und manchmal echt nervt. Zum Beispiel sonntagmorgens um Viertel vor Sechs.

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5. Sie können friedlich miteinander spielen.

„Mama, was machen wir jetzt?“ Wir hatten unser Mittagessen gerade beendet und meinem Mann und mir war eindeutig nach einer kleinen Verschnaufpause an diesem heißen Sonntag. „Wollt ihr nicht ein bisschen im Kinderzimmer miteinander spielen? Mama und Papa möchten sich auf dem Sofa gern ein bisschen ausruhen.“ Mein Angebot trug ich lächelnd, aber mit jeder Menge Skepsis vor. Gleich würde, wie jedes Mal nach so einem Wunsch, das Geheule und ein Trotzanfall seitens der Kinder kommen. Aber weit gefehlt. „Jaaaaaa! Komm Mini, sollen wir was spielen?“ rief mein Großer begeistert und war schon unterwegs in Richtung Kinderzimmer. Sage und schreibe vierzig Minuten hörte ich die beiden miteinander spielen, singen und lachen. Kein Geheule, kein Gezanke, kein „Mama, wann kommst duhuuuu?“. Ich weiß, dass das ein Geschenk war. Eigentlich verlaufen die Familiensonntage grundsätzlich anders bei uns. Aber ich nehme es einfach mal an und lasse mich überraschen, was in Zukunft noch so an verblüffenden Ereignissen auf mich zukommt.

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