Im Dialog

One Lovely Blog Award

Es gibt wieder Medaillen zu gewinnen…oder zumindest zu verteilen. Die liebe Paula von bleibcoolmami und Schulzemaus von Twitter haben mich für den „One Lovely Blog Award“ nominiert. Klingt erst einmal sehr liebenswert, aber es steckt mehr Arbeit dahinter als gedacht. Nicht nur, dass ich selbst 7 unnütze Fakten über mich aus meinem Hinterstübchen kramen muss, ohne explizit danach gefragt zu werden, sondern ich soll auch noch 15 (nochmal zum Mitlesen: f-ü-n-f-z-e-h-n !) weitere Blogs nominieren. Nun denn, wer sonst nichts Besseres zu tun hat, darf sich meinen Gedankentrödel gerne durchlesen.

eins

Ich hasse Shoppen! Die Zeiten, in denen ich mich mit einer Freundin stundenlang durch kleine Geschäfte und noch engere Regalreihen gequetscht habe, sind zum Glück schon 15 Jahre her. Dieses Gegucke, Geschlendere und Genörgel (in den Umkleidekabinen oder weil die Freundin oder ich noch nichts gefunden hat) halte ich nicht aus. Spätestens nach zwei Stunden muss ich diverse Einkaufscenter wieder verlassen haben, ansonsten drehe ich nicht nur psychisch durch. Die Luft in vielen Bekleidungsläden verursacht bei mir eine latente Schläfrigkeit und drückende Kopfschmerzen. Zum Glück bin ich ein Schnellentscheider. Die erste Jeans, die ich anprobiert habe, ist meist auch diejenige, die in der Tüte landet. Anders ist das in diversen Deko-Geschäften und natürlich bei IKEA! Hier kann ich die Zeit (und das angestrebte Limit im Portemonnaie) schnell vergessen. Hauptsache, es passt noch alles ins Auto…

zwei

Ich wollte mal Geigerin werden. Mit zehn Jahren kam ich zum ersten Mal in direkten Kontakt mit dem hölzernen Instrument, das mein Opa aus dem halb zerfallenen Geigenkasten kramte. Er half mir, der Violine ein paar quietschende Töne zu entlocken und fortan nahm ich Geigenunterricht in der örtlichen Musikschule. Aber erst als Teenager kam ich auf die Idee, Musik zu studieren, bekam von meinen Großeltern ein sauteures sehr gutes Instrument geschenkt und nahm noch Klavierstunden. Meine Musikschullehrerin sah gute Chancen in mir, gab mir haufenweise Etuden und Violinstücke mit nach Hause und sagte mir, aufgrund meines Alters und dem Stand, auf dem ich mich befinde, müsse ich täglich mindestens vier Stunden üben und zwei Mal die Woche zum Unterricht kommen. Das brach mir das Genick. Auch, weil es viele Tage gab, an denen es nicht gut lief und ich die Geige verfluchte. Irgendwann entschied ich mich dafür, die Violine weiterhin als gute Freundin und nicht als Lebensunterhalt zu sehen und es blieb beim Hobby. Vor sechs Jahren habe ich das letzte Mal auf ihr gespielt. Umzüge, andere Lebensumstände und neue Interessen waren der Grund. Letztens habe ich mal wieder einen Blick in den Geigenkasten gewagt. Zwei Saiten sind gerissen, zwei verstimmt. Ein bisschen geht es mir ähnlich. Ich bin mir noch nicht sicher, ob und wie es mit uns Beiden weitergeht.

drei

Ich bin ein sehr spiritueller Mensch. Christlich aufgewachsen, mit Gebetswürfel am Tisch, Taufe, Kommunion, Firmung und allem was dazugehört, habe ich meinen Horizont inzwischen erweitert. Viele Ansichten der buddhistischen Lebenskultur oder des Schamanismus sind für mich kein esoterischer Hokuspokus, sondern durchaus vorstellbar. Der Glaube an Gott, Naturwesenheiten oder der Gedanke an Karma und Wiedergeburt schließen sich für mich nicht gegenseitig aus, sondern sind für mich eine logische Verknüpfung von- und miteinander. Meinen erzkatholischen Großeltern kann ich damit aber nicht kommen.

vier

Ich bin eine absolute Couch-Potatoe. Gott sei Dank sieht man es mir auf den ersten Blick nicht an, aber der bloße Gedanke an Sport löst bei mir nur einen Reflex aus, nämlich gleich das nächste Sitzmöbel anzusteuern. Mein Heilpraktiker sieht das nicht so gerne und ich müsste wirklich mal an meiner Kondition arbeiten, aber zuhause ist es doch am Gemütlichsten. Ich gebe zu, sobald ich ein paar Bahnen im Schwimmbad gezogen oder den ein oder anderen Kilometer im Wald gelaufen bin, bekomme ich schon Spaß an der Sache und nehme mir auch immer großkotzig vor, das Ganze jetzt zweimal die Woche in die Tat umzusetzen. Naja, du ahnst schon, wo das bisher immer endete… In der 5. Klasse war das anscheinend noch anders. Meine Sportlehrerin hatte mir damals eine Karriere als Leichtathletikerin nachgesagt. Zum Glück war meine Mutter davon nicht begeistert. Wer weiß, wo ich heute sonst so herumturnen würde?

