Kinderkram

Warum es für mich so schwer ist, mit meinen Kindern unter einem Dach zu leben

Das Zusammensein mit anderen Menschen ist für mich so eine Sache. Auf der einen Seite liebe ich die gemeinsame Zeit des Austauschs, der tiefsinnigen (oder manchmal auch einfach banalen) Gespräche und das Erleben von verschiedenen Persönlichkeiten, Ansichten und Temperamenten. Auf der anderen Seite ist genau das auch ein Punkt, der mich immer wieder die Einsamkeit aufsuchen lässt: Ich umgebe mich nämlich gerne mit Gleichgesinnten; Menschen, die ähnlich wie ich ticken und sich etwa auf meinem ruhigen Energielevel befinden.

Kinderkram

Jetzt ist aber Kirmes! Juhu! Ach nee, doch nicht.

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Unsere Nachbarstadt steht derzeit Kopf. Man kann dies sogar wörtlich nehmen, sitzt man gerade angeschnallt in einer Gondel dieses Fahrgeschäftes, bei dem einen beim Zugucken schon schlecht wird. Kurzum: Es ist Kirmes und alle rennen hin. Wenn die Tage wieder kürzer werden, der Herbst kurz vor der Tür steht, finden sie sich alle ein: Schausteller, Popcorn-Verkäufer, Wahrsagerinnen und Losbudenbesitzer. Fünf Tage Spektakel mit Bratwurst, Zuckerwatte, Kettenkarussell und Autoscooter. Und meine Söhne und ich mittendrin.

Kinderkram

Das Schönste an dem Alter? Leben im Hier und Jetzt

Villa Schaukelpferd-Klassiker


„Mama, warte mal, ich will mit dir an den Blättern riechen!“ Maxi und ich waren gerade auf dem Weg zur örtlichen Kirmes unterwegs, als mein Vierjähriger abrupt neben der unscheinbaren Hecke stehen blieb. „Schau mal, die riechen so gut!“ bekam ich von einem Meter weiter unten erklärt und schon sah ich auch mich meine Nase zwischen die kleinen Äste stecken. Wollten wir uns nicht beeilen, um zum Jahrmarkt zu kommen? Mit all den blinkenden Fahrgeschäften, Luftballons und Zuckerwatteständen? Sollten wir nicht lieber einen Schritt schneller gehen, als ausgerechnet hier auf dem langweiligen Gehweg anzuhalten?

Kinderkram

Das Schlimmste an dem Alter? Fehlendes Einfühlungsvermögen!

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Es geschah heute Morgen auf unserem Parkplatz vor der Haustür. Mini öffnete zum Einsteigen die hintere Autotür, zog sie rückwärts stolpernd auf und trat infolgedessen unsanft, das ganze Gewicht dabei auf seine Füße zentriert, auf meinen Fußrücken. Der Schmerz, der mich durchfuhr war aber nichts zu meiner Wut, die unmittelbar darauf folgte. Am Liebsten hätte ich meinem Sohn aus purem Reflex im Gegenzug auch auf den Fuß getreten. Aber das wäre ja erstens total kindisch und zweitens nicht mal hilfreich gewesen. Zumindest nicht für meinen Dreijährigen. So bahnte sich meine Wut in lauten Flüchen, die der Nachbarschaft das Aufstehen erleichterten, ihren Weg nach Draußen.

Kinderkram

Als die Kinder den Wald verließen

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Was hier wie der Titel einer Zeichentrickserie aus den 90ern klingt (und jeder Vergleich ist auch beabsichtigt!), war in meinem Fall aber weder Fiktion, noch irre lustig anzusehen. Eigentlich war es nur irre. Und davon eine ganze Menge. Aber der Reihe nach.

