Im Dialog

Mütter, die (anonym) über Regretting Motherhood sprechen möchten, für TV-Dokumentation gesucht!

In einem TV-Film mitwirken – wer hat nicht schon einmal davon geträumt? Egal ob Hauptrolle oder nur Statist am Rande: Wenn sich die Chance dazu ergäbe, würden die meisten von uns sicher laut „Hier!“ schreien. Aber was, wenn es um das eigene Schicksal geht, um Gefühle, die man sich selbst oftmals nur im stillen Kämmerlein traut, einzugestehen? Kristina Schippling, Autorin und Regisseurin, entdeckte vor ein paar Wochen meinen Blog und erzählte mir per Mail von ihrem neuesten Dokumentarfilmprojekt, in dem sie viele verschiedene Mütter zum Thema Regretting Motherhood portraitieren möchte. Mit diesem Blogbeitrag möchten Kristina und ich gemeinsam einen Aufruf starten, um noch mehr Mütter zu erreichen, die den Mut haben, sich anonym zu dem Thema zu äußern.

Meinen Brief-Abonnentinnen habe ich bereits Kristinas erste Mail zukommen lassen und ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei denjenigen Müttern, die sich bereit erklärt haben, bei Kristinas Projekt mitzuwirken. Gerne zitiere ich hier noch einmal Auszüge von Kristinas Worten für all die Leserinnen, denen das Filmprojekt an dieser Stelle noch unbekannt ist:

„Derzeit plane ich ein Dokumentarfilmprojekt über das Bereuen der Mutterschaft. Ich möchte gern Mütter portraitieren, die ihre Mutterschaft (zumindest momentweise) bereuen bzw. das Gefühl der Reue kennen.

Mir ist bewusst, dass ich ein sehr besonderes Thema berühre und ich gehe behutsam damit um. Ich habe in keiner Weise vor, die Mütter, die ich portraitiere, als negativ oder als „Rabenmütter“ darzustellen.

Ich wünsche mir, in dem Film die Mütter, die ich portraitiere, in ihren Anstrengungen im Alltag mit der Kamera begleiten zu können, aufzuzeigen, wie es wirklich ist und dass Momente des Bereuens keine Randphänomene sind, sondern dazugehören. […]

Geplant sind Interviews aber auch das Begleiten der Mutter und deren Kinder im Alltag. Hier ist es möglich, das Filmmaterial im Nachhinein zu verpixeln, die Anonymität zu wahren und das auch vertraglich festzuhalten. Auch richte ich mich danach, inwieweit die Mütter bereit sind, Film- oder Audioaufnahmen zuzulassen.

Ich selbst habe eine Mutter mit Burn Out und Berufsunfähigkeit und wir beide wollen im Film vor der Kamera über diese Themen sprechen. Es geht somit auch um mich, aber nicht nur.“

Mütter, die (anonym) über Regretting Motherhood sprechen möchten, für TV-Dokumentation gesucht!Ein kompetenter TV-Beitrag, ganz ohne Effekthascherei, in dem die Frauen nicht als Rabenmütter dargestellt werden – kann das funktionieren?

Aber spätestens nach unserem ersten netten Mail-Wechsel und einem Blick auf Kristinas Website und ihre Referenzen war mir klar: Diese Frau musst du kennenlernen! Und so griff ich zum Telefonhörer und rief die Autorin und Regisseurin in Berlin an, um ihr sowohl von meiner Begeisterung für ihr Filmprojekt, als auch von meinen Ängsten und Befürchtungen in Hinblick auf Öffentlichkeitsarbeit zu berichten.

Sympathisch und seriös, das war mein persönliches Fazit nach dem fast einstündigen Telefonat, in dem Kristina mir glaubhaft versichern konnte, dass ihr an einer authentischen Produktion gelegen ist, bei der die Mütter geradeheraus auch die Schattenseiten des Mutterseins aussprechen dürfen, wobei die Wahrung der Anonymität der Probanden absolut im Vordergrund steht.

