Im Dialog

Mit Astrid Lindgren unpünktlich auf Baltrum twittern

Nachdem ich jetzt lange Zeit nichts mehr von mir erzählen durfte *hust*, freute ich mich sehr, als mich über Twitter die Benachrichtigung erreichte, ich sei für den altbekannten und liebgewonnenen „Liebster-Award“ nominiert worden. Wenn die Trophäe im realen Leben verteilt würde, besäße jeder Blogger sicher einige Pokale in seiner Vitrine, so aber muss ich mich mit der virtuellen Auszeichnung zufrieden geben.

Macht überhaupt nichts, schließlich geht es darum, neue Mama Blogs kennen zu lernen und sich gegenseitig zu vernetzen. Da ich den Award selbst schon verteilt habe, beantworte ich auch diesmal nur die Fragen. Ich hoffe, das verstößt nicht so sehr gegen die Spielregeln, dass man mir den Liebster-Award gleich wieder aberkennt…
Diesmal kommen die Grüße aus unserem Nachbarland Österreich von der lieben Judith und ihrem Blog Stadtmama. Ihre originellen Fragen zu beantworten hat mir sehr viel Spaß gemacht!

1.) Wieder zehn Minuten zu spät? Nicht frisiert? Zwei verschiedene Socken an? Termin vergessen? Was würdest du einfach Jedem verzeihen?

Ich kam bereits früh in den Genuss, mit latenter Unpünktlichkeit konfrontiert zu werden. Meine Grundschulfreundin Grit kam regelmäßig 15 Minuten zu spät zum Treffen. Jedes Mal. Dabei wohnte sie nur zwei Häuser weiter. Diese Phase meines Lebens hat mich anscheinend dermaßen geprägt, dass ich Unpünktlichkeit heute Niemandem verzeihe (Tod oder Kleinkinder sind die einzig akzeptablen Ausnahmen). Termin vergessen wäre also noch eine Steigerung des Ganzen, meine eh schon knapp bemessene Zeit mit Füßen zu treten. Im Gegenzug verzeihe ich Äußerlichkeiten Jedem. Vor allem, seitdem ich selbst seltenst frisiert oder ohne Kaffeeflecken auf dem Top zu Terminen jeglicher Art erscheine. Muttersein macht’s möglich…

2.) Mit Kindern ist einfach immer etwas zu tun. Wann findest du Zeit zum Bloggen?

Da habe ich Glück, dass meine Kinder (noch!) morgens zwischen 10h und 12h ihr „Mittagsschläfchen“ halten und abends ab 18.00h im Bett liegen. Bedeutet, spätestens um 18.01h schreibe ich mir den Frust von der Seele.

3.) Dein Lieblings-Social-Media Kanal ist …? Und warum?

Ich habe meine Liebe zu Twitter entdeckt. Da zwischen Bügelwäsche und Bananenbrei meist eh nur Platz für zwei Sätze bleibt, kommen mir die 140 Zeichen gerade recht. Außerdem kann man sich von der halben Welt unterhalten lassen ohne sich mit ihr unterhalten zu müssen.

4.) Wer in deiner Familie hat den vollsten Kleiderschrank?

Ich. Aber leider nicht, weil ich die meisten Klamotten besitze, sondern weil sich dort neben diversen Taschen und ein paar Schuhen die Wäsche der Kinder stapelt, die schon zu klein / noch zu groß oder aus der falschen Jahreszeit stammt und keinen Platz mehr in der überquellenden Wickelkommode findet.

5.) Der beste “schlaue Spruch” deiner Kids?

Noch sind sie zu jung dafür, eigene Sprüche zu formen. Aber immerhin passt unser Maxi schon beim Abendbrot gut auf, dass auch Papa sich an die „Wurst-Käse“-Regel hält. Ansonsten gibt’s Ärger von unserem Großen. Recht hat er ja…Mit Astrid Lindgren unpünktlich auf Baltrum twittern

6.) Nein sagen ist manchmal schwer. Vor allem im Job aber auch in der Familie. Schaffst du es auch mal “Nein” zu sagen und dich “freizuschaufeln” – nur für dich?