fünf

Ich bin kein Badewannen-Fan. Allein deswegen, weil mir nach fünf Minuten Im-Wasser-Liegen langweilig wird. Man könnte auch sagen ich hasse baden. Wobei das ein bisschen übertrieben ist. Ich bade auch mal. Wenn es hochkommt zweimal im Jahr. Ich bin mit einer Badewanne groß geworden. Wir hatten weder Dusche, noch einen Duschvorhang über der Badewanne. Wenn man sich als Kind nur hockend waschen und abbrausen konnte, wenn es mal schnell gehen musste, ist das vielleicht der Grund, dass bei einer Wohnbesichtigung der erste Blick ins Bad geht, ob auch eine Duschkabine vorhanden ist. Bei mir ist das zumindest das entscheidende Kriterium beim Neueinzug. Jetzt haben wir Beides. Gott sei Dank. Mein Mann ist nämlich ganz verrückt nach dem einbetonierten Ding zum Hineinlegen. So hat Jeder seins und es gibt keine Zankereien.

sechs

Apropos sechs: In Mathe stand bei mir mal eine 6 auf dem Zeugnis. Es war in der Oberstufe, ich glaube 12. Klasse, 1. Halbjahr. Ganz ehrlich, in Mathematik war ich noch nie gut. Selbst in der Grundschule musste ich Förderunterricht deswegen nehmen, um von meiner damaligen 3 (was in der Grundschule anscheinend einer 5 glich) wieder runter zu kommen. Nun, runter ging es tatsächlich, und zwar steil bergab. In guten Zeiten habe ich es auf dem Gymnasium höchstens auf eine 4 geschafft (was mir im Gegensatz zu meinem Vater Nachhilfelehrer nichts ausgemacht hat). Die 0 Punkte auf dem 12.-Klasse-Zeugnis führten dazu, dass ich im kommenden Halbjahr zwei Mathekurse besuchen musste, um am Ende das Schuljahr bestehen zu können. Somit hatte ich 6 Mathe-Einheiten in der Woche (mehr als der Leistungskurs, der hatte „nur“ 5). Was eine Misere. Ich glaube ich habe es dann am Ende in dem einen Mathekurs auf 1 Punkt (was einer 5- entspricht) und im anderen sage und schreibe auf 2 Punkte (eine glatte 5) gebracht (Wenn Sie vielleicht an dieser Stelle kurz applaudieren könnten…).

sieben

Ich habe Angst vor Horrorfilmen. Das hat sich seit meiner Kindheit nicht geändert: Sobald ein Film etwas zu spannend oder gruselig wurde, konnte ich nachts nicht schlafen, geschweige denn, überhaupt den Weg zurück vom Klo ins dunkle Kinderzimmer gehen, nicht ohne sofort wieder alle möglichen Horrorszenen vor meinem inneren Auge zu sehen. In solchen Nächten musste immer die Tür einen Spalt offen stehen und das Licht im Flur brennen. Am Liebsten würde ich das Ritual heute auch wieder einführen. Aber schlag das mal als erwachsene Frau deinem Ehemann vor…
one lovely blog award

Und jetzt sind mal die Anderen dran! Von folgenden BloggerInnen würde ich auch gerne mal 7 Fakten erfahren, die lesenswert oder auch völlig daneben sind:

Mama Eva Bloggt
Ganz normale Mama
Lichtfänger
Papa mit Hut
so schön unperfekt
Kullerkind

Waren das jetzt 15 Blogs? Vielleicht habe ich mich auch ein bisschen verzählt, Mathe war ja auch noch nie meine Stärke…

5 Gedanken zu „One Lovely Blog Award“

  1. Paula (bleibCOOLmami) sagt:

    Herzlichen Dank fürs Mitmachen. Wir haben einiges gemeinsam. Ich hasse shoppen, liebe meine Dusche und überlasse die Badewanne dem Mann und ich sehe niemals gruselige Filme. Nun ja, in der Kindheit Pinocchio, aber das war´s dann auch schon.
    Liebe Grüße
    Paula

    1. Christine sagt:

      Das ist ja witzig, so viele Gemeinsamkeiten auf einmal :) Ich hab nicht mal Pinocchio gesehen, aber ich scheine auch nichts verpasst zu haben…

  2. kullerkind sagt:

    Oh… vielen Dank für die Nominierung :) Ich mache auf jeden Fall mit… und ich liebe shoppen… bin absolut abhängig davon *hilfe*

    1. Christine sagt:

      Wie schön :) Freue mich schon auf deine Antworten!

  3. Daniela sagt:

    Danke für die Nominierung. Ich habe es geschafft und meine Hausaufgaben sind endlich so gut wie fertig…
    LG
    Daniela

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