Ihre Zusendung eines Vertrages, in dem genügend Textfelder für die Eintragung eigener Wünsche, auch im Umgang mit sensiblen Daten, hinterlegt waren, bestätigten mein Gefühl, dass hier seriös gearbeitet wird. Produziert wird der Dokumentarfilm übrigens von TelevisorTroika. Gesellschafter und Geschäftsführer ist der Filmproduzent Michael P. Aust.

Mütter, die (anonym) über Regretting Motherhood sprechen möchten, für TV-Dokumentation gesucht!Seit ein paar Wochen befinden Kristina und ich uns nun in einem regelrecht vertrauten Austausch und als sie mich bat, meine Leserinnen noch einmal auf das Filmprojekt und die damit vertraglich festgehaltene Anonymität (auch bei reinen Audioaufnahmen) aufmerksam zu machen, musste ich keine Sekunde zögern, ihrem Wunsch nachzukommen:

Liebe Frauen und Mütter,

inzwischen konnte unser Filmteam zwei spannende Mütter finden, die bereit sind, ehrlich und offen über ihre Momente des Bereuens ihrer Mutterschaft zu sprechen und mit denen wir nun erste Testaufnahmen machen.

Es ist nicht leicht, über dieses Thema zu sprechen und viele Frauen entscheiden sich doch lieber dafür, anonym zu bleiben. Es ist jedoch unglaublich wichtig, darüber ehrlich zu sprechen und Sie können auch gern anonym bleiben! Keiner zwingt Sie vor die Kamera!

Ich als Regisseurin schreibe Sie deshalb noch einmal an, um Ihnen vorzuschlagen, mir von Ihnen selbst aufgenommene Audiodateien einzusenden zu dem Thema des Bereuens der Mutterschaft. Sie können dabei Ihren Namen ändern und wir können vertraglich festhalten, dass wir Ihre Stimme unkenntlich machen. Sie können dazu die Diktierfunktion Ihres Handys nutzen oder ein anderes Gerät verwenden. Wichtig ist, dass es eine gute Tonaufnahme ist, hierzu können Sie mich gern fragen!

Sie können mir auch vollkommen anonym eine Audiodatei postalisch oder mit einer neu eingerichteten Mailadresse zusenden. (Wichtig ist 1. eine kurze Vorstellung – (fiktiver) Name, Alter, Tätigkeit, (ungefährer) Wohnort; 2. Warum Sie bereuen, 3. Warum Sie anonym bleiben wollen, 5. Die emotionale Bindung zu Ihrem Kind/Kindern, 4. Alles rund um das Thema „Regretting Motherhood“).

Ihre Anonymität wird auf jeden Fall gewahrt!

Es grüßt Sie herzlich

Kristina Schippling

Wenn du Interesse hast, an diesem für unsere Gesellschaft so wichtigen Dokumentarfilm mitzuwirken, und sei es in noch so geringem Ausmaß, dann schreibe mich gerne an: mail@pusteblumen-fuer-mama.de. Gerne auch, wenn du unsicher bist und noch tausend unbeantwortete Fragen hast! Ich leite deine Mailadresse dann vertraulich und ohne Umwege an Kristina Schippling weiter und sie meldet sich dann bei dir.

Jede Stimme zählt!

Wir freuen uns auf dich!

Beitragsbilder mit freundlicher Genehmigung von © dzmitrock87, © pololia, © Kittiphan (alle fotolia.de)

2 Gedanken zu „Mütter, die (anonym) über Regretting Motherhood sprechen möchten, für TV-Dokumentation gesucht!“

  1. SilkeAusL sagt:

    Hallo Christine,

    ob man wohl auch „schriftlich“ teilnehmen kann?
    Dann darfst Du meine Adresse gerne weitergeben…
    Gruß Silke

    1. Christine sagt:

      Liebe Silke,

      ich bin mir nicht sicher, weil das Geschriebene ja irgendwie „hörbar“ erscheinen muss ;-)
      Ich habe deine Mailadresse aber mal weitergeleitet, dann wird Kristina Schippling dir sicher noch etwas dazu sagen können.
      Lieben Dank für dein Interesse vorweg!
      Christine

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