Im Dialog

Prost, Herr Rach!

Villa Schaukelpferd-Klassiker

Im Internet kursieren gerade allerhand von Viren. Einer davon heißt „Liebster Award“, manchmal ist er auch unter anderem Namen zu finden, auf jeden Fall wird mein Blog nun schon zum zweiten Mal von dieser Art von „Malware“ infiziert. Nein, infiziert will ich nicht sagen. Immerhin machen diese Frage-Antwort-Spielchen ja wirklich Spaß! Diesmal kam die Nominierung von der lieben Anja (MamaFrauMensch). Ich werde ihre Fragen gerne beantworten, so kannst du mal wieder Sinnvolles und viel Unbrauchbares über mich erfahren, aber mit dem Rest der Award-Verleihung halte ich mich diesmal dezent zurück. Schließlich bringen auch die wenigsten Stars gleich mehrere Oscars mit nach Hause. Hier sind nun also die 11 Fragen, die mich teilweise echt ins Schwitzen gebracht haben.

1. Welchen Beruf wolltest du als Kind (Jugendliche/r) erlernen und inwiefern hast du dir diesen Traum erfüllt?

Als Mädchen habe ich jahrelang den Klassiker „Tierärztin“ zu meinem Traumberuf auserkoren. Kleinen Hunden einen Gips anlegen, kuschelige Katzen versorgen und niedlichen Hamstern in die Ohren leuchten. Als ich dann mit 13 ein Praktikum bei der örtlichen Tierärztin machen durfte, war der Traum ganz schnell ausgeträumt. Klinische Gerüche, Spritzen und offene Wunden waren zu viel für meine junge Seele und meinen Kreislauf. Nach einer Woche zappelnde Meerschweinchen festhalten und ängstliche Hunde auf dem Untersuchungstisch beim Wunden desinfiziert bekommen beobachten, war mein Bedarf am Tierarzt-Sein gedeckt. Heute mache ich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und bin beim Blutabnehmen meiner Mitanwärter immerhin noch nicht umgekippt.

2. Was würdest du bei (d)einem nächsten Kind anders machen?

Spontane Antwort: Alles. Die Wahrheit: Keine Ahnung. Aber da eh kein weiteres Kind ansteht, muss ich mir zum Glück keine Gedanken darüber machen.

3. Bio oder konventionell (Ernährung, Kleidung)?

Das kommt immer darauf an. Gerade bei der Ernährung steht ja heutzutage überall Bio drauf, und trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass der Bauer es mit Liebe selbst auf dem Acker gerupft hat. Ich möchte meinen Kindern auf jeden Fall mitgeben, wie das Leben auf dem Land funktioniert. Sprich, sie mal mit zur Gemüsescheune nehmen und die Ware frisch kaufen oder beide Jungs mal beim Melken oder Kalben zugucken lassen (Letzteres durfte ich als Kind auch mal, war superekelig und gleichzeitig eine tolle Erfahrung). Trotzdem sollen Mini und Maxi auch ohne schlechtes Gewissen in Pizza, Pommes und Cornflakes beißen dürfen. Das Maß muss halt stimmen. Bei der Kleidung achte ich vor allem auf die Herstellungsbedingungen, genauso wie beim Eierkauf auf Bio-Freilandhaltung. Beim Betreten eines „KiK“- Ladens bekomme ich schon Kopfschmerzen von den Chemikalien aus der Wäsche, die den ganzen Laden beherrschen, solche Kleidung würde ich keinem Lebewesen freiwillig über den Kopf ziehen.

4. Mit welcher Religion/Weltanschauung könntest du dich am ehesten identifizieren?

Oha, eine Frage, die ganze Bücher füllen könnte. Ich bin christlich erzogen worden und glaube auch an Gott und an ein Leben nach dem Tod. Trotzdem interpretiere ich die Bibel nicht 1:1 und finde Teile der östlichen Weltanschauung auch weise und in ihrer Form richtig. Das Eine muss das Andere ja nicht ausschließen. Ich versuche vor allem so zu leben, dass ich mich und Andere (Menschen, Tiere und Natur) achte. Jeder sollte versuchen, auf seine Art und Weise etwas dazu beizusteuern, was die Welt ein kleines bisschen besser macht. Ohne gleich den Anspruch zu erheben, Mutter Theresa zu werden. Man kann auch im Kleinen viel bewirken.

5. Aquarianer, Trekkie, Larper… was für ein Nerd bist du?

Ganz ehrlich? Ich musste erst einmal googlen, was das alles für Begriffe sind, was dann auch die Frage erübrigt, ob mich Star Trek und Rollenspiele im Internet interessieren. Von den drei Genannten würde ich dann am Ehesten noch stundenlang ins Aquarium schauen, wenn mir einer eins borgt, und mich von den Fischen hypnotisieren lassen, ansonsten fällt mir momentan nichts nerdhaftes aus meinem Leben ein.

6. Dein Lieblingsfilmnaschwerk?

Chips, Chips, Chips! Auf jeden Fall lieber salzig als süß!

7. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal ein Glas Wein (Bier, Cappuccino…) trinken?

Mit Restaurantkritiker Christian Rach würde ich ein Glas Wein trinken, das Bier mit dem Pferdetrainer Mark Rashid und auf einen Cappuccino würde ich mich mit Schauspieler Liam Neeson treffen wollen (sofern die drei Genannten das hier lesen, bitte kontaktieren Sie mich schnellstmöglich, ich muss dann nur noch einen Babysitter organisieren).

8. Welche Jahreszeit ist dir am Liebsten und warum?

Ich mag alle Jahreszeiten auf ihre Art und Weise, wenn sie nicht zu extrem sind. Schnee ja, Eiszeit nein. Sommer ja, brütende Hitze nein. Der Frühling hält uns den Neubeginn und das pure Leben vor Augen, das lässt Einen vor Energie nur so sprießen. Und der Herbst ist so gemütlich und kuschelig, zumindest wenn man dem Regen von Innen zuguckt und dabei einen heißen Kakao trinkt.

9. Mit wieviel Jahren bist du aus deinem Elternhaus ausgezogen und was war der Grund?

Ich bin mit 19 von Zuhause weggezogen, um 800 km weit weg meine Ausbildung zur Hotelfachfrau zu machen.

10. Wofür hast du dein erstes Geld ausgegeben (Naschereien und Bravo zählen nicht)?

So weit reicht meine Erinnerung leider nicht zurück. Aber ich weiß noch, dass ich mir von meinem ersten Ausbildungsgehalt als Erstes einen Kartoffelsparschäler gekauft habe. Ich wollte mir etwas wirklich Bedeutendes, Großes kaufen, damit ich es nie vergessen werde (und das hab ich danach auch bestimmt gekauft), aber ich kann mich allen Ernstes bis heute nur an den blöden Sparschäler erinnern, weil ich vom Geldautomat direkt ins Küchengeschäft gerannt bin.

11. Welche Frage wurde dir noch nie gestellt?

Wow, das ist schwer. Mal überlegen. Zum Glück wurde ich noch nie gefragt, ob ich früher mal ein Mann war, ich glaube das wäre schon hart (Zur Beruhigung: Nein, war ich nicht). Und zum Glück hat auch noch nie RTL angefragt, ob ich ins Dschungelcamp ziehen möchte. Im Gegenzug war die schönste Frage in meinem Leben „Willst du meine Frau werden?“.

Ein Gedanke zu „Prost, Herr Rach!“

  1. mamafraumensch sagt:

    Vielen Dank, dass du mitgemacht hast! Und deine Geschichte vom Kartoffelsparschäler ist genial! :-)

    LG, Anja

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