Mal mehr, mal weniger gut, aber seitdem ich Mutter bin geht es immer besser. Da bleibt einem gar nichts anderes übrig, als auf seinen Freiraum zu bestehen. Macht man es nicht, bekommt man eh kein Frei. Aber, wie unter Punkt 2 schon erwähnt, habe ich ja automatisch abends ab 18h schon einiges an Zeit für mich. Zumindest bis sich der Mann zu mir auf die Couch lümmelt und Fernsehen gucken möchte.

7.) Urlaub auch mal ohne Kinder – ja oder nein? Und wenn ja, wohin am liebsten?

Oh! Mein! Gott! Erinner mich bloß nicht an den Chaos-Urlaub vom letzten Sommer. Unser erster Familienurlaub auf der autofreien Nordseeinsel Baltrum. Unsere Mitreisenden, Frau Schwester und Herr Schwager mögen mir verzeihen, wenn ich immer noch vom „Horror-Urlaub schlechthin“ spreche. Unter anderen Umständen (besseres Wetter, ältere Kinder, mehr Milchpulver im Gepäck) wäre es sicher ein idyllischer Sommerurlaub geworden, so blieb meinem Mann und mir nur eins: Nerven behalten und zwei Wochen sehnsüchtig auf unser FluchtAuto warten. Zweiteres gelang uns ganz gut. Ich seh’ schon, ich komme wohl nicht drum herum, Ihnen die ganze Geschichte bei Gelegenheit mal zu erzählen…
Zurück zur Frage: Malediven. Allein mit meinem Mann. Alternativ Schottland. Oder Baltrum in zehn Jahren, dann auch gerne wieder mit den Kindern.

8.) Fernsehen ist oft ein Reizthema. Wie viel dürfen eure Kinds “vor der Kiste hocken?”

Hier hockt zum Glück noch Niemand vor der Kiste außer meinem Mann und mir, heimlich, wenn die Kinder im Bett sind. Es interessiert sie Gott sei Dank aber auch noch nicht. Ist der Fernseher mal an, wird gelangweilt weggeguckt und wieder auf die Bausteine bestanden. Ich sollte das mal aufnehmen und ihnen in ein paar Jahren vorhalten. Wird bestimmt lustig.

9.) Babysitter, Tante oder Oma. Wie löst ihr das, wenn ihr einmal mit eurem Partner oder eurer Partnerin einen gemeinsamen Abend verbringen wollt?

Omi und Oma (also Mutter und Schwiegermutter). Kommt bei uns einmal im Monat vor. Ist immer noch zu wenig, aber mit zwei Jungs ist das Ganze noch mal schwerer zu organisieren, als wenn man nur ein anstrengendes Kind unterbringen müsste.

10.) Denkt mal nach: Welchen Satz sagt ihr am Öftesten? (“Nein!” gilt nicht als Satz!!!)

Ich weiß es! Ach nee, „Nein“ gilt ja nicht. Hmmm… Gibt viele Sätze. Unter den Top 3 sind garantiert „Ich will wieder ins Bett“, „Ich kann das Geknatsche nicht mehr hören“ und „Ich liebe dich“ zu finden.

11.) Euer Lieblingskinderbuch?

Eine schöne Frage! Jetzt müsste ich nur wissen, ob du mein eigenes von früher oder heute für die Kinder meinst. Ich geb einfach zu Beidem meinen Senf ab. Bei meinen Söhnen stehen momentan vor allem Bücher mit Baggern und Treckern oder auch mein Kochbuch hoch im Kurs. Wenn überhaupt darin geblättert und kein sonstiger Quatsch damit veranstaltet wird… Mein Lieblingskinderbuch war glaub ich „Guck mal Madita, es schneit!“ von Astrid Lindgren. Zumindest habe ich die Geschichte und die Bilder noch sehr im Kopf. Später standen dann natürlich Pferdebücher hoch im Kurs. Auf jeden Fall bestehe ich darauf, Mini und Maxi „Drachenreiter“ von Cornelia Funke vorzulesen. Und hoffe, dass sie genauso begeistert davon sein werden wie ich, wenn die erste oder zweiundneunzigste Euphorie über Bagger und Trecker vorbeigezogen ist…

Ein Gedanke zu „Mit Astrid Lindgren unpünktlich auf Baltrum twittern“

  1. Judith sagt:

    Einfach nur <3!
    Hatte schwer zu schmunzeln ;)

    Herr L. meinte gerade, wenn Maxi wieder mal kein Käsebrot essen möchte, schicken wir ihm Verstärkung. Unser kkeines Fräulein liebt Käsebrot …

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