Im Dialog

Premiere vom Mütterfrühstück: So war es und so geht es weiter

Kann ein Treffen unter Frauen, die sich mit dem gemeinsamen Nenner, oft Schwierigkeiten mit der eigenen Mutterrolle zu haben, zusammenfinden, lustig sein? Passt das überhaupt zusammen: Regretting Motherhood und Spaß? Oder kullern da eher Tränen der Verzweiflung in den O-Saft, nachdem sich alle reihum über ihren anstrengenden Nachwuchs ausgelassen haben? Ich kann die Frage nun beantworten, denn heute fand das erste Mütterfrühstück von Pusteblumen für Mama statt.

Bei goldenem Oktoberwetter lud ich zu mir nach Hause zum ausgiebigen Frühstück ein, mit dem Ziel, auch im realen Leben Mütter zusammenzuführen, die sich untereinander austauschen können, ohne sich aus Angst vor Ablehnung oder kritischen Blicken dabei verstellen zu müssen. Denn wer zugibt, dass er (bzw. sie) liebend gerne den Nachwuchs auch mal abgibt und nicht die Erfüllung schlechthin in der Mutterrolle erfährt, erntet nicht selten Unverständnis.

Premiere vom Mütterfrühstück: So war es und so geht es weiterIch war sehr neugierig, wem ich die Tür öffnen durfte – ein bisschen erinnerte es mich an „Herzblatt“, wenn am Schluss der Sendung die Wand zur Seite fährt und der nette Flirt (bzw. in meinem Fall die sympathische Blogleserin) zum Vorschein kommt.

Und das waren tatsächlich alle meiner Gäste: Sympathisch. Drei junge, hübsche Frauen, die sich im Laufe unserer Gespräche als sehr reflektiert und lebensbejahend entpuppten, trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer individuellen Erfahrungen als Mutter.

Premiere vom Mütterfrühstück: So war es und so geht es weiterProbleme, eine Unterhaltung aufzubauen, hatten wir jedenfalls nicht. Noch ehe ich alle Gläser mit dem Begrüßungssekt (alkoholfrei versteht sich, immerhin waren alle Teilnehmerinnen des Mütterfrühstücks mit dem Auto aus Nah und Fern angereist) eingeschenkt hatte, plauderten meine Gäste schon angeregt was das Zeug hielt, so dass es schwer war, einen Zeitpunkt zum Anstoßen zu finden. Für mich ein positives Zeichen und die Bestätigung für meine Hoffnung, dass man mit einer gemeinsamen Basis schnell vertraut miteinander wird.

Worüber wir redeten? Natürlich über’s Muttersein. An der Oberfläche und mit Tiefgang. Über Kinder und Geburten, über Erziehungsansätze und Fachliteratur. Über Hochsensibilität und Entwicklungstrauma. Über Katja Saalfrank und André Stern. Über berufliche Einschränkungen mit Kind, über Vorbilder und Attachement Parenting. Tränen flossen dabei nicht – höchstens vor Lachen bei der einen oder anderen Anekdote. Am Ende verbrachten wir sage und schreibe fünf Stunden miteinander und hätten wahrscheinlich noch genauso lange weiterquatschen können. Die Zeit verging für mich wie im Flug.

Premiere vom Mütterfrühstück: So war es und so geht es weiterNachdem ich meine Mütter nur schweren Herzens verabschiedet hatte, war mir klar, dass dieses Mütterfrühstück lediglich der Startschuss für eine neue Konstante in meinem Leben sein würde. Ich hatte seit langem nicht mehr so einen schönen, lustigen und bereichernden Tag verbracht!

„Heute ist der schönste Tag, wenn wir ihn dazu machen“ – die Verheißung auf der Sektflasche war nicht allzuweit von dieser Frühstücksrunde entfernt.

Der Termin für das nächste Mütterfrühstück bei mir zuhause in Arnsberg steht übrigens schon fest – und ich würde mich sehr freuen, wenn ich dir dann die Tür öffnen dürfte!

4 Gedanken zu „Premiere vom Mütterfrühstück: So war es und so geht es weiter“

  1. SilkeAusL sagt:

    Hallo Christine,
    ja, es ist wirklich eine tolle Idee, so ein Frühstück, zumal es im „normalen“ Leben echt schwierig ist, zu diesen Themen Gleichgesinnte zu finden.
    Daher ist so ein lockerer Rahmen mit netten Frauen echt nicht das Verkehrteste, zumal man im „privaten Rahmen“ vielleicht noch offener ist und sein kann, als wenn man sich in einem Café oder ähnlichem getroffen hätte.
    Vielen Dank für die Arbeit, die Du hier machst, mach weiter so (auch mit Deinen Ideen für die Zukunft)!

    Gruß Silke

    1. Christine sagt:

      Ich möchte dennoch generell dazu ermutigen, auch woanders so ein Frühstück zu organisieren, vielleicht über euer Profil im Kontaktformular. Da gibt es sicher einige Mütter, die sich in ihrer Stadt zusammenfinden können (wenn wir das schon in Arnsberg mitten am A** der Welt hinkriegen ;-)), vielleicht auch in einer ruhigen Ecke im Café?

      Dir, liebe Silke, jedenfalls vielen Dank für deine netten Wünsche und dein Feedback!

      1. Antonia sagt:

        Liebe Christine,

        ich finde es sehr aufregend, dass das erste Mutterfruehstueck nun stattgefunden hat…toll! Ich wuenschte, ich koennte dabeisein, aber ich wohne leider zu weit weg.

        Alles Liebe,
        Antonia

      2. Christine sagt:

        Liebe Antonia,

        du wärest garantiert eine Bereicherung in unserer Frühstücksrunde!
        Wirklich schade, dass du dich nicht einfach hierhin beamen kannst.

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