Im Dialog

Wieder Daheim


Ich habe dich vermisst. Doch, ganz bestimmt! Ein bisschen so wie Julia ihren Romeo, Erdbeerkuchen seine Sahne oder Pippi Langstrumpf ihren Kleinen Onkel (vorausgesetzt die Beiden waren mal getrennt voneinander). Du, mein lieber Mama Blog, hast mir gefehlt in den letzten elf Tagen. Ja, ich habe täglich ein wenig Staub gewischt und Kommentare frei geschaltet oder Spam zu Louis Vuitton-Handtaschen gelöscht. Habe kurz geguckt, ob bei dir alles in Ordnung ist. Aber natürlich war es das. Schließlich warst du nie alleine, hattest täglich Besucher von interessierten, gelangweilten oder durchreisenden Lesern. Nein, einsam warst du nicht.

Ich übrigens auch nicht. Mini und Maxi halten mich hier weiterhin auf Trab, haben zu Muttis Verdruss wohl gemeinsam beschlossen, ab jetzt den täglichen Mittagschlaf als völlig überflüssig und oldschool zu betrachten. Aber das war nicht der Grund meiner fast gänzlichen Abwesenheit. Meine knappe Zeit, in der ich es nicht geschafft habe, einen Mama Blog Beitrag für dich zu verfassen, verbrachte ich in den letzten Tagen vor allem am Küchentisch zwischen Bastelkleber, Schere und Papier.Wieder Daheim

Der Herzensmann und ich feiern diesen Monat nämlich Geburtstag und ich verlasse mit der 30 endgültig die „wilden 20er“, die, im Nachhinein betrachtet, doch wilder waren, als ich es gern gehabt hätte. Da sich ein kleiner Teil in mir bereits vor 15 Jahren wie 30 gefühlt hat, freue ich mich ganz besonders, nun amtlich und offiziell zum Club der „Gesetzten“ zu gehören und bin gespannt, was sich nun ändern wird wahrscheinlich gar nüscht. Zu meinem diesjährigen Geburtstag war eine Mottoparty deshalb ein Muss. Und da die Einladungen bereits vor zwei Monaten bei den geladenen Gästen im Briefkasten eintrafen, hatte ich genügend Zeit, die Feier zu organisieren (und das Meiste wie immer auf den letzten Drücker zu machen). Verzeihe mir deshalb, warum ich in der letzten Woche keine Muße fand, einen geistreichen Blogbeitrag zu schreiben.Wieder Daheim

Zwischendurch haben wir noch heimlich Geburtstagskuchen gebacken (ich), Fliegenpilze angefasst (die Kinder) und die Titanic vorm Untergang bewahrt (mein Mann). Wir haben Kastanien gesammelt, neue Backenzähne bekommen, den halben Sandkasten über uns geschüttet, Elefanten beim Baden beobachtet und die letzte Glühbirne weggeschmissen. Haben gelacht, geweint und getröstet. Haben Hochstände bekraxelt, nachts Großstadtatmosphäre genossen und ausgeschlafen. Du siehst, es ist viel passiert, es gibt viel zu berichten, worüber ich in den nächsten Tagen und Wochen schreiben kann. Jetzt bin ich ja wieder hier. Zuhause bei dir.

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