Im Dialog

Einen Weekender von Louis Vuitton, bitte!

Fragen! Ich liebe Fragen! Jetzt habe ich schon zum dritten Mal einen Fragebogen zugeschickt bekommen und ich muss sagen, dass ich mich jedes Mal wie Bolle darüber freue, weil es einfach Spaß macht, auf die verschiedensten Fragen von anderen BloggerInnen zu antworten. Man macht sich plötzlich Gedanken über Sachen, über die man vorher nie nachgedacht hat. Diesmal kamen die Fragen von Mami Tilli. Vielen Dank dafür, hier sind meine –mehr oder weniger schlauen- Antworten.

1. Warum bloggst du?

Eine berechtigte Frage. Da ich sie schon einmal beantworten sollte, kopiere ich einfach mal den Inhalt aus dem letzten Fragebogen hierher:
Die Grundidee war anfangs, dass ich für mich selbst schreibe, so dass ich später eine schöne Erinnerung an die Zeit habe (weil ich eh das Meiste vergesse, was ich nicht schriftlich festhalte; frag meinen Mann). Ich möchte aber ebenso anderen Frauen vermitteln, dass auch traurige Stunden, genervte Mütter und quengelnde Kinder zum Alltag des Mama-Seins dazugehören und Niemand eine Bilderbuchmami vorspielen muss. Mit einer Prise Humor lassen sich die größeren und kleineren Katastrophen des Lebens meist besser durchstehen. Außerdem finde ich es spannend, neue Mamas und ihre Ansichten kennen zu lernen. Deswegen blogge ich.

2. Von wo bloggst du? (Zu Hause? Unterwegs? Am Küchentisch? Im Büro?…)

Wenn ich jetzt schreiben würde „Vom Büro aus“, müsste ich glaube ich um meinen Arbeitsplatz bangen. Wie gut, dass ich eh in Elternzeit bin. Nein, im Büro hätte ich auch nicht die Ruhe dafür. Ich brauche meinen gemütlichen Stammplatz (sprich Sofa), gute Musik auf den Ohren, dazu ein Heißgetränk und natürlich meinen Laptop.

3. Wem hast du von deinem Blog erzählt und wann?

Mein Mann ist der Einzige, der noch vor der Bloggründung von meinen Plänen wusste und letztendlich meine letzten Zweifel aus dem Weg räumte. Aber erst nachdem ich ein paar Beiträge veröffentlicht hatte, habe ich auch den engsten Familienmitgliedern und Freunden davon erzählt, schließlich wollte ich meinen Blog erstmal in Ruhe aufbauen.

4. Was ist dein „gefühltes Alter“?

Interessante Frage. Eigentlich habe ich mich schon vor zehn Jahren wie 30 gefühlt – das Alter, das ich in diesem Jahr tatsächlich erreiche. Ich bin gespannt, ob sich dann etwas ändert. Ansonsten werde ich wohl nicht mehr altern.

5. Wofür hast du leider zu wenig Zeit?

Tja, spontan bin ich dazu geneigt, mit „Lesen, Sport treiben und Gedichte schreiben“ zu antworten. Aber ich glaube das stimmt so nicht. Wenn einem etwas wirklich wichtig ist, dann räumt man sich die Zeit auch dafür ein. Also müsste die Frage eher lauten: „Für was nimmst du dir zu wenig Zeit?“ Aber um die Frage zu beantworten: Siehe oben.

6. Vor 10 Jahren habe ich …..?

Vor zehn Jahren war 2004. Meine Güte, wie schnell die Zeit vergeht. 2004 war ich Schülerin der 12. Klasse, wollte Walforscherin werden und hatte das erste Date mit meinem Mann (bei IKEA, der perfekte Ort dafür. Das hässliche, blaue Geschirr, das ich mir damals kaufte, haben wir zum Glück inzwischen ausrangiert).

7. In 10 Jahren werde ich …?

In zehn Jahren werde ich hoffentlich meine eigene Heilpraktikerpraxis und jede Menge zufriedener Patienten haben. Außerdem möchte ich bis dahin unsere Hochzeitsreise nachgeholt haben und mich nicht mehr an Geburtsschmerzen und schlaflose Nächte der Anfangszeit mit Kindern erinnern können.

8. Stell dir vor du bekommst 1000€, die du nur für dich ausgeben sollst. Was würdest du damit machen?

Erst einmal würde ich ein paar Klamotten shoppen, um mal alles aus meinem Kleiderschrank aussortieren zu können, was noch nach Umstandsmode aussieht. Den Rest würde ich garantiert in neue Möbel und Deko für meine Vier Wände investieren. Ein gemütlicher Ohrensessel, neue Gardinen und graue Teppiche für die nackten Fliesen. Ach ja und ein neues Handy und ein neuer Laptop wären nicht schlecht. Oh, ein edler Weekender von Louis Vuitton sollte auch noch drin sein. Mal sehen, wie viel kostet der? Okay, streich den Rest!

9. Ein perfekter Sonntag ist für dich…..?

Erst einmal ausschlafen. Danach gibt’s frische Brötchen – bloß nicht Frühstück im Bett! Ich habe keine Lust, abends vorm Schlafengehen erst noch die Krümel aus dem Laken zu pulen- und dann laufe ich den ganzen Tag im Pyjama herum, fläze mich auf die Couch, gucke romantische Filme (z.B. „Liebe braucht keine Ferien“) und trinke Kaffee, Tee und heißen Kakao (und zwar genau in der Reihenfolge).

10. Worauf bist du stolz?

Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht so viele Gedanken gemacht. Aber wenn ich so drüber nachdenke, bin ich stolz auf meine kleine Familie, dass mein Mann und ich trotz Kleinkinder um uns herum unsere Firma aufgebaut haben, und dass ich die Depressionen so gut überwunden habe.

11. Was würdest du gerne ändern?

Och, da fällt mir spontan gar nichts ein. Zumindest nichts, das mein eigenes Leben betrifft. Ich bin momentan zufrieden mit meinem Leben, so wie es ist. Aber frag nächste Woche noch mal nach!

Ein Gedanke zu „Einen Weekender von Louis Vuitton, bitte!“

  1. Tilli sagt:

    Schöne Antworten, vielen Dank fürs Mitmachen!

    Freut mich, dass du gar nichts an deinem Leben ändern möchtest, das ist die schönste Antwort von allen! :-)

    Lieben Gruß,
    Tilli

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