Kinderkram

5 Verhaltensweisen, die meine Kinder einfach nicht hinkriegen

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Es gibt Satzanfänge, die wollte ich nie in meinem Leben bilden. Nicht mal denken. „Könnt ihr denn nicht einfach mal…?“ ist so einer. Klingt genervt, anklagend, verzweifelt. Aber dann wurde ich zweifache Jungsmutter und es sprudelte nur so aus mir heraus. Hier die Top 5 der Verhaltensweisen, die meine Kinder anscheinend einfach nicht hinbekommen. Oder etwa doch?

Kinderkram

Der Tag, an dem Maxi endlich ein Kindergartenkind anschrie

Villa Schaukelpferd-Klassiker


„Er scheint sich hier ganz wohl zu fühlen. Aber er spricht immer so leise. Wir verstehen ihn kaum, weil er nur flüstert.“ Den Satz hatte ich weiß Gott nicht zum ersten Mal gehört. Frau Neumeier, Maxis Erzieherin, sprach mich ein paar Wochen nach der Eingewöhnung auf meinen damals Dreijährigen an, genauso wie schon drei andere Kindergärtnerinnen und die Leitung zuvor. Alle mit dem gleichen Ergebnis: Maxi sei ein lieber, zurückhaltender Junge, der sich aber schwer mit anderen Kindern und noch schwerer mit der Verständigung täte. Im Gegensatz zu Zuhause.

Kinderkram

Knatschige Tage – Wenn die Kinder übermüdet sind

Villa Schaukelpferd-Klassiker


An manchen Tagen würde ich auch gerne einmal wieder zum Trotzkind werden. Ich würde dann auf dem Fußboden aufstampfen, das Treppenhaus zusammenbrüllen oder mit den Türen knallen. Letzteres nehme ich mir ab und zu auch mal raus. An Tagen wie heute, wo ein Mini oder ein Maxi derart schlechte Laune verbreitet, dass man mit netten Worten nicht mehr dagegen ankommt, frage ich mich, ob es irgendwo ein Loch im Wohnzimmerboden gibt, in dem ich mich heimlich verstecken könnte.

Kinderkram

Geschwisterneid oder: „Ich will das auch haben!“

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Das Päckchen lag in der Ecke unter den Briefkästen. Einer der Nachbarn musste es freundlicherweise für uns angenommen und ins Treppenhaus neben die Haustür gestellt haben, damit es beim Nachhausekommen nicht zu übersehen war. Und das war es definitiv nicht. „Mamaaaaa? Für wen ist das Paket?“ Maxi entdeckte das bunt bemalte und mit niedlichen Aufklebern verzierte Päckchen als Erster und stieß einen verzückten Freudenschrei aus. „An Mini“ –so oder ähnlich- bestätigte das Adressfeld meine Vermutung. Immerhin stand der Geburtstag meines Jüngsten kurz vor der Tür und schriftliche Glückwünsche von Freunden und Verwandten aus Nah und Fern trudelten im Laufe der Woche bei uns ein. Bisher hatte ich sämtliche Post heimlich in Abwesenheit der Kinder annehmen können und just in diesem Moment wusste ich auch wieder, warum mir das lieber war.

Kinderkram

„Beeil dich bitte, wir müssen los!“ Der lange Weg mit Kindern nach Draußen

Villa Schaukelpferd-Klassiker


Es soll ja Dinge geben, die verändern sich mit Kindern. Statt gähnender Langeweile am Sonntag gibt’s das Spaßprogramm des Sohnes ab Fünf Uhr morgens; Mama muss sich nicht mehr über jeden Fleck auf dem Sofa aufregen, immerhin ist sie es schon gewohnt, dass seit zwei Jahren immer mal wieder irgendeiner seine Schokoladenhände daran abschmiert, und dass in der Weihnachtszeit nur noch Rolf und seine Freunde den CD-Player regieren, das überhört man daran gewöhnt man sich auch mit der Zeit. Aber es gibt auch Dinge, mit denen ich mich immer noch nicht anfreunden kann. Vor allem deshalb, weil sie mindestens einmal täglich, wenn nicht sogar öfter stattfinden. Das nervenaufreibendste Szenario bei uns lautet derzeit: „Schuhe anziehen, es geht los!“